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Wenn nach dem erfindungsgemässen Verfahren mit vorgewärmten Griffschalen gearbeitet wird, so muss die für die Verschweissung notwendige thermische Energie nicht erst von dem heissen Vorformling auf die
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bringen, was einerseits zur Folge hat, dass die Verschweissung sehr viel rascher erfolgt und anderseits, dass die Schichtdicke der Verschweissungszone erheblich grösser wird, so dass eine wesentlich innigere, homogene und belastbare Verbindung zwischen den spritzgegossenen Griffschalen und dem aufblasbaren Vorformling erzielt wird. Der nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellte Kanister aus Kunststoff ist im Griffbereich wesentlich höher belastbar und genügt den im zivilen und militärischen Bereich gestellten
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Das erfindungsgemässe Verfahren wird nachstehend an Hand einer bevorzugten Ausführungsart in Verbindung mit den Zeichnungen beschrieben. In den Zeichnungen zeigen : Fig. 1 die Draufsicht auf einen nach dem erfmdungsgemässen Verfahren hergestellten, stehenden Kanister, Fig. 2 die Seitenansicht des oberen Bereichs eines stehenden Kanisters, Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie 3-3 in Fig. l, Fig. 4 die stark vereinfachte Seitenansicht einer Herstellungsvorrichtung samt extrudiertem Schlauch, Fig. 5 die vereinfachte Untersicht zweier geschlossener Blasformhälften, Fig. 6 einen senkrechten Schnitt durch den unteren Bereich der Blasformhälften im geschlossenen Zustand und durch die Schiebevorrichtungen in zwei verschiedenen Arbeitsstellungen, Fig. 7 eine Schieberplatte, Fig. 8 die Draufsicht auf den Keil, Fig.
9 die Untersicht unter die Griffschale eines Griffs, Fig. 10 einen Querschnitt durch ein Kegelchen einer Griffschale mit aufgeschweisster Aussenwand.
Ein Kanister--11--in Gestalt der bekannten 20-1-Wehrmachtskanister hat unter anderem durch Sicken
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-12-- versteifte Seitenwände --13, 14--,Bereich --22-- steigt mit einer Rundung --23-- von der Seite her gesehen etwas an und geht dann in eine abfallende Schräge --24-- über, aus der der Stutzen --26-- geneigt empor steigt.
Gemäss Fig. 4 extrudiert ein unbeweglicher Blaskopf --27-- einen zylindrischen Schlauch --28-- aus heissem Kunststoff. Der Blaskopf --27-- ist durch ein nichtdargestelltes Gestell gehalten. An diesem Gestell sind auch zwei Blasformhaiften--29, 30--in Richtung der Pfeile --32-- beim öffnen linear bewegbar. Auf den einander zugekehrten Seiten sind in die Blasformhaiften--29, 30--Vertiefungen--33, 34- eingearbeitet, die sich im geschlossenen Zustand zur Blasform ergänzen. Oben tragen die Blasformhälften --29, 30--Schneidkanten--36, 37--, die beim Schliessen den Schlauch --28-- abschneiden und ihn auch genügend lang zum Aufblasen in der Mitte der Vertiefungen --33, 34-- hängend halten.
Auch unten sind an den Blasformhaiften--29, 30--Schneidkanten--38, 39--vorgesehen, die den Schlauch --28-- beim Schliessen unten abquetschen, jedoch, wie später erläutert wird, nicht auf dessen ganzer Breite. Beim Schliessen wird der Schlauch --28-- flach gelegt, wie dies durch die gestrichelten Linien--41--gezeigt wird. Dabei
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--28-- jedochBlasdornhaiften--29, 30--unten befestigt und gehen mit diesen mit. Wie man aus Fig. 4 sieht, reicht der untere Rand --49-- des Schlauchs --28-- wesentlich tiefer als die Schneidkanten--38, 39--.
