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Die Erfindung betrifft einen Teleskopmast, bestehend aus einer Anzahl teleskopisch angeordneter, aus-und einfahrbarer Rohrschüsse und für jeden Rohrschuss, gegebenenfalls ausser dem ersten, einem Sperrorgan in der
Form eines Absatzes, welches Sperrorgan an einer innerhalb des Rohrschusses angeordneten Blattfeder befestigt ist, wobei in der ausgefahrenen Stellung des Rohrschusses diese Blattfeder das Sperrorgan durch einen Ausschnitt in der Rohrschusswand hinausdrückt, um dort mit einer Stützkante an dem benachbarten, äusseren Rohrschuss zusammenzuwirken, und das Sperrorgan beim Einfahren des ausgefahrenen Rohrschusses zurückdrängbar angeordnet ist.
Bei einem solchen, z. B. aus der USA-Patentschrift Nr. 2, 427841 bekannten Teleskopmast sind U-förmige, sperrige Körper aus Flachstäben oder Band aus einem elastischen Metall mit einer Linienführung, die den
Querschnitt der Rohre kreuzt, vorgesehen, so dass z. B. ein elektrisches Kabel an der Aussenseite des Mastes geführt werden muss, was einen grossen Nachteil bedeutet. Jedes innenseitige Rohr kann das Sperrorgan des jeweils aussenseitigen Rohres nicht passieren, was bedeutet, dass jeweils ein inneres Rohr kürzer gehalten werden muss als das benachbarte äussere.
Man kann dabei auch keine grösseren Überlappungslängen vorsehen, sonst würde die Maximallänge des Mastes zu kurz werden. überhaupt erlauben die bekannten Sperrorgane nur den Beginn des Einziehvorganges vom obersten Rohrschuss her, was nur bei kleinen Masten annehmbar ist. Schliesslich ist die Blattfeder des bekannten Sperrorgans von komplizierter Form und es wird auch die Verwendung eines besonderen stabförmigen Elements erforderlich, welches noch dazu bei der Montage schwierig einzubringen ist.
Es ist ein Ziel der Erfindung, einfache und sichere, selbsttätig wirksame Sperrorgane zu schaffen, welche die ausgeschobenen Rohrschüsse aneinander verriegeln.
Im Zusammenhang mit Rundfunk und Fernsehen ist es wünschenswert, nicht nur grosse Masthöhen zu haben, sondern diese an einem zweckmässig geländegängigen Fahrzeug anzuordnen. Dabei besteht der Bedarf, das Fahrzeug mit ausgeschobenen Rohrschüssen im Gelände verfahren zu können, was bedeutet, dass die Sperrorgane so ausgeführt sein müssen, dass sie nicht beispielsweise von berührenden Ästen ausgelöst werden können.
Gleichzeitig wird verlangt, dass Zweige u. dgl. nicht an den Sperrorganen hängen bleiben, was dem späteren Einschieben des Mastes hinderlich sein würde. Eine eventuelle Eisbildung auf dem Mast darf ebensowenig das Einschieben nachteilig beeinflussen.
Erreicht werden diese Ziele bei einem Teleskopmast der eingangs genannten Art dadurch, dass die Blattfeder an der Innenwand des Rohrschusses über ihre ganze Länge an dieser Innenwand anliegend angeordnet ist, wobei sie an einem ihrer Enden am Rohrschuss befestigt ist und an ihrem andern Ende das Sperrorgan trägt.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform ist die Blttfeder im Rohrschuss mit ihrem unteren Ende befestigt und sie trägt das Sperrorgan an ihrem oberen Ende.
Die Erfindung soll nun an Hand der Zeichnungen näher beschrieben werden. Es zeigen Fig. 1 eine Seitenansicht des Teleskopmastes in ausgeschobener Stellung und an einem teilweise dargestellten Fahrzeug montiert, die Fig. 2 bis 5 zeigen Seitenansichten und Schnitte der dem Mast zugehörigen Einzelteile in verschiedenen Funktionsstellungen und Fig. 6a bis c zeigen verschiedene Seitenansichten und Schnitte der dem Mast zugehörigen Sperrorgane.
Gemäss Fig. l umfasst der Teleskopmast ein Mantelrohr --1-- und vier teleskopische Rohrschüsse--2 bis 5--, die von der in Fig. 1 gezeigten Stellung ineinander und in das Mantelrohr--l--einschiebbar sind. Der Mast ist mit einer Treibvorrichtung--6--zur Betätigung und gegebenenfalls Fernbedienung versehen. Der Mast ist am Heck eines Fahrzeuges--7--angebracht und die Fernbetätigung wird am besten so angeordnet, dass sie vom Inneren des Fahrzeuges durch ein Kabel --8-- beeinflusst werden kann. Der gezeigte Mast ist zum Tragen einer Antenne--9--bestimmt, wozu am Mast an seinem unteren Teil eine Trommel --10-- für das Antennenkabel vorgesehen ist.
