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Die Erfindung betrifft ein Leistungsprüfgerät für Zündmaschinen, insbesondere für Kondensatorzündmaschinen, an dessen beiden Eingangsklemmen ein Indikator, z. B. eine Glimmlampe, über einen Spannungsteiler angeschlossen ist.
Zur Überprüfung der Leistungsfähigkeit von dynamoelektrischen Zündmaschinen wurden bisher einfache Geräte, bestehend aus einer an einen Spannungsteiler angeschlossenen Glimmlampe verwendet. Bei dynamoelektrischen Zündmaschinen sinkt die Klemmenspannung bei Belastung stark ab. Man kann daher aus dem Spannungsabfall an dem der Glimmlampe parallelliegenden Widerstand des Potentiometers auf die Leistungsfähigkeit der Zündmaschine schliessen. Bei Kondensatorzündmaschinen bleibt jedoch die Klemmenspannung auch bei verschieden grossen Belastungen konstant, es ändert sich aber die Zündstromdauer. Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein einfaches Leistungsprüfgerät zu schaffen, welches auch bei Kondensatorzündmaschinen eine genaue Aussage hinsichtlich der Leistungsfähigkeit ermöglicht, wobei eine Leistungsminderung um einen vorbestimmten Wert, z.
B. 15%, noch zulässig ist und feststellbar sein muss.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelost, dass ein Kondensator von dem Spannungsteiler über einen Widerstand und eine Sperrdiode aufladbar ist, in Reihe zu der Glimmlampe ein Thyristor geschaltet ist und der Thyristor in Abhängigkeit von dem Erreichen einer Ladespannung des Kondensators, die um einen vorbestimmten Wert, z. B. 15%, niedriger ist, als die volle Ladespannung des Schiesskondensators der zu prüfenden Zündmaschine aufsteuerbar ist.
Durch das neue Leistungsprüfgerät ist es möglich, nach einigen Millisekunden die Leistungsfähigkeit der Zündmaschine festzustellen.
Vorzugsweise weist der Spannungsteiler einen dritten Widerstand auf, von welchem mit einem an eine dritte Eingangsklemme angeschlossenen Serienwiderstand ein weiterer Spannungsteiler gebildet ist, wobei die Spannung an dem dritten Widerstand abgegriffen und über eine weitere Sperrdiode und einen Widerstand dem Kondensator zugeführt ist.
Diese Ausführungsform ermöglicht eine Messbereichserweiterung des Leistungsprüfgerätes, so dass bei entsprechender Dimensionierung der beiden Spannungsteiler der Anschluss der zu prüfenden Zündmaschine an jeweils zwei der drei Klemmen eine Nachbildung von verschieden empfindlichen Zündern bedeutet.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung folgen aus der nachstehenden erläuternden Beschreibung von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen, in der Fig. 1 eine Schaltung des Leistungsprüfgerätes und Fig. 2 eine andere Ausführungsform der Schaltung nach Fig. 1 zeigt.
Gemäss Fig. 1 ist an zwei Eingangsklemmen--1 und 2--ein von Widerständen --3 und 4-- gebildeter Spannungsteiler angeschlossen. In einen Parallelzweig des Widerstandes --3-- ist die Serienschaltung eines Widerstandes --5-- einer Sperrdiode --6-- und eines Kondensators --7-- verlegt.
Ein aus einem Widerstand --10-- und aus einem Widerstand --8-- gebildeter Serienzweig und ein weiterer aus einem Thyristor --12-- einer Glimmlampe --14-- und einem Widerstand --13-- gebildeter Serienzweig sind parallel zu dem Kondensator-- ?- geschaltet. Der Widerstand --10-- ist mit einem Kondensator --9-- überbrückt. Ein Verbindungspunkt der beiden Widerstände --8 und 10-- ist über eine Triggerdiode --11-- mit der Steuerelektrode des Thyristors --12-- verbunden.
