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Die Erfindung betrifft ein Bodenbearbeitungsgerät, insbesondere zwei- oder mehrschariger Pflug, mit einem zwei- oder mehrteiligen Tragrahmen, dessen verschiebbare Rahmenteile je ein Arbeitswerkzeug tragen und Verbindungsstellen aufweisen, wobei die Arbeitswerkzeuge in einer Geraden hintereinander angeordnet sind, die zur Fahrtrichtung des Schleppers bzw. zur Arbeitsrichtung des Gerätes einen spitzen Winkel bildet und der Abstand benachbarter Arbeitswerkzeuge veränderbar ist.
Die unterschiedlichen Bodenverhältnisse, Bewuchs, Ernterückstände wie Langstroh usw. erfordern verschiedene Pflüge, welche sich ausser in ihrem Aufbau noch im wesentlichen durch die Arbeitsbreiten und die verschiedenen Längsabstände der Pflugkörper unterscheiden.
Zum Unterpflügen von normalem Bewuchs, Getreidestoppeln und Ernterückständen wird der Pflug mit kleinerer Arbeitsbreite und kleinerem Pflugkörperabstand bevorzugt. Wird jedoch ein Pflug zum Einpflügen bzw. zur sauberen Unterbringung von grösseren Ernterückständen wie Getreide- und Maisstroh verwendet, ist zwecks Vermeidung von Verstopfungen der Arbeitswerkzeuge ein grösserer Längsabstand der Pflugkörper voneinander sowie zwecks guter Wendung des Erdbalkens und Einpflügung von Ernterückständen auch eine grössere Arbeitsbreite erforderlich.
Es sollen daher die verschiedensten Wünsche der Praxis erfüllt und Pflüge unterschiedlicher Arbeitsbreiten und Durchgangslängen (Pflugkörperlängsentfernung) auf den Markt gebracht werden, wodurch die Fertigung und Lagerhaltung der Pflugteil wesentlich erschwert und damit auch verteuert wird.
Es sind bereits Ausführungen von Pflügen mit veränderbaren Pflugtragrahmen bekannt, bei denen die Pflugkörperlängsentfernung durch Längsverschiebung von Rahmenteilen in Fahrtrichtung oder die Arbeitsbreite der Pflüge durch Einschaltung von Beilagen veränderbar ist.
Bei einer andern bekannten Ausführung wird zur Veränderung des Pflügkörperlängsabstandes der Pflugrahmen jedes Pflugkörpers um 1800 versetzt und montiert. Die Teile des Pflugrahmens, die die Verbindungsstellen (Löcher, Schrauben usw. ) aufnehmen, sind dabei in Fahrtrichtung ausgerichtet, so dass es nur zu einer Verstellung des Längsabstandes zwischen den benachbarten Pflugkörpern, nicht jedoch zu einer Änderung der Arbeitsbreite kommt.
Bei andern bekannten Vorrichtungen lässt sich wieder nur die Arbeitsbreite, z. B. durch Einlegen von Keilen an den Befestigungsstellen der Pflugkörpergrindel verstellen. Eine gleichzeitige Veränderung des Längsabstandes zwischen benachbarten Pflugkörpern ist nicht möglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei möglichst geringem Fertigungsaufwand und einfacher Lagerhaltung der Pflugrahmenteile einen Pflug mit beliebiger Scharzahl zu schaffen, bei dem der Pflugkörperlängsabstand gleichzeitig mit der Arbeitsbreite verstellt oder von vornherein festgelegt werden kann.
Diese Aufgabe wird durch die Erfindung dadurch gelöst, dass die die Verbindungsstellen aufweisenden Rahmenteile etwa parallel zur Werkzeuggeraden ausgerichtet sind und bei allfälliger Verstellung der Arbeitswerkzeuge in dieser Richtung sowohl deren Längsabstand voneinander als auch deren Arbeitsbreite veränderbar ist.
Je nach gewählter Länge der Rahmenteile, die an den Verbindungsstellen z. B. nur je ein Loch für eine Befestigungsschraube benötigen, wird durch deren Zusammenbau ein Bodenbearbeitungsgerät mit bestimmten Längsabständen und Arbeitsbreiten zwischen den benachbarten Pflugkörpern geschaffen. Sind jedoch mehrere Löcher in den Rahmenteilen vorhanden, die etwa parallel zur Werkzeuggeraden ausgerichtet sind, so wird durch eine Verschiebung dieser Rahmenteile die Möglichkeit geschaffen, die Längsabstände und Arbeitsbreiten zwischen den Pflugkörpern gleichzeitig und entsprechend dem gewünschten Ausmass abzuändern. Der genannte verstellbare Tragrahmen kann für alle Bodenbearbeitungsgeräte verwendet werden, deren Arbeitswerkzeuge gegeneinander verstellbar und in den gewünschten Abständen voneinander feststellbar angeordnet werden soll.
