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Die Erfindung betrifft eine Zündkerze zum Zünden eines Gas- oder ölbrenners bei Heizgeräten, insbesondere deren Wassererhitzern, mit einem Zündkerzengehäuse, einem in dem Zündkerzengehäuse sitzenden Isolierkörper, einer Zündelektrode, die in einer Längsbohrung des Isolierkörpers sitzt und einer mit dem Zündkerzengehäuse leitend verbundenen Masseelektrode, bei welcher die Masseelektrode von einer rohrförmigen Verlängerung des Zündkerzengehäuses gebildet wird und der Isolierkörper sich im wesentlichen über die gesamte Länge der Masseelektrode in deren Innerem erstreckt.
Zündkerzen bestehen im allgemeinen aus einem metallenen Schraubkörper, dem Zündkerzengehäuse, in welchem sich ein gegenüber dem Zündkerzengehäuse längerer keramischer Isolierkörper befindet, der seinerseits in einer Längsbohrung eine Zündelektrode hält. Beide Enden der Zündelektrode ragen aus dem Keramikkörper heraus, wobei an das eine Ende das Zündkabel angeschlossen wird, während dem andern Ende der Zündelektrode gegenüber in geeignetem Abstand die Masseelektrode angeordnet ist. Die letztere steht mit dem Zündkerzengehäuse in elektrisch leitender Verbindung. Bei Betätigung der Zündung springt ein Zündfunke zwischen beiden Elektroden über. Bei den bekannten Zündkerzen ist die Masseelektrode ebenso wie die Zündelektrode als Rundstab ausgebildet. Die Zündkerze wird am Gehäuse des Gerätes oder an einem Schalter befestigt.
Dadurch liegt die Zündkerze verhältnismässig weit vom Brenner entfernt. Demzufolge sind beide Elektroden der Zündkerze zum Zünden von Gasbrennern verhältnismässig lang gegenüber dem Zündkerzengehäuse vorstehend ausgebildet. Dadurch ist das Zündkerzengehäuse weniger stark den Flammen ausgesetzt, als wenn beide Elektroden kurz ausgeführt wären. Die Elektroden müssen aber so nahe an die Flammen gelegt werden, dass eine Zündung erfolgen kann.
Es hat sich nun gezeigt, dass diese langen Elektroden durch die Wärme der Flammen überhitzt werden, so dass sich ihre Form und ihre gegenseitige Lage verändern.
Es ist eine Zündkerze zum Zünden eines Gas- oder ölbrenners bekannt, mit einem Zündkerzengehäuse, einem in dem Zündkerzengehäuse sitzenden Isolierkörper, einer Zündelektrode, die in einer Längsbohrung des Isolierkörpers sitzt und einer mit dem Zündkerzengehäuse leitend verbundenen Masseelektrode, bei welcher die Masseelektrode von einer rohrförmigen Verlängerung des Zündkerzengehäuses gebildet wird und der Isolierkörper sich im wesentlichen über die gesamte Länge der Masseelektrode in deren Innerem erstreckt. Bei dieser bekannten Zündkerze (DT-OS 1800487) erstreckt sich die Zündelektrode über das Ende des Isolierkörpers hinaus. Die Masseelektrode, die als Gussteil ausgebildet ist und den Isolierkörper mit einer Schulter axial hält, greift mit einem baldachinartigen Ende von einer Seite über die Zündelektrode.
Der Isolierkörper ist einteilig ausgeführt. Bei dieser bekannten Zündkerze darf der Zündkerzenkörper mit Gehäuse und Isolierkörper nicht zu stark erwärmt werden, weil sonst durch die Wärmeausdehnung zu grosse mechanische Spannungen auftreten.
Zündelektrode und Masseelektrode ragen daher relativ weit über den eigentlichen Zündkerzenkörper hinaus. Es ergibt sich dadurch auch hier die Gefahr einer relativen Lageänderung der Elektroden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Zündkerze zu schaffen, die starker Erwärmung ausgesetzt werden kann, ohne dass eine unzulässige Erwärmung der Zündstreckenlänge eintreten kann.
