AT323334B - Verfahren zur gewinnung von technisch reinem glucofrangulin aus faulbaumrinde - Google Patents

Verfahren zur gewinnung von technisch reinem glucofrangulin aus faulbaumrinde

Info

Publication number
AT323334B
AT323334B AT555971A AT555971A AT323334B AT 323334 B AT323334 B AT 323334B AT 555971 A AT555971 A AT 555971A AT 555971 A AT555971 A AT 555971A AT 323334 B AT323334 B AT 323334B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
glucofrangulin
section
phase
aqueous phase
alcohol
Prior art date
Application number
AT555971A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Solco Basel Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Solco Basel Ag filed Critical Solco Basel Ag
Priority to AT555971A priority Critical patent/AT323334B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT323334B publication Critical patent/AT323334B/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07HSUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
    • C07H15/00Compounds containing hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals directly attached to hetero atoms of saccharide radicals
    • C07H15/20Carbocyclic rings
    • C07H15/24Condensed ring systems having three or more rings
    • C07H15/244Anthraquinone radicals, e.g. sennosides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von technisch reinem Glucofrangulin aus Faulbaumrinde durch Extraktion und Isolierung unter Verwendung von Lösungsmittelgemischen, wobei aus getrockneter, durch langzeitiges Ablagern und/oder kurzfristiges Erhitzen vorbehandelter, feingemahlener 
 EMI1.1 
 dgl.wasserlösliche Verunreinigungen mit Wasser ausgefällt und abfiltriert werden und aus dem Filtrat, gegebenenfalls nach Vorreinigung mit Methylenchlorid, mittels eines zweiphasigen Lösungsmittelsystems aus Butanol oder höherem Alkohol und Wasser, dessen eine   Lösungsmittelphase-die Alkoholphase-aus   Alkohol gesättigt mit Wasser und dessen andere   Lösungsmittelphase-die   wässerige Phase-aus Wasser gesättigt mit Alkohol besteht,

   das technisch reine Glucofrangulin durch multiplikatives Verteilen im Gegenstrom der beiden Lösungsmittelphasen isoliert wird nach Patent Nr. 298668. 



   Nach dem Stammpatent erzielt man aus der Faulbaumrinde einen Glucofrangulinextrakt, der als therapeutische Wirksubstanz Anwendung findet. Das Verfahren nach dem Stammpatent ist für grosstechnische Anwendung hervorragend geeignet, jedoch ist der Extrakt noch in einem Masse verunreinigt, so dass er für manche therapeutische Zwecke nicht in Frage kommt. Man kann durch Verstärken der multiplikativen Verteilung die Verunreinigungen reduzieren, aber das geht dann auf Kosten der Ausbeute. 



   Aufgabe der Erfindung ist es, das Verfahren nach dem Stammpatent dahingehend zu verbessern, dass ohne Nachteile hinsichtlich der Ausbeute der Extrakt besser gereinigt anfällt. 



   Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Lösungsmittelphasen im Gegenstrom durch 
 EMI1.2 
 Glucofrangulinentnahmeabschnitt zweiten Einstellabschnitt IV durch Zugabe einer Pufferlösung der   pTj-Wert   auf einen zweiten Wert eingestellt wird, wobei der erste Wert ein solcher ist, unter dem Glucofrangulin auf Grund seiner Löslichkeit bevorzugt in die wässerige Phase wandert und der zweite Wert ein solcher ist, unter dem   GlucofranguIi11'auf   Grund seiner Löslichkeit bevorzugt in die Alkoholphase wandert und dass in dem Glucofrangulinentnahmeabschnitt V mit Glucofrangulin angereicherte wässerige Phase entnommen wird, aus der dann das Glucofrangulin isoliert wird und dass wässerige Phase in einem stromabwärts des Glucofrangulinentnahmeabschnittes gelegenen Abschnitt IV nachgefüllt wird. 



