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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zur Aufnahme von Schallfolgen für auf Film aufgenommene Bildfolgen und zur Wiedergabe der Schallfolgen während der Wiedergabe der gefilmten Bildfolgen nach Patent Nr. 290995, wobei die das Anlaufen eines Tonbandgerätes bei der Wiedergabe auslösenden Signale als photographisch aufgebrachte Startmarken auf dem Film und die das Anhalten des Tonbandgerätes auslösenden Signale als Magnettonmarken auf dem Tonband, vorzugsweise auf einer eigenen Steuerspur des Tonbandes, angebracht werden.
In den letzten Jahren haben sich Filmausrüstungen zunehmend durchgesetzt, mit denen auf einem von dem Laufbildfilm getrennten Magnetband Schallaufzeichnungen vorgenommen werden. Ein typisches Beispiel zeigt die USA-Patentschrift Nr. 3, 278, 251 in Form einer Vorrichtung zur synchronen Bild- und Tonaufnahme, bei der ein Tonbandgerät in Abhängigkeit von der Betätigung des Kameraauslösers gesteuert wird. Diese Vorrichtung weist einen besonderen Schalter auf, der die Anlaufschaltung des Tonbandgerätes abschaltet, wenn eine bestimmte Betriebsart der Bild-/Tonaufzeichnung vorgewählt wird.
Eine derartige Steuerung ist in vielen Fällen nachteilig. Oft ist es notwendig, die Kamera nahe einem zu filmenden Gegenstand oder Lebewesen anzuordnen, selbst aber in mehr oder weniger grossem Abstand hievon Aufstellung zu nehmen. Ein solcher Fall ist z. B. bei Tieraufnahmen gegeben, denn die Tiere dürfen während des Filmens nicht durch die Anwesenheit von Menschen in ihrem Verhalten gestört werden. Auch wenn jemand von einem andern interviewt wird, kann es erwünscht sein, die Kamera so aufzubauen, dass sowohl die befragte Person als auch der Berichterstatter gefilmt werden.
Um eine solche Anordnung zu treffen, ist es grundsätzlich möglich, die Kamera mit einer Fernsteuerung zu versehen. Sowohl hinsichtlich des erforderlichen Geräteaufwandes als auch in bezug auf die Betriebszuverlässigkeit ist es jedoch technisch ungünstig, die Kamera fernzusteuern und von ihr aus wieder eine Fernsteuerung des Tonaufnahmegerätes vorzunehmen, das meist vom Aufnehmenden getragen wird oder sich in seiner Nähe befindet.
Die Erfindung vermeidet diese Nachteile, indem bei einer Vorrichtung der eingangs erwähnten Art im Stromkreis des Tonbandantriebsmotors ein wahlweise betätigbarer Schalter zum Inbetriebsetzen des Tonbandantriebes und gleichzeitigen Durchschalten eines Relais oder Transistors vorgesehen ist, wobei das Relais bzw. der Transistor zum Schliessen des Stromkreises des Kameraantriebes dient. Die Steuerung erfolgt also vom Tonaufnahmegerät aus, so dass nicht nur die Freiheit des die Vorrichtung Bedienenden vergrössert, sondern auch der apparative Steuerungsaufwand gegenüber den herkömmlichen Anordnungen bedeutend herabgesetzt ist.
Unabhängig davon ist ein Maximum an Einfachheit und Sicherheit der Handhabung gewährleistet.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung ist vorgesehen, dass der Stromkreis des Schalters an die Basis und den Emitter des Transistors, der Stromkreis des Kameraantriebes an den Emitter und den Kollektor des Transistors angeschlossen ist.
Vorteilhaft kann dabei im Stromkreis des Kameraantriebes ein Auslöser liegen, der zur Vorbereitung einer Steuerung durch den Schalter mittels eines zweiten Schalters wahlweise überbrückbar ist.
Zweckmässig ist es ferner, dass der Schalter auf einem Mikrofon für das Tonbandgerät sitzt oder darauf wahlweise anbringbar ist.
Ein Beispiel der erfmdungsgemässen Vorrichtung wird an Hand der Zeichnung im folgenden näher erläutert.
In der folgenden Beschreibung sind verschiedene Buchsen-92, 93,94 sowie 96 und 97-und Stecker - -100, 101,104, 105 und 137erwähnt. Am Stecker --100-- erkennt man beispielsweise, dass dieser
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unterbrochen wird, in dem der Mittenkontakt--113--von dem Federleistenkontakt--114--wegbewegt wird.
