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Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Herstellung eines durchgehenden Kanals in einem in einer Form gebildeten Körper aus Beton, die einen hohlen, allseitig umschlossenen, unter der Wirkung eines Druckmediums in Querrichtung verformbaren Kern und mindestens eine Entwässerungsvorrichtung aufweist, deren zum Kanal parallele, mit Öffnungen versehene Wände mit einem Filter abgedeckt sind, wobei der Kern aus einem unverformbaren, hohlzylindrischen, mit einer Zuleitung für das Druckmedium versehenen Behälter und einer elastischen, die der Kanalwand des Betonkörpers zugewendeten, mit Öffnungen versehenen Behälterwände umschliessenden und mit den Enden des Behälters dicht verbundenen Hülle besteht.
In der brit. Patentschrift Nr. 713, 969 ist ein Entwässerungselement beschrieben, das ein allseitig umschlossenes Rohr aufweist, in dessen Hohlraum ein aus Metall bestehender und mit Perforationen versehener Kern angeordnet ist.
Die äussere Zylinderfläche des Rohres ist von einem Filter umgeben, wobei gegebenenfalls zwischen dem Filter und der äusseren Zylinderfläche des Rohres in der Längsrichtung Drahtstäbe angeordnet sind.
Diese bekannte Entwässerungseinrichtung wird bei Inbetriebnahme in die Ausnehmungen der Seitenwände der Form eingesetzt, wodurch eine Verbiegung des Kernes verhindert wird. Ferner ist die Wandstärke des Rohres relativ dick, wodurch ein grosser Druck zur Aufblasung der Entwässerungseinrichtung erforderlich ist.
Aus der franz. Patentschrift Nr. 1. 100. 126 ist eine Einrichtung bekannt, die über den Kernmantel biegungssteife, mit dem Kern elastisch verbundene Entwässerungsvorrichtungen aufweist. Bei dieser bekannten Einrichtung besteht der Kern zur Gänze aus elastischem Material. Damit dieser Kern aus dem erhärteten Betonkörper ohne Schwierigkeiten herausgezogen werden kann, muss dieser in der Form in einer gestreckten Lage mit gerader Längsachse während des Einbringens des Betons gehalten werden.
Die um den äusseren Kernmantel angeordneten und als Entwässerungsvorrichtung dienenden Rohre sind nur entlang einer ihrer Erzeugenden mit Löchern versehen. Beim Zusammenbau dieser Einrichtung muss darauf geachtet werden, dass die Löcher für das abzusaugende Wasser genau diametral zur Berührungslinie des Rohres mit dem äusseren Kernmantel liegen. Ein Verdrehen der Entwässerungsrohre um ihre Längsachse würde ein schlechtes Absaugen des Wassers aus dem Beton bewirken, da die Löcher durch die nebenliegenden Rohre verdeckt sein konnten.
Diese Entwässerungsrohre können jedoch nur entlang einer Erzeugenden mit Löchern versehen sein, da sonst das abzusaugende Wasser bei horizontalem Gebrauch der Entwässerungseinrichtung in die darunter befindlichen Rohre abfliessen würde. In diesen Rohren würde sich dann ein Stau des Wassers bilden und eine rasche Entwässerung des Betons wäre nicht gewährleistet.
Die erfindungsgemässe Einrichtung zielt darauf ab, eine rasche und sichere Entwässerung in einem Formkasten zu gewährleisten, der keiner besonderen Ausgestaltungen bedarf.
Die erfindungsgemässe Einrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass an mindestens zwei gegenüberliegenden Seiten des Kernes Entwässerungsvorrichtungen angeordnet sind, und dass der Behälter mit den Entwässerungsvorrichtungen elastisch verbunden ist und die Entwässerungsvorrichtungen einen sichelförmigen Querschnitt besitzen, wobei deren an dem Behälter des Kernes anliegenden Wände den gleichen Krümmungsradius wie die Behälterwand aufweisen.
Die erfindungsgemässe Einrichtung kann zur Herstellung von Hohlkern-Körpern, wie etwa Wandelemente, Boden-oder Dachelemente, Säulen, Treppen oder andern Teilen, dienen und weist eine geringe Leerzeit auf, da sie rasch zusammengebaut werden kann.
Ausserdem gewährleisten die erfindungsgemässen Entwässerungselemente ein rasches und sicheres Absaugen des Wassers, da über die dem Beton zugewendete Fläche der Entwässerungselemente nicht nur entlang einer Erzeugenden Löcher zum Absaugen des Wassers vorgesehen sind.
Bei einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung weist jede Entwässerungsvorrichtung an einer Stirnseite einen Schlitz zum Einschieben einer auf die Innenseite der am Kern anliegenden Wand einwirkenden Blattfeder auf, die mittels eines in eine Öffnung einer auf das Zuleitungsrohr des Kernes aufgeschobenen Platte eingeschobenen Keiles festgeklemmt ist.
