AT324238B - Verfahren zur aufbereitung von wässern in kreislaufsystemen, die mit geräten zur belüftung des wassers versehen sind und anlage zur durchführung dieses verfahrens - Google Patents
Verfahren zur aufbereitung von wässern in kreislaufsystemen, die mit geräten zur belüftung des wassers versehen sind und anlage zur durchführung dieses verfahrensInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
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In offenen wasserführenden Zirkulationsystemen, wie z. B. in Rückkühlanlagen, Luftwäschern und Luftbefeuchtern, kommt es infolge des Ausfallens chemischer Substanzen, das durch die Verdunstung des Wassers bedingt sein kann, häufig zur Bildung von betriebsstörenden Ablagerungen in Form von Stein, Schlamm oder einer andern Art.
Diese Ablagerungen werden mechanisch und chemisch entfernt. Da das Ergebnis dieser Arbeit meist unvollkommen ist und nicht befriedigt, wurden bald Verfahren mit dem Ziel entwickelt, diese Ablagerungen überhaupt zu verhindern.
Eine weite Verbreitung fand das Impfverfahren. Unerwünschte Ablagerungen werden durch den Einsatz von Chemikalien, die in mehr oder weniger grossen Mengen dem Kreislaufwasser zugesetzt werden, verhindert.
Gleichzeitig werden mit dem Zusatz solcher Chemikalien oft Schutzfilme und Schutzschichten auf den metallischen Werkstoffen erzwungen und dadurch sowie einer eigenen Inhibitorwirkung des zugesetzten Chemikals Korrosionen verzögert oder verhindert. Zu diesen Chemikalien zählen in erster Linie Phosphate und Silikate, deren Wirkungsgrad jedoch nicht überall ausreicht und deren Handhabung sehr oft mit Komplikationen belastet ist. Nachteilig hat sich z. B. erwiesen, dass Phosphate das Algenwachstum begünstigen, bei Überdosierungen Calziumphosphat-Ablagerungen entstehen, die Wirksamkeit bei mehr als 15 dH Karbonathärte aufhört und Silikate überhaupt nur bei weichen Wässern Erfolge bringen.
Man hat anschliessend versucht, diese Mängel, vor allem die Bildung von Versteinungen, durch die Entfernung der Härtebildner aus dem Zusatzwasser zu beheben, d. h., dass man das neu eintretende Wasser einer Behandlung mit Ionenaustauschern, und da wieder vorzugsweise mit Enthärtern, unterzieht. Trotz dieser Reinigung des Zusatzwassers vor seinem Eintritt in den Kreislauf hat sich dieses Verfahren nur bedingt bewährt, weil das Kreislaufwasser andern Gesetzen als das Zusatzwasser unterliegt.
Durch Verdunsten und der damit zwangsläufig verbundenen Eindickung der im Wasser gelösten Substanzen, Versprühen und Leckagen, Verschmutzung des Wassers durch die eindringende Luft, durch ein biologisches Wachstum in den Kühltürmen und Luftbefeuchtern sowie durch weitere Faktoren verändert sich dauernd die Qualität des Kreislaufwassers und nehmen Verunreinigungen und Salzanreicherungen zu, so dass mit diesem Verfahren die Bildung von Ablagerungen nicht immer zur Gänze hintangehalten werden kann.
Diese Nachteile werden durch die nachstehend beschriebene Erfindung behoben. Sie betrifft ein Verfahren zur Aufbereitung von Wässern in Kreislaufsystemen, die mit Geräten zur Belüftung des Wassers versehen sind, vorzugsweise in Rückkühlanlagen, bei welchen das Zusatzwasser vor seinem Eintritt in die Anlage durch einen mit Natrium-Ionen beladenen Ionenaustauscher geführt wird, das dadurch gekennzeichnet ist, dass die im Kreislauf zirkulierenden Wässer einer Behandlung mit Austauschern zum Zwecke einer Verminderung oder Befreiung von unerwünschten Bestandteilen unterzogen werden.
Durch diese Massnahmen, nämlich die Einschaltung von Austauscheinheiten in den Kreislaufstrom des Wassers, können einerseits durch den Ionenaustausch eventuell entstehende schädliche Verbindungen sofort entfernt und anderseits unerwünschte Qualitätsänderungen im Kreislaufwasser korrigiert werden. Zum Beispiel wird das im Ionenaustausch frei gewordene Kohlendioxyd durch sofortiges Einführen des korrigierten Kreislaufwassers in den Belüftungsteil ausgetrieben, wodurch der Angriff der Kohlensäure auf das ganze System unterbleibt, oder ein zu hoher pervert, eine steigende Karbonathärte oder eine zu starke Versalzung werden abgesenkt. Darüber hinaus ist die Methode, das Wasser im Kreislauf zu verändern oder in eine gewünschte Richtung zu lenken, gegenüber den bekannten Verfahren der Aufbereitung des Zusatzwassers ausserordentlich praktisch.
