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und90 verdrehten Schnittebene ; Fig. 9 in vergrössertem Massstab den in Fig. 5 mit IX gekennzeichneten Vorrichtungsbereich in detaillierter Darstellung ; Fig. 10 in vergrössertem Massstab den in Fig. 5 mit X gekennzeichneten Vorrichtungsbereich in detaillierter Darstellung ; Fig. 11 ebenfalls in grösserem Massstab den Vorrichtungsbereich nach Fig. 10, jedoch in einer der Fig. 6 entsprechenden Arbeits-
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und detaillierter Darstellung, und Fig. 13 den in Fig. 8 mit XIII gekennzeichneten Vorrichtungsbereich in grösserem Massstab und detaillierter Darstellung.
Die Herstellung eines Vorformlings erfolgt in der Weise, dass zunächst gemäss Fig. l der Hals- teil-l-des Vorformlings in einem Spritzvorgang hergestellt wird. Das Spritzformen des Halsteiles - erfolgt in der Weise, dass ein als Formkern dienender Dorn --2-- zusammen mit der ihn umgebenden bzw. tragenden Halsform --3-- in bzw. gegen ein Mundstück -4- gesetzt wird. Dabei kommt ein Formspalt --5-- der Halsform --3-- mit der Öffnung --6-- des Mundstückes --4-- in passgenaue Deckungslage, so dass der dem Mundstück --4-- von einer Plastifiziereinheit, z. B. einem Extruder, zugeführte plastische Kunststoff --7-- zur Bildung des Halsteils-l-in den Hohlraum zwischen dem Dorn --2-- und der Halsform -3- eingepresst werden kann, wie die Fig. l erkennen lässt.
Daraufhin wird der Dorn --2-- zusammen mit der Halsform --3-- in Pfeilrichtung --8-- mit vorgegebener Geschwindigkeit vom Mundstück --4-- weggefahren, während gleichzeitig durch einen von unten in das Mundstück --4-- in Pfeilrichtung --9-- einfahrenden Schubkolben --10-- der plastische Kunststoff --7-- mit angepasster Geschwindigkeit nachgeschoben werden kann. Hiedurch wird auf
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hat.
Auf diese Weise wird der aus dem gespritzten Halsteil-l-und dem gepressten Strangteil - 11- bestehende Vorformling -13- einstückig homogen hergestellt, der anschliessend durch Aufblasen des Hohlstranges --11-- in einer Form zum Fertigprodukt umgeformt wird.
Die Vorrichtung zur Herstellung der Vorformlinge --13-- und zum anschliessenden Umformen derselben zum Fertigprodukt ist in den Fig. 5 bis 13 gezeigt. Hauptbestandteil dieser Vorrichtung ist eine hydraulische Schliess presse --20--, bei der auf einem Unterbau --21-- vier Säulen --22-- montiert sind, die oben eine Endplatte --23-- tragen. Auf dieser Endplatte --23-- ist der eigentliche Schliesszylinder --24-- montiert, an dessen Kolbenstange --25-- über mehrere, z. B. vier, Stehbolzen -26- eine Trägerplatte -27- gegoben und gesenkt werden kann, die sich an den vier Säulen - verschiebbar führt.
Die Trägerplatte --27-- ist mit Führungsprismen --28-- ausgestattet, zwischen denen ein leistenartiger Dornträger --29-- längsschiebbar gehalten ist. Zum Längsverschieben des Dornträgers - dient dabei ein Hydraulik- oder Pneumatikzylinder --30--, der an der Trägorplatte -27montiert ist.
An der Trägerplatte --27-- befinden sich ferner Führungsprismen --31--, die sich quer zu den Führungsprismen --28-- erstrecken und unterhalb diesen liegen. In diesen Führungsprismen - führen sich die beiden Formhälften -32 und 33-- der Blasform, u. zw. sind sie darin im rechten Winkel zum leistenförmigen Dornträger --29-- verschiebbar aufgehängt.
Am leistenförmigen Dornträger --29-- sind zwei Dorne --2-- in seitlichem Abstand voneinander aufgehängt, u. zw. so, dass durch Verschieben des Dornträgers --29-- jeder einzelne der Dorne - in die Achsebene der Blasform gestellt werden kann, die durch Zusammenfahren der beiden Blasformhälften -32 und 33-- gebildet wird. Jeweils der ausserhalb der Achsebene der Blasform gelegene Dorn --2-- befindet sich dann in Achsfluchtungslage mit einem sogenannten Tauchkopf - 34--, von denen zwei ortsfest auf dem Gestell --21-- der Schliesspresse --20-- montiert sind.
Der seitliche Abstand der beiden Tauchköpfe --34-- voneinander parallel zur Schieberichtung des die Dorne --2-- tragenden Dornträgers --29-- entspricht dabei dem doppelten Abstand der Dorne --2-voneinander, damit jedem Dorn --2--, wenn er ausserhalb der Blasform liegt, ein Tauchkopf zugeordnet ist.
