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Die Erfindung betrifft eine tragbare Sprechmaschine, bei der gespeicherte Sprechlaute willkürlich und einzeln in wahlweisen Reihenfolgen mittels einer Tastatur abruf- und über einen Lautsprecher reproduzierbar sind.
Die erfindungsgemässe Maschine ist vorgesehen für von Geburt auf sprachbehinderte Menschen oder solche, die durch Unfall oder Krankheit ihr Sprechvermögen verloren haben. Sie sind dann nicht auf die übliche Zeichensprache mit den Händen angewiesen und können, da sie ja ihr Gehör haben, das Sprechen mit dieser Maschine leicht erlernen. Auch Taubstummen wird es möglich sein, eine Verständigung mit dieser Maschine zu erlernen, wenn auch nicht vollkommen, da sie die Laute selbst nicht hören können. Durch das Aufleuchten der Kontroll-Leuchten der Maschine bemerken sie aber, dass Laute abgegeben werden.
Bekannte Einrichtungen erfüllen diese Voraussetzungen nicht oder nur höchst ungenügend. So arbeitet eine als sprechende Schreibmaschine bekanntgewordene Einrichtung mit einer synthetischen künstlichen Sprache, die satzweise eingetippt und anschliessend von einem Computer wiedergegeben wird.
Abgesehen vom unnatürlichen Klang der Laute, ist diese Einrichtung für eine fliessende Konversation ungeeignet und höchstens für kurze Mitteilungen verwendbar. Sie ist auch im Aufbau kompliziert und schwer, so dass sie als tragbares Gerät nicht in Frage kommt.
Mit einer weiteren bekannten, einem Plattenspieler ähnlichen Einrichtung mit einem beweglichen Nadelkopf kann man zwar gespeicherte Worte oder Sätze wiedergeben, da sie aber keine Tastatur besitzt, ist es nicht möglich, wahlweise aus Vokalen und Konsonanten Worte zusammenzusetzen. Auch eine weitere Einrichtung mit einer Vielzahl von Nadelköpfen, die alle gleichzeitig auf eine oder zwei Platten einwirken, mit Tasten, die über ebenso viele Schalter jedesmal eine Umdrehung der Platten bewirken müssen, ist kompliziert im Aufbau und erfordert so viel Strom, dass sie wegen des zur Stromlieferung gewichtigen Aggregates kaum für ein tragbares Gerät Verwendung finden kann. Diese Einrichtung arbeitet zudem so langsam, dass zusammenhängende Wortbildungen aus Vokalen und Konsonanten nicht möglich sein.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile bekannter Ausführungen zu vermeiden und ein Sprechgerät zu schaffen, das möglichst einfach im Aufbau und von geringem Gewicht ist und gespeicherte natürliche Sprechlaute in willkürlicher Reihenfolge so aneinandergereiht wiedergeben kann, dass vom Benutzer gewünschte Worte und Sätze in natürlicher Sprache erklingen und so eine ungehinderte Konversation eines Stummen mit nicht gehörbehinderten Menschen ermöglicht ist.
Dies wird nach dem Vorschlag der Erfindung mit einer tragbaren Sprechmaschine der eingangs angeführten Art erreicht, die dadurch gekennzeichnet ist, dass zum Abruf der auf Magnetbändern gespeicherten Sprechlaute eine Tastmechanik Verwendung findet, durch die wenigstens ein vorzugsweise auf einem Wagen oder Schlitten gelagerter Tonkopf gegen die Wirkung einer Rückzugfeder von dem in Platten geführten Stift der gedrückten Taste zur entsprechenden Tonspur verschiebbar ist, wobei der den Stift betätigende, gegen die Wirkung einer Feder auf ihm verschieblich gelagerte Knopf der Taste nach Stillstand des durch einen an der Führungsplatte auftreffenden Anschlag festgehaltenen Stiftes bei weiterem Niederdrücken das Anheben des Magnetbandes mit der Tonspur an den Tonkopf steuert.
Die erfindungsgemässe Sprechmaschine ist einfach im Aufbau und von geringem Gewicht, so dass sie leicht überallhin mitgenommen werden kann. Dabei lassen sich die gespeicherten Laute individuell an den Sprachbehinderten anpassen, d. h. man kann für Mann, Mädchen oder Frau bzw. für ein Kind die entsprechenden Klangfarben der Laute wählen.