   Die Erfindung macht sich den Umstand zunutze, dass die Verteilung des vorgereinigten Rohextraktes vom   pervert   der wässerigen Phase abhängig ist, in der Weise, dass bei gewissen pH-Werten der in der organischen Phase gelöste Glucofrangulinanteil grösser ist als bei andern   pffWerten.   Durch entsprechende Einstellung des PH-Wertes ist es also möglich, die Anreicherung des Glucofrangulins in der einen oder in der andern Phase zu begünstigen. Nach der Erfindung erfolgt die Einstellung der pH-Werte immer nur an bestimmten Stufen. Das ist für die Grosstechnik einfach zu handhaben und führt aber, wegen der vorgesehenen Strömung, zu einer 
 EMI1.3 
 irgendwo in der Mitte gelegene Entnahmestufe zuläuft, so dass sich der Glucofrangulingehalt in dieser Entnahmestufe optimiert. 



   Man kann nun nach dem entsprechenden Prinzip auch das Auswaschen der Verunreinigungen begünstigen und das ist Gegenstand einer Weiterbildung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass in einem dritten Einstellabschnitt X, der, bezogen auf die Strömungsrichtung der wässerigen Phase stromaufwärts des zweiten Einstellabschnittes VIII gelegen ist, durch Zugabe einer Pufferlösung der pH-Wert auf einen dritten Wert eingestellt wird, unter dem Glucofrangulin auf Grund seiner Löslichkeit bevorzugt in die Alkoholphase wandert und dass in einem, bezogen auf die Strömungsrichtung der wässerigen Phase stromabwärts des dritten Einstellabschnittes X und stromaufwärts des ersten Einstellabschnittes VIII gelegenen Entnahmeabschnitt IX die verunreinigte wässerige Phase entnommen und dass, bezogen auf die Strömungsrichtung der wässerigen Phase,

   unmittelbar stromabwärts davon Wasser nachgefüllt wird. 



   Es empfiehlt sich, den Glucofrangulinrohextrakt in einer, bezogen auf die Strömungsrichtung der wässerigen Phase, unmittelbar stromabwärts an den Glucofrangulinentnahmeabschnitt V angrenzenden Rohextraktzugabeschnitt IV zuzugeben. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass der Rohextrakt sehr viele Verteilerstufen durchlaufen muss, ehe er an eine Stufe kommt, an der die Verunreinigungen herausgenommen werden. Das ist im Interesse einer optimalen Ausbeute vorteilhaft. 



   Die wässerige Phase wird man zweckmässig verwerfen, dagegen empfiehlt es sich, die Alkoholphase in dem, bezogen auf die Strömungsrichtung der Alkoholphase stromabwärtigsten, Abschnitt zu gewinnen und in den, bezogen auf die Strömungsrichtung der Alkoholphase stromaufwärtigsten, Abschnitt   zurückzuführen.   



   Die Verunreinigung des Frangula-Rohextraktes hängt von dem Ausgangsmaterial,   z. B.   der Provenienz, ab. 



  Insbesondere bei starker Verunreinigung eines Rohextraktes und niedrigem Gehalt an Glucofrangulin empfiehlt 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 es sich, vor der Anwendung der multiplikativen Verteilung eine zusätzliche Vorreinigung vorzunehmen. Als Verunreinigungen sind hier insbesondere in Betracht zu ziehen, die Abbauprodukte des Glucofrangulins, nämlich Emodin und Frangulin. Diese Abbauprodukte werden durch die Vorreinigung möglichst weitgehend entfernt, und zu diesem Zweck erfolgt die Vorreinigung mit Methylenchlorid, dessen Polarität eine gegenüber Glucofrangulin selektive Abtrennung von Frangulin und Emodin aus dem Rohextrakt ermöglicht. Diese Vorreinigung erfolgt zweckmässig kontinuierlich mit zirka   10 I   Methylenchlorid auf je   1 kg Frangula-Rohextrakt,   bei einer Temperatur von 20 bis 350C.

   Die verbleibenden restlichen Verunreinigungen, die auch Reste von Frangulin und Emodin enthalten können, können durch die anschliessende multiplikative Verteilung entfernt werden. 



