AT310715B - Verfahren zur Herstellung von Hydroxycarbonsäurenitrilen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Hydroxycarbonsäurenitrilen

Info

Publication number
AT310715B
AT310715B AT769971A AT769971A AT310715B AT 310715 B AT310715 B AT 310715B AT 769971 A AT769971 A AT 769971A AT 769971 A AT769971 A AT 769971A AT 310715 B AT310715 B AT 310715B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sep
epoxides
preparation
hydroxycarboxylic acid
acid nitriles
Prior art date
Application number
AT769971A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Henkel & Cie Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from DE19691917658 external-priority patent/DE1917658C3/de
Priority claimed from DE19702044160 external-priority patent/DE2044160A1/de
Application filed by Henkel & Cie Gmbh filed Critical Henkel & Cie Gmbh
Application granted granted Critical
Publication of AT310715B publication Critical patent/AT310715B/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung des Verfahrens zur Herstellung von höheren Hydroxycarbonsäurenitrilen durch Umsetzung von Epoxyden mit Blausäure nach Patent Nr.   298440, welches   dadurch gekennzeichnet ist, dass Epoxyde mit mindestens 5 C-Atomen in flüssiger Phase unter Zugabe von Cyanidionen bildenden Verbindungen und/oder starken Basen bei Temperaturen zwischen-20 und 1200C mit Blausäure, gegebenenfalls unter Druck, umgesetzt werden. Die Cyanidionen bildenden Verbindungen und/oder starken Basen werden in Mengen von   0, 1   bis 10, insbesondere 1 bis 5   Gew.-lo,   bezogen auf umzusetzendes Epoxyd, eingesetzt. 



   Aus der Schweizer Patentschrift Nr.   479554 war   es bekannt, als Katalysatoren für analoge Umsetzungen Aluminiumalkyle einzusetzen. 



   Als Cyanidionen bildende Verbindungen kommen insbesondere wasserlösliche Cyanide, z. B. Alkali- oder Erdalkalicyanide, als starke Basen vor allem Alkali- und Erdalkalihydroxyde,   Thallium-I-hydroxyd   und/oder Oniumbasen, wie z. B.   quartäre Ammoniumhydroxyde   in Frage. 



   Das Verfahren bietet den Vorteil, dass sich auch Epoxyde der Konstitution 
 EMI1.1 
 d. h. solche, bei denen die Epoxygruppe kein tertiäres C -Atom enthält, umsetzen lassen. 



   Es wurde nun in weiterer Ausbildung des vorstehend genannten Verfahrens gefunden, dass die Umsetzung von Epoxyden mit Blausäure in flüssiger Phase besonders vorteilhaft in Gegenwart von   Alkalialkoholaten,-enolaten     und/oder-phenolaten   ausgeführt werden kann. Die Alkalialkoholate können von ein- und mehrwertigen aliphatischen, cycloaliphatischen und/oder aromatischen Alkoholen bzw. Enolen,   die Alkaliphenolate von ein-   oder mehrkernigen Phenolen abgeleitet sein. Diese Alkohole können auch Heteroatomgruppierungen, insbeson-   dereÄthergruppen,   enthalten.

   Als Beispiele hiefür sind zu nennen : Methanol, Äthanol,   n-und i-Propanol,   Butanole, Octanole, Dodecanole, Fettalkoholgemische, insbesondere des Kettenlängenbereiches    -C, Glykol,   Glykolmonomethyläther, Glycerin und   Glycerin-partialäther,     Di- und Polyäthylenglykole   und ihre Partialäther, Benzylalkohol, Cyclohexanol, Ketone in der Enolform, wie Acetylaceton, Acetessigester, Phenol, Kresole, Naphthole. Als Alkalimetall kann in den Alkoholaten bzw. Enolaten bzw. Phenolaten Natrium, Kalium, Lithium, Rubidium oder Caesium vorliegen. 



   Besonders vorteilhaft sind die entsprechenden Verbindungen des Lithiums. 



   Die genannten Verbindungen sollen im Reaktionsgemisch in Mengen von 0, 1 bis 10, insbesondere 1 bis 5   Gew.-o,   bezogen auf eingesetztes Epoxyd, vorliegen. 
 EMI1.2 
 Anwendung kommen, wobei besonders vorteilhaft wieder solche Gemische sind, in denen eine entsprechende Lithiumverbindung vorhanden ist. 