Erfindungsgemäss wird das erreicht durch die Kombination der Merkmale, dass
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<tb>
<tb> a) <SEP> der <SEP> Isolierkörper <SEP> im <SEP> Bereich <SEP> der <SEP> Masseelektrode <SEP> quergeteilt <SEP> ist, <SEP> wobei <SEP> die <SEP> Trennfuge <SEP> zwischen <SEP> den
<tb> Teilen <SEP> des <SEP> Isolierkörpers <SEP> stufenförmig <SEP> abgesetzt <SEP> und <SEP> der <SEP> endseitige, <SEP> hülsenförmige <SEP> Teil <SEP> mit
<tb> allseitigem <SEP> Spiel <SEP> innerhalb <SEP> der <SEP> Masseelektrode <SEP> angeordnet <SEP> ist, <SEP> so <SEP> dass <SEP> er <SEP> sich <SEP> ohne <SEP> Widerstand
<tb> ausdehnen <SEP> kann, <SEP> dass
<tb> b) <SEP> das <SEP> Ende <SEP> des <SEP> Isolierkörpers <SEP> --6-- <SEP> verjüngt <SEP> ist,
<SEP> gegenüber <SEP> dem <SEP> Ende <SEP> der <SEP> Masseelektrode <SEP> vorsteht
<tb> und <SEP> durch <SEP> Einbördeln <SEP> des <SEP> Endes <SEP> der <SEP> Masseelektrode <SEP> lagegesichert <SEP> ist <SEP> und <SEP> dass
<tb> c) <SEP> das <SEP> Ende <SEP> der <SEP> Zündelektrode <SEP> etwa <SEP> mit <SEP> dem <SEP> Ende <SEP> der <SEP> Masseelektrode <SEP> fluchtet <SEP> und <SEP> gegenüber <SEP> dem
<tb> verjüngten <SEP> Ende <SEP> des <SEP> Isolierkörpers <SEP> etwas <SEP> zurückliegt.
<tb>
Die Unterteilung und Ausbildung des Isolierkörpers gestattet eine starke Erwärmung, ohne dass unzulässige Spannungen auftreten. Die Zündstreckenlänge wird nur wenig durch die Temperatur beeinflusst, da eine gleichmässige Erwärmung der Teile erfolgen kann und daher-bei beiden Ausführungsformen-keine thermisch bedingten Relativbewegungen der Elektroden stattfinden. Durch die relative Anordnung der Elektroden zueinander bei der einen Ausführungsform der Erfindung werden beide Elektroden gegeneinander abgeschirmt.
Das erfolgt in einem solchen Masse, dass der Zündfunke in einem Bogen überspringt. Da am Ende der Zündkerze das Brenngas vorbeistreicht, ist durch den bogenförmigen Weg des Zündfunkens Gewähr gegeben, dass der Funke stets mit dem Gas in Berührung kommt. Bei der zweiten Ausführungsform wird einerseits eine gute und sichere Zündung des Gases sichergestellt und anderseits vermieden, dass das Ende des Isolierkörpers gegenüber der Zündelektrode vorsteht, was zu einer Beschädigung des Isolierkörpers, insbesondere, wenn dieser aus Keramik besteht, führen könnte. Das Gas kann dabei durch die Durchbrüche hindurchstreichen und wird sicher entzündet.
Hier nimmt der Zündfunke den geraden Weg zwischen beiden Elektroden.
Durch die rohrförmige Masseelektrode kann die aufgenommene Wärme besser zum Zündkerzengehäuse und weiter abgeführt werden als das bei der rundstabförmigen vorbekannten Ausführung der Masseelektrode der Fall war. Eine Verformung der Elektroden findet nicht statt. Gegen Berührung ist die rohrförmige Masseelektrode stabil, und die innere Zündelektrode ist nicht gefährdet.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachstehend unter Bezugnahme auf die zugehörigen Zeichnungen näher beschrieben : Fig. l zeigt eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemässen Zündkerze teilweise im Schnitt, Fig. 2 zeigt das Elektrodenende einer zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemässen Zündkerze im Schnitt und Fig. 3 ist die zugehörige Stirnansicht.
In Fig. l ist mit--l--das Metallgehäuse der Zündkerze bezeichnet, das mittels eines Gewindes--2--
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B.- der Zündelektrode wird ein (nicht dargestelltes) Zündkabel angeschlossen. Innerhalb der rohrförmigen Masseelektrode --3-- schliesst sich an den Keramikkörper--4--eine Keramikrolle--6--an. Die Teile - 4 und 6-bilden zusammen den Isolierkörper. Die Rolle --6-- findet Anlage einerseits an dem Keramikkörper--4--und anderseits an einer Bördelung --7-- der Masseelektrode --3--.
Um eine geradlinige Verbindung zwischen den beiden Elektroden im Bereich des Berührungsspaltes zwischen den Keramikkörpern --4 und 6-zu vermeiden und sicherzustellen, dass kein Funke über den Berührungsspalt zwischen den Keramikkörpern überspringt, sind die beiden gegenüberliegenden Enden der Keramikkörper--4 und 6-mit einer Abstufung--8--versehen.
Am äusseren Ende--6'--ist die Keramikrolle --6-- verjüngt und steht gegenüber dem Ende der Masseelektrode--3--vor. Das Ende--5"--der Zündelektrode--5--steht gegenüber dem Ende--6'-- zurück.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist das Ende-9'-der Masseelektrode-9-einwärts gebördelt, und es sind drei Durchbrüche --10-- (Fig. 3) vorgesehen. Das Ende --11'-- der Keramikrolle --11-- steht nicht gegenüber der Masseelektrode--9--vor, sondern endet bereits am Beginn der Bördelung--9'--.