AT34715B - Verfahren zur Trennung von Rohkautschuk, Rohguttapercha u. dgl. in Reinware und Harzbestandteile. - Google Patents

Verfahren zur Trennung von Rohkautschuk, Rohguttapercha u. dgl. in Reinware und Harzbestandteile.

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AT34715B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Trennung von Rohkautschuk, Rohguttapercha u. dgl. in Reinware und Harzbestandteile. 
 EMI1.1 
 reinem, harzfreiem Kautschuk, Gutta usw. unter Gewinnung der Harze oder harzartigen Stoffe als Nebenprodukt. 



   Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass die Ware, insbesonders auch solche, die 
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 werden konnte, entweder direkt oder nach der   iiblichen   Vorreinigung, im Bedarfsfalle auch nach   gehöriger   Zerkleinerung, mit Anilin, einem nicht feuergefährlichen Mittel, oder seinen Homologen behanrlelt und der lösliche Teil mit dem Lösemittel von dem   unlöslichen   Teile getrennt wird. 



  Der letztere besteht aus reinem Kautschuk, während in der Lösung die harzigen, öligen und wachsartigen Bestandteile der Rohware sich finden und enthielt letztere Gutta, auch diese darin enthalten ist. Die Gutta scheidet man aus der Lösung durch Abkühlen der Lösung oder durch ein Fällmittel (Wasser, Alkohole, Azeton) ab und die Harze trennt man vom Anilin durch Destillation mittels Wasserdampf oder dgl. 



   In der englischen Patentschrift Nr.   1667   a. D. 1866 und der deutschen Patentschrift Nr. 99689 wird zwar von einer Lösung des Kautschuks in Anilin gesprochen. Dies ist aber irrig. Anilin löst Kautschuk überhaupt nicht ; aber wird Anilin bis zur und über die   Schmelztemperatul des   Kautschuks erhitzt, so schmilzt der Kautschuk in Anilin, fällt aber beim Erkalten quantitativ 
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 schmolzener oder auch nur durch Erhitzen stark erweichter Kautschuk seine Elastizität verliert und eine   klebrige, fadenziehende   Masse wird, die für Zwecke, wo man Kautschuk als Elastikum verwenden will, gar keinen Wert mehr besitzt. Dasselbe gilt vom Kautschuk, wenn er in einer Flüssigkeit, z.   B.   Anilin   eingeschmolzen   würde. Er ist wertlos.

   Daher behandelt Erfinder den Kautschuk in der Wärme unterhalb seiner Schmelztemperatur, indem er zu diesem Zwecke beispielsweise dem Anilin Wasser zusetzt. Andererseits ist Anilin ein vorzügliches Lösemittel für Harze und besitzt ein hervorragendes   Lösevermögen   für die harzartigen, wachsartigen und ölartigen Bestandteile der minderwertigen Rohkautscuke, die oft bis zu 90% solcher   Beimengungen   enthalten ; hierin wird es von keinem der bekannten Harzlösemittel erreicht. 



   In der Praxis stellt sich die   Ausführung   des Verfahrens wie in den nachstehenden Beispielen beschrieben. 



    Beispiel J.   



   10 kg einer der im Handel bekannten geringen   Rohgummisorten   werden mit 15   ka Anilin   unter Zusatz   von 5 Wasser   am   Riickftusskühler   etwa zwei Stunden lang gekocht. Nach dem Kochen wird der   Rückstand   von der   Lösung   in bekannter Weise getrennt, eventuell gepresst. gewaschen und getrocknet. Die Lösung wird dann, wie bereits angegeben, der Wasserdampfdestillation unterworfen, wobei die Harze zurückbleiben und das Anilin mit den   Wasserdämpfcn   übergeht.

   Der Wasserzusatz hat auch den Vorteil, dass dadurch salze, Pflanzensäfte usw. aus der   Rohware ausgewaschen werden, die   mit   harzlösenden   Mitteln sich nicht entfernen lassen. 

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 Beispiel 2. 
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 oder man setzt dem Anilin solche Kautschuk nicht lösende, niedrig siedende Flüssigkeiten zu, die   fällend   wirken und die Temperatur nicht über die gewünschte Grenze gehen lassen, als solche kommen vornehmlich die   Gummifällmittel   (Wasser, Alkohole, Azeton) in Betracht. 



   Nach dem Kochen wird der Rückstand von der Lösung, wie im Beispiel 1 angegeben, getrennt und das Anilin durch Wasserdampfdestillation von den Harzen geschieden und wiedergewonnen. 



   Beispiel 3. 



     10   kg aus Neu-Guinea stammender, bisher wegen des starken Harzgehaltes geringwertiger Rohguttapercha werden mit 25   h : 1   Anilin bei gehöriger Temperaturhöhe wie im vorgängigen Beispiele behandelt. Aus der erhaltenen Lösung wird durch weitgehende Abkühlung oder durch Zusatz eines oder mehrerer der   schon genannten Fällmittel   die Gutta abgeschieden, während die harzartigen und wachsartigen Bestandteile in Lösung bleiben. Aus letzterer werden dann zunächst die Fällmittel, sofern nicht Wasser als solche verwendet wurde, in bekannter Weise durch Destillation wiedergewonnen und das im Anilin verbliebene Harz wird danach durch Wasserdampfdestillation abgetrennt. Man kann auch so verfahren, dass das Fällmittel von vornherein dem Anilin zugesetzt und damit gekocht wird. 



   Beispiel 4. 



   10   ka gewaschenen   Rohgummi von mittlerem oder höherem Harzgehalt, z. B. Madagaskar- 
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 können, etwa eine Stunde lang gekocht. Die Trennung der einzelnen Substanzen voneinander erfolgt ebenso wie bereits in den vorstehenden Beispielen beschrieben. 



   Der auf solche Weise gewonnene Reingummi ist vollkommen harzfrei und bietet in dieser
Beschaffenheit die besten Bedingungen für eine einwandfreie Vulkanisation, insofern als die Harze bei der Vulkanisationstemperatur unter Aufnahme von   Schwefel mit störender   Reaktion im
Gummi schmelzen und sintern und die Homogenität der Ware stark   beeinträchtigen.   



   PATENT-ANSPRÜCHE :   l.   Verfahren zur Trennung von Rohkautschuk, Rohguttapercha u. dgl. in Reinware und   @ Harzbestandteile,   dadurch gekennzeichnet, dass die Rohware mit Anilin oder einem seiner Homo- logen unterhalb der Schmelztemperatur des Gummis behandelt und die gelösten Bestandteile von dem   umgelöst   bleibenden Reingummi in bekannter Weise getrennt werden.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsweise des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Zwecke der Tiefhaltung der Temperatur dem Anilin niedrig siedende, Gummi nicht lösende EMI2.3
AT34715D 1906-02-12 1906-02-12 Verfahren zur Trennung von Rohkautschuk, Rohguttapercha u. dgl. in Reinware und Harzbestandteile. AT34715B (de)

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