AT302380B - Reinigungsmaterial - Google Patents

Reinigungsmaterial

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AT302380B
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AT
Austria
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adhesive
cleaning
paper
self
under pressure
Prior art date
Application number
AT1169969A
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English (en)
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Koreska Gmbh W
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41JTYPEWRITERS; SELECTIVE PRINTING MECHANISMS, i.e. MECHANISMS PRINTING OTHERWISE THAN FROM A FORME; CORRECTION OF TYPOGRAPHICAL ERRORS
    • B41J29/00Details of, or accessories for, typewriters or selective printing mechanisms not otherwise provided for
    • B41J29/17Cleaning arrangements

Landscapes

  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung betrifft ein Reinigungsmaterial in Blatt- oder Bandform zum Reinigen der Typen von
Schreibmaschinen, Schnelldruckern od. dgl., bestehend aus einem flexiblen, unter Druck nachgiebigen Träger, aus einer die Verunreinigung aufnehmenden Beschichtung aus druckempfindlicher   Selbstklebemasse   und aus einer über dieser angeordneten Abdeckung. 



   Zur Reinigung der Typen von Schreibmaschinen wurden neben Bürsten aus Metalldraht und künstlichen
Borsten auch Knetmassen verwendet, die mehrmals auf die Typen gedrückt wurden und die dank einer gewissen
Klebrigkeit der Masse beim Abheben die Verunreinigungen mit sich nahmen. Der Vorgang wurde wiederholt, bis sich der gewünschte Effekt einstellte. 



   Es wurde bereits vorgeschlagen, eine derartige Knetmasse auf eine steife Unterlage, z. B. ein Stück Karton, aufzutragen und dieses spatelartige Gerät vor die Typengabel der Schraibmaschine zu halten, während die Type durch Betätigung der Schreibtasten angeschlagen wird. 



   Anderseits ist in neuerer Zeit ein Reinigungstuch aus einem flexiblen Träger und einer Beschichtung bekanntgeworden, welches an Stelle des Schreibpapiers in die Maschine eingeführt wird und die Typen beim normalen Anschlag reinigen soll. Ein besonderes Merkmal dieses bekannten Tuches besteht darin, dass die durch elektrostatische Beflockung erzeugte Schicht aus aufrechtstehenden Fasern besteht, die durch ein geeignetes
Bindemittel an jeweils einem Ende mit dem Träger verbunden sind, wobei die einzelnen Fasern einen dünnen Überzug aus druckempfindlichem Klebstoff aufweisen. 



   Ein solches Tuch hat den Nachteil, dass die Arbeitsfläche klebrig ist, weshalb sie während der Lagerung mit einer Trennfolie abgedeckt sein muss. Vor der Einführung in die Maschine muss die Trennfolie abgezogen werden, was zur Folge hat, dass die Arbeitsfläche mit den Führungswalzen in Berührung kommt. Dabei werden die einzelnen Fasern unter dem Druck der Führungswalzen aneinander und gegen den Träger gedrückt und da sie eine klebrige Oberfläche aufweisen, bleiben sie zum Teil in dieser Lage haften. Ein anderer Teil der Fasern bleibt an den Führungswalzen kleben und wird vom Trägermaterial losgerissen. Es ist offensichtlich, dass an den betroffenen Stellen die Reinigungswirkung der Schicht vermindert wird. Darüber hinaus kann sich auch eine Verunreinigung der Papierführung in der Schreibmaschine ergeben. 



   Schliesslich wurden auch Reinigungstücher der eingangs geschilderten Art vorgeschlagen, die aus einem flexiblen, unter Druck nachgiebigen Träger und einer Beschichtung aus einer Selbstklebemasse bestehen. Wie bei dem vorstehend geschilderten Reinigungsmaterial, ist diese Beschichtung während der Lagerung mit einer Abdeckung versehen. Da diese Abdeckung ähnlich wie bei dem vorstehend beschriebenen Beispiel vor dem Gebrauch von der Klebschicht abgezogen werden muss, ergeben sich auch ähnliche Probleme. Das heisst, es kann nicht verhindert werden, dass die Arbeitsfläche mit den Führungswalzen der Schreibmaschine in Berührung kommt, wodurch sich Verunreinigungen der Papierführung und eine Verminderung der Reinigungswirkung ergeben können. 



   Die Erfindung hat nun zum Ziel, ein Reinigungstuch zu schaffen, das in die Papierführung einführbar ist, die oben geschilderten Nachteile aber nicht aufweist. 



