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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Trocknen von Hohl- bzw. Lochziegelformlingen und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Bei den bekannten Kammertrocknern werden die zu trocknenden Formlinge auf Latten gestapelt und bleiben im Kammertrockner, bis die gewünschte Trocknung erreicht ist. Die Trocknungsluft wird durch Deckenöffnungen eingeblasen und abgesaugt, wobei der Lufststrom in vorbestimmten Intervallen umgekehrt werden kann.
Bei den sogenannten Grossraumtrocknern werden die Formlinge ebenfalls auf Latten oder Paletten abgesetzt und in Stahlgerüsten gestapelt, die von hin- und herfahrenden Ventilatoren beaufschlagt werden. Das Trocknungsklima kann in solchen Trocknern nur grossräumig beeinflusst werden.
Weiters sind Trocknungsverfahren unter Querstrombelüftung aus der franz. Patentschrift Nr. 1. 462. 448, der DDR-Patentschrift Nr. 95446 und der USA-Patentschrift Nr. 1, 587, 419 bekannt, wobei die zu trocknenden Formlinge auf Paletten, Wagen oder Förderbändern durch eine Reihe von Kammern oder Zellen bewegt werden, wobei in diesen mit Ventilatoren ein Lufststrom quer zur Förderrichtung erzeugt wird. Auch bei diesen Verfahren sind die Regelmöglichkeiten beschränkt und dementsprechend die Trocknungsergebnisse ungleichmässig. Bei Verwendung von Wagen als Fördermittel, wie bei der USA-Patentschrift Nr. 1, 587, 419, ergibt sich auch die Schwierigkeit, dass viel Falschluft durch die Kammern durchgedrückt werden muss.
Schliesslich ist nach der franz. Patentschrift Nr. 1. 350. 201 noch ein Durchlauftrocknungsverfahren bekannt, bei welchem die Formlinge auf Bändern, Wagen od. dgl. schrittweise durch eine Reihe von Klimazonen gefördert werden, in denen durch Luftumwälzung mit Ventilatoren die Temperatur und Luftfeuchtigkeit unterschiedlich geregelt wird. Auch bei diesem Verfahren kann die Regelung und Steuerung der Trocknungsbedingungen nur unvollkommen, d. h. mehr oder weniger grossräumig, erfolgen und nicht auf die einzelnen Formlinge abgestellt werden.
Alle bekannten Systeme, gleichgültig, ob es sich um Kammtertrocknungs- oder Durchlauftrocknungsverfahren mit Querbelüftung handelt, haben den Nachteil, dass das zu trocknende Gut nur an der Aussenseite mit der vorgewämten Luft umspült bzw. beaufschlagt wird, der Trocknungsluftstrom aber infolge des vorhandenen Strömungswiderstandes nicht in der Lage ist, die Hohlräume bzw. Kanäle der Hohl- oder Lochziegelformlinge mit annähernd der gleichen Heissluftmenge zu versorgen wie die Aussenseite.
Die Erfindung bezweckt die Vermeidung dieser Nachteile und Schwierigkeiten und besteht bei einem Verfahren zum Trocknen von Hohl- bzw. Lochziegelformlingen, die durch eine Reihe von hintereinander angeordneten thermodynamisch voneinander unabhängig regelbaren Kammern hindurchgeführt und von Trocknungsluft aus Ventilatoren beaufschlagt werden, darin, dass die Formlinge in Reihe mit quer zur Transportrichtung und in Strömungsrichtung der Ventilatoren verlaufender Locherstreckung angeordnet zwischen der Druck- und Saugseite von je zwei Ventilatoren, die sich in unmittelbarer Nähe von den die Lochöffnungen aufweisenden Seiten der Formlinge befinden, hindurchgeführt werden. Auf diese Weise befinden sich die Formlinge jeder Reihe zwischen quer zur Transportrichtung der Formlinge angeordneten Ventilatoren.
Die Trocknungswirkung kann noch verbessert werden, wenn diese quer zur Transportrichtung der Formlinge angeordneten Ventilatoren synchron in den einzelnen voneinander unabhängig regelbaren Kammern hin- und herbewegt werden, wie dies an sich bekannt ist. Bei mehrsträngiger Anordnung der Formlingsreihen, bei welchen also mehrere Formlingsreihen jeder Kammer gleichzeitig durchwandern, werden alle in der betreffenden Kammer quer zur Förderrichtung der Rohlinge angeordneten Ventilatoren gleichzeitig, d. h. synchron, hin- und herbewegt, so dass jeweils quer zur Transportrichtung sich ausbildende, alle Formlingsreihen erfassende und deren Kanäle durchströmende Luftkreisläufe in der Kammer hin- und herwandern.