   Durch das langzeitige Ablagern-vorzugsweise etwas über ein Jahr-werden ebenso wie durch kurzzeitiges, etwa 1 h andauerndes Erhitzen auf etwa 100 C die Anthranole zu Anthrachinonen oxydiert, die dann in den nachfolgenden Reinigungsstufen entfernt werden können. 



   Das Mahlen der Faulbaumrinde erfolgt vorzugsweise in trockenem Zustand der Faulbaumrinde, um die Wirksubstanzen möglichst zu schonen. Zweckmässig wird die Faulbaumrinde auf eine Korngrösse von maximal 100 bis   lS0/l   feingemahlen, bevor sie der Rohextraktgewinnung unterworfen wird, weil dies sich im Interesse einer grossen Ausbeute als günstig erwiesen hat. 



   Das Volumenverhältnis der Wasser-Alkohol-Lösung für die Gewinnung des Frangula-Rohextraktes aus der feingemahlenen Faulbaumrinde beträgt zwischen 1 : 9 und 9 : 1. Die Wasser-Alkohol-Lösung ist dabei zweckmässig zwischen 20 und   700C   warm und die Extraktion erfolgt zweckmässig mit zirka 10 bis 20   l Wasser-Alkohol-Lösung   auf eine Charge von 1 kg Faulbaumrinde, u. zw. zweckmässig in schwach saurem bis neutralem Milieu von etwa PH 5 bis 7. Vorzugsweise handelt es sich bei der Wasser-Alkohol-Lösung um eine Mischung aus Wasser und Methanol im Volumenverhältnis 1 : 9. Die Extraktion wird gegebenenfalls so oft wiederholt, bis kein weiteres Glucofrangulin mehr in die Lösung geht. 



   Beim Ausfällen der schwer wasserlöslichen Verunreinigungen mit Wasser geht man zweckmässig so vor, dass der Frangula-Rohextrakt im technischen Vakuum bei Temperaturen zwischen 18 und   300C   bis zur Sirupdicke eingeengt wird und dann mit so viel Wasser-das sind zirka 2 bis 41 auf eine Charge aus   1 kg Faulbaumrinde - versetzt   wird, bis auch durch weitere Wasserzugabe keine zusätzliche Fällung mehr erzielbar ist. 



   Für die Wasser-Alkohol-Lösung zur Herstellung des Rohextraktes kommen beispielsweise folgende Alkohole in   Frage : Methanol,   Äthanol und IsopropanoL
Als Lösungsmittel zur selektiven Abtrennung von Frangulin und Emodin kommt Methylenchlorid in Frage.
Als zweiphasiges Lösungsmittelsystem für die Verteilung zum Zwecke der Isolierung von Glucofrangulin kommen vorzugsweise solche Systeme in Frage, bei denen die eine Phase Wasser und die andere Phase entweder n-ButanoL IsobutanoL sekundäres   Butanol,   tertiäres Butanol, Amylalkohol oder Isoamylalkohol ist. Die Lösungsmittelphasen stehen vorzugsweise im Volumenverhältnis von 1 : 3 oder von   3 : 1   oder von Zwischenwerten. 



   Das trockene Glucofrangulin kann man aus der Verteilerstufe, in der es sich angereichert hat, gewinnen, indem man die Lösungsmittelphase, in der es sich in dieser Verteilerstufe angereichert hat, durch Eindampfen entfernt. Um dabei das Glucofrangulin möglichst zu schonen, erfolgt das Eindampfen zweckmässig im technischen Vakuum bei Temperaturen zwischen 20 bis   50 C.   



   Das so gewonnene Glucofrangulin kann durch Fällung aus absolutem Äthanol noch weiter gereinigt werden. 
 EMI2.1 
 unter Rühren extrahiert und filtriert. Bei jeder Extraktion wird auf 1 kg gemahlene Rinde   20 1   der Methanol-Wasser-Lösung gegeben. Der pH-Wert der Suspension beträgt   6, 5.   



