AT33962B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von mit Zelluloid oder dgl. überzogenen Blechschildern. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von mit Zelluloid oder dgl. überzogenen Blechschildern.

Info

Publication number
AT33962B
AT33962B AT33962DA AT33962B AT 33962 B AT33962 B AT 33962B AT 33962D A AT33962D A AT 33962DA AT 33962 B AT33962 B AT 33962B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
celluloid
edge
rail
production
sheet
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Max Winkelstroeter Fa
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Max Winkelstroeter Fa filed Critical Max Winkelstroeter Fa
Application granted granted Critical
Publication of AT33962B publication Critical patent/AT33962B/de

Links

Landscapes

  • Bending Of Plates, Rods, And Pipes (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von mit   Zelluloid   oder dgl. überzogenen Blechschildern ; derartige Schilder werden gebraucht für   (jieschäfts-und   Reklamezwecke, für Strassenbezeichnungen u. dgl.   m.   



   Gemäss der Erfindung werden solche Schilder in der Weise hergestellt, dass der über den Blechrand ragende Teil des Zelluloidblattes in bekannter Weise über den Blechrand umgelegt bzw. umgebogen wird. Darauf wird der nunmehr aus drei Schichten bestehende Schildrand rohrförmig eingerollt, wobei der umgelegte Teil so lange festgehalten und gegen Abbiegen gesichert wird, bis das Einrollen zu einem Wulst fast vollendet ist. Bei den bis jetzt gebräuchlichen Verfahren zur Herstellung von solchen Schildern wurde der Schildrand nicht eingerollt, sondern umgebogen.

   Das ergab den Nachteil, dass bei der plötzlichen und heftigen Beanspruchung der umgelegte Zelluloidrand, der nicht festgehalten wurde, sich leicht wieder von der Metallplatte abbog, so dass also die beabsichtigte feste Verbindung von Deckblatt und Metallplatte ohne besondere Ver-   bindungsmittel nicht   einwandfrei erzielt werden konnte. Beim Einrollen werden diese   schädlichen   Beanspruchungen durch Stauchen usw. an und für sich schon vermieden. Dazu kommt, dass bei dem neuen Verfahren der umgelegte Teil durch eine Andrückschiene festgehalten wird, so dass ein Abbiegen und Lockerwerden des Zelluloidblattes ausgeschlossen ist. Auch gibt der rohrartige Wulst dem fertigen Schild eine grössere und   widerstandsfähigere Versteifung   als ein durch blosses   Umbiegen   hergestellter Rand. 



   Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Maschine mit motorischem Antrieb dargestellt. Die Maschine kann jedoch ebenso gut für Handbetrieb eingerichtet sein, indem die für die einzelnen aufeinander folgenden Arbeitsvorgänge erforderlichen Bewegungen der Werkzeuge durch Hebel-, Kurbelantrieb oder dgl. bewirkt werden. 



   Auf der Zeichnung zeigt : Fig. 1 die Maschine in Vorderansicht, Fig. 2 dieselbe in Seitenansicht ; Fig. 3-7 zeigen verschiedene Stellungen der Arbeitswerkzeuge mit Antriebsmechanismen und   Vergrösserungen   des Schildrandes in drei verschiedenen Arbeitsstadien. 



   Die Maschine besteht aus zwei Rahmen 7 und 2, welche durch eine, einen Spalt besitzende Tischplatte 3, J miteinander verbunden sind. In den über den Tisch 3, 4 ragenden Bücken 5, 6 ist ein   PrefJbalken/verscliebbar   gelagert. Der Balken 7 besitzt beiderseits Zapfen 8, 9, an denen   Stangenl . 11 angelenkt sind,   die durch Vermittlung von Federn   12, 7.   den Balken 7 hoch- 
 EMI1.2 
 
 EMI1.3 
 sind. In den die Schlitze 18, 19 begrenzenden Wandungen 16, 17 sind gleichfalls Längsschlitze   25. 26     vorgesehen, durch welche   die Welle   2     () hindurchgeht.   An dem Balken 7 ist eine Schiene 27 mittels zweier in Längsschlitzen 28, 29 der Schiene 27 geführter Schraubenbolzen 30, 31 gehalten.