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Durch Absenken der Trägerplatte -27- mittels des Hydraulikzylinders --24-- dringt jeweils der ausserhalb des Blasformbereiches liegende Dorn --2-- von oben her in den ihm zugeordneten Tauchkopf -34-- ein. Gleichzeitig werden die beiden Blasformbälften -32 und 33-- durch ortsfest auf dem Gestell --21-- der Schliesspresse montierte, geneigte Führungsstifte --35--, die in entsprechend geneigte Bohrungen --36-- der Blasformhälften --32, 33-- eindringen, formschlüssig gegeneinander bewegt und um den andern Dorn --2-- mit dem darauf sitzenden Vorformling --13-- ge- schlossen.
Während der Vorformling --13-- in der Blasform --32, 33-- zum Fertigprodukt aufgeblasen wird, findet gleichzeitig der Spritzvorgang für den Halsteil-l-des nächsten Vorformlings --13-in der an Hand der Fig. l beschriebenen Art und Weise statt. Das Mundstück --4-- bildet dabei einen Teil des Tauchkopfes --34--, ebenso wie der ihm zugeordnete Schubkolben --10--.
Die bauliche Ausgestaltung der Tauchköpfe --34-- ist solcher Art, dass das Mundstück --4--
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zu bringen, dass es in jedem Falle eine passgenaue und spaltfreie Anlage der Halsform --3-- herbeiführt, wenn der Dorn --2-- in den Tauchkopf-34-- eingefahren ist.
Die Herstellung des Strangteils --11-- des Vorformlings --13-- um den Dorn --2-- in der aus den Fig. 2 bis 4 ersichtlichen Strangpress-Arbeitsweise erfolgt, während die Blasformhälften -32, 33-- zur Freigabe des Fertigproduktes geöffnet werden. Zu diesem Zweck wird nämlich die Trägerplatte --27-- durch den Schliesszylinder --24-- allmählich angehoben, so dass sich mit entsprechender Geschwindigkeit auch der Dorn --2-- aus dem Tauchkopf --34-- heraushebt und währenddessen das Strangpressen des Teils --11-- des nächsten Vorformlings --13-- stattfindet.
Damit in der Blasform --32, 33-- das Aufblasen der Vorformlinge zum Fertigprodukt möglicht ist, sind die den Formkern für die Vorformlinge --13-- bildenden Dorne --2-- als sogenannte Ventil-Blasdorne ausgebildet. Sie bestehen jeweils aus einem am Dornträger --29-- ortsfest gehaltenen oberen Dornteilstück-38-und einem sich nach unten daran anschliessenden Dornteilstück -39--.
Das Dornteilstück -38- hat hülsenförmige Ausbildung, wobei seine Bohrung als Führung für den Schaftteil --40-- des Dornteiles --39-- dient. Der Schaftteil --40-- ragt nach oben aus der Bohrung des Dornteils-38-heraus und ist durch Muttern --41-- gegen Herausfallen aus diesem gesichert.
Unterhalb der Muttern --41-- sitzt auf dem Schaftteil --40-- als Druckfeder --42-- eine Tellerfeder od. dlg., die den Dornteil -39-- immer dicht gegen das untere Ende des Dornteils --38-- zu ziehen sucht.
Zwischen dem Schaft -40- des Dornteils -39- und der ihn führenden Bohrung des Dornteils-38-sind --38-- sind Kanäle --43-- ausgebildet, die einen Luftdurchtritt in das Innere des Vorformlings - zulassen, sobald der untere Dornteil --39-- vom oberen Dornteil -38-- entgegen der Schliesskraft der Druckfeder --42-- abgehoben wird.
Das Abheben des Dornteils --39-- vom Dornteil --38-- erfolgt zwangsläufig über einen ortsfesten Anschlag-44-, sobald der jeweilige Ventil-Blasdorn -2- mit Hilfe des Dornträgers --29-- in den Bereich der Achsebene der Blasform-32, 33-geschoben wird. Das obere Ende des Schaftes - trifft dann nämlich auf den Anschlagbund wird entgegen der Kraft der Druckfeder - gerinfügig abwärts geschoben. Hiedurch hebt sich der Dornteil -38- vom Dornteil -38ab und gibt den Durchgang für die Blasluft nach dem Inneren des Vorformlings -13-- frei.
Der Anschlag -44-- zum Öffnen und Schliessen der Ventil-Blasdorne-2 und 3-- sitzt an der Trägerplatte --27-- und ist so ausgestaltet, dass er je nach Bedarf nachgestellt werden kann, um einerseits einen genügend grossen Öffnungsspalt für die Blasluft zu schaffen, anderseits aber auch einen guten Dichtschluss der beiden Dornteile-38 und 39-- gegeneinander zu gewährleisten.
