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Das Stammpatent Nr. 297751 betrifft eine Lichtsetzmaschine mit einer umlaufenden, auf einem Schlitten gelagerten Matrize, auf der zu setzende Zeichen wenigstens in einer Reihe angeordnet sind, die beim Umlauf der Matrize den Strahlengang einer Projektionseinrichtung schneidet, wobei der Schlitten parallel zur Zeilenrichtung verschiebbar angeordnet und zu dieser Bewegung ein Schrittantrieb vorgesehen ist, durch den der Schlitten in der Breite der zu projizierenden Zeichen entsprechenden Schritten weiterbewegbar ist, und dass zur Änderung der Abbildungsgrösse die Brennweite des Objektivs der Projektionseinrichtung veränderbar oder das Objektiv in unterschiedlichen Entfernungen von der lichtempfindlichen Fläche anordbar ist.
Durch die Erfindung sollen Probleme gelöst werden, die bei Lichtsetzmaschinen der durch das Stammpatent geschützten Art bei Änderung des Abbildungsmassstabes auftreten. Bei Übergang von einem Alphabet bestimmter Schriftgrösse (eines bestimmten Kegels) auf das gleiche Alphabet einer andern Schriftgrösse (eines andern Kegels) tritt eine Verschiebung zwischen einander entsprechenden Punkten der gleichen Zeichen auf, da das Zeichen (z. B. der Buchstabe M) verschiedene absolute Breiten besitzt. Diese Verschiebung würde dazu führen, dass an den Zeilenanfängen, wenn dort Lettern desselben Alphabets, jedoch von unterschiedlicher Dickte gesetzt werden, Ein- bzw. Vorsprünge auftreten würden.
Diese Unzukömmlichkeit zu vermeiden, ist eines der Ziele der Erfindung. Erreicht wird dies, wenn gemäss der Erfindung eine Korrekturvorrichtung vorgesehen ist, durch die an den Schrittmotor bei Änderung des Abbildungsmassstabes ein Schaltimpuls abgebbar ist, durch den der Schlitten um einen der Änderung des Abbildungsmassstabes proportionalen Schaltschritt weiterbewegbar ist. Durch die erfindungsgemässe Ausgestaltung gelingt es, dass in einem Schriftsatz mit Lettern unterschiedlicher Dickte, die Zeilenanfänge auch dann fluchten, wenn an den Zeilenanfängen Lettern verschiedener Dickte auftreten. Je nach Satzart können jedoch auch die Satzenden in Flucht gebracht werden.
In weiterbildung der Erfindung weist die Korrekturvorrichtung auf dem Objektivträger befestigte Kontaktbürsten und ein damit zusammenarbeitendes, ortsfest angeordnetes Codefeld auf, das in die Anfangslage des Schlittens der Matrize festliegenden Stromkreisen eingebaut ist. Diese Ausführungsform der erfindungsgemässen Lichtsetzmaschine eignet sich vor allem, wenn ein in Richtung der optischen Achse des Objektivs verschiebbarer Objektivträger verwendet wird.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 in perspektivischer Ansicht die erfindungsgemässe Lichtsetzmaschine, Fig. 2 einen teilweisen Schnitt nach Linie 2-2 der Fig. 1, Fig. 3 eine Draufsicht auf die in Fig. 2 dargestellten Bauteile, Fig. 4 eine Vorderansicht der in Fig. 2 dargestellten Bauteile, Fig. 5 eine vergrösserte schematische Ansicht eines Teiles der Matrizenscheibe, Fig. 6 eine vereinfachte perspektivische Darstellung der Funktion der erfindungsgemässen Lichtsetzmaschine, Fig. 7 einen Grundriss einer vereinfachten Darstellung der Funktionsprinzipien der erfindungsgemässen Lichtsetzmaschine, Fig. 8 eine Matrizenscheibe in Ansicht, Fig. 9 einen teilweisen Schnitt vom Antrieb der Matrizenscheibe, Fig.
10 die in Fig. 9 dargestellten Teile in Seitenansicht, Fig.11 einen Grundriss der
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eine Ansicht von auf einen Film projizierten Lettern, die zur Erklärung von durch die Erfindung gelösten Problemen dient, Fig. 14 einen teilweisen Schnitt nach der Linie 14-14 der Fig. 2, Fig. 15 einen Schnitt nach 15-15 der Fig. 5, Fig. 16 einen Schnitt nach Linie 16-16 der Fig. 5 und Fig. 17 ein Blockdiagramm der Steuerschaltung der erfindungsgemässen Lichtsetzmaschine.
Die erfindungsgemässe Lichtsetzmaschine--30-- (Fig. l) arbeitet mit einem Lochstreifen--32-zusammen. Dieser Lochstreifen enthäld Coden, die jede zu setzende Letter bezeichnen, die das Ende einer Letternzeile anzeigen und die für die Anhaltestellen für das Setzen erforderlich sind. Nachdem die Steuerung
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dadurch ein vollständiger Satz gespeichert wird. Der Setzer nimmt dann den belichteten Film aus dem Filmmagazin-38--, das sich im oberen Teil der Maschine --30-- befindet. Daraufhin wird der Film entwickelt.
Man verwendet den entwickelten Film, um Druckplatten herzustellen, mit denen Zeitungen, Zeitschriften und Bücher gedruckt werden.
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insbesondere in Fig. 5 dargestellt ist, besitzt eine für Licht undurchlässige Matrize --48-- eine Anzahl von konzentrischen Kreisen--41, 43, 45--, in denen transparente Lettern--47, 49 und 51--angeordnet sind. Die sich auf jedem Kreis befindenden Lettern haben vorzugsweise gleichen Schriftgrad, beispielsweise Antiqua oder alle Kursiv usw. Wenn man eine Letternart zu verwenden wünscht, die sich nicht auf der Matrize-48-befindet, kann diese in kurzer Zeit durch eine andere Matrize ersetzt werden, die die gewünschten Lettern
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Die Matrize --48-- dreht sich ständig und führt die Lettern in einem der konzentrischen Kreise - -41, 43 oder 45--in eine durch die Öffnung --61-- eines Verschlusses --63-- definierte Projektionsstellung (Fig. 5). Die Blitzröhre --52-- sendet Lichtblitze durch die Öffnung --61-- in dem Augenblick, in dem sich die zu setzende Letter genau vor dieser Öffnung befindet. Die Lichtstrahlen gehen, wie in Fig. 2 durch die Linie --72-- angedeutet, durch das Objektiv-54-, werden von den Spiegeln-56, 58 und 60-- reflektiert und gelangen dann auf den Film-62-, wo die projizierte Letter gespeichert wird. Die Betriebsweise der Blitzröhre --52-- ist praktisch die gleiche, wie sie in der franz.
Patentschrift Nr. 1. 066. 274 beschrieben ist.
Die Matrize --48-- ist derart angeordnet, dass sie sich auf einem Matrizenschlitten --74-- (Fig.4) drehen kann. Auf diesem Schlitten --74-- sind die Blitzröhre --52-- und der Verschlu# --63-- angeordnet. Wenn sich die Matrize-48--dreht, verschiebt sich der Schlitten --74-- horizontal nach jedem Lichtblitz um einen Schritt, dessen Länge gleich der Dickte der folgenden zu setzenden Letter ist. Bei einem Wortzwischenraum verschiebt sich der Schlitten um eine Länge, die durch die elektrische Steuereinrichtung --40-- berechnet worden ist, um eine ausgeschlossene Zeile zu erhalten.
Obgleich der Schlitten im vorhergehenden in der gewählten Ausführungsform derart beschrieben wurde, dass er sich entsprechend der Dickte der folgenden zu setzenden Letter verschiebt, ist zu bemerken, dass er sich in einer andern Ausführungsform um die Dickte einer vorhergehend gesetzten Letter nach jedem Lichtblitz verschieben könnte.
Selbsttätig wirkende Antriebe für den Filmvorschub bekannter Art sorgen für den Weitertransport des Films nach dem Setzen einer Zeile.