   Es wird nach jeder Extraktion eine Probe entnommen, die nach Filtration chromatographisch auf Glucofrangulingehalt geprüft wird. Sobald die Probe negativ ausfällt, wird keine weitere Extraktion mehr durchgeführt und die gewonnene Lösung im Vakuum von 20 mm Quecksilbersäule bei einer Temperatur von   50 C   bis zur Sirupdicke eingeengt. 



   Der nun sirupdicke Frangula-Rohextrakt wird mit so viel Wasser versetzt (auf 1 kg gemahlene Faulbaumrinde etwa 4 l), bis durch weitere Wasserzugabe keine Fällung mehr entsteht. Die Fällung besteht aus denaturierten Eiweissstoffen, gerbstoffähnlichen Substanzen, harzartigen Substanzen sowie andern in Wasser schwer löslichen Verunreinigungen. Die Lösung mit dem gelösten Glucofrangulin, die noch mit verschiedenen Substanzen verunreinigt ist, wird abfiltriert und das Filtrat wird im Vakuum von 20 mm Quecksilbersäule bei 
 EMI2.2 
 Lösungsmittelsystem aus Butanol und Wasser im Gegenstromverfahren das Glucofrangulin bis zur technischen Reinheit angereichert und das technisch reine Glucofrangulin isoliert. 



   Die multiplikative Verteilung erfolgt in einer Verteilungsbatterie aus zehn Kolonnen nach Rometsch (E. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



  Hecker : Verteilungsverfahren im Laboratorium, Verlag Chemie, Weinheim 1955,   S. 128).   Bei einer solchen Verteilungsbatterie besteht jede Kolonne aus einem zylindrischen, aufrechtstehenden Gefäss, das in einen oberen und einen unteren Scheideabschnitt und einen dazwischen gelegenen Verteilungsabschnitt unterteilt ist. Die einzelnen Abschnitte sind nicht voneinander getrennt, so dass Flüssigkeit innerhalb einer Kolonne von einem Abschnitt zum andern fliessen kann. Das Gefäss hat kreisrunden Querschnitt und einen Durchmesser von 150 mm. Die beiden Scheideabschnitte erstrecken sich über je 400 mm und der dazwischen gelegene Verteilungsabschnitt erstreckt sich über 800 mm. Im Verteilungsabschnitt sind Stauscheiben und Rührwerke wirksam.

   Bei allen zehn vorgesehenen Kolonnen erfolgt der Zulauf der wässerigen Phase an einem am oberen Ende des Verteilungsabschnittes angeordneten Stutzen, der Zulauf der Butanolphase an einem am unteren Ende des Verteilungsabschnittes angeordneten Stutzen, der Ablauf der Butanolphase an einem am oberen Ende des Gefässes angeordneten Stutzen und der Ablauf der wässerigen Phase an einem am unteren Ende des Gefässes angeordneten Stutzen. Die Flüssigkeitsströmung der wässerigen und der Butanolphase ist durch in die Verbindungsleitungen eingesetzte Strömung dosierende Schlauchpumpen zwangsläufig angetrieben.

   Die zehn Kolonnen sind mit den Ordnungszahlen bis X durchnumeriert und so hintereinander geschlossen, dass die Butanolphase die Kolonnen in der Reihenfolge ihrer Ordnungszahlen durchströmt, also in die Kolonne I eingepumpt wird, von dieser in die Kolonne II gelang   usf.   bis zur Kolonne X, wo sie abgenommen wird. Die wässerige Phase läuft zur Butanolphase im Gegenstrom. Die Butanolphase wird mit einer Geschwindigkeit von 5   l/h   in die Kolonne I eingepumpt und durch alle Kolonnen hindurchgetrieben. 