   Die Erfindung besteht nun darin, dass bei einem Reinigungsmaterial der oben beschriebenen Art die Abdeckung aus porösem Faservlies mit einem Flächengewicht von nicht mehr als 20   g/m2,   vorzugsweise 6 bis 12   g/m2   besteht und mit der Selbstklebemasse bleibend verbunden ist. 



   Als Trägermaterial können dabei glatte Materialien,   z. B.   stärkeres Papier oder Folien oder Stoffe verwendet werden, die unter Druck oder Schlag verformbar, d. h. nachgiebig, sind. Solche nachgiebige Materialien sind   z. B.   



  Kreppapier, Faservliese in einer Dicke von 0, 2 bis 1 mm oder Schaumstoffe. Hier sind wieder im besonderen geschlossenporige Schäume bevorzugt. 



   In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung verwendet man für die Abdeckung ein Faservlies, welches mit einem unter Druck verdrängbaren Material, vorzugsweise einer Mischung aus Zellulosenitrat, Weichmachern und Mineralölen getränkt ist. 



   Unter Faservlies sind im Sinne der Erfindung offenporige dünne Fasergebilde von 6 bis etwa 12, höchsten 20   g/m2 zu   verstehen, die entweder nach Art der Papierherstellung,   d. h.   auf nassem Wege aus langfaserigen, wenig gemahlenen natürlichen Zellulosefasern hergestellt sind, oder aber Vliesstoffe, die auf trockenem Wege,   z. B.   mit Einrichtungen der Textilindustrie erzeugt werden. Wesentlich für die Eignung eines derartigen Materials ist eine möglichst gleichmässige Verteilung der Poren und ein hoher Anteil der Poren an der Gesamtfläche. Als besonders geeignet hat sich ein Spezialseidenpapier erwiesen, welches als Japanpapier oder als Stencil-Rohseide bekannt ist. 



   Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an Hand nachstehender Beispiele näher erläutert. Die angegebenen Mischungsverhältnisse verstehen sich dabei in Gewichtsteilen. 
 EMI1.1 
 unmittelbar nach dem Erstarren der Schmelze ein Faservlies mit einem Flächengewicht von 6 bis 7 g/m2 aufgebracht und unter leichtem Druck mit der Klebschicht vereinigt. 



   An Stelle der erwähnten   Harz/Wachsmischung   kann auch eine Mischung aus 2 Teilen Bienenwachs und 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
1 Teil venetianischem Terpentin oder mit besonderem Vorteil eine Mischung aus 1 Teil mikrokristallinem
Paraffin und 0, 2 bis 1 Teil Polyisobutylen, z. B. Oppanol B3 oder B10 verwendet werden. 



   Die erwähnten Schichten aus Wachs und Harz haben vor der Abdeckung mit dem porösen Papier stark klebrige Eigenschaften. Nach dem Abdecken fühlt sich die Schicht bei normaler Handhabung nicht mehr klebrig an. Wird ein derartiges Schichtenmaterial mit der abgedeckten Klebeseite nach aussen in eine Schreibmaschine eingespannt und mit stark verschmutzten Typen mehrmals angeschlagen, so geht schon bei den ersten
Anschlägen fast das ganze in den Typen enthaltene Farbmaterial auf die Anschlagstellen über. Nach jeweils 6 bis
10 Anschlägen sind alle Fremdkörper und Farbstoffreste von den Typen entfernt. 



   Beispiel 2 : Auf ein Faservlies, bestehend aus einem Gemisch aus Baumwoll- und Zellwollfasern,   dessen Flächengewicht   zirka 80   g/m2   und dessen Dicke etwa 0, 25 mm betrug, wird eine wässerige Dispersion aus
1 Teil Acronal 4D (Acrylsäureester der Badischen Anilin-und Sodafabrik AG) und 1 Teil Acronal 40D (etwas härteres Acrylharz) aufgestrichen und getrocknet. Das Auftragsgewicht der trockenen Schicht beträgt zirka
20 g/m2. 



   Nach dem Trocknen wird mit dieser Klebschicht, wie oben beschrieben, eine Bahn aus Vliesmaterial mit einem Flächengewicht von 10 bis 12   g/m2   vereinigt. 