   Die   Schiene 27   wird durch Federn   32.   die von den Schraubenbolzen 30, 31 gehalten werden, von dem 
 EMI1.4 
   ausgerüstet   ist. Das um den Zapfen J4 drehbare Zahnradsegment 43 besitzt ausser der Rolle 46 noch eine weitere Rolle 19, die auf der Scheibe 50 läuft, die einen Ausschnitt 51 besitzt. Die   Scheiben 47 und 50   sitzen auf der Welle 52, die in den beiden Seitenrahmen 1, 2 gelagert ist. 
 EMI1.5 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 eine Stange 66 mit einem Fusshebel 67 in Verbindung gebracht ist. Eine auf der Welle 52 sitzende, mit einem Daumen oder dgl. ausgerüstete Scheibe 68 dient gleichfalls zur Bewegung des Winkel- 
 EMI2.1 
 



   Die Maschine arbeitet folgendermassen : Auf den Teil 3 des Tisches wird das ebene Blech 71 mit darunter befindlichem Zelluloidblatt   72   gelegt (Fig. 2). Darauf wird durch Niedertreten des Fusstrittes 67 die Kupplung durch Vermittlung der Stange 66 und des Winkelhebels 65 eingerückt und das Radgetriebe in Umdrehung versetzt. Durch diese Drehbewegung werden durch die Kurvenscheiben 21, 22 die Rollen 23,   24   nach unten bewegt, welche die Stangen 10, 11 und damit den Pressbalken 7 herunterziehen, so dass er das Zelluloid (Papier) und das Blech aut dem Tisch 3 festhält (Fig. 4).

   Sobald die Tafeln   71,   72 des Schildes festgehalten sind, wird bei dem Weiterdrehen der Welle 52 von der einen Fläche 73 der Nase 48, die an der Scheibe 47 sitzt, die Rolle 46 und damit der Arm 45 nach unten bewegt, so dass das Zahnradsegment 43 in Drehung versetzt wird. Hiedurch wird infolge des Kämmens des Zahnradsegmentes und des Zahnrades 42 die Schiene 41 um   180"gedreht,   die dabei den über den Blechrand hinausragenden Teil des Zelluloids umbiegt (Fig. 4). Bei der Drehung der Schiene   41   haben die Kurvenscheiben 39, 40 die Schiene 27 mittels der Rollenstangen 37, 38 hochgehoben, so dass der Zelluloidrand ohne weiteres umgelegt werden kann.

   Hat sich die Schiene 41 um   1800 gedreht, so   fällt die Schiene 27 infolge ihres Eigengewichtes auf den umgelegten Zelluloidrand und hält denselben fest. Das
Herunterfallen der Schiene wird dadurch erreicht, dass die Kurvenscheiben 39, 40 eine Stufe besitzen, durch welche den   Rollen 35,   36 plötzlich die Gleitflächen entzogen werden. Auf diese
Weise ist die Stellung der Maschine nach Fig. 4 erreicht   iuld   die Seite des Schildes nach Fig. 5 
 EMI2.2 
 werden. Da die Rollen 35, 36 durch die Stangen 37,   38 an   die Schiene angelenkt sind, so bieten sie der Stufe 78 beim Zurückdrehen kein Hindernis. Die Rollen 35, 36 werden mit den Stangen ausgeschwenkt, so dass die Schiene 27 auf dem Zelluloid verbleibt.

   Beim Weiterdrehen der Welle   5i   laufen die Rollen 56,57 auf der Fläche 75 der Kurvennutenscheibe 53 ab, wodurch der Wagen 58 mit der Hohlschiene 59 nach der Schiene 27 hin verschoben wird. Die Kante des Blechs mit übergelegtem Zelluloid wird von der tiefsten Stelle der Hohlkehle erfasst, worauf beim weiteren Vorschub des Wagens 58 der Rand eingerollt wird (Fig. 6 und 7). Bei dem Vorschub des Wagens wird die liter Federwirkung stehende Schiene ; 27 an den Festhaltebalken herangedrückt, so dass genügend Material zum Einrollen des Randes freigelegt wird.

