AT339613B - Verfahren zur polykondensation von anthracen - Google Patents

Verfahren zur polykondensation von anthracen

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G61/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carbon-to-carbon link in the main chain of the macromolecule
    • C08G61/02Macromolecular compounds containing only carbon atoms in the main chain of the macromolecule, e.g. polyxylylenes
    • C08G61/10Macromolecular compounds containing only carbon atoms in the main chain of the macromolecule, e.g. polyxylylenes only aromatic carbon atoms, e.g. polyphenylenes

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Polykondensation von Anthracen. 



   Es ist bereits bekannt, dass man Oligoarylene durch kationische oxydative Dehydropolykondensation von
Aromaten erhalten kann. Zu diesem Zweck werden die aromatischen Verbindungen in Gegenwart einer starken
Lewissäure, wie   z. B. AlC13, und   eines Oxydationsmittels, wie   z. B.   in die Reaktionsmischung eingeleiteten
Sauerstoffes, kondensiert. Beim Einsatz von   Fecal   erfüllt diese Verbindung sowohl die Aufgabe der Lewis- säure als Friedel-Crafts Katalysator als auch die Aufgabe des Oxydationsmittels. 



   Bei der entsprechenden Polykondensation von Anthracen mit   AlClg   und CuCl2 durch Erhitzen ohne Lö- sungsmittel wurde ein Produkt erhalten, für dessen chlorbenzollösliche Fraktion ein Schmelzbereich von 165 bis 2800C angegeben ist. Zur Herstellung weitervernetzter Produkte wurde vorgeschlagen, diese   chloren-   zollösliche Fraktion mit einem Sulfonsäurederivat eines aromatischen Polymethylols, einem Polyoxyxylylen oder Benzoltrisulfonylehlorid zu versetzen und thermisch zu härten. 



   Weiterhin wurde bereits vorgeschlagen, zum Erhalten löslicher und schmelzbarer Kondensationspro- dukte eine gemeinsame Kondensation der aromatischen Ausgangsprodukte mit Benzol durchzuführen, wobei beim Einsatz von Anthracen,   AlClg   und   Couch   56 bis 40% lösliche Polykondensationsprodukte, bezogen auf das eingesetzte Anthracen, erhalten werden, für deren benzollösliche Fraktion ein mittleres Molekulargewicht Mn = 1150 bis 1200 angegeben wird. 



   Für die in Gegenwart von   AlCl3   und CuCl2 erhaltenen Polykondensationsprodukte des Anthracens wird aus Analysendaten ein hohes Mass an Verzweigtheit und Unregelmässigkeit im Makromolekül angenommen, woraus sich   z. B.   eine bedeutend geringere Thermostabilität gegenüber einem Anthracenpolymeren ergibt, das auf thermischem Weg erhalten wurde und bei welchem die Anthracenglieder untereinander in Mesostellung verknüpft sind. 



   Es wurde nunmehr überraschenderweise gefunden, dass sich Anthracen einfach mit Chlorsulfonsäure polykondensieren lässt, wobei Kondensationsprodukte erhalten werden, die sich gegenüber den nach dem Stand der Technik erhaltenen Produkten durch wesentlich erhöhte Einheitlichkeit der Struktur auszeichnen. 



   Dies ist umso überraschender, als Chlorsulfonsäure ein übliches Sulfonierungsmittel für Anthracen ist, wobei Anthracen überdies so leicht sulfonierbar ist, dass auch bei niederen Temperaturen und mit milderen Sulfonierungsmitteln teilweise Polysubstitution eintritt. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Polykondensation von Anthracen ist dadurch gekennzeichnet, dass das Anthracen in Nitrobenzol mit Chlorsulfonsäure umgesetzt wird. 



   Dabei entstehen Oligoanthrylene als Hauptprodukt neben einer geringen Menge an Sulfonsäuren. Die erfindungsgemäss erhaltenen Oligoanthrylene sind pulverförmige gelb- bis grüngefärbte Kohlenwasserstoffgemische, die sich   durchIi5sungsoperationen   nicht in Einzelindividuen auftrennen lassen. Die Summe C + H beträgt 98 bis   100%. Die erhaltenen Produkte haben keinen Umwandlungs- oder Schmelzpunkt und stellen   äusserst temperaturbeständige organische Substanzen dar, die ab etwa 3600C eine geringfügige Sinterung zeigen und ab etwa   50000   zu verkohlen beginnen. Sie eignen sich somit hervorragend als Bestandteile hochtemperaturfester Beschichtungen sowie zur Herstellung von Formkörpern nach der   Hochdruokverpressteohnik.   