   Die wässerige Phase wird mit einer Geschwindigkeit von   3 I/h   in die Kolonne X eingepumpt. Die wässerige Phase, die in die Kolonne X eingepumpt wird, ist auf einen   pro-vert   6, 5 gepuffert, u. zw. mittels einer Phosphatpufferlösung. In Kolonne IX wird die wässerige Phase vollständig abgenommen, die dort abgenommene wässerige Phase ist verunreinigt und wird verworfen. In Kolonne VIII wird neue wässerige Phase mit einer Geschwindigkeit von 10 I/h eingepumpt, die durch einen Phosphatpuffer auf einen   prj-Wert   4 gepuffert ist. Diese wässerige Phase wird im Gegenstrom zum Butanol über die Kolonnen VII und VI zur Kolonne V überführt, wo sie vollständig abgenommen wird. Die in der Kolonne V-der Glucofrangulinentnahmestufe-entnommene wässerige Phase enthält das isolierte Glucofrangulin.

   In die Kolonne IV wird neue wässerige Phase, die mittels eines Phosphatpuffers auf den   pffwert   5, 5 gepuffert ist, mit einer Geschwindigkeit von   2 I/h   eingepumpt. 



   Als Phosphatpufferlösung wird für alle neuen wässerigen Phasen eine Lösung aus Zitronensäure und   Di-natrium-hydrogenphosphat   verwendet. 



   In der neuen wässerigen Phase, die in die Kolonne IV eingepumpt wird, sind 25   Grew.-%   vorgereinigter Frangula-Rohextrakt gelöst, der also mit dieser wässerigen Phase in die Verteilungsbatterie gelangt. Diese wässerige Phase gelangt dann über die Kolonnen III und II zur Kolonne I und wird dort vollständig abgenommen und als verunreinigt verworfen. Das Glucofrangulin geht in den Kolonnen I bis IV auf Grund des pH-Wertes 5, 5 in die Butanolphase über. In den Kolonnen V bis VIII geht das Glucofrangulin in die wässerige Phase über auf Grund des pH-Wertes 4, so dass es sich in der Kolonne 5-der Entnahmestufe-zur Entnahme in der wässerigen Phase anreichert.

   In den Kolonnen IX und X geht das Glucofrangulin in die Butanolphase über auf Grund des   pu-vertes   6, 5 und verlässt mit dieser das System, so dass aus der von der Kolonne X abgezogenen Butanolphase das restliche Glucofrangulin wiedergewonnen werden kann. 



   In den Kolonnen I bis IV ist das Volumenverhältnis zwischen wässeriger Phase und Butanolphase 2 : 5, dadurch wird der übergang des Glucofrangulins in die Butanolphase begünstigt. In den Kolonnen V bis VIII ist das Volumenverhältnis zwischen wässeriger Phase und Butanolphase 10 : 5, dadurch wird der übergang des Glucofrangulins in die wässerige Phase begünstigt. In den Kolonnen IX und X ist das Volumenverhältnis wässerige Phase zu Butanolphase 3 : 5, dadurch wird der übergang des Glucofrangulins in die Butanolphase begünstigt. 



   Die an der Kolonne   V-der Entnahmestufe-entnommene   wässerige Phase wird im Vakuum von 20 mm Quecksilbersäule bei einer Temperatur von   50 C   bis zur Trockne eingedampft. Als Rückstand verbleibt das pulverige Glucofrangulin in rechnischer Reinheit. Dieses technisch reine Glucofrangulin wird noch weiter gereinigt durch Fällen aus absolutem Alkohol und man erhält dann   95fig   reines Glucofrangulin. 



   Die Butanolphase aus der Kolonne X-der Wiedergewinnungsstufe-wird abdestilliert, um das Butanol wiederzugewinnen, das wieder verwendet werden kann. Ausserdem gewinnt man einen Extrakt aus Emodin, Frangulin und Resten von Glucofrangulin. Dieser Mischextrakt wird dem noch nicht vorgereinigten Frangula-Rohextrakt zugesetzt und mit diesem vorgereinigt und dann erneut der multiplikativen Verteilung unterworden. 