Die Schaltung nach Fig. 2 entspricht der nach Fig. 1. Es ist jedoch eine dritte Eingangsklemme --20-vorgesehen, die über einen Widerstand --19-- an den Verbindungspunkt des Widerstandes --3-- und eines zu diesem in Reihe geschalteten Widerstandes --16-- angeschlossen ist. Die Widerstände --16 und 19-bilden einen weiteren Spannungsteiler, an dessen Abgriff der Kondensator --7-- über eine Reihenschaltung eines Widerstandes --17-- und einer Sperrdiode --18-- angeschlossen ist. Die Glimmlampe --14-ist mit einem Widerstand --15-- überbrückt. Der Widerstand --10-- und der Kondensator --9-- dienen in beiden Schaltungen zur Stabilisierung.
Die Widerstände --3, 4 bzw. 16, 19-- der beiden Spannungsteiler sind derart dimensioniert, dass bei Anschluss der zu prüfenden Zündmaschine an die Eingangsklemmen-l und 2 bzw. 1 und 20-- die Leistungsfähigkeit der zu prüfenden Zündmaschine bei maximalem bzw. minimalem Schiesskreiswiderstand festgestellt werden kann.
Die Wirkungsweise des Leistungsprüfgerätes ist die folgende : Nach Anschluss der zu prüfenden Kondensatorzündmaschine an die Eingangsklemmen des Leistungsprüfgerätes wird der Schiesskondensator der Zündmaschine aufgeladen und darnach die Maschine abgefeuert. Der Zündimpuls erzeugt am Widerstand --3-- des Potentiometers einen Spannungsabfall. Mit dieser geringeren Spannung wird der Kondensator --7-- über den Widerstand --5-- und die Sperrdiode --6-- aufgeladen. Die beiden
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Widerstände --3 und 5--müssen so dimensioniert sein, dass die Aufladung des Kondensators während einer für die Güte der Zündmaschine charakteristischen Zeit, z. B. 45 ms, erfolgt.
Reicht die Aufladung des Kondensators --7-- dazu aus, den Thyristor --12-- über den Gleichrichter aufzusteuern, dann gelangt die Glimmlampe --14-- an Zündspannung und leuchtet kurz auf. Ist die Aufladung des Kondensators --7-- zu gering, dann leuchtet die Glimmlampe --14-- nicht auf, d. h. aber, dass der von der geprüften Zündmaschine abgegebene Zündimpuls zu schwach ist und diese Maschine daher nicht mehr verwendet werden darf. Die Dimensionierung der Schaltung ist derart, dass die Glimmlampe bei einem Leistungsabfall von 15% der zu prüfenden Zündmaschine noch aufleuchtet.
Eine Leistungsminderung der zu prüfenden Zündmaschine aus einem vorbestimmten Wert z. B. 15% mit einer Kapazität des Schiesskondensators von C=100 pF und einer Ladespannung U 0=1280 V und einem Schiesskreiswiderstand von 1010 n kann dadurch entstehen, dass entweder die Kapazität auf C=85 pF bei gleichbleibender Ladespannung absinkt oder dass der Wert der Kapazität C=100 pF erhalten bleibt jedoch die Ladespannung auf Ug=1180 V absinkt. In beiden Fällen ist die Spannung gemäss der Entladungskurve des Schiesskondensators nach 45 ms auf den gleichen Wert von 717 V abgesunken. Es wird daher nach 45 ms der Kondensator --7-- des Prüfgerätes auf den einer Leistungsminderung der zu prüfenden Zündmaschine um 15% entsprechenden Spannungswert aufgeladen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Leistungsprüfgerät für Zündmaschinen, insbesondere für Kondensatorzündmaschinen an dessen beiden Eingangsklemmen ein Indikator, z. B. eine Glimmlampe, über einen Spannungsteiler angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kondensator (7) von dem Spannungsteiler (3,4) über einen Widerstand (5) und eine Sperrdiode (6) aufladbar ist, in Reihe zu der Glimmlampe (14) ein Thyristor (12) geschaltet ist und der Thyristor in Abhängigkeit von dem Erreichen einer Ladespannung des Kondensators, die um einen vorbestimmten Wertsatz, z. B. 15%, niedriger ist als die volle Ladespannung des Schiesskondensators der zu prüfenden Zündmaschine, zum Zünden der Glimmlampe aufsteuerbar ist.