Durch diese besondere Ausgestaltung der Erfindung ist ein rascher Zusammenbau der Einrichtung gewährleistet. Ferner wird auch das Zerlegen der Einrichtung beschleunigt.
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Die Kernform--23--nach Fig. l ist im wesentlichen zylindrisch gestaltet. Sie ist von einer undurchlässigen, flexiblen Hülle--32--umgeben, und die Leitung--33--kann mit einer Druckquelle mit flüssigem oder gasförmigem Medium verbunden werden.
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--52-- aufJede Hälfte --52-- hat eine innere Wand-53-mit einer Krümmung ähnlich der Krümmung der Form-23--.
Eine gekrümmte äussere Wand--54--mit einem kleineren Radius als die Wand--53--ist an den Rändern der inneren Wand wie bei --55-- angebracht, beispielsweise durch Schweissen od. dgl., so dass eine längsliche Kammer--55--zwischen der inneren und äusseren Wand entsteht, Die Enden--56 und 57-sind abgeschlossen und Drainageleitungen--59--gehen durch die Endwände --57-- und grenzen an die untere Seite an, so dass Wasser durch einfache Gravitation abfliessen kann oder aber durch Vakuum abgesaugt wird.
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und- abgeht und die Hälften --52-- sind locker mit dieser Endplatte durch Leitungen-59- verbunden, die durch Öffnungen der Endplatte hindurchgehen und durch Federstifte oder Klips--65--in kreisrunden Vertiefungen --66-- der Leitungen --59-- gemäss Fig.3A gesichert sind.
Die Blattfedern --62-- sind an den Enden --67-- nach innen gebogen und greifen in Öffnungen - 68-- der Endplatte --63-- ein. Keile --69-- werden daraufhin in die Öffnungen geschlagen, um auf diese Weise die Blattfedern --62-- innen zu halten, so dass die innen abgebogenen Enden-67-die inneren gekrümmten Wände-57-der Hälften-52-berühren und sie in enge Kontaktstellung mit der flexiblen Hülle --32-- nach Fig.3 zwingen, Wird die Hülle aufgeblasen, dann werden die Hälften nach aussen bewegt, wobei die Hälften immer noch in engen Kontakt mit der Hülle durch die Federn --62-- gehalten werden.
Fig. 4 zeigt eine Variante, bei der der Querschnitt der Hälften --52-- grössere Krümmungsunterschiede aufweist als bei Fig. l und sich somit für diesen Teil eine ovale Gesamtform im Querschnitt ergibt.
Wenn die Hälften-52-in engem Kontakt mit den Formkernen-23-gehalten werden, ergibt sich eine Krag-Unterstützung für die Hälften und verhindert eine Verformung durch den Druck des Betons während des Formvorganges.
Es ist ferner zu bemerken, dass sich der Querschnitt der Kombination von Formkern --23-- und Entwässerungseinrichtung-28A-von der Endplatte --63-- ausgehend zum entfernten Ende hin verjüngt, so dass das Entfernen erleichtert ist, sobald der Beton verfestigt und das Wasser entzogen ist. Diese Entwässerungseinrichtungen können nicht mehr durch den Druck des sie umgebenden Betons verbogen werden.
Es ist selbstverständlich, dass jede gewünschte Form gegossen werden kann, die nur von der Gestalt der Giessform abhängt, obwohl in den gezeigten Ausführungsbeispielen nur im wesentlichen rechteckige Betonplatten u. dgl. erwähnt sind.
Verschiedene Abwandlungen können kunstruiert oder ausgeführt werden, ohne den Bereich der Erfindung zu überschreiten.
PATENTANSPRüCHE : 1. Einrichtung zur Herstellung eines durchgehenden Kanals in einem in einer Form gebildeten Körper aus Beton, die einen hohlen, allseitig umschlossenen, unter der Wirkung eines Druckmediums in Querrichtung verformbaren Kern und mindestens eine Entwässerungsvorrichtung aufweist, deren Kanal parallele, mit Öffnungen versehene Wände mit einem Filter abgedeckt sind, wobei der Kern aus einem unverformbaren, hohlzylindrischen, mit einer Zuleitung für das Druckmedium versehenen Behälter und einer elastischen, die der Kanalwand des Betonkörpers zugewendeten, mit Öffnungen versehenen Behälterwände umschliessenden und mit
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mindestens zwei gegenüberliegenden Seiten des Kernes Entwässerungsvorrichtungen (28 bzw.
52) angeordnet sind, und dass der Behälter mit den Entwässerungsvorrichtungen (52) elastisch verbunden ist und die Entwässerungsvorrichtungen einen sichelförmigen Querschnitt besitzen, wobei deren an dem Behälter anliegenden Wände den gleichen Krümmungsradius wie die Behälterwand aufweisen.
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