   Das erfindungsgemässe Verfahren wird im folgenden an Hand eines Beispieles näher erläutert :
Beispiel : In einem 5-Hals-Sulfierkolben mit Rührer, Thermometer, Tropftrichter und Rückflusskühler mit Trockenrohr wurde zu einer Suspension von 17,8 g (0, 1 Mol) feingepulvertem Anthracen in 40 ml Nitrobenzol eine Mischung aus Nitrobenzol und 6,5 ml (0, 1 Mol) Chlorsulfonsäure   (Vol./Vol. 1 : 1)   unter Eiskühlung bei einer Temperatur von   : 550C innerhalb   von 30 min unter Rühren zutropfen gelassen. Es trat sofort örtlich Grünfärbung auf, die anfänglich durch das Rühren wieder verschwand.

   Nach Beendigung der Chlorsulfonsäurezugabe wurde die Reaktionsmischung unter fortgesetztem Rühren langsam bis auf   500C   erwärmt ; dabei setzte ab etwa   130C   starkes Schäumen   (HCl-und SO2 -Bildung) ein. NacheinerReaktionszeit   von 3 h bei   500C   wurde abkühlen gelassen, mit 500 ml   H20   versetzt und 30 min heftig gerührt. Bei Versetzen mit Wasser bildete sich eine Emulsion in der organischen Schichte. 



   Die wässerige Phase wurde abdekantiert, die nitrobenzolische einer Wasserdampfdestillation unterworfen. Nach Filtration in der Siedehitze und Trocknung bei   1000C   verblieb ein fester   grüner Rückstand   (16 g), woraus mit Aceton (300 ml,   30 C)   das unveränderte Anthracen (7 g) extrahiert werden konnte. Ein Teil des Rückstandes ging beim Behandeln mit Benzol (200 ml,   30  C)   in Lösung. Der benzolunlösliche Teil (5, 5 g) war ein erbsgrünes Pulver (Oligoanthrylen II). Aus der benzolischen Lösung wurde durch Fällung mit Aceton ein gelbgrünes Pulver isoliert (3, 5 g) (Oligoanthrylen I). 



   Für die Fraktionen Oligoanthrylen I und Oligoanthrylen II wurde jeweils das mittlere Molekulargewicht Mn am Dampfdruck-Osmometer in Sulfolanlösung bestimmt (Sulfolan =   Tetrahydrothiophen-1, 1-dioxyd).   Es wurden folgende Werte erhalten : 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
Die erhaltenen Werte entsprechen einer   durchschnittlichenverknüpfung   von etwa 8, 5 bzw. etwa 18,3 Anthracenringen in den erhaltenen Produkten. 



   Das   erfindungsgemässeverfahren   wird günstig so durchgeführt, dass die Chlorsulfonsäure dem Anthracen in Nitrobenzol vorzugsweise unter Kühlung zugesetzt und das Reaktionsgemischanschliessend langsam erwärmt wird. Dabei hat sich gezeigt, dass bei Reaktionstemperaturen, die wesentlich über   50 C   liegen, der Anteil an dunkelgefärbten wasserlöslichen (Sulfonsäuren) bzw. acetonlöslichen Nebenprodukten ansteigt. 



   Weiterhin wurde gefunden, dass sich die Ausbeute an Polykondensationsprodukten (Oligoanthrylenen) erhöhen lässt, wenn man das bei der Polykondensation gebildete Wasser laufend aus dem Reaktionsgemisch entfernt. Dies kann zweckmässig so erfolgen, dass die Umsetzung unter vermindertem Druck durchgeführt wird. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren weist gegenüber der Polykondensation mit anorganischen Metallsalzen als weiteren wesentlichen Vorteil die Tatsache auf, dass keine schwerlöslichen Salze aus dem Reaktionsprodukt ausgewaschen werden müssen. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Polykondensation von Anthracen, dadurch gekennzeichnet, dass das Anthracen in Nitrobenzol mit Chlorsulfonsäure umgesetzt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Chlorsulfonsäure dem Anthra- cen in Nitrobenzol vorzugsweise unter Kühlung zugesetzt und das Reaktionsgemisch anschliessendlangsam erwärmt wird.
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