<Desc/Clms Page number 1>
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein rohrförmiger Stahlmast für Bauaufzüge kleineren Ausmasses mit beiderseits angebrachten Laufschienen für die Räder des Aufzugkarrens. Die bisher bekannten Rohrmaste boten teils nur zwei Rädern eines Aufzugkarrens eine geeignete Lauffläche, teils hatten sie einen verhältnismässig komplizierten Aufbau, so dass die Herstellung hohe Kosten verursacht, oder sie besitzen ein Gewicht, welches bei grösserer Länge ein Hindernis für den Transport darstellt.
Der den Gegenstand der Erfindung bildende Stahlmast für Bauaufzüge zeichnet sich durch eine wesentlich einfachere und billigere Herstellung sowie durch geringeres Gewicht bei Vorhandensein von vier Laufflächen für die Räder des Aufzugkarrens aus. Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass der Stahlmast aus einem im Umfangsrichtung einteiligen oder aus zwei oder mehreren Teilen zusammengeschweissten, an sich bekannten Stahlblechrohr mit annähernd dreieckigem, trapezförmigem oder rechteckigem Querschnitt besteht, wobei an der zur Anbringung des Aufzugkarrens dienenden ebenflächigen Vorderseite an den sie begrenzenden Kanten über den Rohrquerschnitt ausragende Laufschienen für je ein Räderpaar des Aufzugkarrens angebracht sind.
Vorzugsweise besteht der Stahlmast aus zwei zusammengeschweissten Stahlblechen, von denen das eine die Vorderseite des Querschnittvieleckes bildet und an seinen beiden Längsrändern U-förmig umgebogen ist, um so die Laufschienen für die Räder des Aufzugkarrens zu bilden, und der zweite Teil nach den übrigen zwei oder drei Seiten der Querschnittsfigur gebogen ist. Ein auf diese Weise hergestellter Stahlmast besitzt gegenüber den bisher bekannten Bauarten solcher Maste den Vorteil eines geringeren Arbeitsaufwandes und damit auch geringerer Herstellungskosten sowie den eines wesentlich herabgesetzten Gewichtes bei gleicher Festigkeit.
Nachstehend ist an Hand der Zeichnungen ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Stahlmastes näher erläutert. Fig. 1 zeigt den Stahlmast im Querschnitt mit daran angebrachtem Aufzugkarren, Fig. 2 eine Verbindungsstelle zweier Masten im Aufriss, Fig. 3 und 4 zeigen Varianten des Querschnittes eines solchen Aufzugmastes im Schema.
Der in Fig. 1 dargestellte Mast besitzt annähernd trapezförmigen Querschnitt. Er besteht aus einem ersten
EMI1.1
2'--aufweist,--4, 4'--mit dem Stahlblechteil-l-verschweisst. Er wird bei der Herstellung des Mastes in der Längsrichtung in den Teil--l--eingeschoben, u. zw. so, dass seine Schenkelenden dort, wo die U-förmigen Abbiegungen--2 bzw. 2'--an den Teil--l--angesetzt sind, auf die ebene Fläche des Teiles--l-- stossen.
EMI1.2
beiden Seiten der Laufschienen--2, 2'--des Mastes laufen.
Zur Herstellung eines solchen Stahlmastes geht man vorzugsweise wie folgt vor. Aus einer grossen Stahlblechtafel werden Streifen in entsprechender Breite ausgeschnitten und zwecks Verringerung des Gewichtes an passenden Öffnungen--10--ausgestanzt. Weitere öffnungen welche an die Schmalseite des Trapezes zu liegen kommen, dienen zur eventuellen Befestigung des Mastes an einem bestehenden Gebäude. Am Teil-l-werden die beiden Randteile in U-Form umgebogen, mit einem Abstand der Schenkel von zirka 10 mm, je nach der Stärke des Stahlmastes. Der Blechteil--3--wird an zwei Stellen mit einem Winkel von 640 abgebogen, so dass er die dargestellte Rinnenform erhält.
Ferner werden zwischen den Öffnungen--10-- querliegende Versteifungsrippen (nicht gezeichnet) mittels Exzenterpresse eingepresst, um die Steifigkeit zu erhöhen. Nun wird der Mastteil--3--in der Längsrichtung auf den Mastteil--l--aufgeschoben, worauf dann die Verschweissung an den Stellen--4, 4'--erfolgen kann.
Bis zu einer Länge von etwa 6 m wird ein solcher Mast aus einem einzigen Stück hergestellt. Wenn, wie meistens, diese Länge für den Bauaufzug nicht ausreicht, können zwei oder drei derartige Maste miteinander in der Längsrichtung verbunden werden. Zu diesem Zweck werden an den Stossenden auf jeder der drei Seiten
EMI1.3
Verlängerung sich gegenüber jenen des ersten Mastes verschieben können.
Bei der abgeänderten Ausführungsform nach Fig. 3 ist der Stahlmast --21-- aus einem einzigen Blechstreifen, welcher annähernd in die Form eines Dreieckes gebogen ist, hergestellt. An der Basis des Dreieckes sind wieder beiderseits die U-förmigen Ausbiegungen-22, 22'-zu sehen, welche als Laufflächen für die Räder des Aufzugkarrens dienen. An der gleichen Seite, in der Mitte zwischen den beiden U-förmigen Ausbiegungen sind die Stosskanten mittels einer Schweissnaht verbunden.
Bei einer weiteren Ausführungsform, gemäss Fig. 4, hat der Mast im wesentlichen rechteckigen Querschnitt und besteht aus zwei Blechteilen-31, 33-, von denen der eine Teil wieder mit den U-förmigen Ausbiegungen-32, 32'-an den Enden versehen ist, während der zweite Teil die Form einer rechteckigen Rinne besitzt und auf den Teil-l-aufgeschoben bzw. mit diesem verschweisst ist.
Eine weitere nicht dargestellte Ausführungsform besteht aus einem Stahlblechrohr, welches von seiner
<Desc/Clms Page number 2>
runden Anfangsform in die trapezförmige, dreieckige oder rechteckige Form mit vorspringenden Teilen für die Führung der Laufräder gebogen ist. Eine solche Ausführungsform kann nur auf einer Spezialmaschine hergestellt werden und wird sich wirtschaftlich nur rechtfertigen, wenn eine Grossserie solcher Masten herzustellen ist.
Die Führungslaufflächen können ebensogut auch eine andere Form besitzen, als die dargestellte U-Form.
Zum Beispiel können sie mehr oval oder trapezförmig sein bzw. eine Dreiecksform erhalten, wobei dann auch die Umfangsflächen der Laufräder des Aufzugkarrens entsprechend gestaltet sein müssen.
Ein solcher Stahlmast wird vorzugsweise auf einem kleinen Fahrgestell montiert und auf diesem transportiert und kann sowohl während des Betriebes auf diesem Fahrgestell verbleiben, als auch ohne Transportwagen an einem bestehenden Bau angelehnt und daran befestigt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Rohrförmiger Stahlmast für Bauaufzüge mit beiderseits angebrachten Laufschienen für die Räder des
EMI2.1
zwei oder mehr Teilen zusammengeschweissten, an sich bekannten Stahlblechrohr mit annähernd dreieckigem, trapezförmigem oder rechteckigem Querschnitt besteht, wobei an der zur Anbringung des Aufzugskarrens dienenden ebenflächigen Vorderseite an den sie begrenzenden Kanten über den Rohrquerschnitt ausragende Laufschienen (2,2') für je ein Räderpaar des Aufzugkarrens angebracht sind.
EMI2.2