   Mit der beschriebenen Verteilerbatterie können 2 kg Glucofrangulin pro Tag gewonnen werden. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Gewinnung von technisch reinem Glucofrangulin aus Faulbaumrinde durch Extraktion und Isolierung unter Verwendung von Lösungsmittelgemischen, wobei aus getrockneter, durch langzeitiges <Desc/Clms Page number 4> Ablagern und/oder kurzfristiges Erhitzen vorbehandelter, feingemahlener Faulbaumrinde (Korngrösse vorzugsweise maximal 100 bis 150 pu) mit einer Wasser-Alkohol-Mischung Glucofrangulin-Rohextrakt gewonnen wird, aus dem Rohextrakt Eiweissstoffe, Harze, Gerbstoffe u.
    dgl schwer wasserlösliche Verunreinigungen mit Wasser ausgefällt und abfiltriert werden und aus dem Filtrat, gegebenenfalls nach Vorreinigung mit Methylenchlorid, mittels eines zweiphasigen Lösungsmittelsystems aus Butanol oder höherem Alkohol und Wasser, dessen eine Lösungsmittelphase-die Alkoholphase-aus Alkohol gesättigt mit Wasser und dessen andere Lösungsmittelphase-die wässerige Phase-aus Wasser gesättigt mit Alkohol besteht, das technisch reine Glucofrangulin durch multiplikatives Verteilen im Gegenstrom der beiden Lösungsmittelphasen isoliert wird nach Patent Nr.
    298668, da dur c h ge k e n n z e ich ne t, dass die beiden Lösungsmittelphasen im Gegenstrom durch einen Verteilungsabschnitt-den Glucofrangulinentnahmeabschnitt (V)-hindurchgeführt werden, dass in einem bezogen auf die Strömungsrichtung der wässerige Phase stromaufwärts des Glucofrangulinentnahmeabschnittes gelegenen ersten Einstellabschnitt (VIII) durch Zugabe einer Pufferlösung der pH-Wert beider Lösungsmittelphasen auf einen erste Wert und in einem bezogen auf die gleiche Strömungsrichtung stromabwärts dicht neben dem Glucofrangulinentnahmeabschnitt zweiten Einstellabschnitt (IV) durch Zugabe einer Pufferlösung der pH-Wert auf einen zweiten Wert eingestellt wird, wobei der erste Wert ein solcher ist,
    unter dem Glucofrangulin auf Grund seiner Löslichkeit bevorzugt in die wässerige Phase wandert und der zweite Wert ein solcher ist, unter dem Glucofrangulin auf Grund seiner Löslichkeit bevorzugt in die Alkoholphase wandert und dass in dem Glucofrangulinentnahmeabschnitt (V) mit Glucofrangulin angereicherte wässerige Phase entnommen wird, aus der dann das Glucofrangulin isoliert wird und dass wässerige Phase in einem stromabwärts des Glucofrangulinentnahmeabschnittes gelegenen Abschnitt (IV) nachgefüllt wird.
    EMI4.1 Einstellabschnitt (X), der, bezogen auf die Strömungsrichtung der wässerigen Phase, stromaufwärts des zweiten Einstellabschnittes (VIII) gelegen ist, durch Zugabe einer Pufferlösung der pro-vert auf einen dritten Wert eingestellt wird, unter dem Glucofrangulin auf Grund seiner Löslichkeit bevorzugt in die Alkoholphase wandert und dass in einem, bezogen auf die Strömungsrichtung der wässerigen Phase, stromabwärts des dritten Einstellabschnittes (X) und stromaufwärts des ersten Einstellabschnittes (VIII) gelegenen Entnahmeabschnitt (IX) die verunreinigte wässerige Phase entnommen und dass, bezogen auf die Strömungsrichtung der wässerigen Phase, unmittelbar stromabwärts davon Wasser nachgefüllt wird.
    EMI4.2 extrakt in einem, bezogen auf die Strömungsrichtung der wässerigen Phase, unmittelbar stromabwärts an den Glucofrangulinentnahmeabschnitt (V) angrenzenden Rohextraktzugabeabschnitt (IV) zugegeben wird. EMI4.3 Alkoholphase in dem, bezogen auf die Strömungsrichtung der Alkoholphase, stromabwärtigsten Abschnitt gewonnen und in den, bezogen auf die Strömungsrichtung der Alkoholphase, stromaufwärtigsten Abschnitt zurückgeführt wird.
AT555971A 1971-06-28 1971-06-28 Verfahren zur gewinnung von technisch reinem glucofrangulin aus faulbaumrinde AT323334B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT555971A AT323334B (de) 1971-06-28 1971-06-28 Verfahren zur gewinnung von technisch reinem glucofrangulin aus faulbaumrinde

