AT330131B - Verfahren zur herstellung eines haft- bzw. gleitmittels auf fettstoffbasis, insbesondere eines avivagemittels fur chemiefasern - Google Patents

Verfahren zur herstellung eines haft- bzw. gleitmittels auf fettstoffbasis, insbesondere eines avivagemittels fur chemiefasern

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AT330131B
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Alpenlandische Ind & Textilche
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    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M13/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
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    • D06M13/402Amides imides, sulfamic acids
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Haft- bzw. Gleitmittels auf Fettstoffbasis, insbesondere eines Avivagemittels für Chemiefasern,   bei dem Polyäthylendiol 300 mit einem Fettsäurege-   misch mit einer Jodzahl von 20 bis 23 bis zu einer Säurezahl von 15 verestert wird. 



   Herkömmliche nichtionogene Präparationsmittel, wie beispielsweise Fettsäurepolyglykolester, verleihen den behandelten Fasern einen markanten Knirschgriff mit relativ hohen Faserhaftungen   (österr. Pa-   tentschrift Nr. 210984). 



   Nach der   österr. patentschrift Nr. 238134   ist ein Verfahren zur Verbesserung der Verarbeitbarkeit und/oder der Gebrauchseigenschaften von Textilmaterialien durch Behandlung mit Flotten bekannt, die Umsetzungsprodukte von substituierten Diaminen der allgemeinen Formel : 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 wa 40% eingestellt wird. Auf das Umsetzungsprodukt bezogen ist die Menge des eingesetzten substituierten
Diamins kleiner als 8%. Derartige kationische Mittel ergeben als Einzelkomponenten im allgemeinen keinen
Knirschgriff, jedoch hohe Glätte, die eine klaglose Verspinnung beeinträchtigen kann. 



   Gemische von kationischen Verbindungen und nichtionogenen Fettsäurepolyglykolestern werden derzeit beispielsweise für Polyacrylnitrilfasern zur Erzielung brauchbarer Haftwerte eingesetzt. Der durch den
Fettsäureester verbleibende Knirschgriff ist jedoch vielfach   unerwünscht. Diese Gemische ergebenausserdem   ungünstige Aufziehverhältnisse, die durch   Temperatur- und KonzentrationsüberwachungunterKontrollege-   bracht werden müssen. Weiters ist die Bestimmung der Mischungsbestandteile betrieblich nicht so einfach wie bei einer einheitlichen Substanz. 



   Demnach ist es die Aufgabe der Erfindung, diese Mängel zu beseitigen und ein Verfahren anzugeben, mit dessen Hilfe ein kationisches Mittel hergestellt werden kann, das den avivierten Fasern sowohl lammfellartigen Weichgriff als auch die für den Verspinnungsprozess erforderliche optimale Haftung verleiht. 



   Ausgehend von einem Verfahren der eingangs beschriebenen Art löst die Erfindung die gestellte Aufgabe dadurch, dass der   ausPolyäthylendiol 300   mit dem Fettsäuregemisch der angegebenen Art gewonnene Rohester mit einem Triamin, wie etwa Di-n-propylentriamin, umgesetzt und darauf das basisch reagierende Reaktionsprodukt durch Zugabe von Säure, vorzugsweise Ameisensäure, in das entsprechende Salz umgewandelt wird. 



   Auf diese Weise wird ein Mittel erreicht, das schon in geringen Mengen hohe Faserhaftungen ergibt, was wahrscheinlich darauf   zurückzuführen   ist, dass durch die vorangehende, oben beschriebene Umwandlung des basisch reagierenden Reaktionsprodukts in ein Salz hydrophile Eigenschaften hervortreten. Dennoch wird bei Anwendung auf Chemiefasern der gewünschte Lammfellgriff erzielt, und es ist ausserdem eine ausserordentlich antistatische Wirksamkeit nachzuweisen. 



   Das erfindungsgemäss hergestellte Haft- bzw. Gleitmittel lässt sich bevorzugt auch in Form von Schaum zur Avivage für Chemiefasern, insbesondere für Zellwolle, verwenden. 



     Beispiel l :   770 kg Polyäthylendiol 300 werden mit 218 kg   Talgfettsäure,   508 kg Stearin einfach und 6 kg Tetrapropylenbenzolsulfonsäure gemischt. Diese Mischung wird unter   Rühren und Durchleiten von Inert-   gas, z. B. Kohlendioxyd, auf etwa 1150C erhitzt. Nach ungefähr 3 h ist die Veresterung bis auf eine Säurezahl von 15 fortgeschritten. 