Die dargestellte Kamera--11--hat zwei Buchsen--96, 97--. Sind in diese keine Stecker eingeführt, so sind der Impulsgeber--22--und die Lampe--33--für die Startmarkierung nicht in Betrieb, während durch die Federleiste-117-und den Mittenkontakt-118-der Buchse-96-der eine Pol der Kamerabatterie--17--an den Elektromotor--16--angeschlossen ist, so dass die Filmkamera--11--
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--104-- in die Buchse --96-- und der Stecker --100-- in die Buchse --93-- eingeführt ist, hängt von Faktoren wie dem Zustand der Buchse --92-- und eines Schalters-120-am Tonbandgerät-12-ab, der geschlossen ist,
wenn das Tonbandgerät zur Aufnahme oder Wiedergabe bereit ist. Bei geschlossenem Schalter - -120-- und solange kein Stecker (z. B.-137--) in die Buchse --92-- eingeführt ist, besteht der folgende Stromkreis :
Minuspol einer Batterie-121-des Bandgerätes-12--, Masse-122--, Schalter-120--,
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Mittenkontakt--124--der Buchse--92--, Leitung--125--,Leitung --133-- und Pluspol der Batterie-121-. Die einzelnen Schaltelemente dieses Schaltkreises sind so bemessen, dass der Transistor--128--zwischen seinem Emitter und seinem Kollektor einen stromführenden Pfad aufweist, wenn der betrachtete Stromkreis wie eben beschrieben geschlossen ist.
Vorausgesetzt, dass der Stecker --104-- in die Buchse --96-- eingeführt ist, kann sodann durch Betätigung des Kameraauslösers
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der Schalter --132-- noch offen ist, so bleibt auch der Pfad zwischen Emitter und Kollektor des Transistors - -128-- geöffnet, d. h. hochohmig, so dass der Kameramotor --16--bei Drücken des Auslöseknopfes --18-- nicht anläuft. Dies stellt eine wichtige Sicherheitsmassnahme nach der Erfindung für den Betrieb der geschilderten Bild- Tonaufnahme- und Wiedergabevorrichtung dar.
Die erfindungsgemässe Schaltungsanordnung ermöglicht die Fernsteuerung der Filmkamera Hiezu wird ein Stecker--137--in die Buchse --92--eingeführt, so dass die Verbindung zwischen der Federleiste --123-- und dem Mittenkontakt--124--unterbrochen wird, während der Mittenkontakt--138--des Steckers --137-- an dem Mittenkontakt-124-der Buchse-92-und der Seitenkontakt-139-- des Steckers--137--an dem Seitenkontakt--140--der Buchse--92--zur Anlage kommt.
Weil der Seitenkontakt --140-- mit der Federleist --123-- elektrisch verbunden ist, kann der oben erwähnte Stromkreis mit der Batterie--121--und dem Transistor--128--durch Betätigung eines Schalters - 141-- wahlweise geschlossen und geöffnet werden, der einerseits an den Mittenkontakt --138-- und anderseits an den Seitenkontakt--139--des Steckers--137--angeschlossen ist. Durch Schliessen bzw. öffnen des Schalters --141-- kann daher der Strompfad zwischen dem Emitter und dem Kollektor des Transistors --128-- geschlossen bzw. geöffnet werden.
Wenn infolgedessen ein normalerweise offener, den Kameraauslöser--18--überbrückender Schalter --143-- geschlossen oder der Auslöseknopf--18--in Schliessstellung verriegelt wird, so kann die Kamera --11-- durch Betätigung des Schalters--141--ferngesteuert werden, der beispielsweise im Handgriff eines Mikrophons angeordnet sein kann.
Um das Abschalten des Transistors --128-- im richtigen Augenblick sicherzustellen, ist seine Basis über Dioden--144--mit dem Minuspol der Batterie--121--verbunden. Dadurch wird verhindert, dass die elektrische Vorspannung an der Basis des Transistors--128--mit der Emittervorspannung dieses Transistors gleitet bzw. ansteigt, wenn der Schalter-141-geöffnet wird. Fehlte diese Sicherheitsmassnahme, so könnte es unmöglich sein, den Transistor --128-- durch Öffnen des Fernsteuerschalters--4--vollständig abzuschalten.
Ist die Filmkamera --11-- in Betrieb, entweder auf Grund einer Betätigung des Kameraauslösers --18-- oder nach Fernsteuerung durch den Schalter--141--, so gibt der Impulsgeber--22-- Synchronisierimpulse an den folgenden Stromkreis ab : Minuspol der Batterie--121--, Masse, Schalter
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Stromkreis wird ein hier nicht näher interessierender Oszillator zum Schwingen gebracht, der ein Schall-Stopsignal erzeugt, sobald der Impulsgeber --22-- keine Synchronisierimpulse mehr beim Anhalten der Kamera--11--abgibt.
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gesteuertes Rückspielen aufgezeichneter Information möglich ist, wenn das Gerät-12-in herkömmlicher Weise benutzt wird (z. B. als Diktiergerät zur Übertragung diktierter Texte).
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zur Aufnahme von Schallfolgen für auf Film aufgenommene Bildfolgen und zur Wiedergabe der Schallfolgen während der Wiedergabe der gefilmten Bildfolgen nach Patent Nr. 290995, wobei die das Anlaufen eines Tonbandgerätes bei der Wiedergabe auslösenden Signale als photographisch aufgebrachte Startmarken auf dem Film und die das Anhalten des Tonbandgerätes auslösenden Signale als Magnettonmarken auf dem Tonband, vorzugsweise auf einer eigenen Steuerspur des Tonbandes,
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ein wahlweise betätigbarer Schalter (141) zum Inbetriebsetzen des Tonbandantriebes und gleichzeitigen Durchschalten eines Relais oder Transistors (128) vorgesehen ist, wobei das Relais bzw. der Transistor zum Schliessen des Stromkreises des Kameraantriebes dient.
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