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT555971A AT323334B (de) 1971-06-28 1971-06-28 Verfahren zur gewinnung von technisch reinem glucofrangulin aus faulbaumrinde

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT323334B true AT323334B (de) 1975-07-10

Family

ID=3577116

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT555971A AT323334B (de) 1971-06-28 1971-06-28 Verfahren zur gewinnung von technisch reinem glucofrangulin aus faulbaumrinde

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT323334B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US10016556B2 (en) 2013-04-29 2018-07-10 Smiths Medical Asd, Inc. Rotatable electrical connectors

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US10016556B2 (en) 2013-04-29 2018-07-10 Smiths Medical Asd, Inc. Rotatable electrical connectors

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3010040C2 (de) Verfahren zur Gewinnung von Rosmarinsäure aus Melisse
EP0550509B1 (de) Verfahren zur herstellung gereinigter glycolipide durch membrantrennverfahren
AT323334B (de) Verfahren zur gewinnung von technisch reinem glucofrangulin aus faulbaumrinde
DE2937551A1 (de) Verfahren zur entfernung der kaliumsalze aus nebenprodukten der alkoholherstellung
DE1146060B (de) Verfahren zur Gewinnung von 6-Aminopenicillansaeure aus ihren waessrigen Loesungen
DE2131415C3 (de) Verfahren zur Gewinnung von technisch reinem Ghicofrangulin aus Faulbaumrinde
EP0294410A1 (de) Verfahren zur anreicherung und/oder isolierung von herzglykosiden unter verwendung unpolarer adsorberharze.
DE2826120A1 (de) Verfahren zur gewinnung von xylit aus endsirupen der xylitkristallisation
CH653339A5 (de) Verfahren zur gewinnung von laxativen verbindungen aus sennadroge.
DE1923082A1 (de) Verfahren zur Ge? von die Zellstruktur und den Zy? stabilisierenden Polyhydroxyphenylchromonen
CH649543A5 (de) Verfahren zur isolierung von (+)-usninsaeure aus usnea barbata l.
DE2646545B2 (de) Verfahren zur Gewinnung von Aristolochiasäuren
AT112461B (de) Verfahren zur Extraktion und Ausscheidung von Weinsäure aus ihren Rohstoffen.
CH374451A (de) Verfahren zur Anreicherung von Kanamycin aus verdünnten wässrigen Lösungen
DE862603C (de) Verfahren zur Reingewinnung von Sitosterin und Wachsalkoholen aus Rohsitosterin
DE946005C (de) Verfahren zur Gewinnung von Vitamin B und anderen LLD- und APF-aktiven Substanzen
DE2436479A1 (de) Verfahren zur reinigung von steroidheterosiden
DE961565C (de) Verfahren zur Gewinnung von Vitamin B
DE830825C (de) Verfahren zur Herstellung von reinem Rutin
AT202712B (de) Verfahren zur Gewinnung von Alkaloiden
DE605175C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen, physiologisch wirksamen Stoffen
DE304306C (de)
DE662219C (de) Verfahren zur Herstellung eines zur Behandlung von Bronchialasthma und Emphysem geeigneten Arzneimittels
DE2141410A1 (de) Verfahren zur herstellung von digitonin
DE1055178B (de) Verfahren zur Isolierung von Oxyphenylbenzo-gamma-pyronderivaten aus Weissdorn

Legal Events

Date Code Title Description
ELJ Ceased due to non-payment of the annual fee