Es kann auch zweckmässig sein, dass den durch die synchron bewegten Ventilatoren erzeugten Luftkreisläufen ein sich mit diesen kreuzender weiterer Luftstrom überlagert wird.
Diese und weitere Merkmale des erfindungsgemässen Verfahrens sowie von Vorrichtungen zur Durchführung des Verfahrens sind in den Zeichnungen näher erläutert, worin Fig. 1 den Grundriss einer erfindungsgemässen Trocknungsanlage, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie 11-11 der Fig. 1 und Fig. 3 einen Schnitt nach der LinielII-III der Fig. 2 bedeutet. In Fig. 4 ist in gleicher Darstellung wie in Fig. 3, d. h. als Aufriss, eine abgeänderte Ausführungsform dargestellt.
Die Anlage nach Fig. 1 bis 3 besteht aus mehreren hintereinander angeordneten thermodynamisch voneinander unabhängig regelbaren Kammern, von denen drei dargestellt und mit--l, l', l"--bezeichnet sind. Die Trocknung erfolgt dreisträngig, indem drei Stränge--4, 5, 6--von hintereinander angeordneten Einzelrohlingen--R--die Kammern durchwandern. Die Rohlinge können auf nicht dargestellten Bändern, fahrbaren Paletten od. dgl. gelagert sein ; ihr Transport kann schrittweise oder kontinuierlich erfolgen. Die Kanäle --7-- bzw. Hohlräume der einzelnen Rohlinge erstrecken sich quer zur Transportrichtung (Fig. 2).
Die
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Reihe-4,Druck- und Saugseiten der Ventilatoren befinden sich dabei, wie aus den Zeichnungen hervorgeht, in sehr nahem Abstand von den die Lochöffnungen aufweisenden Seiten jeder Formlingsreihe, so dass sichergestellt ist, dass der Luftstrom auch tatsächlich die Kanäle--7--durchströmt. Zur Unterstützung der Luftführung können Leitbleche--12--vorgesehen sein, die an die zu beaufschlagenden Seiten der Formlinge anstellbar sind.
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9,10, 11--gleichzeitig und synchron, so dass gemeinsame, u. zw. gegenläufige, durch die Pfeile--14, 15-angedeutete Grosskreisläufe in jeder Kammer entstehen. In den aufeinanderfolgenden Kammern--l, l', l"-- wird hiebei die Richtung der Kreisläufe jeweils umgedreht.
Aus Fig. 2 ist ein weiteres Merkmal der Erfindung zu ersehen, wonach durch einen oberhalb der Transportebene der Formlinge angeordneten weiteren Ventilatoren--16--, der ortsfest ist, ein durch die Pfeile --17-- veranschaulichter weiterer Luftkreislauf erzeugt wird, der sich mit den Kreisläufen--14, 15--kreuzt und diese überlagert. Auch hier wird die Umwälzrichtung in den einzelnen aufeinanderfolgenden Kammern jeweils umgedreht. Aus Fig. 3 ist noch ersichtlich, dass jeweils in der Saugseite der Kreisläufe--14, 15--ein Wärmeaustauscher --18-- angeordnet ist, mit dessen Hilfe eine unabhängige thermodynamische Regelung des Trocknungsklimas in den einzelnen Kammern erfolgt.
Bei der abgeänderten Ausführungsform nach Fig. 4 werden die Rohlinge--R--in vier horizontalen Reihen nebeneinander, wobei sich die Kanäle --7-- von oben nach unten erstrecken, zwischen einem oberen Ventilator --19-- und einem unteren Ventialtor-20-hindurchgefördert, wobei die Druckseiten und die Saugseiten der Ventilatoren mit--D und S--bezeichnet sind. Die beiden von den Motoren--21 bzw. 22-angetriebenen Ventilatoren-19, 20-sind in gleicher Weise wie in den Fig. l und 2 beschrieben, in der Transportrichtung, d. h. in der Längsrichtung jeder Kammer, beweglich. Natürlich ist die Ausführungsform nach Fig. 4 auch bei einsträngigen Anlagen anwendbar.
Die Richtungen der durch die Ventilatoren--19, 20-erzeugten Luftkreisläufe werden zweckmässig wieder in jeder aufeinanderfolgenden Kammer geändert.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Trocknen von Hohl- bzw. Lochziegelformlingen, die durch eine Reihe von hintereinander angeordneten thermodynamisch voneinander unabhängig regelbaren Kammern hindurchgeführt und von
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Reihe mit quer zur Transportrichtung und in Strömungsrichtung der Ventilatoren verlaufender Locherstreckung angeordnet zwischen der Druck- und Saugseite von je zwei Ventilatoren, die sich in unmittelbarer Nähe von den die Lochöffnungen aufweisenden Seiten der Formlinge befinden, hindurchgeführt werden.
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