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Die Erfindung bezieht sich auf eine Halterung einer in der Beckenablaufnabe eines Waschtisches, Bidets, Urinals, einer Badewanne od. dgl. sanitären Apparates lösbar angeordneten, leicht reinigbaren Ablaufventilbüchse mit einer elastischen Dichtung zwischen der Ablaufventilbüchse und der Wandung der Beckenablaufnabe.
Bei einer bekannten Anordnung (deutsche Gebrauchsmusterschrift 1659937) ist eine im wesentlichen zylindrisch gestaltete Ablaufventilbüchse von einem horizontal gehaltenen Greifbolzen durchdrungen, welcher mit zwei in der Beckenablaufnabe vorgesehenen Nuten einen Bajonettverschluss bildet. Die Ablaufventilbüchse wird von oben eingesetzt und ist lösbar angeordnet.
Gemäss einer abgewandelten Ausführung (deutsche Gebrauchsmusterschrift 1837089) gibt es bereits Waschbecken mit einem exzenterbetätigten Plunger, wobei die Plungerstange in einer Gewindehülse geführt ist, die mittig an einem Quersteg angeordnet ist, derart, dass die beiden Arme des Quersteges in der Beckenablaufnabe bajonettverschlussartig gehalten und durch eine auf die Gewindehülse aufgeschraubte Mutter mit radialen Armen und einem daran befestigten Pressring gesichert sind, der sich von unten an einem Absatz in der Beckenablaufnabe abstützt. Der Quersteg wird von unten eingeführt.
Weiterhin sind Anordnungen bekannt (deutsche Gebrauchsmusterschrift 1897396), bei denen die Beckenablaufnabe in ihren Wandungen mit zwei senkrechten, in die Waagrechte übergehenden Nuten zum Einführen eines angeformte Zapfen aufweisenden Gewinderinges oder eines Haltesteges mit einer Gewindebohrung versehen ist. Die Ablaufventilbüchse wird von oben eingesetzt und ebenfalls durch eine Art Bajonettverschluss befestigt. Die Abdichtung erfolgt hier mittels eines Kittes, der zwischen dem Kelch der Ablaufventilbüchse und dem Rand der Beckenablaufnabe vorgesehen ist.
Anordnungen mit einer bajonettverschlussartigen Befestigung der Ablaufventilbüchse haben fertigungstechnische Nachteile. Die Einarbeitung der Schlitze ist verhältnismässig kostspielig und erfordert eine besondere Sorgfalt. Zudem können keine handelsüblichen Ablaufventilbüchsen Verwendung finden, da für die Befestigung der Körper z. B. die genannten Gewinderinge oder Haltestege erforderlich sind, was naturgemäss eine weitere Erhöhung der Fertigungskosten zur Folge hat. Ausserdem ist die Montage und Demontage der Ablaufventilbüchsen etwas umständlich.
Ferner gibt es bereits Anordnungen, bei denen eine handelsübliche Ablaufventilbüchse einfach mittels eines Kittes in der Beckenablaufnabe gehalten ist. Der Kitt befindet sich zwischen dem Kelch der Ablaufventilbüchse und dem Öffnungsrand der Beckenablaufnabe. Er dient also gleichzeitig zur Befestigung und Abdichtung.
In der Praxis hat es sich jedoch gezeigt, dass diese an sich bewährte Ausführung nicht immer den an sich gestellten Anforderungen gerecht wird. So kann es bei mangelnder Sorgfalt in der Fertigung vorkommen, dass sich im Laufe der Zeit an der Beckenablaufnabe und/oder im Kitt Risse bilden, was auf die unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten der verwendeten Materialien zurückzuführen ist. Derartige Risse können auch bei bajonettverschlussartig befestigten und mittels Kitt gegenüber der Beckenablaufnabe abgedichteten Ablaufventilbüchsen entstehen.
Ein weiterer, wesentlicher Nachteil bei Ausführungen mit einer Kittverbindung ist darin zu sehen, dass die Verbindung zerstört werden muss, wenn die Ablaufventilbüchse entfernt werden soll. Ein schnelles und leichtes Entfernen der Ablaufventilbüchse ist jedoch unter hygienischen Gesichtspunkten von einer ganz erheblichen Bedeutung, besonders in Kliniken mit sehr Anfälligen, wie Verbrennungsverletzten, Säuglingen, oder stark Resistenzgeminderten. Diese Personen dürfen nur dann gebadet werden, wenn die Gewissheit besteht, dass der Badewanneninhalt über mehrere Stunden frei von bestimmten Bakterien bleibt, die u. a. in den Abflusssystemen sanitärer Apparate auftreten. Die Geruchverschlüsse müssen regelmässig mit Rohrreinigungsmittel entschlammt und allabendlich mit einem Desinfektionsmittel gefüllt werden.