   In dem erfindungsgemässen Verfahren können als Ausgangsstoffe ein-oder mehrwertige, end- oder innenständige aliphatische Epoxyde eingesetzt werden. Die Epoxyde können geradkettig oder verzweigt sein, in den Alkylketten cyclische Gruppierungen haben oder durch solche Heteroatome oder Heteroatomgruppen unterbrochenbzw. substituiert sein, die keine Reaktion mit Cyanwasserstoff eingehen,   z. B.   Äther-, Ester- oder Hydroxylgruppen. 



   Weiterhin können als Ausgangsstoffe ein-oder mehrwertige substituierte oder unsubstituierte cycloaliphatische Epoxyde eingesetzt werden. 



   Die Epoxyde können einzeln oder im Gemisch untereinander verwendet werden. Es können auch Gemische von Epoxyden mit solchen Substanzen, die gegen Blausäure inert sind, zum Einsatz kommen. Beispiele für derartige Gemische sind epoxydierte   Fettsäure- und Fettalkoholgemische,   die aus natürlich vorkommenden ungesättigten Fetten und Ölen stammen, epoxydierte Öle oder Epoxydationsprodukte von Olefin-Paraffingemischen. Bevorzugte Ausgangsstoffe sind Epoxyde mit 8 bis 24   C -Atomen   bzw. deren Homologengemische, beispielswei- 
 EMI1.3 
 dierten Fettsäuren und Fettalkoholen natürlichen oder synthetischen Ursprungs. 



   Besondere Vorteile bietet das Verfahren im Hinblick auf die Umsetzung von Epoxyden mit Epoxygruppen der Konstitution 
 EMI1.4 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> 



  Blausäure <SEP> einzusetzen. <SEP> Ebenso <SEP> kannBeispiel <SEP> Alkalialkoholat <SEP> Ausbeute
<tb> 2 <SEP> Natriummethylat <SEP> 92
<tb> 3 <SEP> Kaliummethylat <SEP> 90
<tb> 4 <SEP> Lithiumäthylat <SEP> 96
<tb> 5 <SEP> Natriumäthylat <SEP> 91
<tb> 6 <SEP> Kaliumisopropylat <SEP> 90
<tb> 
 
Aus den Beispielen 1 und 4 geht die besondere Eignung der Lithiumalkoholate als Katalysatoren für die Umsetzung hervor. 
 EMI2.3 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
7 :zugetropft. Mit der Zugabe der Blausäure trat eine Homogenisierung des Reaktionsgemisches ein, das 23 h bei Raumtemperatur gehalten wurde. Nach Aufnahme des Ansatzes in Äther wurde mit verdünnter Schwefelsäure neutral gewaschen, getrocknet und destillativ aufgearbeitet. Die Ausbeute an destilliertem 3-Hydroxytridecylsäurenitril betrug 95% der Theorie. 



   Das Beispiel zeigt, dass auch bei lösungsmittelfreier Arbeitsweise eine fast quantitative Umsetzung erfolgt. 



   Beispiele 8 bis 11: In der Arbeitsweise gemäss Beispiel 1 wurden die nachstehend genannten Epoxyde 
 EMI3.1 
 gesetztes Epoxyd, mit Blausäure umgesetzt. 
 EMI3.2 
 
<tb> 
<tb> Beispiel <SEP> Epoxyd <SEP> Ausbeute <SEP> an <SEP> Hydroxynitril, <SEP> To <SEP> der <SEP> Theorie
<tb> 8 <SEP> n-Octenoxyd-1, <SEP> 2 <SEP> 96
<tb> 9 <SEP> n-Octadecenoxyd-1, <SEP> 2 <SEP> 95
<tb> 10 <SEP> Cyclohexenoxyd <SEP> 95
<tb> 11 <SEP> 2-Hexyl-octenoxyd-l, <SEP> 2 <SEP> 97 <SEP> 
<tb> 
 
 EMI3.3 
 Lithiummethylat zugefügt. Das Gemisch wurde mit 0, 39 Mol Blausäure in einen evakuierten Autoklaven (250 ml V4 A-Stahl, magnetische Hubraumrührung) eingesaugt und der Autoklaveninhalt auf   800C   erhitzt. Die Reaktionszeit inklusive Aufheizdauer betrug 6 h. Das Reaktionsprodukt wurde in Äther aufgenommen und mit Wasser neutral gewaschen.