In dem in den Fig. 1 bis 5 dargestellten Ausführungsbeispiel erhält man Änderungen der Dickte der Lettern auf dem Film--62-, indem der Abstand zwischen dem Objektiv --54-- und der Matrize --48-geändert wird. Das heisst, das Objektiv --54-- wird, bezogen auf die Darstellung in Fig. 2, entweder nach links oder nach rechts bewegt, so dass sich die Vergrösserung und damit die Dickte der Letter auf dem Film ändert.
Jedesmal, wenn das Objektiv --54-- nach links oder nach rechts bewegt wird, verschiebt sich sein Brennpunkt. Demzufolge müssen für jede Verschiebung des Objektivs --54-- die Spiegel --56 und 58--
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erhalten. Dies vereinfacht die optische Vorrichtung beträchtlich.
Bevor das optische System im einzelnen beschrieben wird, sollen seine Funktionsprinzipien erläutert werden. In Fig. 6 sind die Matrize --48-- und die Blitzröhre-52-dargestellt. Sie können längs der Achse - verschoben werden, die parallel zur Achse-X-X'-liegt, welche die Grundlinie einer Letternzeile auf dem Film --62-- darstellt. Die in der Matrize-48--gewählten Lettern werden über ein Objektiv oder ein System fester Linsen --80-- auf den Film --62-- projiziert, der beim Setzen einer Zeile ebenfalls nicht bewegt wird.
In Fig. 6 wurde angenommen, dass die in nicht unterbrochenen Linien dargestellte Matrize-48-längs der Achse--Y-Y'--in eine für die Projektion der ersten Letter der Textzeile der Länge--L-- passende Stellung geschoben wurde. Die erste zu projizierende Letter ist bei--82--auf der Matrize dargestellt. Ihr Bild liegt im Punkt-84--des Films am Beginn der Zeile. Wenn der Schlitten um eine Strecke - d-- verschoben wird, befindet sich die Matrize--48--in der in unterbrochener Linie dargestellten Projektionsstellung. Die Stellung der projizierten Lettern wurde, wie dargestellt, ebenfalls geändert, um in die mit --86-- bezeichnete Stellung zu gelangen.
Es ist leicht erkennbar, dass die Strecke--L--, auf der sich die Stellung des Bildes auf dem Film--62--verschiebt, wenn sich die Matrizenscheibe --48-- um eine
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oder Verkleinerungsfaktor des optischen Systems geregelt wird, ohne dass es nötig ist, die Bewegung der Matrize zu ändern. Das vorstehend beschriebene Hauptprinzip wird als optisches Verhältnis bezeichnet. Dafür, dass sich die lineare Bewegung der Matrize nicht ändern muss, um einen Abstand der Lettern zu ergeben, wenn die Dickte geändert wird, liefert die im folgenden beschriebene Anordnung ein einfaches Mittel.
An Hand der Fig. 7 wird die Betriebsweise des optischen Systems der erfindungsgemässen Lichtsetzmaschine erläutert. In mittlerer Entfernung zwischen der Ebene der Matrizenscheibe und der Bildebene des Films ist ein
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haben. Wenn das Objektiv --88-- nun durch ein anderes Objektiv --90-- geeigneter Brennweite ersetzt wird, das auf der gleichen optischen Achse wie das Objektiv --88-- liegt, jedoch einen dreifachen Vergrösserungsfaktor aufweist, werden die auf den Film projizierten Bilder der Lettern dreimal grösser, wie die
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Lettern auf der Matrizenscheibe.
Eine aus der Projektionsstellung--92--entweder durch das Objektiv --88-- oder durch das Objektiv --90-- projizierte Letter ergibt ein Letternbild auf der Filmebene in dem
Punkt--94--auf der optischen Achse--96-. Wenn die Matrizenscheibe um eine Strecke--s-verschoben wird, gelangt die aus der Stellung--92--projizierte Letter zu dem Punkt--98--und die Letter wird nun in dem Punkt--100--auf dem Film durch das Objektiv--88--oder in dem Punkt--102-- durch das Objektiv--90--projiziert. Die Strecke--S'--zwischen den Punkten--94 und 102--in der
Filmebene ist gleich dem Dreifachen der Strecke--s--in der Matrizenebene.
Um die unterschiedlichen Breiten der Zeichen innerhalb eines Alphabets zu erfassen, wird in der Regel davon ausgegangen, dass die Breite des breitesten Zeichens achtzehn Einheiten beträgt. Alle andern Zeichen erhalten dann eine Breite, die einer ganzen Anzahl dieser Einheit entsprechen. Es sei nun angenommen, dass eine zu projizierende Letter der Matrize --48-- eine relative Breite von 9 Einheiten habe. Das auf der Matrize befindliche Alphabet, dem diese Letter angehört, sei ein sogenanntes Sechspunktealphabet. Hiezu sei bemerkt, dass die absolute Breite einer Letter vom sogenannten"Schriftgradfaktor"des Alphabets, dem die Letter angehört, abhängt, der in Punkten angegeben wird, wobei einem Punkt eine Strecke von 0, 35 mm entspricht.
Eine Letter, deren relative Breite 9 Einheiten beträgt, hat daher in einem Sechspunktealphabet eine absolute Breite von 9 X 6 X 0, 35 mm. Will man nun auf dem Film --62-- Lettern erhalten, die einem Sechspunktealphabet angehören, verwendet man das Objektiv--88--mit einem Vergrösserungsverhältnis von l.
Wenn man ausgehend von dem Sechspunktealphabet auf der Matrize grössere Letternbilder zu erhalten wünscht, beispielsweise solche eines Achtzehnpunktealphabets, verwendet man das Objektiv--90--, dessen Vergrösserungsverhältnis gleich drei ist. So werden die Bilder auf dem Film dreimal breiter als die Lettern auf der Matrize sein.
Bekanntlich können verschiedene Objektive, die jeweils einen besonderen Vergrösserungsfaktor aufweisen, der einem speziellen Schriftgradfaktor und einer andern Brennweite entspricht, auf einem Objektivtragekopf angeordnet werden. Das geeignete Objektiv kann in die Nutzstellung geführt werden, indem man den Objektivtragekopf schwenkt. Es ist dennoch nicht notwendig, besondere Objektive zu verwenden, die genaue Schriftgradfaktoren ergeben. Es kann wünschenswert sein, eine kontinuierliche Änderung des Vergrösserungsoder Verkleinerungsverhältnisses zu erhalten. Daher ist es durch Verwendung eines einzigen Zoom-Objektivs an Stelle mehrerer Objektive verschiedener Brennweiten möglich, die Vergrösserung zu regeln, unabhängig von den durch die Eigenschaften des Zoom-Objektivs erfassten Schriftgradfaktoren.
Das gleiche Ergebnis kann erhalten werden, indem ein Objektiv geeigneter Abmessungen und Brennweite verwendet wird und die Stellungen der Matrize, des Objektivs und des Films geändert werden, d. h. indem die Elemente verschoben werden durch Annäherung oder Entfernung voneinander, so dass die Vergrösserung des durch das Objektiv erzeugten Bildes geändert wird und die Bilder auf dem Film korrekt eingestellt werden. Diese Anordnung wird in einer Ausführungsform der erfindungsgemässen Lichtsetzmaschine verwendet und ist in den Fig. 1 bis 5 dargestellt.
Nachdem nun die Funktionsprinzipien des optischen Systems der erfindungsgemässen Lichtsetzmáschine erklärt wurden, werden im folgenden die Einzelheiten der Betriebsweise beschrieben. Zunächst wird die Verschiebung der Matrize und der Beleuchtungsvorrichtung betrachtet. Wie aus den Fig. 2, 3 und 4 ersichtlich, ist
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-74-- derartSteuermotor--110-- (Fig. 3) dreht ein Zahnrad--112--, in das ein biegsamer Zahnriemen-114-eingreift.