In den Zeichnungen sind einige Ausführungsformen der Erfindung, die sich auf Pflüge jeder beliebigen Bauart beziehen, schematisch dargestellt, wobei die Verbindung der einzelnen Teile beispielsweise durch Schrauben erfolgt. Es zeigen : Fig. l einen Pflugrahmen mit mehreren Rahmenteilen in Draufsicht, Fig. 2 eine entsprechende Darstellung mit verschobenen Rahmenteilen, Fig. 3 ein Schnittbild nach der Linie III-III der Fig. 2, Fig. 4 einen erfindungsgemässen Pflugrahmen mit Beilagen zwischen einzelnen Rahmenteilen, Fig. 5 eine besondere Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes in Draufsicht, Fig. 6 ein Schnittbild nach der Linie VI-VI der Fig. 5,
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Der Pflugrahmen gemäss Fig.
l weist Rahmenteile--l bis 9-und Grindel-10, 11, 12--auf, welche die Pflugkörper--13 bis 15-tragen. Die Rahmenteile--31, l, 10--mit dem Pftugkörper-13-sind
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--15-- sind- verbunden und bilden jeweils eine geschlossene Einheit. Somit bildet jeder Pflugkörper mit den zugehörigen Rahmenteilen eine Einheit, welche gegenüber dem andern Pflugkörper in Richtung des Pfeiles I verstellbar ist, die mit der Fahrtrichtung (Pfeil II) einen spitzen Winkel einschliesst. Rahmenteile wie-3 und 4 bzw. 6 und 7--könnten auch aus einem Stück gefertigt werden.
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Der Pflugkörper-13-ist, da der Rahmenteil-l-vier Löcher aufweist, von der gezeigten Stellung in Richtung des Pfeiles I verstellbar und mittels der Schrauben-18, 19-, die sodann in die andern beiden Löcher des Teiles --1-- eingreifen, feststellbar. Der Längsabstand --1--, das ist der Abstand der Pflugkörper--13 und 14--voneinander, sowie die Arbeitsbreite "b" werden auf diese Weise vergrössert.
An Stelle von vier Löchern können im Pflugrahmenteil --1, 4 oder 7-- auch sechs oder mehr Löcher vorgesehen sein, damit mehrere dem jeweiligen Verwendungszweck des Pfluges entsprechende Verstellmöglichkeiten gegeben sind.
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feststellbar.
Die Rahmeneinheit--2, 3,4, 11-- mit Pflugkörper --14-- ist gegenüber der Rahmeneinheit - l, 10, 31-- mit Pflugkörper --13-- verstell- und mittels der Schrauben-18 und 19-- feststellbar. Die Rahmeneinheit--5, 6,7, 12-- mit Pflugkörper --15-- ist gegenüber der Rahmeneinheit--2, 3,4, 11-mit Pflugkörper--14--verstell-und mittels der Schrauben-22 und 23 bzw. 16 und 17--feststellbar. Die Rahmeneinheit--8, 9--mit dem nicht dargestellten Pflugkörper ist wieder gegenüber der Rahmeneinheit--5, 6,7, 12-- mit Pflugkörper --15-- verstell- und mittels der Schrauben-26 und 27 bzw. 20 und 21-feststellbar.
In dieser Ausführungsform sind in den Teilen-6 und 9-jeweils auch wie in den Teilen-l, 4 und 7-vier oder mehr Befestigungsstellen für die Schrauben vorhanden, so dass Verstellmöglichkeiten für die
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bzw. 8 und 9--gleichförmig ausgebildet und gegebenenfalls untereinander austauschbar sind. Die Herstellung und Lagerhaltung der Rahmenteile für das erfindungsgemässe Bodenbearbeitungsgerät ist daher wesentlich vereinfacht und führt zu billigen Geräten.
Durch die Schrauben-16, 17 und 18, 19- ist somit der Pflugkörper-14-gegenüber dem Pflugkörper --13-- in seinem Abstand fixiert. Die Durchgangslänge bzw. der Pflugkörperlängsabstand beträgt nach Fig. l--l--. Fig. 2 zeigt die gegenüber Fig. l verlängerte und gleichzeitig verbreiterte Pflugrahmenausführung, wobei der Pflugkörperlängsabstand L = l + A und die Rahmenbreite pro Pflugkörper B =b (Fig. l) +a beträgt. Der vergrösserte Abstand der Pflugkörper --13, 14 und 15--voneinander ist mittels der Schrauben-16', 17', 18', 19', 20', 21', 22', 23'-fixiert (Fig. 2).
Fig. 4 zeigt im wesentlichen die Vorrichtung nach Fig. l, jedoch mit Beilagen--34, 32, 33-zwischen
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Pflugkörper-13Pflugrahmenbreite pro Pflugkörper ohne wesentliche Änderung der Pflugkörperlängsentfernung. Die Arbeitsbreite nach Fig. 4 beträgt somit B'= b (aus Fig. l) + c.
Die Fig. 5, 6 und 7 zeigen ebenfalls eine mögliche Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, wobei die Rahmenanordnung derjenigen der Fig. l, 2 und 3 ähnlich ist. Bei den Ausführungsformen der Fig. 5 bis 7 liegen
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über ein als Beilage dienendes Verbindungsstück, z. B. die Platte--41--, verbunden. Ähnlich dieser Ausführung ist die gemäss Fig. 7, bei welcher ebenfalls die in Richtung des Pfeiles I mögliche Verstellung der einzelnen Pflugkörper gewährleistet ist.