   Der so erhaltene Rohester wird auf   70 C   abgekühlt und mit 11, 8 Gew.-% Di-n-propylentriamin unter gleichzeitigem Rühren vermischt. Dabei steigt die Temperatur auf etwa   980C   an. Unter Durchleiten von Inertgas wird dann bei guter Rührung 3 h lang auf 145 bis 1500C weiter erwärmt. Dabei vollzieht sich gemäss nachstehender Formel über einen Aminoester eine innere Umacylierung in der Art, dass sich der endständige Stickstoff des Triamins an die CO-Gruppe der Fettsäure angruppiert und der Polyäthylendiolrest an den Stickstoff gebunden wird : 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
In dieser Verbindung kann jedes der drei Stickstoffatome je ein einsames Elektronenpaar zur Bildung einer neuen vierten Bindung zur Verfügung stellen. 



   Daher geht das grosse Molekül durch die Reaktion mit Ameisensäure in ein Salz über, wobei der Fettkörper an den Stickstoffatomen drei positive Ladungen aufbaut, die von drei negativ geladenen Formiatgruppen kompensiert sind. 



   Die Umwandlung in den beschriebenen kationaktiven Körpern wird so durchgeführt, dass nach Kühlung dieses Produkts auf   800C   zu 61   Gew.-Teilen dieses Produkts unter Rühren   und weiterer Kühlung 4 Gew.-Telle Ameisensäure zugefügt werden und das gebildete ameisensaure Salz von seiner 100%igen Konzentration durch Zugabe von 35   Gew.-Teilen   Wasser von 550C auf eine Gebrauchskonzentration von 65% aktiver Substanz gebracht wird. 



   Durch Hydratation entsteht eine vaselinartige, weiche Salbe, die nicht zur Entmischung neigt und schon mit lauwarmem Wasser eine bläulich durchscheinende, kolloide Lösung ergibt. 



   Solche kolloide Lösungen mit 30 g   Aktivsubstanz/l   besitzen die Eigenschaft, beim Durchleiten von Luft einen beständigen Schaum zu bilden, der bevorzugt geeignet ist, in entsprechend ausgebildeten Apparaten als Schaumavivage auf noch feuchte Zellwolle vor Eingang in die Trockner aufgebracht zu werden. 



   Wird beispielsweise nicht pigmentierte Zellwolle in herkömmlicher Art mit 3,0   g/l   aktiver Substanz bei   450C   aviviert, auf etwa 100% Feuchte abgequetscht und über Trommeltrocknern getrocknet, so erhält man eine bauschelastische Flocke mit extrem weichem Griff, die sich gut verspinnen lässt. Die Luntenreissmeter der ausgesponnenen Lunte sind sehr nieder (10, 6), die Verzugskräfte liegen im Bereich von 400 g. Die Verzugskurve, die bei Normalavivagen um zirka 30 mm zwischen Gleitung und Haftung pendelt, verläuft fast linear ohne Ruckverzug.

   Sie ist der Kurve von ungebeuchter Rohbaumwolle sehr ähnlich. 
 EMI2.2 
 dertalg sowie mit 4% eines mit 12 Mol Äthylenoxyd oxäthyliertem Talgfettalkohol in geschmolzenem Zustand vermischt, so entsteht eine Avivage, die sich zur Faserflockenbehandlung, insbesondere nach der Färbung, eignet und auch fertigen Gewirken und Geweben einen lammfellartigen Griff ohne Kirschen verleiht. Das behandelte Textilmaterial hat ausgezeichnete antistatische Eigenschaften.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung eines Haft-bzw. Gleitmittels auf Fettstoffbasis, insbesondere eines Avivagemittels für Chemiefasern, bei dem Polyäthylendiol 300 mit einem Fettsäuregemisch mit einer Jodzahl von 20 bis 23 bis zu einer Säurezahl von 15 verestert wird, d adur ch gekenn z e ic hnet, dass der so ge- wonnene Rohester mit einem Triamin, wie etwa Di-n-propylentriamin, umgesetzt und darauf das basisch reagierende Reaktionsprodukt durch Zugabe von Säure, vorzugsweise Ameisensäure, in das entsprechende Salz umgewandelt wird.
AT615171A 1971-07-15 1971-07-15 Verfahren zur herstellung eines haft- bzw. gleitmittels auf fettstoffbasis, insbesondere eines avivagemittels fur chemiefasern AT330131B (de)

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