Dieser wird über ein Räderpaar--116-- (Fig. 3, 4) geleitet und greift dann in die obere Fläche des Zahnrades--108-- (Fig. 2) ein und läuft dann um ein Rad--118-- (Fig. 4). Eine Rolle--120-- (Fig. 2) ist drehbar auf dem Schlitten --74-- angeordnet und drückt von oben nach unten auf den Zahnriemen - 114-- unmittelbar oberhalb des Zentrums des Zahnrades--108--, so dass ein Eingriff zwischen dem Zahnriemen--114--und dem Zahnrad--108--gewährleistet ist. Der Steuermotor--110--lässt so die
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--48-- ständigAusführungsbeispiel beträgt die Umdrehungszahl vorzugsweise etwa 15Umdr/sec.
Die Matrize--48--ist fest mit dem einen Ende der Welle--104--mittels eines Schraubknopfes (Fig. 3) verbunden. Die Matrize--48--besteht aus einem transparenten Werkstoff, wie einem Hartkunststoff oder Glas und ist ausgenommen im Bereich einer Letter auf einer Seite mit einer lichtundurchlässigen Substanz bedeckt. Die transparenten Lettern können nach bekannten photographischen Techniken erhalten werden, wie sie beispielsweise in der franz. Zusatzpatentschrift Nr. 56. 230 (Zusatz zur franz. Patentschrift Nr. 1. 000. 556) beschrieben sind.
Der Schlitten--74--, der vorzugsweise aus Leichtmetall, wie Aluminium besteht, ist für die horizontale Verschiebung auf zwei Gleitschienen--122 und 124--angeordnet, deren Enden an zwei Haltegliedern--126 und 128--befestigt sind. Der Schlitten -74-- weist ein Paar Arme--130 und 132--auf, die jeweils derart angeordnet sind, dass sie auf der unteren Gleitschiene--124--mittels Rollen geführt sind.
Wie in Fig. 2 dargestellt, weist der Schlitten--74--zwei um lotrecht angeordnete Achsen sich drehende Rollen--136 und 138--auf, die auf gegenüberliegenden Seiten der oberen Gleitschiene -122-- angeordnet sind, um den
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Schlitten mit geringer Reibung bei seinen Horizontalverschiebungen längs der Gleitschiene --122-- zu führen.
Der Schlitten--74--ist schrittweise durch einen bekannten Schrittschaltmotor--140-- (Fig. 2) verschiebbar, der ein verzahntes Stirnrad --142-- antreibt, das mit einer Zahnstange-144-kämmt, die an dem Schlitten--74--befestigt ist. Während des Setzens einer Zeile verschiebt sich der Schlitten--74-- nach links, wie dies in Fig. 4 dargestellt ist und kehrt in die am weitesten rechts liegende Stellung zurück, um eine neue Zeile zu beginnen. Es ist wünschenswert, dass die Schaltfrequenz des Schrittschaltmotors --140-hoch ist, da dieser den Schlitten in beiden Richtungen antreiben muss.
Es wurde gefunden, dass ein Impulsmotor, mit einer Impulsfrequenz von etwa 1200 Schritten/sec ausreicht, um in der erfindungsgemässen Lichtsetzmaschine verwendet werden zu können.
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angeordnet, der um eine auf dem Schlitten--74--angeordnete Achse--148--schwenken kann (Fig. 4 und
5). Der in Fig. 4 dargestellte Träger--146--kann in Richtung der Pfeile in eine Stellung geschwenkt werden, in der der linke Rand des Trägers und die Blitzröhre sich jenseits des rechten Randes der Matrize--48- befinden, wodurch das Auswechseln der Matrize erleichtert wird.
Hiezu wird der Träger-146--einfach nach rechts gekippt, ein Schraubknopf --107-- wird entfernt, die Matrize --48-- wird herausgenommen und wird durch eine andere ersetzt, sodann wird der Trägerin seine vorherige Stellung zurückgekippt. Es kann eine Feder und eine Klinkenvorrichtung vorgesehen werden, die in den Zeichnungen nicht dargestellt sind.
Die Feder dient dazu, den Träger-146-entgegen der Pfeilrichtung in seine Anfangsstellung gegenüber der Matrize-48-zurückzufuhren. Die Klinkenvorrichtung dient dazu, die Rückbewegung des Trägers-146- in einer passenden Stellung zu verriegeln. Die beschriebene Anordnung, bei der die Matrize--48-, die Blitzröhre --52-- und der Verschluss --63-- gemeinsam wie eine einzige Vorrichtung verschoben wird, hat den Vorteil, dass die Verwendung einer komplizierten optischen Kopplungsvorrichtung zwischen der Blitzröhre und der Matrize vermieden wird. Dadurch, dass der Verschluss --63-- gegenüber der Matrize-48-verschoben wird, wird die Auswahl einer Art von den auf den verschiedenen Kreisen der Scheibe vorgesehenen Lettern ermöglicht.
Durch die Kombination all dieser Faktoren ergibt sich ein äusserst einfacher Mechanismus zum Einhalten des Letternabstandes.
Eine Photodiode--220- (Fig. 5) erzeugt jedesmal ein elektrisches Signal, wenn durch einen der lichtdurchlässigen Spalte--216 oder 218--in der Matrize--48--ein Lichtstrahl auf die aktive Oberfläche der Photodiode--220--trifft. Jeder Spalt--216--ist einer radialen Stellung der Matrize--48- zujgeordnet. Der durch den Durchgang eines Strahles zwischen der Photodiode und der Lichtquelle erzeugte elektrische Impuls wird auf die im folgenden noch zu beschreibende elektronische Steueranordnung übertragen.
Zunächst wird nun der automatische Mechanismus für die Auswahl der Letternart beschrieben. Wie in Fig. 5 dargestellt, ist der Verschluss --63-- um eine Achse--158--schwenkbar auf einer Platte-159angeordnet, die mit dem Träger-146- (Fig. 16) verbunden ist. Der Verschluss --63-- besteht aus einem dünnen Metallband, das ein breites oberes Ende mit einer quadratischen Öffnung --61-- aufweist, die genügend gross ist, um jede Letter der Matrize zu umfassen und deren Projektion zu erlauben. Das erweiterte Ende des Verschlusses--63--ist genügend gross, um vollständig die Lichtausgangsöffnung der Blitzröhre - -52-- zu bedecken, so dass die Lichtblitze nur durch die Öffnung --61-- hindurchgehen können.
Der Verschluss --63-- kann um die Achse --158-- von einer Seite zur andern schwenken und neben der in Fig. 5 eingezeichneten Mittenstellung noch zwei weitere Stellungen-161 und 162-- einnehmen, so dass sich die öffnung --61-- auf der gleichen Achse mit einem der drei konzentrischen Kreise-41, 43 und 45-der Matrizenscheibe befindet. Es können auch mehr als drei Kreise auf der gleichen Matrizenscheibe vorgesehen sein und es kann der Verschluss dann in der Anzahl der Kreise entsprechende Stellungen gebracht werden.
Die in Fig. 5 dargestellte Einrichtung, die dazu dient, den Verschluss in eine der drei Stellungen zu führen, umfasst ein Spulenpaar-150 und 152--, deren bewegliche Kerne gegen den flexiblen Teil einer Federplatte
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im Punkt --156-- befestigtAchse --158-- befestigt. Wenn keine der Spulen unter Spannung gesetzt ist, nimmt die Federplatte--154-- die in Fig. 5 dargestellte mittlere Stellung ein und die öffnung --61-- befindet sich in der in ununterbrochenen Linien in Fig. 5 dargestellten Stellung dem Kreis-43--gegenüber. Wenn z.
B. die Spule
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die andere Spule --150-- erregt wird, dann stösst ihr beweglicher Kern die Federplatte-154-nach unten und der Verschluss-43--schwenkt nach rechts in die Stellung-162-, so dass nunmehr die Öffnung --61-- auf den Kreis --45-- ausgerichtet ist. Informationen für den Wechsel der Letternart werden durch den Setzer gegeben und Codes sind in den Lochstreifen-32--eingelocht, die, wenn sie durch die elektronische Steuerschaltung decodiert werden, die Betätigung der Spulen hervorrufen, um die Letternart zu wechseln.
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Die im vorhergehenden beschriebene Anordnung zur Auswahl der Letternart ist einfach und weist ein geringes Gewicht auf.
