AT306389B - Verfahren zum Verarbeiten von Nichteisenmetalle enthaltenden Erzen oder Konzentraten - Google Patents
Verfahren zum Verarbeiten von Nichteisenmetalle enthaltenden Erzen oder KonzentratenInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Verarbeiten von Nichteisenmetalle enthaltenden Erzen oder Konzentraten, bei welchem diese zerkleinert, in eine mittels zugeführter, sauerstoffhältiger Gase in einer Kammer aufrechterhaltene Wirbelströmung eingetragen, in dieser Strömung geröstet und geschmolzen werden und aus der Kammer mit den Abgasen eine metallhaltige Staubfraktion ausgetragen wird. Flüchtige Metalle verdampfen teilweise, entstehende Gase werden gereinigt und die Schmelze von Metallen und deren Verbindungen wird zur Nachverarbeitung in einen elektrothermischen Teil der Anlage überführt (s. z. B. österr. Patentschrift Nr. 289406, UdSSR-Urheberscheine Nr. B2496 und Nr. B2497). Bei den bekannten Verfahren treten Schwierigkeiten bei der Verarbeitung von Erzen oder Konzentraten auf, die einen erheblichen Schwefelanteil aufweisen. Bei geringen Schwefelgehalten, unter etwa 14%, wird ein Brennstoff zugesetzt und verbrannt, um die zum Schmelzen der Charge erforderliche Wärme zu liefern. Verfährt man in der gleichen Weise bei Chargen mit höherem Schwefelanteil, so zeigt sich, dass der Schwefel unvollständig ausbrennt, d. h., Schwefel in der Schmelze verbleibt, wo er nicht erwünscht ist. Ziel der Erfindung ist ein Verarbeitungsverfahren, das auch bei Erzen oder Konzentraten mit hohem Schwefelgehalt anwendbar ist und bei welchem auch der ein wertvolles Produkt darstellende Schwefel gewonnen wird. Dieses Ziel ist mit einem Verfahren der eingangs umrissenen Art erreichbar, bei dem erfindungsgemäss bei der Verarbeitung von Erzen bzw. Konzentraten, die 10 bis 70% Blei, 7 bis 40% Zink, 0 bis 6% Kupfer und mehr als 14% Schwefel enthalten, der Sauerstoffgehalt so hoch gehalten wird, dass er in der Wirbelströmung zur praktisch vollständigen Oxydation des Schwefels zu Schwefeldioxyd ausreicht, diese Erze bzw. Konzentrate unter Ausnutzung der Verbrennungswärme des Schwefels ohne Wärmezufuhr von aussen geschmolzen werden, die weitgehend, vorzugsweise vollständig entschwefelte Schmelze einem Elektroofen zugeführt sowie die von den schwefeldioxydhältigen Abgasen abgetrennte Staubfraktion in die Wirbelströmung rückgeführt wird. Auf diese Weise ergibt sich nicht nur eine praktisch schwefelfreie Schmelze, sondern der gesamte Schwefel geht in Form von Schwefeldioxyd in die Abgase über, die nicht weitgehend mit andern Verbrennungsprodukten verdünnt sind und daher wirtschaftlich weiter verarbeitet werden können. Der Schwefeldioxydgehalt der Abgase kann beispielsweise etwa 90% betragen. Abgesehen davon entfällt die Notwendigkeit, Brennstoff zuzusetzen, was nicht nur einen Kostenaufwand bedeutet, sondern auch mit dem Einbringen von Verunreinigungen verbunden sein kann. Die vollständige oder nahezu vollständige Entschwefelung der Chargenschmelze gewährleistet eine wirkungsvolle Kondensation der Dämpfe von in dem Elektroofen reduzierten Metallen. Die Rückführung der von den Abgasen abgetrennten Staubfraktion in die Wirbelströmung bedeutet, dass eine gesonderte Verarbeitung dieses Produktes samt den hiezu erforderlichen Einrichtungen entfallen kann. Die Erfindung ist im folgenden an Hand einer beispielsweisen Ausführungsform und der Zeichnung näher erläutert, die in schematisierter Darstellung eine zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens geeignete Anlage veranschaulicht. Diese Anlage weist eine Schmelzkammer--2--auf, in welche die zu verarbeitenden Chargen eingebracht werden. Diese Chargen bestehen aus einem Anteil A aus feingemahlenem Erz oder Konzentrat und einem Anteil B, nämlich