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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abisolieren von kunststoffisolierten Drähten, bei der der
Draht in Längsrichtung durch die Vorrichtung geführt ist.
Bisher war es üblich, das Durchtrennen des Drahtes und das Abisolieren von Drahtanfang und Drahtende in gesonderten Arbeitsgängen durchzuführen. Bekannte Abisoliermaschinen arbeiten ausserdem mit einer fixen
Einstellung der Drahtlänge, so dass sie nur für grosse Stückzahlen gleicher Drahtlänge wirtschaftlich sind. Weiters sind, z. B. aus der Schweizer Patentschrift Nr. 470777, Abisoliervorrichtungen zum Abisolieren jeweils eines Endes von bereits grob auf die gewünschte Länge zugeschnittenen Drähten bekannt.
Schliesslich ist in der deutschen Auslegeschrift 1124114 eine Abisoliervorrichtung beschrieben, bei der ein
Draht in Längsrichtung durch die Vorrichtung läuft. Der Draht kann an den gewünschten Stellen relativ kurz blankgemacht werden, ohne dass er jedoch abgetrennt wird. Diese abisolierten Stellen dienen zum Einhängen und nachfolgenden Einlöten in Lötösen. Das Abfräsen der Isolation (nach Fig. 3) gestattet zwar grössere Blanklängen, ist aber wegen eventueller Drahtverletzung sehr kritisch.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Durchtrennen und gleichzeitigen Abisolieren von
Drahtende und Drahtanfang in einem Arbeitsgang bei leicht änderbarer Drahtlänge und Drahtdurchmesser anzugeben.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch gelöst, dass eine in Längsrichtung hin- und herbewegte Kuppelstange als einziges Antriebsorgan vorgesehen ist und dass ein durch diese Kuppelstange längsbeweglicher Schlitten, ein querbeweglicher Balken sowie eine auf einen bestimmten Drahtdurchmesser fix einstellbare Gegenschiene vorhanden sind und dass der Balken über zwei zweiarmige Hebel mit Drehpunkten am Schlitten von der
Kuppelstange bewegt wird, und dass eine Rasterung für zwei Raststellen des Schlittens vorgesehen ist, wobei bei einer Längsbewegung der Kuppelstange in Richtung von der Eintrittsstelle des Drahtes weg in Richtung zur
Entnahmestelle des Drahtes hin eine Bewegungsfolge von zuerst einer Bewegung des Balkens senkrecht zur
Durchlaufrichtung des Drahtes zum Draht hin bis zum Anstossen des einen zweiarmigen Hebels an einen ersten, am Schlitten befindlichen,
Anschlag und anschliessend einer Bewegung des Schlittens in Durchlaufrichtung des
Drahtes aus der ersten Raststelle heraus von der Eintrittsstelle des Drahtes weg bis zum Anstossen an einen zweiten Anschlag und Einrasten in die zweite Raststelle und bei einer Längsbewegung der Kuppelstange in der entgegengesetzten Richtung von zuerst einer Bewegung des Balkens senkrecht zur Durchlaufrichtung des Drahtes vom Draht weg bis zum Anschlag des einen zweiarmigen Hebels an den ersten Anschlag und anschliessend einer Bewegung des Schlittens entgegen der Durchlaufrichtung des Drahtes aus der zweiten Raststelle heraus zur Eintrittsstelle des Drahtes hin bis in die erste Raststelle erreicht wird, dass weiters eine vom Balken über eine Klappe betätigbare Momentschere zum Abschneiden des Drahtes vorgesehen ist,
und dass rechts und links von der Momentschere je ein vom Balken betätigter Greifer zum Halten des Drahtes und zwischen der Momentschere und jedem Greifer je ein vom Balken betätigter Abstreifer zum Einkerben und Abziehen der Kunststoffisolierung des Drahtes angeordnet ist, wobei jeweils die eine Hälfte des näher bei der Eintrittsstelle des Drahtes angeordneten Abstreifers fest mit dem Balken verbunden ist und die jeweils andere Hälfte an der Gegenschiene befestigt ist, während der andere Greifer und der andere Abstreifer miteinander fix verbunden und mittels einer Kulisse parallel zur Durchlaufrichtung des Drahtes verschiebbar sind und jeweils eine Hälfte des letztgenannten Abstreifers und des letztgenannten Greifers durch den Balken in Richtung senkrecht zur Durchlaufrichtung des Drahtes bewegbar sind,
und dass ferner die Kuppelstange bei Bewegung entgegen der Vorschubrichtung des Drahtes über eine Übersetzung (Zahnstange und Zahnrad) und einen Freilauf eine Triebscheibe zum Vorschub des zwischen Triebscheibe und einem weiteren Rad, beispielsweise einem Messrad, durchgeführten Drahtes bewegt.
Die Erfindung wird nun an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles einer erfindungsgemässen Vorrichtung erläutert.