Die Ansprechzeit der Spulen ist kurz und die Wechsel der Letternart finden schnell statt, ohne das Setzen einer Zeile anzuhalten. So kann z. B. ein Wort in Kursiv-Schrift in einer Zeile mit Antiqua-Schrift erhalten werden, indem die Ringstellung der Matrizenscheibe ohne Anhalten des Setzens der Zeile geändert wird.
Ein weiteres Merkmal der im vorhergehenden beschriebenen Einrichtung für die Auswahl der Letternart besteht darin, dass der Wechsel von einem Kreis zu einem andern allein durch das Verschieben des Matrizenschlittens ermöglicht wird. Die Matrize--48--und der Verschlu# --63-- sind zueinander derart angeordnet, dass sich die Lettern vertikal vor dem Verschluss vorbeibewegen. Um von einer Letternart auf eine andere überzugehen, wird der Verschlu# --63-- horizontal verschoben, d. h. in gleicher Richtung wie sich der Matrizenschlitten--74--beim Setzen der Lettern verschiebt. Dadurch, dass sich der Schlitten und der Verschluss horizontal verschieben, kann der Ortswechsel eines nicht gewünschten Letternbildes einfach
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die Verschiebung des Verschlusses zu kompensieren.
In einer vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemässen Lichtsetzmaschine sind die Kreise voneinander um 32 Punkte radial voneinander entfernt.
Um also von dem Kreis --43-- zum Kreis --41-- zu gelangen, erfolgt zwischen Schlitten und Verschluss eine Relativbewegung von 32 Schritten. So ist keine zusätzliche Einrichtung notwendig, um diesen Vorgang der Verschiebung des Verschlusses durchzuführen. Die Einfachheit und Betriebssicherheit der-erfindungsgemässen Lichtsetzmaschine ist damit noch erhöht.
Im folgenden wird unter Bezugnahme auf die Fig. 1 und 2 die Einrichtung für den Dicktenwechsel beschrieben. Wie im vorhergehenden ausgeführt, ist es für den Wechsel der Dickte der Letternbilder auf dem Film --62-- besonders vorteilhaft, ein einziges Objektiv--54--zu verwenden. Das Objektiv--54-nähert oder entfernt sich von der Matrizenscheibe--48--, so dass die Vergrösserung durch das Objektiv und so die Dickte der Bilder geändert wird. Indessen führt die Verschiebung des Objektivs dazu, dass das Bild nicht mehr scharf eingestellt ist.
Damit das Bild auf dem Film--62--scharf erscheint, müssen die Elemente des optischen Systems stets derart angeordnet sein, dass sie folgender Gleichung genügen :
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Dabei bedeutet P die Länge der optischen Achse von den Lettern der Matrizenscheibe--48--bis zum Objektiv --54--, P' die Länge der optischen Achse vom Objektiv --54- zum Film --62-- und f die Brennweite des Objektivs --54--.
Aus der vorstehenden Gleichung ist ersichtlich, dass die Strecke, um die sich die Spiegel-56 und 58-verschieben müssen, um die Gleichung zu erfüllen, nicht die gleiche ist wie die Strecke, um die sich das. Objektiv --54-- verschiebt. Daher sind das Objektiv--54--einerseits und die Spiegel--56 und 58--anderseits derart angeordnet, dass sie sich unabhängig voneinander bewegen, indem sie sich der Ebene der Matrizenscheibe --48-- nähern oder sich von dieser entfernen.
In einer Ausführungsform ist das Objektiv -54- auf dem Träger--164-- (Fig. 2, 14) angeordnet, der an der Gleitschiene -165-- befestigt ist, die auf der Bahn--166--gleiten kann. In einfacher Art sind die Spiegel--56 und 58-- auf einem andern Träger --168-- angeordnet, der an einer andern Gleitschiene - 165'-befestigt ist, die ebenfalls auf der Bahn --166-- gleitet.
Wie aus Fig. 3 hervorgeht, sind die Hebel--44 und 46-- (ebenfalls in Fig. 1 sichtbar), die vom Gehäuse der photographischen Einrichtung --42-- ausgehen, jeweils mit den Gleitschienen für die Träger --164 und 168--verbunden. Jeder Hebel umfasst einen Hauptarm--170--, der an der Gleitschiene-165 bzw.
165'-- (Fig. 14) befestigt ist. Ein Handhebel--174--ist schwenkbar an dem Hauptarm--170--
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festgehalten. Durch das Einrasten der Klinken in die Aussparungen wird das Objektiv--54--und werden die Spiegel--56 und 58--eingestellt. Bewegt der Setzer den Handhebel--174--zum Hauptarm--170-, dann wird die entsprechende Klinke --184-- mittels des Steuerarmes--180--aus der Aussparung --186-- ausgehoben und die Lage des Objektivs--54--bzw. der Spiegel--56 und 58--kann verändert werden.
Wie in Fig. 14 dargestellt, ist ein Zeiger--194--an dem äusseren Ende jedes Hauptarmes--170-befestigt, der über einen mit einer Gradeinteilung versehenen, die Dickte der Lettern anzeigenden Massstab gleitet. Die Massstäbe sind an Teilen--193--vorgesehen, die über den von den Hebeln--44, 46--
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zusammen. Es ist zu bemerken, dass bei der Festlegung der Entfernungen zwischen den Aussparungen-186-- für die Spiegel--56 und 58--, darauf zu achten ist, dass sie beide Spiegel gleichzeitig verschieben und sich bei einer Verschiebung der Spiegel die Länge der optischen Achse zwischen Objektiv und Film um den doppelten Betrag der Verschiebung der Spiegel ändert, weil zwei Abschnitte der optischen Achse durch die gleichzeitige Verschiebung der beiden Spiegel verlängert oder verkürzt werden.
Zur Änderung der gegenseitigen Lage zwischen dem Objektiv --54-- und den Spiegeln--56 und 58-können auch andere als die gezeigten Steuereinrichtungen vorgesehen sein. So kann etwa mittels eines Steuerhebels eine gute Einstellung der Bilder herbeigeführt und dabei die Änderung der Vergrösserung ermöglicht werden. So können geeignete Motoren und Steuervorrichtungen verwendet werden, um die optischen Komponenten (Spiegel und Objektiv) durch auf dem Lochstreifen befindliche elektrische Signale für den Dicktenwechsel selbsttätig zu verschieben.
Bei den in den Zeichnungen dargestellten vorzugsweise gewählten Ausführungsformen der
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Das im vorhergehenden beschriebene System für die Änderung der Dickte weist den Vorteil auf, weniger kostspielig und weniger umfangreich als ein Objektivtragekopf (Revolver) zu sein und die gleiche Antahl an
Dickten hervorzubringen. Ferner könnte es vorteilhaft sein, für die Hebel-44 und 46-bestimmte Stellung zu markieren, um solcherart bereits eine gewisse Anzahl an Dickten festzulegen. Die Aussparungen--186- können sehr dicht aneinander und in regelmässigen Abständen angeordnet werden.
Es können noch weitere Mittel verwendet werden, um das Objektiv--54--und die Spiegel--56 und
58--einzustellen und zu verschieben. Es ist möglich, eine kontinuierliche Änderung der Dickte innerhalb des von dem Objektiv --54-- beherrschbaren Bereiches zu erhalten. Eine derartige kontinuierliche Änderung könnte mittels eines Objektivtragekopfes erhalten werden.
In Fig. 13 sind auf dem Film-62--die Stellung einer Letter--200--mit einer gewissen Dickte und die gleiche Letter--202--dargestellt, wenn deren Dickte durch die im vorhergehenden beschriebene Einrichtung zum Dicktenwechsel vergrössert wurde. Es ist zu erkennen, dass der rechte Rand der Letter nach rechts um eine Strecke--W--vom rechten Rand --206-- der Letter --200-- verschoben ist. In der erfindungsgemässen Lichtsetzmaschine sind nun Mittel vorgesehen, um eine solche Verschiebung auszuschalten.
