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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von mit Zelluloid oder dgl. überzogenen Blechschildern ; derartige Schilder werden gebraucht für (jieschäfts-und Reklamezwecke, für Strassenbezeichnungen u. dgl. m.
Gemäss der Erfindung werden solche Schilder in der Weise hergestellt, dass der über den Blechrand ragende Teil des Zelluloidblattes in bekannter Weise über den Blechrand umgelegt bzw. umgebogen wird. Darauf wird der nunmehr aus drei Schichten bestehende Schildrand rohrförmig eingerollt, wobei der umgelegte Teil so lange festgehalten und gegen Abbiegen gesichert wird, bis das Einrollen zu einem Wulst fast vollendet ist. Bei den bis jetzt gebräuchlichen Verfahren zur Herstellung von solchen Schildern wurde der Schildrand nicht eingerollt, sondern umgebogen.
Das ergab den Nachteil, dass bei der plötzlichen und heftigen Beanspruchung der umgelegte Zelluloidrand, der nicht festgehalten wurde, sich leicht wieder von der Metallplatte abbog, so dass also die beabsichtigte feste Verbindung von Deckblatt und Metallplatte ohne besondere Ver- bindungsmittel nicht einwandfrei erzielt werden konnte. Beim Einrollen werden diese schädlichen Beanspruchungen durch Stauchen usw. an und für sich schon vermieden. Dazu kommt, dass bei dem neuen Verfahren der umgelegte Teil durch eine Andrückschiene festgehalten wird, so dass ein Abbiegen und Lockerwerden des Zelluloidblattes ausgeschlossen ist. Auch gibt der rohrartige Wulst dem fertigen Schild eine grössere und widerstandsfähigere Versteifung als ein durch blosses Umbiegen hergestellter Rand.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Maschine mit motorischem Antrieb dargestellt. Die Maschine kann jedoch ebenso gut für Handbetrieb eingerichtet sein, indem die für die einzelnen aufeinander folgenden Arbeitsvorgänge erforderlichen Bewegungen der Werkzeuge durch Hebel-, Kurbelantrieb oder dgl. bewirkt werden.
Auf der Zeichnung zeigt : Fig. 1 die Maschine in Vorderansicht, Fig. 2 dieselbe in Seitenansicht ; Fig. 3-7 zeigen verschiedene Stellungen der Arbeitswerkzeuge mit Antriebsmechanismen und Vergrösserungen des Schildrandes in drei verschiedenen Arbeitsstadien.
Die Maschine besteht aus zwei Rahmen 7 und 2, welche durch eine, einen Spalt besitzende Tischplatte 3, J miteinander verbunden sind. In den über den Tisch 3, 4 ragenden Bücken 5, 6 ist ein PrefJbalken/verscliebbar gelagert. Der Balken 7 besitzt beiderseits Zapfen 8, 9, an denen Stangenl . 11 angelenkt sind, die durch Vermittlung von Federn 12, 7. den Balken 7 hoch-
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sind. In den die Schlitze 18, 19 begrenzenden Wandungen 16, 17 sind gleichfalls Längsschlitze 25. 26 vorgesehen, durch welche die Welle 2 () hindurchgeht. An dem Balken 7 ist eine Schiene 27 mittels zweier in Längsschlitzen 28, 29 der Schiene 27 geführter Schraubenbolzen 30, 31 gehalten.
Die Schiene 27 wird durch Federn 32. die von den Schraubenbolzen 30, 31 gehalten werden, von dem
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ausgerüstet ist. Das um den Zapfen J4 drehbare Zahnradsegment 43 besitzt ausser der Rolle 46 noch eine weitere Rolle 19, die auf der Scheibe 50 läuft, die einen Ausschnitt 51 besitzt. Die Scheiben 47 und 50 sitzen auf der Welle 52, die in den beiden Seitenrahmen 1, 2 gelagert ist.
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eine Stange 66 mit einem Fusshebel 67 in Verbindung gebracht ist. Eine auf der Welle 52 sitzende, mit einem Daumen oder dgl. ausgerüstete Scheibe 68 dient gleichfalls zur Bewegung des Winkel-
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Die Maschine arbeitet folgendermassen : Auf den Teil 3 des Tisches wird das ebene Blech 71 mit darunter befindlichem Zelluloidblatt 72 gelegt (Fig. 2). Darauf wird durch Niedertreten des Fusstrittes 67 die Kupplung durch Vermittlung der Stange 66 und des Winkelhebels 65 eingerückt und das Radgetriebe in Umdrehung versetzt. Durch diese Drehbewegung werden durch die Kurvenscheiben 21, 22 die Rollen 23, 24 nach unten bewegt, welche die Stangen 10, 11 und damit den Pressbalken 7 herunterziehen, so dass er das Zelluloid (Papier) und das Blech aut dem Tisch 3 festhält (Fig. 4).
Sobald die Tafeln 71, 72 des Schildes festgehalten sind, wird bei dem Weiterdrehen der Welle 52 von der einen Fläche 73 der Nase 48, die an der Scheibe 47 sitzt, die Rolle 46 und damit der Arm 45 nach unten bewegt, so dass das Zahnradsegment 43 in Drehung versetzt wird. Hiedurch wird infolge des Kämmens des Zahnradsegmentes und des Zahnrades 42 die Schiene 41 um 180"gedreht, die dabei den über den Blechrand hinausragenden Teil des Zelluloids umbiegt (Fig. 4). Bei der Drehung der Schiene 41 haben die Kurvenscheiben 39, 40 die Schiene 27 mittels der Rollenstangen 37, 38 hochgehoben, so dass der Zelluloidrand ohne weiteres umgelegt werden kann.
Hat sich die Schiene 41 um 1800 gedreht, so fällt die Schiene 27 infolge ihres Eigengewichtes auf den umgelegten Zelluloidrand und hält denselben fest. Das
Herunterfallen der Schiene wird dadurch erreicht, dass die Kurvenscheiben 39, 40 eine Stufe besitzen, durch welche den Rollen 35, 36 plötzlich die Gleitflächen entzogen werden. Auf diese
Weise ist die Stellung der Maschine nach Fig. 4 erreicht iuld die Seite des Schildes nach Fig. 5
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werden. Da die Rollen 35, 36 durch die Stangen 37, 38 an die Schiene angelenkt sind, so bieten sie der Stufe 78 beim Zurückdrehen kein Hindernis. Die Rollen 35, 36 werden mit den Stangen ausgeschwenkt, so dass die Schiene 27 auf dem Zelluloid verbleibt.
Beim Weiterdrehen der Welle 5i laufen die Rollen 56,57 auf der Fläche 75 der Kurvennutenscheibe 53 ab, wodurch der Wagen 58 mit der Hohlschiene 59 nach der Schiene 27 hin verschoben wird. Die Kante des Blechs mit übergelegtem Zelluloid wird von der tiefsten Stelle der Hohlkehle erfasst, worauf beim weiteren Vorschub des Wagens 58 der Rand eingerollt wird (Fig. 6 und 7). Bei dem Vorschub des Wagens wird die liter Federwirkung stehende Schiene ; 27 an den Festhaltebalken herangedrückt, so dass genügend Material zum Einrollen des Randes freigelegt wird.
Nach erfolgtem Einrollen wird
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dadurch gekennzeichnet, dass der Rand des Schildes, nachdem in an sich bekannter Weise der über den Blechrand ragende Teil des Zelluloidblattes über den Blechrand umgelegt bzw. umgebogen worden ist, rohrartig eingerollt wird, wobei der umgelegte Teil solange festgehalten
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