   Die Auftragsmasse für die Klebschicht kann mit ähnlichem Erfolg durch eine Polyvinylacetat-Dispersion, z. B. Mowilit DM45 ersetzt werden. 
 EMI2.1 
 gegen die Einwirkung von Feuchtigkeit und Lösungsmitteln imprägniert ist, wird eine Lösung aus 1 Teil Naturkautschuk, unmastiziert,   0, 5   bis 1, 5 Teilen Polyterpenharz, z. B. Piccolyte S125,   0, 2   Teilen Weissöl und 0, 2 Teilen Zinkoxyd in Bezin oder Trichloräthylen aufgetragen. Die Lösungsmittelmenge richtet sich dabei nach der gewünschten Viskosität. Diese wieder stimmt man je nach der Auftragsvorrichtung mit der Laufgeschwindigkeit und den Abstreifeinrichtungen so ab, dass sich nach dem Verdunsten des Lösungsmittels eine Beschichtung von etwa 80   g/m2   ergibt. Die erzielte Schicht hat starke Selbstklebeeigenschaften.

   Nach Abdecken mit einem sehr offenporigen, langfaserigen Seidenpapier, sogenannter Stenzil-Rohseide ergibt sich ein zur Typenreinigung hervorragend geeignetes Tuch. 



     Beispiel 4 :   Ein Vlies von 80   g/m2   beschichtet man in ähnlicher Weise, wie in Beispiel 1 beschrieben, mit einem Schmelzkleber aus 100 Teilen eines Äthylen-vinylazetatcopolymeren, 40 Teilen Polyterpenharz, 
 EMI2.2 
 Polyvinylchloridschaum mit einer Dicke von 0, 5 mm verwenden. 



     Beispiel 5 :   Auf geleimtes Trägerpapier von 50 g/m2 wird eine Dispersion, wie in Beispiel 2 beschrieben, mit einer Auftragsstärke von 150   g/m2   aufgebracht. Mit dieser Schicht wird eine Bahn aus Seidenpapier der in Beispiel 3 erwähnten Art vereinigt, deren Flächengewicht 10 bis 11    g/m2   betrug und welche vorher mit einer Lösung von 11 Teilen Zellulosenitrat, 9 Teilen Weichmacher, 20 Teilen Titandioxyd und 20 Teilen Mineralöl in einer geeigneten Menge Azeton getränkt wurde. Die Viskosität der Tränkungslösung war dabei so eingestellt, dass sich eine Auftragsstärke (trocken) von zirka 40    g/m2 ergab. obwohl   eine derartige mehrschichtige Bahn bei der Handhabung vollkommen klebfrei ist, entspricht die Reinigungswirkung völlig der nach einem der vorhergehenden Beispiele erzielbaren. 



   Eine besonders empfehlenswerte Anwendungsform der erfindungsgemässen Reinigungstücher ergibt sich bei Verwendung in Schnelldruckern von Rechenmaschinen u. dgl. Man kann nämlich einen Zuschnitt des Tuches in der Breite der Schreibpapierbahn auf das in das Druckwerk einlaufende Schreibpapier mittels Selbstklebeband aufkleben und mit der Schreibpapierbahn zusammen durch das Druckwerk laufen lassen. Die Länge des Zuschnittes wird sich dabei nach der Konstruktion des Druckwerkes und dem Verschmutzungsgrad zu richten haben. Auf diese Weise ist es möglich, die Reinigung des Druckwerkes ohne nennenswerte Unterbrechung des normalen Betriebes vorzunehmen. 



   Dabei ist es zweckmässig, nur die der Maschine zugewendete, zuerst in das Druckwerk einlaufende Kante des Reinigungstuches auf die Schreibpapierbahn zu kleben. Natürlich könnte man auch, sofern dies zweckmässig erscheint, das erfindungsgemässe Reinigungstuch an das Ende einer Schreibpapierbahn ankleben und nach dieser durchlaufen lassen. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Reinigungsmaterial in Blatt- oder Bandform zum Reinigen von Typen von Schreibmaschinen, Schnelldruckern od. dgl., bestehend aus einem flexiblen, unter Druck nachgiebigen Träger, aus einer die Verunreinigung aufnehmenden Beschichtung aus druckempfindlicher Selbstklebemasse und aus einer über dieser EMI2.3 einem Flächengewicht von nicht mehr als 20 g/m2, vorzugsweise 6 bis 12 g/m2 besteht und mit der Selbstklebemasse bleibend verbunden ist. <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1 einem unter Druck verdrängbaren Material, vorzugsweise einer Mischung aus Zellulosenitrat, Weichmachern und Mineralölen getränkt ist. EMI3.2
AT1169969A 1969-12-16 1969-12-16 Reinigungsmaterial AT302380B (de)

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