Diese Mittel veranlassen den Schrittschaltmotor --140-- dazu, sich schrittweise in jene Richtung zu bewegen, dass der rechte Rand der neuen Letter--202--nach dem rechten Rand--206--der ursprünglichen Letter - -200-- ausgerichtet ist. Wenn der Dicktenwechsel aus einer Verkleinerung statt einer Vergrösserung besteht, verschiebt sich der Schlitten zurück, um diese Änderung durchzuführen.
Ein Teil der Mittel, die verwendet werden, um die im vorhergehenden beschriebenen Änderungen zu erhalten, ist in den Fig. 3 und 14 dargestellt. Am Hauptarm --170-- ist ein Bauteil --208-- aus isolierendem Werkstoff befestigt. Der Bauteil weist fünf Kontaktbürsten-210-auf, die sich an ein Codefeld --212-- anlegen, das auf einem festen Träger-214-angeordnet ist.
Das Codefeld-212-weist eine Anzahl von ausgerichteten, leitenden und isolierten Segmenten auf, auf denen sich die Kontaktbürsten --210-- bewegen, wenn sich der Objektivträger-164-längs der Bahn--166--verschiebt. Für jede Stellung des Objektivs-54-, bei der die Klinke --184-- in einer Aussparung --186-- der Längsstange - -190-- einrastet, gibt es eine unterschiedliche Form von leitenden und isolierenden Segementen, die sich in Kontakt mit den Bürsten-210--befinden. Elektrische Schaltungen (nicht dargestellt) sind vorgesehen, um entweder Spannung oder keine Spannung an jede Kontaktbürste--210--zu legen.
Die durch die Kontaktbürsten abgenommene Kombination liegt in binär codierter Form vor. Jede Stellung der Gleitschiene - -165-- ist durch eine andere Binärzahl dargestellt. Die von den Kontaktbürsten --210-- kommenden Signale werden in einer elektronischen Steuerschaltung umgewandelt, die im folgenden im einzelnen beschrieben wird und die den Schrittschaltmotor --140-- schrittweise vorwärts oder rückwärts um eine Anzahl von Schritten laufen lässt, die proportional der Änderung der Vergrösserung der Dickte ist. Aus Fig. 13 ist ersichtlich, dass die Füsse des grösseren--M--nach unten um eine Strecke--H--, ausgehend von der Ursprungslinie --204-- des kleineren--M--, verschoben sind. Dies kann kompensiert werden, indem in zwei Arten verfahren wird.
In einer ersten Ausführungsform ist die Letter, die von der Matrizenscheibe projiziert werden soll, nur beleuchtet, wenn ihre Grundlinie in Höhe der optischen Achse--72--des Objektivs--54--liegt. In diesem Fall verwendet man allein die obere Hälfte des Objektivs --54-- und unabhängig von der verwendeten Dickte werden alle Letternbilder auf dem Film auf dieser gleichen Grundlinie, und nicht wie in Fig. 13 dargestellt, projiziert.
Indessen kann es im Fall grosser Dickten wünschenswert sein, mehr als die Hälfte des Objektivs-54zu verwenden, um einen Verlust der Bildfläche zu vermeiden. In diesen Fällen haben die auf den Film projizierten Lettern verschiedene Grundlinien entsprechend den verschiedenen Vergrösserungen, wie dies in Fig. 13 dargestellt ist. Um diesen abzuhelfen, wird der Film um eine Strecke-H-vorwärts oder rückwärts in
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etwa der gleichen Art verschoben, wie dies bei der Verschiebung des Schlittens beschrieben wurde.
Im folgenden wird die Betriebsweise der elektronischen Steuerschaltung beschrieben, die in Fig. 17 als
Blockschaltbild schematisch dargestellt ist. Die Steuerschaltung weist drei Hauptbetriebszyklen auf : Den
Lesezyklus, in welchem der Lochstreifenleser--34--die von dem Lochstreifen--32--kommende
Information in die Steuerschaltung einliest, den Einstellzyklus, in welchem die Steuerschaltung den passenden Abstand zwischen den Worten berechnet, um eine Letternzeile auszuschiessen, und den Ausführungszyklus, in welchem die Lettern auf den Film projiziert werden.
Jeder dieser drei Hauptbetriebszyklen wird für das Setzen jeder Letternzeile wiederholt. Die Lese- und Einstellzyklen laufen während einer Zeit ab, in der der Matrizenschlitten--74--von seiner Endstellung in seine Ausgangsstellung zurückkehrt. Wenn der Schlitten während des Setzens einer Letternzeile den Film durchlaufen hat, bewegt sich dieser in eine neue Stellung und der Schlitten begibt sich in seine Ausgangsstellung zurück, so dass eine neue Letternzeile auf dem Film gesetzt werden kann.
Die in Fig. 17 dargestellte elektronische Steuerschaltung umfasst den Lochstreifenleser--34--, die Speichervorrichtung-224-, die vorzugsweise einen Magnetspeicher mit einer Anzahl von Magnetkernen aufweist, den Informationsspeicher--226--und den Programmspeicher--228--. Letztere weist eine Eingangsvorrichtung auf, um das binäre Eingangssignal zu liefern, das die gewünschte Länge einer Letternzeile darstellt. Vor dem Setzen wird die Eingangsvorrichtung für die Zeilenlänge betätigt, um ein Längensignal an einen Speicher -232-- zu liefern. Der Wert des Längensignals kann entweder manuell oder mittels auf dem Lochstreifen -32-- gespeicherter Signale eingestellt werden.
Wie im vorhergehenden beschrieben, kann eine Anzahl von Matrizen -48-- in der erfindungsgemässen Lichtsetzmaschine --30-- verwendet werden. Jede Matrizenscheibe enthält Lettern verschiedener Art. Für jede Matrizenscheibe --48-- gibt es einen eigenen Lochstreifen. Vor dem Setzen werden die Dickten der Lettern einer Matrizenscheibe in dem Speicher--224--gleichzeitig wie die Codes gespeichert, die den Anweisungen zugeordnet sind, die dazu dienen, die Folge der Berechnung und der Speicherstufen festzulegen. Wenn das Programm vollständig ist, ist die Steuerschaltung für den Empfang einer Information von dem Lochstreifen vorbereitet.
Während des Lesezyklus läuft der die Signale, die die Lettern und die besonderen Funktionscodes darstellen. tragende Lochstreifen--32--durch den Lochstreifenleser--34-. Jede Letter wird nach folgenden acht Stufen behandelt, deren Reihenfolge durch das bereits in dem Rechner gespeicherte Programm gesteuert wird :
1. Das die Letter darstellende codierte Signal wird in den Informationsspeicher--226--eingelesen und der Zeilenspeicherteil der Speichervorrichtung --224- wird durch den Lochstreifenleser--34--gelesen.
2. Das Zeilenspeicherprogramm in dem Programmspeicher--228--wird auf eine Zeitspeichervorrichtung
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übertragen.gelöscht.
4. Wenn der Programmspeicher gelöst ist, wird die Konfiguration des Codes von dem Stellungsspeicher - -236-- auf den Programmspeicher übertragen. Die Konfiguration des Codes und eine Kombination von drei Elementen des Codes höherer Ordnung des Programms entsprechenden dem Programm in der Speichervorrichtung --224-, in der die Breite der Letter gespeichert ist.
5. Die Breiteninformation, die in diesem Programm enthalten ist, wird aus dem Speicher herausgezogen, um in den Informationsspeicher--226--eingeben zu werden, dann erneuert und wieder in dieses Programm und den Speicher eingegeben zu werden.
6. Die aus der Speichervorrichtung hervorgehende Breiteninformation wird zu dem Breitenspeicher - 240-- über den Informationsspeicher --226- gesendet. Gleichzeitig wird ein Freisetzungssignal zum Programmspeicher -228-- gesendet.
7. Die Information der Letternbreite gelangt von dem Breitenspeicher--240-zu einem Summierglied --242--, das den Wert der Letternbreite von dem in dem Speicher -232-- für die Zeilenlänge gespeicherten Wert abzieht.
8. Die Information oder das Speicherprogramm der in der Zeitspeichervorrichtung--234-gespeicherten Zeile gelangt zurück zum Programmspeicher--228--, der dadurch für das Lesen der folgenden Letter vorbereitet ist.