   Nach erfolgtem Einrollen wird 
 EMI2.3 
 dadurch gekennzeichnet, dass der Rand des Schildes, nachdem in an sich bekannter Weise der   über   den Blechrand ragende Teil des Zelluloidblattes über den Blechrand umgelegt bzw. umgebogen worden ist, rohrartig eingerollt wird, wobei der umgelegte Teil solange festgehalten 
 EMI2.4 


Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Pressbalken (7) auf Blech und Deckblatt gesenkt wird, worauf der Rand des Deckblattes EMI2.5 Randes durch eine Andrückschiene (27) in ihre Anfangsstellung zurückgedreht wird, worauf eine mit Holkehle versehene Schiene (59) vorgeschoben wird, die die Ränder von Blech und Deckblatt zu einem rohrförmigen Wulst einrollt, um hierauf in ihre Anfangsstellung zurückbewegt zu werden.
    3. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Pressbalken mittels Kurvenscheiben (21, 22) und Stangen (10, 11) gegen das Werkstück gepresst wird. worauf durch ein Zahnradsegment (- die Biegewange (41), die zwei die Andruckschiene 7 anhebende Kurvenscheiben (39, 40) trägt, um 180 gedreht und wieder in die Anfangs- EMI2.6
AT33962D 1907-04-23 1907-04-23 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von mit Zelluloid oder dgl. überzogenen Blechschildern. AT33962B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT33962T 1907-04-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT33962B true AT33962B (de) 1908-08-10

Family

ID=3549895

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT33962D AT33962B (de) 1907-04-23 1907-04-23 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von mit Zelluloid oder dgl. überzogenen Blechschildern.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT33962B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2912389A1 (de) Verfahren zum verformen von werkstuecken und maschine zur durchfuehrung des verfahrens
AT393639B (de) Blechbiegevorrichtung
DE2556974C3 (de) Profilwalzmaschine
DE2128717A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer Isolierverglasung
AT33962B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von mit Zelluloid oder dgl. überzogenen Blechschildern.
WO1992000154A1 (de) Schwenkbiegepresse zum abkanten und verformen von blechtafeln
DE559683C (de) Maschine zum Biegen von Buegeln, die zur Verbindung der Eiseneinlagen von Betonbauten dienen
EP0497780B1 (de) Verfahren zum gegenläufigen biegen eines bleches
DE397271C (de) Vorrichtung zum Anbiegen von Blechenden
DE1671499B1 (de) Verfahren und vorrichtung zum aufbringen eines negativen bildmusters auf einen zweilagigen siebdruckzylinder fuer den textildruck
DE951206C (de) Maschine zum Falten von Blech in einander parallele Falten
DE687674C (de) Werkzeug zur Herstellung duennwandiger Rohre
DE971469C (de) Walzenstreckmaschine
DE704386C (de) Vorrichtung zum Herstellen von Wellblechen
DE85284C (de)
AT212115B (de) Vorrichtung zur Verbindung von Dachblechbändern
DE2156659A1 (de) Faltprofilelement sowie Verfahren und Vorrichtung zum Formen derartiger Faltprofilelemente
DE672329C (de) Verfahren zum Hochkantrichten und -biegen von Gurtstaeben
DE934461C (de) Streckpresse zum Reduzieren der Wandstaerke von Werkstuecken rechteckigen Querschnitts
DE452565C (de) Sickenmaschine
DE294841C (de) Mechanische Umfuehrung fuer Feinblechwalzwerke
DE20118860U1 (de) Handbetätigbares Blechbiegegerät
DE392425C (de) Maschine zum Rollen und Packen von Leder
DE447225C (de) Geschichtete Blattfeder
DE42194C (de) Verfahren und Maschine zur Herstellung von Hängeeisen