Eine bevorzugte Ausführung sieht vor, dass für die Gruppe der Vokale, einschliesslich der Zwie- und Umlaute einerseits und für die Gruppe der Konsonanten anderseits je ein Tonkopf mit zugeordnetem Verstärker, Lautsprecher sowie Lautstärkenregler vorgesehen ist. Hiedurch kann man die verschiedenen Lautgruppen entsprechend ihrer Artung gesondert beeinflussen, um sie dem natürlichen Klang möglichst nahe zu bringen.
Eine vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, dass die Tastenmechanik beidseits des Gerätegehäuses, u. zw. gesondert für die beiden Lautgruppen auf je einer Seite angeordnet ist.
Im Nachstehenden wird die Erfindung an Hand der Zeichnungen in Ausführungsbeispielen eingehend beschrieben. Es zeigen : Fig. 1 ein Schaubild der tragbaren Sprechmaschine, Fig. 2 den prinzipiellen Aufbau der Maschine, Fig. 3 im Schaubild einen Ausschnitt aus dem inneren Aufbau der Maschine mit Tastatur und Hebelgestänge zur Steuerung des Tonkopfwagens, Fig. 4 gleichfalls im Schaubild einen weiteren Ausschnitt mit der Antriebseinrichtung für den Tonkopfwagen und der Andrückvorrichtung an
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4 ein Vokal oder durch den Lautsprecher --4-- als Mitlaut, wenn die Taste für einen solchen gedrückt wurde. Je geschickter die Tasten so gedrückt werden, dass die Laute eng aneinander anschliessen, desto natürlicher wirken die gewählten Worte und Sätze.
Wenn die gedrückte Taste losgelassen wird, zieht sie die Feder --23-- in die Ausgangslage zurück und gleichzeitig wird der Wagen --14-- durch eine Feder --13-- in die Ausgangsstellung verbracht. Dabei rollt der Wagen --14-- mit seinen Rädern spielfrei in beidseitig angeordneten Führungen --50--, die beispielsweise aus Stahlstäben bestehen.
In Fig. 5 ist im Detail die zweite, in Fig. 2 ersichtliche, Ausführungsmöglichkeit der Tastatur dargestellt. Hier ist der Tastenkopf mit zwei Gewindenippeln --44-- am Stift --18-- befestigt, durch deren Verstellung die notwendige Länge hinsichtlich seiner Verschiebbarkeit bestimmt werden kann. Die Platten --16, 17--zur Führung des Stiftes --18-- sind auf der den Tasten zugekehrten Seite mit Kupferfolien - -53, 52-- überzogen, die jedoch mit dem Stift-18-- keinen Kontakt haben, da ihre Durchtritts- öffnungen D einen grösseren Durchmesser aufweisen als die gleichachsig liegenden Durchtrittsöffnungen d der Platten --16, 17--.
Die am Ende des Stiftes --18-- befestigte Rückzugfeder --23-- ist mit der Kupferfolie --53-- der Platte --17-- leitend verbunden.
Beim Drücken einer Taste-z. B. der Taste-F-- in Fig. 5-bewegt sich der Tonkopfwagen --14-ohne Berührung mit einem Tonband bis zur Tonspur des der Taste entsprechenden Buchstabens, z. B. F im dargestellten Beispiel. Trifft der vordere Nippel-44-- des Stiftes-18-- auf die Kupferfolie --52-der Platte --16--, wird der Stromkreis, in dem der Hubmagnet --51-- liegt, geschlossen, der Magnetkern verschiebt sich dabei gegen einen Winkelhebel --31-- und verschwenkt ihn, der dabei das Tonband --33-an den Tonkopf-34-drückt, dass der gewählte Laut hörbar wird.
Diese Ausführung ist mechanisch einfacher und lässt sich leicht einstellen. Sie verbraucht aber etwas mehr an Strom. Damit der Tonkopf --24-- das Band nicht seitlich verschiebt, oder einbeult, sind an seinen beiden Seiten Flügel --45-- angeordnet. Wie aus Fig. 6 ersichtlich, entspricht die Länge dieser Anordnung etwa der doppelten Bandbreite B.