In dem Augenblick, in dem jede neue Letter bei dem Lochstreifenleser --34- ankommt, wiederholt das Steuersystem diese acht Zyklen, bis schliesslich ein Zeilenendsignal gelesen wird. Dann hält der Lochstreifenleser --34-- an, bis die Einstell- und Ausführungszyklen durchgeführt sind und der Zeitpunkt eintritt, in welchem das Lesen einer neuen Letternzeile beginnt.
Während des Lesens einer Letternzeile in der im vorhergehenden beschriebenen Art werden die auf dem Lochstreifen gespeicherten Funktionssignale, wie Signale, die die Zwischenräume zwischen den Wörtern, den Wechsel der Schriftart oder das Zeilenende usw. definieren, an einen Funktionsdecodierer--244--übertragen,
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der die Signale decodiert und sie auf einen Quotientenspeicher und Zwischenraumzähler --246-- überträgt, welcher die Zwischenräume zwischen den Wörtern zählt, um sie bei der Einstellungsberechnung zu verwenden.
Der Speicher --248-- für die Schriftartwahl gibt an den Programmspeicher --228-- Anweisungen, um einen gewissen Teil der Speichervorrichtung--224--zu programmieren, der der Letternart und der Wahl der Lettern (z. B. Grossschreibung oder Kleinschreibung) entspricht.
Der Einstellzyklus beginnt, sobald das Zeilenendsignal auf dem Lochstreifen gelesen wurde. Der Lese- und Einstellzyklus läuft dann ab, wenn der Schlitten--74--in seine Ausgangsstellung zurückkehrt. Der Quotientenspeicher und Zwischenraumzähler-246--, das Summierglied-242--, der Speicher-232für die Zeilenlänge und der Restzähler-250-bilden die Einstellschaltung. Die Anzahl der Zwischenräume zwischen den Wörtern wird bis zur Grenze des Fehlbetrages in dem Speicher -232-- für die Zeilenlänge durch wiederholte Substraktion dividiert. Dadurch wird ein Quotient erhalten, der in dem Quotientenspeicher
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die in dem Restzähler gespeichert ist, stellt die auf die Anzahl der Zwischenräume zwischen den Wörtern aufzuteilende Dehnung für die Zwischenräume dar.
Ein in Fig. 17 nicht dargestellter elektrischer Sicherheitskontakt ist durch den Schlitten-74geschlossen, wenn dieser seine Ausgangsstellung einnimmt. Dies signalisiert den Beginn des Ausführungszyklus.
Der Ausführungszyklus umfasst drei Stufen. In einer Stufe wird die Letter projiziert. Während einer weiteren Stufe wird der Schlitten --74-- durch den Schrittschaltmotor-140-- in die korrekte Stellung für die Projektion der folgenden Letter geführt. In der Projektionsstufe werden die Letterncodesignale von der Speichervorrichtung--224--auf den Informationsspeicher --226-- übertragen. Die Schriftartcodes stellen
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wird. Der Speicher für die Schriftartwahl speichert ebenfalls das Merkmal, ob die zu projizierende Letter ein Grossbuchstabe oder ein Kleinbuchstabe ist.
Der Stellungsspeicher--236--empfängt ein Signal, das die Stellung der Letter auf der Matrize anzeigt.
Die Photodiode--220-- (rechts in Fig. 17) erzeugt eine Reihe von elektrischen Impulsen, die jeweils transparenten Spalten--216 und 218--auf der Matrize --48-- entsprechen und zu einem Letternzähler --258-- gesendet werden. In jedem der konzentrischen Kreise-41, 43 und 45-- (Fig. 5) sind die Lettern der Grossbuchstaben in einem besonderen Segment der Matrize angeordnet. Beispielsweise befinden sich die Grossbuchstaben alle in einer Hälfte und die Kleinbuchstaben alle in der andern Hälfte der Matrize.
Auf einem Kreis der Matrizenscheibe befinden sich 112 Lettern, von denen 56 gross und 56 klein sind.
Jeder Letternimpuls bewirkt ein Weiterschalten im Letternzähler --258--. Wenn die Anzahl der in dem Letternzähler eingezählten Impulse die Zahl 56 überschreitet, zeigt eine Kippschaltung--255--an, dass sich dann jener Abschnitt der Matrize vor dem Verschluss befindet, in dem sich die Grossbuchstaben befinden. Wenn die Anzahl der Impulse in dem Letternzähler --258-- die Zahl 112 überschreitet, wird der Zähler durch einen Rücksetzimpuls über eine Leitung --268-- auf Null zurückgestellt. Die Kippschaltung --255-- wird ebenfalls zurückgestellt, um anzuzeigen, dass die auf dieser Hälfte der Matrizenscheibe befindlichen Lettern klein sind.
Ein Bereichsvergleicher vergleicht die Bedingung der Kippschaltung-255-für die Grosslettern mit der der Kippschaltung für die Auswahl der Letterngrösse in der Kippschaltung der Schriftartvorrichtung. Wenn durch den Bereichsvergleicher eine Koinzidenz festgestellt wird, wird ein Einsatzimpuls zu dem Bereichsvergleicher - -256-- gesendet, um anzuzeigen, dass sich der Bereich der Matrize ausserhalb der Öffnung des Verschlusses - -63-- verschoben hat.
Der Bereichsvergleicher--256--vergleicht kontinuierlich den Inhalt des Stellungsspeichers--236-mit dem des Letternzählers--258--. Wenn eine Gleichheit festgestellt wird, wird ein Signal an eine Regelvorrichtung--260--der Belichtungsvorrichtung gesendet, die ein Signal an die Blitzröhre-52-- abgibt, die die entsprechende Letter beleuchtet und somit auf den Film projiziert.
Der schmale Spalt--218--auf der Matrizenscheibe --48-- signalisiert den Beginn einer neuen Umdrehung der Matrizenscheibe--48--. Die Art, wie dies stattfindet, ist folgende : Der Impulszug--266-- (rechts unten in der Fig. 17), der durch die photodiode --221-- erzeugt wird, wird auf einen Verzögerungsmultivibrator--262--und einen Eingangsleiter der UND-Schaltung --264-- übertragen. Die Rückflanke jedes durch jeden Spalt --216-- erzeugten Impulses löst den Verzögerungsmultivibrator --262-aus, der nach einer Verzögerung von 200, uses selbsttätig ausgeschaltet wird.
Dadurch, dass der Abstand zwischen den von aufeinanderfolgenden Spalten --216-- kommenden Signalen normalerweise grösser als 200 sec ist,
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--264-- erscheint,Letternzähler--258--weitergezählt. Wenn dann ein Signal durch die Photodiode--220--in Kombination mit dem Spalt--218--erzeugt wird, ruft es einen Impuls hervor, der sich gleichzeitig wie ein durch den Verzögerungsmultivibrator--262--erzeugtes Ausgangssignal einstellt. Die UND-Schaltung--264--erzeugt dann einen Rücksetzimpuls, der über die Leitung--268--den Zähler auf Null zurückstellt, um einen neuen Zählzyklus zu ermöglichen.
Sobald die Blitzröhre--52--betätigt wird, beginnt die Dehnungsstufe für die Zwischenräume. Die acht Stufen, die in dem Lesezyklus verwendet werden, werden ebenfalls in der Dehnungsstufe verwendet mit
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Zeilenlänge auf den Motorspeicher -270-- mittels einer komplementären Übertragung übertragen mit dem Ergebnis, dass der Motorspeicher--270--ein Signal empfängt, das der Breite der zu projizierenden Letter entspricht. Der Motorspeicher--270--ist ein Binärzähler, der ein nicht dargestelltes Tor betätigt, welches die Übertragung von Impulsen--272--auf eine Schlittensteuervorrichtung --276-- ermöglicht, die die Impulse
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Dickte der folgenden zu projizierenden Letter.