Die Blasformhaiften--29, 30--haben unten je eine Halbausnehmung--51, 52--f'dr den Stutzen - -26--, in der sich beim Blasen auch der Blasdorn--42--befindet, der vor dem Schliessen der Blasformhälften--29, 30--in seine obere Arbeitsstellung gebracht worden ist. Ferner sind zwei Halbausnehmungen--53, 54--zur Herstellung des Griffbereichs vorgesehen. In Fig. 5 wurde der Deutlichkeit halber die Vorrichtung--46 und 47--weggelassen.
In jede Blasformhaifte--29, 30--kann in ihrem unteren Bereich je ein Griff--56, 57--samt angespritzter Griffschale-58, 59-eingelegt werden, u. zw. befindet sich die Griffschale-58, 59-jeweils auf dem Boden der Vertiefung-33 34-, ragt jedoch mit ihrem inneren Rand-61, 62-ein Stuck weit in die Halbausnehmung-53, 54-hinein, wie dies aus Fig. 6 und gestrichelt aus Fig. 5 ersichtlich ist. Die Griffe --56, 57--aus massivem Material liegen in randoffenen, in Richtung auf die Trennebene--44--nicht
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nicht bewegen. Wie man aus Fig. 6 sieht, sind die Wände der Ausnehmungen--63, 64--leicht konisch divergierend ausgebildet, um das Endformen zu erleichtern.
Fig. 6 zeigt die Vorrichtung--46--in Arbeitsstellung und die Vorrichtung --47-- in zurückgezogener Stellung nach dem Blasen eines Kanisters, jedoch ehe sich die Blasformhälften--29, 30-geöffnet haben. Im Betrieb werden die Vorrichtungen--46, 47--synchron betrieben. Da beide gleich gestaltet sind, wird zunächst nur die Vorrichtung --47-- beschrieben. Sie umfasst unter anderem zwei seitliche Gestellplatten --71--, die starr mit der Blasformhälfte --30-- verbunden sind und sich parallel zueinander im Abstand erstrecken.
Zwischen den beiden Gestellplatten --71-- befindet sich ein Bett--72--, das ebenfalls starr mit der
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aufeinander zu bewegt worden und nehmen jetzt ihre oberste Lage ein, haben jedoch in ihrem oberen Bereich noch einen zu grossen Abstand voneinander, als dass sie das Material--111--abquetschen und den Mittelgriff --108-- bilden könnten. Der sich nun auf der Unterseite des Zylinders der Stange--87--ausbildende Druck treibt jedoch den Keil--76--auch bei der Höhe nach stehenbleibender Schieberplatte --102-- nach
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der Keil--76--mehrere Aufgaben : Er drückt die zugehörige Schieberplatte--102--in ihre Endlage in Richtung auf die Trennebene--44--.
Er schliesst die Ausnehmung --64-- nach aussen ab, so dass der Griff --57-- sicher an Ort und Stelle gehalten wird. Er unterstützt den inneren Rand-62-der Griffschale --95-- gegen den etwa 10 atü hohen Blasdruck. Er bildet mit einem Teilbereich seiner Stirnseite-103- für die Oberseite--18--die Blasformwand. Er verriegelt auch die Schieberplatte--102--gegen eine Abwärtsbewegung durch den Blasdruck, so dass die Wendelfedern--96--keine Last aufnehmen müssen, indem er die untere Stirnseite des Stiels--112--auf dem letzten Teil seines Wegs auf die obere Stirnseite der Nase --118-- schiebt, so dass die in der linken Hälfte der Fig. 6 gezeichnete Anordnung entsteht.
Die Ausnehmung --113-- gestattet die notwendige Querbewegung der Schieberplatte --102-- in diesem Bereich. Der durch den Blasdorn--42--eingebrachte Druck im abgequetschten Schlauch --28-- erhöht sich nun, so dass sich
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mit den Griffschalen--58, 59--, die immer noch genügend heiss sind.