Es stellt sich daher die Forderung, sanitäre Apparate der zur Rede stehenden Art so zu konstruieren bzw. deren Abflusssysteme so zu bauen, dass sie schnell und leicht desinfiziert werden können.
In der Regel werden z. B. Waschbecken für Kliniken mit einem angeformten Geruchverschluss ohne untere Reinigungsöffnung ausgerüstet, um von Ecken freie, leicht zu reinigende Oberflächen zu haben. Eine Desinfektion kann also bei derartigen Ausführungen nur von oben durchgeführt werden. Für eine einwandfreie Desinfektion sind jedoch fest eingekittete Ablaufventilbüchsen verständlicherweise schlecht geeignet, da der zwischen diesen und der Wandung der Beckenablaufnabe befindliche Raum praktisch nicht zugänglich ist und somit eine besondere Brutstätte für Bakterien darstellt.
Der Forderung nach einer ständigen Verbesserung der hygienischen Verhältnisse auf dem einschlägigen Sanitärsektor werden daher solche Ablaufventilbüchsen weitaus eher gerecht, die leicht entfernbar in der Beckenablaufnabe angeordnet sind.
Es sind bereits Waschtische mit angeformten Geruchverschlüssen bekannt (deutsche Offenlegungsschrift 1658197), bei denen die Ablaufventilbüchse gegenüber der Beckenablaufnabe mittels einer durch eine Schraubverbindung spannbaren, elastischen Quetschmanschette abgedichtet und lösbar befestigt ist. Für den Quetschvorgang muss das Ablaufventil mit gegeneinander und/oder radial bewegbaren Spannelementen versehen sein.
Eine solche Ausführung ist relativ kompliziert und auf Grund der notwendigen Spezialteile kostspielig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorstehenden Mängel zu beseitigen und eine Anordnung der
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eingangs genannten Art zu schaffen, die mit sehr einfachen Mitteln eine sichere Wirkungsweise gewährleistet.
Erreicht ist dieses Ziel in vorteilhafter Weise im wesentlichen dadurch, dass die Dichtung als zylindrische, mit glatten Wandungen versehene Hülse ausgebildet ist, deren Innendurchmesser kleiner als der Aussendurchmesser des als zylindrische Hülse mit glatter Aussenwandung ausgebildete Ventilbüchse und deren Aussendurchmesser grösser als der Durchmesser der Beckenablaufnabe sind.
Es versteht sich von selbst, dass die Ablaufventilbüchse sehr leicht und schnell entfernt (gegebenenfalls mit Hilfe eines kleinen, an einen Siebdeckel oder den unteren Rand der Ablaufventilbüchse angreifenden Werkzeuges) und wieder eingesetzt werden kann.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand an Hand eines Ausführungsbeispieles dargestellt. Die Zeichnung zeigt ihn in Verbindung mit einem keramischen Röhren-Geruchverschluss.
Darin ist mit-l-der Geruchverschluss bezeichnet. In der Beckenablaufnabe--2-, welche in den Geruchverschluss--l--übergeht, befindet sich eine handelsübliche Ablaufventilbüchse--3--, die mit einer elastischen Dichtung in Form einer Manschette --4-- versehen ist, deren Innendurchmesser kleiner als der Aussendurchmesser des als zylindrische Hülse mit glatter Aussenwandung ausgebildete Ventilbüchse und deren Aussendurchmesser grösser als der Durchmesser der Beckenablaufnabe--2--sind.
Die Manschette--4-- sorgt so gleichzeitig für eine ausreichende Befestigung der Ablaufventilbüchse --3-- in der Beckenablaufnabe --2--. Falls gewünscht, kann die Ventilbüchse --3-- mit Hilfe eines kleinen Werkzeuges--5--entfernt werden. Wie ersichtlich, greift das Werkzeug --5-- an den unteren Rand der Ventilbüchse--3--an.
Wie bereits erwähnt, ist die dargestellte und beschriebene Ausführung nur ein Beispiel zur Verwirklichung der Erfindung, und diese ist nicht darauf beschränkt, vielmehr sind im Rahmen des erfindungsgemässen Grundgedankens insbesondere hinsichtlich der Gestaltung und Anordnung der elastischen Dichtung auch noch andere Möglichkeiten gegeben. So könnte die Manschette aussen z. B. mit einem Rippenprofil versehen sein.