Das Signal zur Steuerung der Blitzröhre öffnet das Tor und der Motorspeicher-270-schliesst es. Wenn der Motorspeicher-270-eine Anzahl von Impulsen-272gezählt hat, die gleich der Breite der folgenden zu projizierenden Letter ist, schliesst er das Tor und der Matrizenschlitten bleibt stehen. Ein Signal wird auf der Leitung --274- übergeben, wenn die Gesamtheit in dem Zähler in zwei Schritten gefüllt ist, so dass Signale zum Verlangsamen des Schrittschaltmotors--140-- und zum Anhalten des Matrizenschlittens--74--an der gewünschten Stelle geliefert werden.
Wenn die Dehnungsstufe für die Zwischenräume beendet ist, wird die folgende Letter aus dem Zeilenspeicher gezogen. Diese Stufenreihe wird für die Lettern und die Zwischenräume der Zeile wiederholt, bis das Zeilenendsignal empfangen wird, das das Lesen der folgenden Letternzeile durch den Lochstreifenleser --34-- auslöst.
Eine Tabulatorsteuerschaltung ist für das schnelle Setzen von Spalten vorgesehen. Weiterhin ist ein zweiter
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derart geregelt, dass jede Spalte behandelt wird, als hätte sie eine vollständige Letternzeile. Demzufolge entspricht der Rest am Ende der Arbeit in der Spalte dem Mass des Abstandes bis zum Beginn der folgenden Spalte. Die Tabulatorsteuerschaltung umfasst eine übliche Anordnung, die den Speicher --282-- für die Zeilenlänge dazuführt, den Fehlbetrag der Zeile an den Motorspeicher--270--zu übertragen, der den Lauf des Schlittens --74-- beim Beginn der folgenden Spalte hervorruft.
Wenn die Information in den Spalten in jeder Kolonne zentriert sein soll, wird der Zeilenfehlbetrag
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geeignet ist, die horizontale Verschiebung der Letternbilder zu kompensieren.
Um einen manuellen Dicktenwechsel zu ermöglichen, wird ein Haltesignal auf dem Lochstreifen-32gespeichert und durch den Lochstreifenleser--34--gelesen. Wenn das Signal am Ende einer Zeile gelesen wird, hält die Setzvorrichtung an, bis die Dickte geändert ist und ein passender Anlassschalter durch den Setzer eingeschaltet ist. Wenn die Dickte durch Signale von dem Lochstreifen selbsttätig geändert werden soll, ist ein solches Haltsignal nicht nötig.
In Fig. 8 ist ein Ausführungsbeispiel einer Matrizenscheibe oder Letternscheibe der erfindungsgemässen Lichtsetzmaschine dargestellt. Zwei konzentrische Kreise-302 und 304-sind auf der Scheibe-300dargestellt. Jeder Kreis enthält Lettern einer gegebenen Art oder Dickte. Beispielsweise sind Antiqua-Lettern auf
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dem Kreisrund Kursiv-Lettern auf dem Kreis --304-- angeordnet. Die genaue Regelung der Beleuchtung der Blitzröhre wird durch eine Regelspalte-306-in der lichtundurchlässigen Schicht der Scheibe bestimmt, die mit einem photoelektrischen System, wie es in der bereits erwähnten
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Matrize darstellen, wenn eine solche Information gewünscht ist.
Ein Auslöseimpuls, der den Beginn einer neuen Umdrehung der Matrizenscheibe anzeigt, wird beispielsweise durch den zusätzlichen Spalt --312-- erzeugt, der sich zwischen einem Spaltpaar des Regelspaltes--306-befindet.
In den Fig. 9 bis 12 ist ein Ausführungsbeispiel einer Letternübertragungsvorrichtung der erfmdungsgemässen Lichtsetzmaschine dargestellt. Darin ist der Matrizenschlitten--314--, der sich gleitend verschieben kann, aus Leichtmetall, wie Aluminium, gebildet. Der Matrizenschlitten weist Flansche-316 und 318--auf, die (nicht dargestellte) Kugellager besitzen können, durch die der Matrizenschlitten längs der Schienen-320 und 322-leicht gleitet, die an dem Maschinenrahmen (Fig. 10) befestigt sind.
Der Matrizenschlitten --314-- weist ausserdem eine Zahnstange --326-- auf, die mit einem Ritzel --328-- kämmt, das von einem den veränderlichen Zwischenraum und die Rückkehr betätigenden Mechanismus angetrieben wird, der in dieser Ausführungsform einen Synchronmotor--330-- (Fig. 9) und einen Impulsmotor --332-- für veränderliche Dehnung der Zwischenräume umfasst. Die kontinuierlich umlaufende Matrize-300-ist an dem Rahmen des Matrizenschlittens--314--durch die Flansche --334-- des Gehäuses eines Antriebsmotors--336-befestigt.
Dadurch, dass es möglich ist, Motoren geringen Gewichtes zu verwenden, hat sich der Vorteil ergeben, den Antriebsmotor --336-- unmittelbar auf dem Matrizenschlitten--314--zu befestigen, obgleich andere Mittel verwendet werden könnten, um die Matrize mittels eines Motors zu drehen, der sich an einem festen Ort auf dem Maschinenrahmen befindet. Biegsame elektrische Kabel (nicht dargestellt) gewährleisten den Anschluss des Antriebsmotors-336--, der Blitzröhre --338-- und der elektrischen Steuerungen des Matrizenschlittens --314-- an einen festen Punkt (nicht dargestellt), der sich an dem Rahmen der Maschine befindet.
Die Elemente des photoelektrischen Steuersystems der Maschine sind nicht dargestellt, da sie bekannt sind.
In dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel sind die photoelektrischen Elemente vorzugsweise um 1800 von der Projektionsstellung der Lettern aus mechanischen Gründen versetzt angeordnet. In dem Matrizenschlitten sind Öffnungen--340 und 342-- (Fig. 10) vorgesehen, um den Durchgang des Lichtes zu ermöglichen, um die elektrischen Steuerungen zu erregen und Lettern zu projizieren. Die Blitzröhre-338-- ist an einem Arm--344-befestigt (Fig. 10), der bei--346--auf dem Matrizenschlitten --314-- derart
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Kraft einer nicht dargestellten Feder gezogen und die Matrize freigelegt.
Der Impulsmotor-332--kann wie die in der bereits zitierten franz. Zusatzpatentschrift Nr. 55. 991 beschriebene Dehnungsvorrichtung aufgebaut sein. Es hat sich jedoch als vorteilhaft erwiesen, in diesem Ausführungsbeispiel eine Dehnung zu verwenden, die Systeme umfasst, die ähnlich denen sind, die in der franz. Patentschrift Nr. 1. 158. 488 beschrieben wurden, jedoch eine geringere Stufenanzahl aufweisen. In der hier beschriebenen Lichtsetzmaschine ist die Einheit der Grundbreite derart gewählt, dass sie 1/36 eines Alphabets mit sechs Punkten ist. Mit Letternmatrizen eines 6-Punktenalphabets auf der Matrize--300--ist ein Zwischenraum einer Grundeinheit gleich 6 X 1/36 Punkte oder genau 1/6 Punkt oder etwa 0, 06 mm.
Wenn man eine veränderliche Dehung für die Zwischenräume verwendet, kann diese fünf Stufen umfassen, die über ein Differentialgetriebe miteinander verbunden sind. Diese Stufen sind derart konstruiert, dass sie eine Verschiebung des Schlittens um 3,6, 8,10 und 12 Grundeinheiten hervorrufen, wenn die Stufen 1, 2,3, 4 und 5 jeweils erregt sind. Die mechanische Anordnung für die Verschiebung kann genau die sein, wie sie in der franz. Patentschrift Nr. 1. 158. 488 beschrieben ist, mit der Ausnahme, dass nur fünf Stufen verwendet werden. Die Stufen 1, 2,3, 4 und 5 sind über ein Getriebe miteinander verbunden, um Geschwindigkeitsverhältnisse von 1/2 der Stufe 1 zur Stufe 2,3/4 der Stufe 2 zur Stufe 3,4/5 der Stufe 3 zur Stufe 4 und 5/6 der Stufe 5 zur Stufe 6 zu erhalten. Jede Dehnungsstufe weist einen durch Spulen betätigten Klinkenmechanismus auf, wie er in der franz.
