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Die Erfindung betrifft eine Stranggiessanlage mit einem ein Führungswalzengestell tragenden Gerüst und einem gegenüber diesem heb-und senkbaren Kokillenrahmen, in dem eine wassergekühlte Durchlaufkokille angeordnet ist, wobei am Gerüst ein Antrieb zum senkrechten Oszillieren des Kokillenrahmens mit der Kokille angebracht ist und das unterhalb der Kokille angeordnete Führungswalzengestell in waagrechter Richtung verschiebbar und gegen Verschieben in vertikaler Richtung gesichert ist und unter. dem Führungswalzengestell gegebenenfalls Förderwalzen angeordnet sind.
Der Giessstrang, welcher beim Austritt aus der Kokille zunächst nur eine relativ dünne Schale aus erstarrtem Metall und einen noch flüssigen Kern hat, bewegt sich unterhalb der Kokille durch eine Anordnung von frei drehbaren Führungswalzen hindurch und wird dabei zur weiteren Erstarrung des Metalls mit Wasser besprüht. Der durch die Führungswalzen begrenzte Durchlass muss über seine gesamte Höhe in genauer Ausrichtung verlaufen, so dass der Strang jederzeit sicher und in Ausrichtung auf die Kokille sowie auf weiter unten angeordnete, angetriebene Förderwalzen geführt ist. Richtungsabweichungen der Führungsrollen können ein Zerreissen der Schale des Stranges und damit den Ausbruch des flüssigen Metalls zur Folge haben.
Die hohe Beanspruchung, unter der die Führungswalzen arbeiten, erfordert ein öfteres Ausbauen derselben für Wartung und Austausch, insbesondere der zunächst der Kokille angeordneten Walzen, an denen der Strang die höchste Temperatur hat. Für den Austausch der Führungswalzen muss der gesamte Betrieb zwangsläufig unterbrochen werden.
Zur Erleichterung einer genauen Ausrichtung der Führungswalzen untereinander und gegenüber der Kokille sind die Walzen in einer bekannten Anordnung in gelenkig miteinander verbundenen Teilstücken eines Walzengestells gelagert. Ein solches Führungswalzengestell ist in der US-PS Nr. 3, 167, 829 beschrieben. Diese bekannte Anordnung verleiht den Teilstücken des Walzengestells eine nahezu unbegrenzte Gelenkigkeit. Es wurde jedoch festgestellt, dass die nahezu unbegrenzte Gelenkigkeit selbst eine Beschädigung des Stranges zur Folge haben kann, da sie unkontrollierbare Querbewegungen des Stranges zulässt.
Die Erfindung zielt darauf ab, eine Stranggiessanlage zu schaffen, deren Führungswalzengestell begrenzte Querbewegungen eines sich abwärts bewegenden Stranges zulässt und zu Wartungszwecken bzw. zum Austausch ein-und ausbaubar ist. Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass der Kokillenrahmen am Führungswalzengestell in vertikaler Richtung geführt ist, z. B. indem an der Unterseite des Kokillenrahmens Lagerböcke für Führungsrollen befestigt sind, welch letzteren am Führungswalzengestell vertikal angebrachte Schienen od. dgl. zugeordnet sind.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen an Hand der Zeichnungen. Darin zeigen : Fig. l eine teilweise im Schnitt dargestellte Seitenansicht einer Ausführung des Führungswalzengestells mit zugeordneten Teilen einer erfindunggemässen Stranggiessanlage ; Fig. 2 eine Draufsicht auf das in Fig. 1 dargestellte Führungswalzengestell ; Fig. 3 eine vergrösserte Teilansicht, teilweise im Schnitt, mit der Lagerung der Führungswalzen für die Längs- und Schmalseiten im Oberteil des Walzengestells ; Fig. 4 eine vergrösserte Seitenansicht in Richtung der Pfeile IV-IV in Fig. 2 mit einer Halterung für das erfindungsgemässe Führungswalzengestell ;
Fig. 5 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, nach der Linie V-V in Fig. 2 und Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI in Fig. 1.
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gestellten Antrieb --14-- in senkrechter Richtung oszillierend angehoben. Das Führungswalzengestell enthält einen unmittelbar unterhalb der Kokille --13-- angeordneten, relativ kurzen Oberteil --15-- und darunter einen relativ langen Unterteil --16--. Der Unterteil --16-- ist aus Abschnitten --16a, 16b und 16c-- zusammengesetzt. Unmittelbar unterhalb des langen Unterteiles-16-des Walzengestells sind angetriebene Förderwalzen vorgesehen.
Die Teile --15 und 16-des Walzengestells sind abnehmbar an einem nicht oszillierenden, starren Rahmen --21-- befestigt, welcher seinerseits abnehmbar auf das Gerüst --10-- aufgesetzt ist. Der Rahmen - hat eine rechteckige Grundrissform (Fig. 2). Am Gerüst --10-- aufrecht stehende Führungsbolzen - finden Aufnahme in einen grösseren Durchmesser als diese aufweisende Bohrungen --23-- im Rahmen : "-21--, so dass der Rahmen --21-- ohne Schwierigkeit in der richtigen Lage aufsetzbar und in begrenztem Masse waagrecht beweglich ist.
An der Innenseite trägt der Rahmen --21-- in den vier Ecken jeweils eine Tragplatte --24-- als Auflage für den Oberteil --15--. An den Stirnseiten des Rahmens --21--
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der Kokillenrahmen-12-zusammen mit der Kokille --13-- abgehoben. Anschliessend lässt sich der Rahmen - zusammen mit dem Oberteil --15-- und dem Unterteil --16-- aus dem Gerüst --10-- ausheben.
Andernfalls kann man jedoch auch lediglich den Oberteil --15-- vom Rahmen --21-- abheben, so dass dieser und der Unterteil --16-- an Ort und Stelle bleiben. Die Walzen des Oberteiles bedürfen am häufigsten der Wartung und können somit ohne eine Lageveränderung der übrigen Walzen ausgebaut werden. Die Verlängerungen --60-- der Wasserzuleitungen --59-- werden zusammen mit dem Rahmen - abgehoben.