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Die Erfindung betrifft einen Halteteil für einen Sld-Schuh, welcher Halteteil an dem zum Ski quer-verlaufenden vorderen Sohlenrand vorgesehen und mit einem aufwärtsgerichteten Vorsprung versehen ist, der als Anschlag für einen von oben anlegbaren und den Sohlenrand gegen den Ski drückenden Bügel einer
Skibindung dient, wobei der vordere Sohlenabschnitt an Seitenbacken des Skis anliegt.
Es sind Skibindungen bekannt, bei denen auf einer Montageplatte zwischen den Seitenstützen nach oben gerichtete Zapfen vorgesehen sind, die mit in der Sohle des Ski-Schuhs ausgesparten Löchern zusammenwirken, um durch Eingriff in diese den Schuh in Längsrichtung des Skis zu fixieren. Diese Lagefixierung bezweckt in erster Linie, einer Verschiebung des Schuhs entlang des Skis nach hinten vorzubeugten, während die
Vorwärtsbewegung des Schuhs durch die nach vorne abnehmende Breite der Schuhsohle und eine entsprechende
Schrägstellung der Seitenstützen verhindert wird. Durch die Zapfen und Löcher wird selbstverständlich auch eine
Verstärkung der Wirkung der Seitenstützen gegen eine Vorwärtsbewegung des Schuhs erhalten.
Die Nachteile der beschriebenen Anordnung sind, dass die Löcher in der Schuhsohle sehr leicht durch Schnee, Sand od. dgl. verstopft werden, wenn der Skiläufer vor dem Anlegen der Skier gezwungen ist, über den Erdboden zu gehen. Weiters sind jene Flächen der Schuhsohle, welche in den Löchern mit den Zapfen in Berührung stehen, in bezug auf die Festigkeitseigenschaften des Materials oft einem allzu hohen Flächendruck ausgesetzt, der zu einer Vergrösserung der Löcher und einer dadurch bedingten unbefriedigenden Lagefixierung führt.
Die franz. Patentschrift Nr. 980. 478 beschreibt eine Skibindung, bei der ein am vorderen Sohlenende eines Ski-Schuhs befestigter Halter mit einem vorspringenden Teil versehen ist. Mit einem am Skikörper befestigten, von oben gegen den vorspringenden Teil anlegbaren Bügel wird das vordere Sohlenende des Schuhs auf den Ski niedergedrückt. Der Halter ist dabei wesentlich schmäler als der quer zum Ski verlaufende vordere Sohlenrand und der nach oben gerichtete Vorsprung ist um die Breite von abgebogenen Flanschteilen, die mit Löchern für Schrauben zur Befestigung des Halters versehen sind, schmäler als der Halter. Bei dieser Skibindung wird somit nur ein kleiner Abschnitt des Sohlenrandes gegen den Sld gedrückt und die Halterung bzw. Befestigung des Schuhs ist infolge der schmalen Auflagefläche des Bügels lose.
Durch die geringe Breite des Vorsprunges wird auf ihn je Längeneinheit eine relativ grosse Kraft ausgeübt, wodurch der Vorsprung leicht ver-bzw. umgebogen und eine genaue Halterung erschwert wird.
Ziel der Erfindung ist es, die zuvor erwähnten Nachteile zu beseitigen. Dies wird bei einem Halteteil für einen Sld-Schuh der eingangs genannten Art erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass der Halteteil auf der Oberseite des Sohlenrandes angeordnet ist, dass der Halteteil sich annähernd über die gesamte Breite der Sohlenspitze und der Vorsprung sich annähernd über die Länge des Halteteiles erstreckt und dass der Bügel in den Seitenbacken schwenkbar gelagert ist. Dieser erfindungsgemässe Halteteil ergibt eine einfach zu handhabende, wirksame und verschleissfeste Einrichtung zur Fixierung des Schuhs.
Dadurch, dass sich der Vorsprung über die Länge des Halteteiles und sich somit annähernd über die gesamte Breite der Sohlenspitze erstreckt, ergibt sich eine grosse Anlagefläche für den die Sohlenspitze gegen den Ski drückenden Bügel, wodurch die Flächenbelastung der Sohlenspitze verringert wird.
Es ist nun besonders vorteilhaft, wenn der insbesondere aus Blech bestehende, langgestreckte Halteteil einen L-förmigen Querschnitt aufweist, dessen einer Flansch an der Oberseite des Sohlenrandes anliegt und dessen anderer Flansch der Vorsprung ist. Ferner kann der Vorsprung aus Gummi bestehen und an der Sohle durch Vulkanisation befestigt sein. Zweckmässig ist es, wenn der Vorsprung und die Sohle aus einem Stück bestehen. Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist der Vorsprung in seiner Längsmitte eine Ausnehmung für einen in Längsrichtung des Skis angeordneten Teil des Bügels auf.
Beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung werden im folgenden an Hand der Zeichnungen beschrieben. Fig. l zeigt in schaubildlicher Darstellung einen Schuh mit einem Halteteil und Fig. 2 zeigt eine andere Ausführungsform des Halteteiles an einem Ski-Schuh und die Befestigung des Schuhs an einem Ski.
Der in den Fig. l und 2 gezeigte Ski-Schuh liegt mit seinem vorderen Sohlenabschnitt an Seitenbacken --2-- des Skis an und ist somit in Seitenrichtung in bezug auf den Ski festgehalten. Durch die nach vorne abnehemende Breite des vorderen Sohlenabschnittes und die übliche Schrägstellung der Seitenbacken-2-kann der Ski-Schuh nur bis zu einer bestimmten Endlage nach vorne geführt werden. Um den vorderen Sohlenrand des Schuhs nach unten gegen den Ski zu drücken, ist ein Bügel --3-- vorgesehen, der mit seinen
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hervor, dass ein Teil-15-des Bügels-3-den vorderen Sohlenabschnitt von oben gegen den Ski drückt, wenn der Bügel --3-- mittels eines Spannhebels--5--gegen den Ski gedrückt wird.
Bei dem in Fig. 1 gezeigten Ski-Schuh erstreckt sich der erfmdungsgemässe Halteteil--11--auf der Oberseite des Sohlenrandes annähernd über die gesamte Breite der Sohlenspitze. Der nach oben ragende Vorsprung--13--erstreckt sich annähernd über die Länge des Halteteiles Der Halteteil--11-hat einen L-förmigen Querschnitt, dessen einer Flansch -12-- an der Oberseite des Sohlenrandes anliegt und an diesem befestigt ist und dessen anderer Flansch der von der Sohle nach oben gerichtete Vorsprung-13- ist.
Die nach hinten gerichtete Fläche-14-des Vorsprunges-13-hat eine an den Teil-15- (Fig. 2) des Bügels-3-angepasste Gestalt und stellt eine die rückwärts gerichtete Bewegung des Schuhs verhindernde
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Fläche-14-dar, die eine grosse Berührungsfläche gegenüber dem Bügel-3-aufweist. Der Vorsprung --13-- weist in seiner Längsmitte eine Ausnehmung-16-für den in Längsrichtung des Skis angeordneten Teil des Bügels --3-- auf.
Der in Fig. l gezeigte Halteteil --11-- ist mit Holz- oder Blechschrauben an der Sohle-l-- festgeschraubt. Der Halteteil --11-- weist im Flansch --12-- mehrer Befestigungslöcher zum Einschrauben der Schrauben von oben in den Sohlenrand auf. Die Löcher für die von oben eingeschraubten Schrauben sind dabei so angeordnet, dass die Schraubenköpfe unter dem Bügel --3-- zu liegen kommen und dadurch direkt durch den Druck des Bügels-3-niedergehalten werden, wenn der Bügel angelegt ist.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform ist der Vorsprung --17-- und die Sohle-l- einstückig ausgebildet. Die Sohle-l-und der Vorsprung --17-- bestehen aus demselben Material, z. B. aus Gummi. Der Vorsprung --17-- kann dabei auch getrennt hergestellt und später mit der Sohle --1--, z. B. durch Vulkanisation, fest vereinigt werden. Die Rückseite des Vorsprunges --17-- ist so ausgebildet, dass sie
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weich anschliesst. Funktionsmässig bietet diese Ausführungsform dieselben Vorteile wie die bereits an Hand der Fig. l beschriebene Ausführungsform.
Der Vorsprung --17-- ist ebenso wie der Vorsprung --13-- in Fig. 1 zweckmässigerweise mit einer Ausnehmung --19-- für einen Teil des Bügels --3-- versehen.
Der Halteteil --11-- nach Fig. l kann auch mit einer Rinne zur Aufnahme des Bügels ausgebildet sein und aus Blech oder aus Kunststoff hergestellt sein. Der Halteteil nach Fig. 2 bzw. der Vorsprung-17- könnte ferner auch mit nach vorne gerichteten Anschlagflächen ausgebildet sein. Für die Befestigung des Halteteiles am Sohlenrand sind ausser Schrauben auch sämtliche andern bekannten Befestigungsarten möglich.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Halteteil für einen Ski-Schuh, welcher Halteteil an dem zum Ski quer-verlaufenden vorderen Sohlenrand vorgesehen und mit einem aufwärtsgerichteten Vorsprung versehen ist, der als Anschlag für einen von oben anlegbaren und den Sohlenrand gegen den Ski drückenden Bügel einer Skibindung dient, wobei der vordere
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der Oberseite des Sohlenrandes angeordnet ist, dass der Halteteil sich annähernd über die gesamte Breite der Sohlenspitze und der Vorsprung (13 bzw. 17) sich annähernd über die Länge des Halteteiles erstreckt und dass der Bügel (3) in den Seitenbacken (2) schwenkbar gelagert ist.
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