Patentschrift Nr. 1. 109. 833 beschrieben ist. Eine ähnliche Verbindungsvorrichtung kann ebenfalls für jede Stufe für die Rückkehr des Schlittens in die genaue Ausgangsstellung am Ende der Projektion jeder Letternzeile vorgesehen werden. Dazu ist es vorteilhaft, eine Einwegkupplung zwischen der vierten und der fünften Stufe vorzusehen, so dass die fünfte Stufe während der Rückkehr des Matrizenschlittens nur zurücklaufen kann, wie dies in der erwähnten Patentschrift ausgeführt ist.
Das Ende der Rückkehr des Matrizenschlittens wird durch das Ansprechen eines Sicherheitskontaktes --348-- (Fig. 10) festgestellt. Die Rückkehr des Matrizenschlittens wird entweder durch eine manuell betätigte Taste in einer durch Tastatur gesteuerten Maschine oder durch ein Rückkehrsignal des Matrizenschlittens in einer durch Lochstreifen gesteuerten Maschine ausgelöst. Die Rückkehr des Matrizenschlittens wird durch den Synchronmotor --330-- erreicht. Es ist ebenfalls möglich, die Rückkehr des Matrizenschlittens durch eine Klinkenrückstellvorrichtung zu erreichen, wie sie bei elektrischen Schreibmaschinen verwendet wird.
So ist es mit einer einfachen Vorrichtung zur veränderlichen Dehnung mit vier Stufen möglich, mit Präzision die Bilder der
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Lettern jeder Dickte ohne Getriebeveränderung des Verhältnisses zu dehnen oder ohne zusätzliche
Bildverschiebungsvorrichtungen wie Prismen oder Spiegel zu benötigen.
Statt eines Mechanismus für veränderliche Dehnung könnte der Impulsmotor--332--ein
Schrittschaltmotor sein. In diesem Fall ist ein Rückstellmechanismus nötig, da die Drehrichtung des Motors leicht umgekehrt werden kann, um die Rückkehr des Matrizenschlittens in seine Ausgangsstellung zu bewirken.
Die optischen Komponenten dieses Ausführungsbeispieles sind in den Fig. 6 und 7 dargestellt.
Vorteilhafterweise wird ein Zoom-Objektiv-350- (Fig. 9) verwendet. Wie im vorhergehenden angegeben, ergibt das Zoom-Objektiv ein veränderliches Vergrösserungsverhältnis in kontinuierlicher Form, wobei die Bilder der Lettern auf dem Film scharf bleiben (in Fig. 9 nicht dargestellt).
Mit Maschinen, die mit einer Matrize mit verschiedenen Schriftarten versehen sind, kann man einen Übertragungsmechanismus verwenden, der in der franz. Zusatzpatentschrift Nr. 60. 372 (zum Stammpatent
Nr. 1. 009. 398) beschrieben ist. Eine andere Lösung, die Stellungen der Matrizenscheibe und des Projektionssystems zu ändern, besteht darin, indem der Mechanismus für die veränderliche Dehnung der
Zwischenräume verwendet wird, der in bezug auf die Fig. ll und 12 beschrieben werden wird.
In Fig. ll ist in teilweisem Schnitt der Matrizenschlitten--314--dargestellt. Die Blitzröhre--338-- befindet sich gegenüber der Öffnung --342-- des Matrizenschlittens. Die durch die Blitzröhre hervorgerufene wirksame Beleuchtung ist durch ein Fenster--352--in dem Verschluss --354-- auf eine Letternfläche begrenzt. An dem Schlitten--314--ist der Verschluss -354-- derart befestigt, dass er durch Langlöcher --356 und 358--gleiten kann. Das Fenster kann aus der in ununterbrochenen Linien in. Fig. 12 dargestellten
Stellung in die Stellung --360-- durch Einschaltung der Spule--362-- (Fig. ll) verschoben werden, die auf dem Matrizenschlitten befestigt ist.
Die Strecke, die das Fenster längs des Matrizenschlittens --314-- gleiten kann, ist gleich dem Abstand zwischen zwei konzentrischen Kreisen der Letternmatrize, wie bei den Kreisen --302 und 304-- (Fig. 8). So ist es durch selektive Betätigung der Spule --362-- möglich, Lettern in einem bestimmten Kreis zu beleuchten, um Bilder von Lettern einer Art unter einer Vielzahl von Letternarten auf der Matrize--300--zu erhalten.
Gleichzeitig wie das Fenster verschoben wird, um von einer Letternart auf die andere überzugehen, verschiebt sich der Matrizenschlitten vorwärts oder rückwärts um eine Strecke, die gleich dem Abstand zwischen den Letternkreisen ist, jedoch in entgegengesetzter Richtung, um nicht den Ort der projizierten Bilder zu verschieben. Die Bewegung des Matrizenschlittens wird in dem Fall, in welchem eine veränderliche Dehnung für die Zwischenräume verwendet wird, durch einen Rückkehrmechanismus erhalten, der entweder unmittelbar auf den Matrizenschlitten oder vorzugsweise über die Vorrichtung zur Veränderung der Dehnung wirkt.
Wenn beispielsweise die Stufe mit dem höchsten Dehnungsverhältnis die Verschiebung des Matrizenschlittens um 12 Einheiten bei jedem Schritt hervorruft, betätigt der Rückkehrmechanismus diese Stufe, indem er so das Anheben eines Zahnes um zwölf Einheiten erhöht. Der Abstand zwischen den konzentrischen Kreisen auf der Matrize würde so gleich einer genauen Anzahl dieser Schritte, beispielsweise fünf Schritte oder 60 Einheiten, die 3, 60 mm entsprechen, sein.
Wenn angenommen wird, dass ein Kreis--302--verwendet wird, der die Antiqua-Lettern enthält, befindet sich das Fenster--352--in der in Fig. 12 in ununterbrochenen Linien dargestellten Stellung. Wenn man beim Setzen der Zeile auf Kursiv-Lettern, die sich auf dem Kreis--304--befinden, übergehen will, wird die Spule betätigt, um das Fenster um 3, 60 mm von seiner Anfangsstellung in die Stellung --360-- zu verschieben. Wenn man annimmt, dass die Verschiebung des Matrizenschlittens während des Setzens einer Zeile von links nach rechts verläuft, wie dies in Fig. ll dargestellt ist, verschiebt sich der Schlitten gleichzeitig nach rechts um 3, 60 mm, indem die höchste Stufe der Vorrichtung zur Veränderung der Dehnung viermal betätigt wird.
Das Ergebnis dieser Folge besteht darin, dass der beleuchtete Bereich der Matrize von dem Kreis--302--
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--302-- gegenüberzurückzugehen wünscht, ist der Vorgang umgekehrt. Die Spule wird freigesetzt und der Rückkehrmechanismus arbeitet viermal, um den Schlitten um 3, 60 mm zurückzubewegen.
Das gleiche System kann ebenfalls für Matrizen verwendet werden, die mehr als zwei konzentrische Letternkreise aufweisen.
Obgleich die Blitzröhre-338--als auf dem Matrizenschlitten --314-- befestigt dargestellt wurde, ist eine solche Röhre nicht notwendig, um die Lettern zu beleuchten. Man kann eine feststehende Lichtquelle verwenden, die einem Kondensatorsystem und einer Lichtmaske oder einem optischen Kanal aus optischen Fasern entsprechend der Beschreibung in der USA-Patentschrift Nr. 3, 291, 015 zugeordnet ist.
Der Film wird durch einen in den Fig. 6 bis 12 nicht dargestellten Mechanismus nach oben verschoben, um die Zeilenbildung hervorzurufen. Dieser Mechanismus kann ähnlich aufgebaut sein wie die Vorrichtung für die Veränderung der Dehnung.
Es können noch weitere zahlreiche Änderungen bei der erfmdungsgemässen Lichtsetzmaschine vorgenommen werden. Beispielsweise kann statt eines Lochstreifens ein Magnetband als Eingangsinformationsträger verwendet werden oder die Lichtsetzmaschine kann unmittelbar an eine Setztastatur als integrierte Einheit gekoppelt werden, wie dies in der Lichtsetztechnik bekannt ist.