Diese Trommel ist dabei so angeordnet, dass beim Einschieben des Mastes das Kabel selbsttätig aufgerollt wird.
Die Fig. 2 bis 5 bzw. 6a, b, c zeigen die Sperrorgane in Form eines Absatzes--45--, welcher an dem oberen Ende einer Blattfeder --46-- angeordnet ist, welche Feder an ihrem unteren Ende an der Innenwand
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Das Ausschieben der Mastrohrschüsse von der Ausgangslage erfolgt so, dass man zuerst den innersten Rohrschuss --5-- ausschiebt. In seiner ausgeschobenen Stellung wird er durch sein Sperrorgan an dem zweiten Rohrschuss--4--verriegelt usw., bis der Rohrschuss--2--ausgeschoben ist, welcher nicht am Mantelrohr
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gelagerte Druckrolle--52--. Dank der Wirkung der Feder--50--erfolgt die Anpassung an die verschiedenen Rohrabmessungen. Wenn das betreffende Sperrorgan die Druckrolle passiert, wird es von der Rolle eingedrückt, so dass es von der Stützkante --53-- auf dem aussenliegenden Rohrschuss freight.
Die Stützkante ist auf fest angebrachten oberen Abstandsorganen--54 bis 56--an den oberen Kanten der Rohrschüsse angeordnet.
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Die Anzahl der Sperrorgane und damit die Anzahl der Auslöseanordnungen-49--- längs des Umkreises des bezüglichen Rohrschusses beträgt beim Ausführungsbeispiel zwei, wobei die Sperrorgane und Auslöseranordnungen einander genau gegenüberliegen. Doppelte Sperrorgane erhöhen die Sicherheit gegen unwillkürliches Auslösen, beispielsweise durch fremde Gegenstände.
Die erwähnte Blattfeder ist aus Federstahl angefertigt, etwa 100 mm lang und 10 bis 25 mm breit. Die Stärke der Feder beträgt 0, 5 bis 1, 5 mm.
Fig. 2 zeigt den Funktionsabschnitt, wo das Ausschieben des innersten Rohrschusses eben begonnen hat.
Der Absatz--45--wird eingedrückt, wenn das Abstandsorgan--56--passiert wird. In der Stellung gemäss Fig. 3 ist ein Organ-57--, das den Ausschiebungsgrad des Rohrschusses bestimmt, zum Zusammenwirken mit dem Abstandsorgan gebracht worden, wodurch das Ausschieben des Rohrschusses --4-- beginnen kann. Das
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beim Ausschieben.
Sobald der Rohrschuss --5-- mit Hilfe von an ihm angreifenden Treibrollen ausgefahren ist, wird er
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4Rohrschusses --5-- mit --58-- bezeichnet.
Fig. 5 stellt die Stellung dar, in welcher der äusserste Rohrschuss --2-- voll ausgefahren ist, das Organ, welches den Ausschiebungsgrad des Rohrschusses bestimmt, ist mit--59--bezeichnet.
Beim Einschieben des Mastes wird das betreffende Sperrogan --45-- eingedrückt, so dass es von der Stützkante des draussenliegenden Rohrschusses frei geht, was aus Fig. 3 zu ersehen ist.
Die Erfindung ist nicht auf das Ausführungsbeispiel beschränkt, so kann beispielsweise die Zahl der Sperrorgane variiert werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Teleskopmast, bestehend aus einer Anzahl teleskopisch angeordneter, aus-und einfahrbarer Rohrschüsse und für jeden Rohrschuss, gegebenenfalls ausser dem ersten, einem Sperrorgan in der Form eines Absatzes, welches Sperrorgan an einer innerhalb des Rohrschusses angeordneten Blattfeder befestigt ist, wobei in der ausgefahrenen Stellung des Rohrschusses diese Blattfeder das Sperrorgan durch einen Ausschnitt in der Rohrschusswand hinausdrückt, um dort mit einer Stützkante an dem benachbarten, äusseren Rohrschuss zusammenzuwirken, und das Sperrorgan beim Einfahren des ausgefahrenen Rohrschusses zurückdrängbar
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Rohrschusses über ihre ganze Länge an dieser Innenwand anliegend angebracht ist, wobei sie an einem ihrer Enden am Rohrschuss befestigt ist und an ihrem andern Ende das Sperrorgan (45) trägt.
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