Wegen der Rippe --119-- gelangt keine Blasluft in den Mittelgriff--108--und auch dort wird der aus zwei Schlauchteilen bestehende Mittelgriff --108-- homogen zusammengepresst. Nach einer Abkühlzeit spielt sich der umgekehrte Vorgang ab : Der Keil--76--geht nach unten, die Schieberplatte --102-- entfernt sich von der Trennebene--44--, wird dann später wegen der Querrippe--116--vom Keil--76--mitgenommen, die Wendelfedern--96-kommprimieren. Wenn die Vorrichtung--46 und 47--die rechts in Fig. 6 gezeichnete Lage einnimmt, fahren die Blasformhaiften--29, 30--auseinander, der Kanisterrohling wird ausgestossen und fällt nach unten.
Diese Vorrichtung ist zahlreicher Variationen fähig. Wenn genügend Raum zur Verfügung steht, so kann man den Keil--76--und die Schieberplatte --102-- durch getrennte Zylinder steuern. Bei grösseren Kanistern, z. B. 30-1-Kanistern, ist der Abstand zwischen dem Mittelgriff--108--und den benachbarten Griffen --56, 57-- wesentlich grösser, so dass man zur Erzeugung des Hubs der Schieberplatte--102-senkrecht zur Mittenebene --44-- besser zwei aneinander geführte Keile verwendet.
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gleiche Material verwendet. Die Griffe--56, 57--sind massiv.
Der Schlauch --49-- wird zwar schnell extrudiert und wenn er genügend weit extrudiert ist, dann schliessen sich auch die Blasformhaiften--29, 30--sehr schnell. Trotzdem kühlt die äussere Schicht des Schlauchs --49-- ab und liegt zu kalt an der Innenfläche --124-- der Griffschalen --58,59-- an. Zwar sind die Griffschalen heiss eingelegt worden. Trotzdem kann es sein, dass die Verschweissung zwischen dem Schlauch --49-- und den Griffschalen--58, 59--nicht so gut ist, wie dies erforderlich ist, wenn man den Kanister--11--an den Griffen--56, 57--schlagartig belasten muss. Eine solche Belastung tritt z. B. auf, wenn der Kanister am Fallschirm abgeworfen wird und der Fallschirm sich öffnet.
Um trotz der nicht vermeidbaren Abkühlung ohne grössere Umstände zu einer besseren Verschweissung zu gelangen, ist die Innenfläche der Griffschalen--58, 59--mit kleinen, spitzen Kegelchen--126--versehen, die dicht an dicht stehen und insgesamt den Eindruck der Oberfläche einer groben Feile machen. Wie Fig. 10 zeigt, durchqueren die
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- -127-- des Schlauchs an den entsprechenden Stellen und dringen so in das noch heisse, unabgekühlte Material im Innern des Schlauchs ein. Die Kegelform erleichtert nicht nur das Einbringen, sondern auch das Verschweissen, weil ja die Kegelchen--126--umso weniger Masse haben, je weiter man zur Spitze kommt.
Die Kegelchen --126-- bewirken zusätzlich, dass die Luft zwischen dem sich aufblähenden Schlauch
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der Innenfläche --124-- keine schädlichen, trennenden Luftpolster bilden. Beide Funktionen der Kegelchen - sind gleich wichtig. Die Kegelchen--126--sind dadurch entstanden, dass man in das Spritzwerkzeug der Griffe--56, 57--in die die Innenfläche --124-- bildenden Flächen mit einem Körner einschlägt. Da die Körner meistens kreiskegelförmige Gestalt haben, werden die Kegelchen--126--eine entsprechende Form annehmen. Es ist jedoch auch möglich, Kegelchen in Form von Dreieckpyramiden, Viereckpyramiden od. dgl. zu verwenden.
Darüber hinaus könnte man statt der Kegelchen auch Rippen verwenden, die im Querschnitt dreieckförmig sind und im wesentlichen parallel zueinander laufen, so dass die Rippen die abfliessende Luft nicht stören, jedoch trotzdem in den Schlauch --49-- eindringen.