   Die organische Phase wurde über Natriumsulfat getrocknet und destillativ aufgearbeitet. In   piger   Ausbeute wurde ein isomeres Hydroxynitril-Gemisch erhalten, dessen Siedepunkt bei 80 bis 84 C/0, 05 mm Hg lag und das eine OH-Zahl von 359,6 (berechnet   361, 4) hatte.   
 EMI3.4 
 trug   97 o,   bezogen auf eingesetztes Epoxyd. 



   Den vorhergehenden Beispielen analoge Ergebnisse wurden erhalten, wenn die Umsetzung der Epoxyde mit 
 EMI3.5 
 



    "'1o Lithium-Glykolat,PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung von Hydroxycarbonsäurenitrilen durch Umsetzung von Epoxyden mit Blausäure unter Zugabe von Cyanidionen bildenden Verbindungen und/oder starken Basen gemäss Patent Nr. 208440, 
 EMI3.6 
 olate einsetzt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Alkalialkoholat, -enolat oder phenolat eine Verbindung des Lithiums eingesetzt wird.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung in Abwesenheit von Lösungsmitteln erfolgt.
AT769971A 1969-04-05 1971-09-03 Verfahren zur Herstellung von Hydroxycarbonsäurenitrilen AT310715B (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19691917658 DE1917658C3 (de) 1969-04-05 Hydroxycarbonsäurenitrile
DE19702044160 DE2044160A1 (de) 1970-09-05 1970-09-05

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT310715B true AT310715B (de) 1973-10-10

Family

ID=25757247

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT769971A AT310715B (de) 1969-04-05 1971-09-03 Verfahren zur Herstellung von Hydroxycarbonsäurenitrilen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT310715B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT310715B (de) Verfahren zur Herstellung von Hydroxycarbonsäurenitrilen
DE2044160A1 (de)
US3862204A (en) Hydroxycarboxylic acid nitriles and process
DE2107990C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Formylnitrilderivaten
DE1966336C3 (de) Verfahren zur Herstellung von höhermolekularen Hydroxycarbonsäurenitrilen
DE953794C (de) Verfahren zur Herstellung von AEthern des ª‰-Oxyadipinsaeuredinitrils
DE965487C (de) Verfahren zur Herstellung von spasmolytisch wirksamen Halbaethern des Cyclooktandiols-(1, 2)
DE823589C (de) Verfahren zur Herstellung von Acetylencarbinolverbindungen
DE1002334C2 (de) Verfahren zur Herstellung von spasmolytisch wirksamen Oxy- und Polyoxyaethern des Cyclooktandiols-(1,2)
DE1618512A1 (de) Verfahren zur Alkoxylierung von Substanzen mit alkoholischen Hydroxylgruppen
DE2350513A1 (de) Neue polyfluoralkohole, verfahren zu deren herstellung und deren verwendung
DE975850C (de) Verfahren zur Herstellung von Polyaethercarbonsaeuren
DE2205023A1 (de) Verfahren zur hydroxylierung von ungesaettigten verbindungen
DE1917658A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Hydroxycarbonsaeurenitrilen
DE1917658C3 (de) Hydroxycarbonsäurenitrile
DE2653646C2 (de) Substituierte Propargylalkohole
DE1768930C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Cyclopent-2-enyl-phenolen
DE2034014C3 (de) Verfahren zur Herstellung von geradkettigen aliphatischen Carbonsäuren
DE1801551A1 (de) Verfahren zur Herstellung von hoeheren Hydroxyalkylmercaptanen
DE950123C (de) Verfahren zur Herstellung von 1,1,5,5-Tetraalkoxypentanen
DE1618199B2 (de) Verfahren zur herstellung von organisch substituierten natriumaluminiumhydriden
DE1125909B (de) Verfahren zur Herstellung von Alkinolen
DE3519982A1 (de) Verfahren zur herstellung von 2,4-dinitrophenylethern
DE3050795C2 (de) Halogensubstituierte Tetrahydro-&amp;alpha;-pyrone und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE835594C (de) Verfahren zur Herstellung von ª‡, ª‰-Dicarbonylverbindungen und deren Acetalen

Legal Events

Date Code Title Description
ELJ Ceased due to non-payment of the annual fee