Die zum Spritzformen des Halsteils der Vorformlinge --13-- dienenden Halsformen --3-- sind ebenso wie die Dorne -2- am Dornträger -29- aufgehängt. Jede Halsform --3-- besteht aus zwei Formhälften -45 und 46--, die nicht nur beim Spritzformen des Halsteiles --1-- um den Dorn --2-- geschlossen sind, sondern vielmehr auch während des Blasvorganges in der Blasform --32, 33--, wobei sie den fertigen Halsteil-l-fest umfassen. Lediglich zum Abstreifen des fertig geblasenen Hohlkörpers --47-- nach dem Öffnen der Blasform 33-vom 33-- vom Dorn --2- werden die beiden Hälften --45, 46-- der Halsform kurzzeitig auseinandergefahren.
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Das Auseinanderfahren der beiden Hälften -45, 46-der Halsform wird durch einen Pneumatikoder Hydraulikzylinder --48-- bewirkt, der oberhalb der Trägerplatte --27-- zwischen den Stehbolzen - sitzt und sich zusammen mit diesen hebt und senkt. Der Druckmittelzylinder -48- betätigt Stösselstifte -49- derart. dass diese sich auf einen Druckring absenken, der am Führungsstift --51-- eine Abstreiferplatte --52-- in dem Führungsstück --29-- heb- und senkbar hält.
Durch Federn --53-- wird die Abstreiferplatte --52-- über die Stifte --51-- normalerweise mit der Unterseite des Führungsstückes -29- in Kontakt gehalten. Wird jedoch der Zylinder --48-mit Druckmittel beaufschlagt, was durch entsprechende Vorkehrungen nur bei völlig angehobener
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--27-- möglichAbstreiferplatte --52-- über den Druckring --50-- und die Stifte --51-- entgegen der Wirkung der Federn -53- abwärts vom Füfrungsstük -23- weg. Mit der Abstreiferplatte --52-- bewegen sich auch die beiden Häften -45 und 45-- der Halsform abwärts, weil sie mit dieser in formschlüssiger Führungsverbindung stehen.
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bewirken dabei ein formschlüssiges Auseinanderfahren dieser Halsformhälften.
Ebenso formschlüssig schliessen sich die beiden Hälften --45 und 46-- der Halsform wieder gegeneinander, wenn der Druckmittelzylinder --48-- entlastet wird und die Federn -53- die Abstreiferplatte -52- wieder nach oben ziehen. Die ührungsstife -54- können selbstverständlich auch anstatt am Dornträger --29-- an den Halsformhälften -45 und 46-- angebracht sein. Dann muss der Dornträger --29-- entsprechen- de Bohrungen --55-- aufweisen.
Damit die abgestreiften Hohlkörper --47-- in einer ganz bestimmten Ausrichtlage die Vorrichtung verlassen, ist mit der heb-und senkbaren Trägerplatte --27-- über Kuppelstangen --56-- eine Traverse --57-- verbunden, welche ein Leitrohr -58- träht. Das obere Ende dieses Leitrohres --58--
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Damit sich die nachgekühlten Hohlkörper -47- aus dem Kühlluftbereich bewegen können, wird die Kühlluftdüse --59-- kurzzeitig durch den Druckmittelzylinder --60-- aus dem Führungsrohr --58-herausgezogen.
Aus den Fig. 5 und 6 ist noch ersichtlich, dass die Schubkolben --10-- der Tauchköpfe --34-- durch Hydraulikzylinder bewegbar sind, wobei die Stellbewegung dieser Hydraulikzylinder --61-zweckmässigerweise in Abhängigkeit von der Stellbewegung des Hydraulikzylinders --24-- steuerbar ist.
Die zur Verlagerung der Mundstücke -4- an den Tauchköpfen --34-- vorgesehenen Hülsen - sind so ausgebildet, dass ihr unteres Ende einen Ventilsitz bildet, in den die Schubkolben --10-- in ihrer obersten Enstellung einfahren. Die Schubkolben --10-- dienen in ihrer oberen End-
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-34-- gegenkolben -10-- vom Ventilsitz zurückgezogen sind.
Die einerseits als Formkern für die Vorformlinge und anderseits als Blasdorn dienenden Dorne - können statt an einem Schieber auch an einem Drehteller angeordnet sein, mit dessen Hilfe sie durch Schrittschaltung entweder in den Bereich eines Tauchkopfes oder aber in den Bereich einer Blasform gebracht werden können.
Eine Beschichtung der Blasdorne --2-- mit einer Antihaftschicht, z JB. aus Polytetrafluor- äthylen, wie "Teflon", hat den Vorteil, dass sich der Vorformling beim Blasvorgang leicht vom Umfang derselben löst.
Die Blasdorne --2-- können schliesslich auch dazu benutzt werden, den im thermoelektrischen Zustand befindlichen Vorformling zu recken, um auf diese Weise in Verbindung mit dem Recken des Materials beim Blasen eine Gefügeverfestigung des Hohlkörpers zu erreichen. Auch können die Blasdorne --2-- dazu dienen, die fertig geblasenen Behälter unmittelbar zu befüllen.