der abgetrennten Staubfraktion. In der Kammer ist ein Brenner--l--angeordnet, in den mit dem Chargenmaterial beladener Sauerstoff eingespeist wird, so dass eine Wirbelströmung entsteht. Das 10 bis 70% Blei, 7 bis 40% Zink, 0 bis 6% Kupfer und mehr als 14% Schwefel enthaltende Erz oder Konzentrat wird vorteilhaft bis zu einem Feuchtigkeitsgehalt von höchstens 2% vorgetrocknet. Innerhalb der Wirbelströmung aus den heissen Verbrennungsgasen wird die Charge geröstet und geschmolzen, wobei infolge der innigen Durchmischung eine vollständige oder wenigstens nahezu vollständige Verbrennung des Schwefels gewährleistet wird, so dass die dabei entstehende Wärme für das Schmelzen der Charge ausreicht und die Verbrennungsgase einen hohen Schwefeldioxydgehalt aufweisen, weil sie nicht mit aus der Verbrennung zusätzlichen Brennstoffes stammenden Brenngasen verdünnt sind. Aus der Schmelzkammer--2--, wo bereits eine teilweise Bleisublimation stattfindet, wird die jedenfalls praktisch schwefelfreie Chargenschmelze in einen Elektroofen --3-- überführt und dort weiter erhitzt. In dem Elektroofen scheidet sich der Hauptteil des Bleies sowie gegebenenfalls vorhandenes Kupfer ab, wogegen Zink aus der Schmelze verdampft oder sublimiert. Blei und Kupfer werden fallweise abgelassen. Die Zinkdämpfe samt dem mitgeführten Bleianteil gelangen in einen Kondensator--4--, wo das Metall kondensiert und aus dem die verbliebenen Abgase--C-abgeführt werden. Der Hauptanteil der S02-reichen Abgase wird aber bereits aus der Schmelzkammer --2-- abgezogen und einem Staubabscheider --5-- zugeführt, der z. B. mindestens einen Zyklon enthält. In dem Staubabscheider wird aus der Brennkammer bzw. aus der Schmelzkammer mitgenommener Metallstaub abgeschieden und als Chargenanteil B in jene Mischvorrichtung--6--eingetragen, in die auch der Chargenanteil aufgegeben wird. Die aus dem Abscheider--5--ausgetretenen Abgase werden dann zur Gewinnung von Schwefelsäure oder Schwefel weiter verarbeitet, was wirtschaftlich möglich ist. Das vorgeschlagene Verfahren gestattet es, etwa 95% und mehr des in den angelieferten Erzen oder Konzentraten enthaltenen Bleies und Zinkes auszubringen und ist vorteilhaft, weil es ohne Brennstoffzufuhr <Desc/Clms Page number 2> gestattet, auch den Schwefel aus den zu einem hochkonzentrierten, wertvollen Nebenprodukt gewordenen Abgasen zu gewinnen, ohne dass hiezu eine von den üblichen wesentlich abweichende Anlage notwendig wäre.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Verfahren zum Verarbeiten von Nichteisenmetalle enthaltenden Erzen oder Konzentraten, bei welchem diese zerkleinert, in eine mittels zugeführter, sauerstoffhältiger Gase in einer Kammer aufrechterhaltene Wirbelströmung eingetragen, in dieser Strömung geröstet und geschmolzen werden und aus der Kammer mit den EMI2.1 Verarbeitung von Erzen bzw. Konzentraten, die 10 bis 70% Blei, 7 bis 40% Zink, 0 bis 6% Kupfer und mehr als 14% Schwefel enthalten, der Sauerstoffgehalt so hoch gehalten wird, dass er in der Wirbelströmung zur praktisch vollständigen Oxydation des Schwefels zu Schwefeldioxyd ausreicht, diese Erze bzw.Konzentrate unter Ausnutzung der Verbrennungswärme des Schwefels ohne Wärmezufuhr von aussen geschmolzen werden, die weitgehend, vorzugsweise vollständig entschwefelte Schmelze einem Elektroofen zugeführt sowie die von den schwefeldioxydhältigen Abgasen abgetrennte Staubfraktion in die Wirbelströmung rückgeführt wird.
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0053594A1 (de) * | 1980-12-01 | 1982-06-09 | Boliden Aktiebolag | Gewinnung von Blei aus bleisulfidischem Rohmaterial |
-
1970
- 1970-07-30 AT AT694070A patent/AT306389B/de not_active IP Right Cessation
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