Die Fig. 7 zeigt eine Betätigung der Stifte --18-- entsprechend der beiden beschriebenen Ausführungen der Tastenmechanik-12, 24-. Hier ist der ansonsten ungleiche Tastenhub den gebräuchlichen Schreibmaschinen angepasst, wobei vorzugsweise auch die Tastatur der dort vorgesehenen entspricht. Eine solche Sprechmaschine ist zwar im Aufbau komplizierter und schwerer, aber beispielsweise für einhändige Sprachbehinderte geeigneter.
Fig. 8 zeigt eine weitere Möglichkeit, wie das Tonband --33-- an den Tonkopf --34-- angedrückt werden kann. Wenn der an der Wand --15-- des Tonkopfwagens --14-- anstehende Stift --18-- seine Endstellung erreicht und den Wagen --14-- unter die der gedrückten Taste entsprechende Tonspur geführt hat, lässt sich der Knopf --19-- der Taste weiter niederdrücken, wobei er auf einen Flüssigkeit enthaltenden Ring --55-- auf der Platte --16-- auftrifft. Dieser steht über eine Leitung mit einer elastischen Blase --56-- in Verbindung, die an einem auf einer Achse --27-- gelagerten Winkelhebel --31-anliegt.
Beim Niedrdrücken des Knopfes --19-- wird die im Ring --55-- enthaltene Flüssigkeit in die elastische Blase --56-- verdrängt, die den Winkelhebel --31-- gegen das Magnetband --33-- verschwenkt und dieses an den Tonkopf --34-- andrückt. Nach Aufhören des Andruckes wird der Tastenknopf durch eine am Ende des Stiftes --18-- angeordnete Rückholfeder in seine Ausgangstellung geführt, die elastische Blase --56-- drückt die Flüssigkeit in den Ring --55-- und der Winkelhebel --31-- schwenkt in seine Ruhestellung zurück.
Im Blockschaltbild gemäss Fig. 9 ist die Wirkungsweise der erfindungsgemässen Sprechmaschine schematisch dargestellt. Der auf dem Tonband der Tonrolle --7 bzw. 8-- aufgesprochene Laut wird über den zugehörigen Tonkopf --34-- direkt auf den entsprechenden Verstärker --40 bzw. 41-- übertragen. Da beide Verstärker --40, 41-- voneinander unabhängig sind, kann sowohl die Lautstärke der Vokale als auch die der Konsonanten durch den jedem Verstärker --40, 41-- zugehörigen Lauftstärkeregler --10-- je nach Wunsch geregelt werden.
Mit Strom wird das Gerät durch eine Batterie oder einen Akkumulator oder wenn ein Anschluss vorhanden ist, über ein Netzgerät --44-- versorgt, das auch den zur Konstanthaltung seiner Drehzahl mit einem vorgeschalteten Steuergerät --42-- versehenen Motor --M-- speist. Ein geringer Teil der Ausgangsfrequenz wird in je einem Wandler --43-- für Leuchtdioden --9-- verwendet, die jeweils sichtbar anzeigen, welcher der Lautsprecher --3 bzw. 4-- gerade in Tätigkeit ist. Diese Anzeige ist
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notwendig, damit Taubstummen optisch die Überwachung der Verständigung möglich wird und sie sehen können, ob die jeweils gedrückte Taste wirksam ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Tragbare Sprechmaschine, bei der gespeicherte Sprechlaute willkürlich und einzeln in wahlweiser Reihenfolge mittels einer Tastatur abruf- und über einen Lautsprecher reproduzierbar sind, da- durch gekennzeichnet, dass zum Abruf der auf Magnetbändern (33) gespeicherten Sprechlaute eine Tastmechanik (12,24) Verwendung findet, durch die wenigstens ein vorzugsweise auf einem Wagen oder Schlitten (14) gelagerter Tonkopf (34) gegen die Wirkung einer Rückzugfeder (23) von dem in Platten (16,17) geführten Stift (18) der gedrückten Taste (18,19, 20) zur entsprechenden Tonspur verschiebbar ist, wobei der den Stift (18) betätigende, gegen die Wirkung einer Feder (22) auf ihm verschieblich gelagerte Knopf (19) der Taste (18,19, 20) nach Stillstand des durch einen an der Führungsplatte (16) auftreffenden Anschlag (21)
festgehaltenen Stiftes (18) bei weiterem Niederdrücken das Anheben des Magnetbandes (33) mit der Tonspur an den Tonkopf (34) steuert.