Eine weitere mögliche Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes zeigt die Fig. 8, bei der eine einholmige Ausführung des Pflugkörperträgers aus Vierkantrohr dargestellt ist. Bei dieser Ausführung sind Rohre --56, 58, 60-- ineinandergeschoben, bei deren Verschiebung gegeneinander sowohl eine Veränderung der Arbeitsbreite als auch eine Änderung der Pflugkörperlängsentfernung erfolgt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 8 ist der Holm--58--, welcher den Pflugkörper--59-trägt, gegenüber dem Holm --56-- mit Pflugkörper --57-- verschiebbar. Zur Veränderung der Arbeitsbreite ohne wesentliche Veränderung der Pflugkörperlängsentfernung könnte beispielsweise der Holm --58-- schmäler als
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Arbeitsbreite ohne wesentliche Veränderung der Pflugkörperlängsentfernung ermöglichen.
Auf den Holm --58-- ist ein weiterer Holm --60-- für den Pflugkörper --61-- teleskopartig aufgeschoben und mit Schrauben fixiert. Diese greifen entweder in die einen oder die andern beiden im Holm --58-- vorgesehenen Löcher ein. Die Löcher haben voneinander einen Abstand-A-, um welchen eine Veränderung der Pflugkörperentfernung erreicht werden kann.
Zur Vergrösserung der Biege- oder Drehungsfestigkeit des erfindungsgemässen Bodenbearbeitungsgerätes
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können speziell für längere Geräte mit mehreren Arbeitswerkzeugen noch zusätzlich Profilrahmen verwendet werden. Beispielsweise können die Rahmenteile--l, 2,4, 5,7, 8--durch eine Überlagschiene verbunden oder als gegeneinander verschiebbare Rohrholme ausgebildet sein. Für Anbaugeräte erfolgt die Abstützung des Erfindungsgegenstandes gegenüber den Gerätebauteilen, welche an den Schlepper oder das Zuggerät angeschlagen werden, in bekannter Weise.
Wenn es für die Fertigung von Vorteil ist, kann für den Erfindungsgegenstand jede lösbare oder auch nicht lösbare Verbindung für die Rahmenteile angewendet werden.
Wenn vom Benutzer des Gerätes ein Umstellen des Gerätes z. B. von der Bauart gemäss Fig. 1 auf diejenige nach Fig. 2 überhaupt gar nicht gefordert wird, so ist eine von vorneherein unlösbare Verbindung zwischen den Rahmenteilen für den Hersteller von Vorteil.
Beim erfindungsgemässen Gerät kann eine gleichartige Verstellmöglichkeit auch am Anbaukörper (dem Schlepper zugewandter Geräteanbauteil) vorgesehen sein.
In den Zeichnungen sind nur einige mögliche Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes nach Fig. 1 bis 8 dargestellt. Selbstverständlich fällt jede derartige Vorrichtung in den Rahmen der Erfindung, mit welcher eine Veränderung des Abstandes der Arbeitswerkzeuge untereinander in der beschriebenen Form erreicht wird, auch wenn andere Mittel verwendet werden, die aber in einheitlicher Bauweise wie nach Fig. l oder in gemischter Bauweise wie nach den Fig. l und 8 zur Anwendung gelangen.
Bei einer möglichen nicht dargestellten Ausführungsform sind die Rahmenteile--3, 6, 9-nach Fig. l gestaltet und die Rahmenteile-l, 2,4, 5,7, 8- (Fig. l) durch einen durchgehenden, vorzugsweise einteiligen Holm, z. B. ein Vierkantrohr, ersetzt, auf dem die Arbeitswerkzeuge-13, 14, 15--mit ihren Grindeln - -10, 11, 12--, welche mit den Rahmenteilen-31, 3,6, 9-verbunden sind, in Richtung der Werkzeuggeraden--I--gegebenenfalls versetzbar angeordnet sind.
Bei einer weiteren nicht dargestellten Ausführungsform sind nur die Rahmenteile --1, 4, 7-- oder die Rahmenteile-2, 5, 8--mit den Grinden-10, 11, 12--der Arbeitswerkzeuge-13, 14, 15--auf einem
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ist.
Bei dieser Ausführungsform liegt der die Arbeitswerkzeuge verbindende und Rahmenteile und Arbeitswerkzeuge mittragende Holm über den Rahmenteilen-3, 6, 9--und den Grinden-10, 11, 12--.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Bodenbearbeitungsgerät, insbesondere zwei- oder mehrschariger Pflug, mit einem zwei- oder mehrteiligen Tragrahmen, dessen verschiebbare Rahmenteile je ein Arbeitswerkzeug tragen und Verbindungsstellen aufweisen, wobei die Arbeitswerkzeuge in einer Geraden hintereinander angeordnet sind, die zur Fahrtrichtung des Schleppers bzw. zur Arbeitsrichtung des Gerätes einen spitzen Winkel bildet und der Abstand benachbarter
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