So kann z. B. durch den Einbau von Messinstrumenten die Zusammensetzung des gesamten Kreislaufwassers unter Kontrolle gehalten und entsprechend den ermittelten Werten die dazu passende Korrektur der Qualitätswerte durch die im Kreislauf installierte Aufbereitungsanlage gesteuert, eine Regelung mit verhältnismässig geringem Aufwand vorgenommen oder aber durch kombinierte Austauscherstrecken, bzw. durch alternierendes Ein- und Ausschalten von Ionenaustauschergruppen und Mitverwendung bekannter Verfahren sinnreiche Kombinationen von hohem technischem Wert geschaffen werden. Auch mit Filtern, mit der Zugabe von Chemikalien zur Algen- und Pilzbekämpfung, zur eventuellen Ausflockung kolloidal gelöster Teilchen, zu verstärktem Korrosionsschutz und zu andern Zwecken kann in einfacher Weise das erfindungsgemässe Verfahren ergänzt werden.
Besonders soll darauf hingewiesen werden, dass Anlagen, die nach der Erfindung arbeiten, leicht vollautomatisiert werden können, was besondere Vorteile bei Klima-Anlagen mit sich bringt. Ein besonderer Vorteil ist aber in dem Umstand zu erblicken, dass bestehende Zirkulationssysteme ohne Schwierigkeiten durch Einschaltung von Austauschereinheiten, bzw. durch Einordnung von Umleitungen, welche die Austauscheleinheiten enthalten, verbessert werden können.
In den Zeichnungen wird die Erfindung beispielhaft an einem Rückkühlsystem demonstriert. Die Fig. 1 zeigt eine Rückkühlanlage mit einer Wasseraufbereitung, wie sie bisher im allgemeinen Gebrauch steht. Das zur Verfügung stehende Zusatzwasser wird vor seinem Eintritt in das Kreislaufsystem mit Filtern, Ionenaustauschern und Chemikalien (Dosierstationen) behandelt und erst darnach eingespeist. Bei dieser Methode können weder die nach der Aufbereitung sich ergebende Wasserqualität noch die im Kreislauf eintretende Änderungen korrigiert werden. Eine Steuerung der Aufbereitungsanlagen von Qualitätswerten des Kreislaufwassers ist kompliziert und kaum durchführbar. In Fig. 2 ist das erfindungsgemässe Verfahren dargestellt, wobei die Aufbereitungsanlage zur
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Korrektur der Qualitätswerte in den Hauptstrom eingebunden ist.
Fig. 3 zeigt das erfindungsgemässe Verfahren, wobei die Aufbereitungsanlage zur Korrektur des Qualitätswertes in einem Teilstrom des Kreislaufwassers eingebaut ist. Fig. 4 zeigt das erfindungsgemässe Verfahren, wobei die Aufbereitungsanlage zur Korrektur der Qualitätswerte in einem Teilstrom des Kreislaufwassers so eingebaut ist, dass das zu korrigierende Wasser auf der Druckseite nach der den Kreislaufstrom bewegenden Pumpe entnommen und an der Saugseite wieder zugesetzt wird. Der für den Betrieb der Aufbereitungsanlage erforderliche Druck wird aus der Druckdifferenz zwischen Druck- und Saugseite der Pumpe gewonnen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Aufbereitung von Wässern in Kreislaufsystemen, die mit Geräten zur Belüftung des Wassers versehen sind, vorzugsweise in Rückkühlanlagen, bei welchen das Zusatzwasser vor dem Eintritt in die Anlage über einen mit Natrium-Ionen beladenen Kationenaustauscher geführt wird, d a d u r c h g e k e n n - zeichnet, dass die im Kreislauf zirkulierenden Wässer einer Behandlung mit einer oder mehreren Austauschereinheiten zum Zwecke einer Verminderung oder Befreiung von unerwünschten Bestandteilen unterzogen werden.
EMI2.1
Claims (1)
- Austauschereinheiten für die Aufbereitung in einem, vom Kühlwasserkreislauf abzweigenden Teilstrom des Zirkulationswassers eingeschaltet werden. EMI2.2 Geschwindigkeit der Strömung nur ein Teil der unerwünschten Bestandteile durch den Austauscher entzogen werden. EMI2.3 vor dem Eintritt in das Kühlsystem auf mindestens 300C erwärmt wird, wodurch einerseits die Ausnutzung der Ionenaustauscher beeinflusst und anderseits die Entfernung des gebildeten Kohlendioxyds erleichtert wird. EMI2.4 über die Ionenaustauscher geführt wird, an der Druckseite der den Kreislaufstrom bewegenden Pumpe entnommen und an der Saugseite dem Hauptstrom wieder zugeführt wird.EMI2.5 sie in Kreislaufsystemen einer mit Geräten zur Belüftung des Wassers ausgestatteten Behandlungsanlage direkt oder in einem abgezweigten Teilstrom eine oder mehrere lonenaustauschereinheiten enthält.
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