Die Vorrichtung weist einen längsbeweglichen Schlitten--Sch--, einen querbeweglichen Balken--B-- und eine feste, aber auf den Drahtdurchmesser einstellbare Gegenschiene--G--auf.
Der von einer Vorratsrolle kommende kunststoffisolierte Draht (nicht dargestellt) ist in Längsrichtung durch die Vorrichtung geführt. Zu Beginn eines Arbeitsganges (in der Zeichnung dargestellte Stellung) ragt das Ende des Drahtes bei der Entnahme--E--aus der Vorrichtung und kann von Hand aus beliebig weit herausgezogen werden, bis die gewünschte Drahtlänge erreicht ist.
Der Antrieb der Vorrichtung erfolgt durch hin-und hergehende Bewegung einer Kuppelstange--KS--.
In der in der Zeichnung dargestellten Stellung ist der Schlitten--Sch--an der Raststelle--Rl--eingerastet, so dass bei einer Bewegung der Kuppelstange--KS--in Pfeilrichtung von der Länge--sq--zuerst über zwei zweiarmige Hebel-Hl und H2-mit Drehpunkten am Schlitten-Sch-über Kugellager an ihren kürzeren Armen der Balken--B--in Richtung zum Draht hin bewegt wird, bis der Hebel--Hl--am Anschlag - AI-anstösst. Durch die Querbewegung des Balkens--B-werden die oberen Hälften der Momentschere --MS--, der beiden Greifer--Gl, G2--und der beiden Abstreifer--Stl und St2--zum Draht hin bewegt. über die Klappe--Kl--schneidet die Momentschere--MS--den Draht durch und geht sofort wieder auf.
Die Greifer-Gl und Gehalten den Draht fest, während die Abstreifer-Sti und Stadie Isolierung einkerben.
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Bei der weiteren Bewegung der Kuppelstange--KS--in Pfeilrichtung in der Länge--sa--wird nun der Schlitten--Sch--in dieser Richtung bewegt, bis er am Anschlag--A2--anstösst und dabei gleichzeitig die Rasterung--R--in der Raststelle--R2--einrastet. Die oberen Hälften des Greifers--Gl--und des Abstreifers--St2-sind am Balken--B--, die unteren Hälften derselben sind an der Gegenschiene--G-fixiert. Der Greifer--G2--und der Abstreifer--Stl--werden über eine Kulisse vom Schlitten--Sch-- mitbewegt, wobei aber auch ihre oberen Hälften durch den Balken--B--querbewegt werden.
Durch diese Anordnung der Greifer und Abstreifer wird bei der weiteren Bewegung der Kuppelstange - das abgetrennte Drahtstück durch den Greifer--G2--in Richtung zur Entnahme--E--hin bewegt, während die Isolierung vom Abstreifer-St2-abgezogen wird. Der Abstreifer-Sti-streift die Isolierung vom andern Drahtende ab, das vom feststehenden Greifer-Gl-gehalten wird.
Beim Vorschieben der Kuppelstange-KS-um den Weg sq + sa in Pfeilrichtung wurde also der Draht abgetrennt und die beiden Enden bei der Trennstelle abisoliert.
Bei der Rückwärtsbewegung der Kuppelstange-KS-in die Ausgangsstellung wird zuerst, da der Schlitten-Sch-mit der Raststelle-R2-eingerastet ist, der Balken-B-vom Draht wegbewegt, so dass beide Greifer und beide Abstreifer aufmachen. Der abgetrennte Draht fällt nun bei der Entnahme--E-- aus der Vorrichtung. Bei der weiteren Rückwärtsbewegung der Kuppelstange--KS--, nachdem wieder der Hebel--Hl--am Anschlag--AI--angestossen ist, wird der Schlitten--Sch--in seine Ausgangsstellung gebracht und rastet mit--Rl--ein.
Der Rücklauf des Schlittens--Sch--wird zum Transport des Drahtes durch die Vorrichtung ausgenutzt,
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Länge erreicht ist. Dann wird der Drahtvorschub gesperrt und die Abisoliervorrichtung wieder in Betrieb gesetzt.
Zur Drahtführung in der Vorrichtung sind ein Drahtrichtrohr-DR--und eine Drahtführung--DF-- vorgesehen.
Die Vorrichtung gemäss der Erfindung kann leicht auf verschiedene Drahtdicken durch Verstellen der Gegenschiene eingestellt werden. Weiters ist auch eine Erzielung verschiedener Drahtlängen durch verschieden weites Herausziehen des Drahtes von Hand aus möglich. Die Länge kann dabei mit einem Messrad, wie bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel, einstellbar sein. Wenn keine Längeneinstellung mittels eines Messrades notwendig ist, so wird an Stelle des Messrades ein einfaches Gegenrad vorgesehen.
Weiters ist die erfindungsgemässe Vorrichtung klein in den Abmessungen und wird durch einen einzigen linearen Vorschub (elektrisch oder pneumatisch) der Kuppelstange angetrieben.