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Die Erfindung betrifft einen industriellen Hubstapler od. dgl. Fahrzeug, mit einem fahrbaren, den Antrieb enthaltenden Gestell, von diesem wegstehenden Lasthebeeinrichtungen und einem hydraulischen System zum
Heben bzw. Senken der Lasthebeeinrichtungen über eine kurze Strecke, um beispielsweise eine untergriffene Last anzuheben, mit einem Druckmesser, im hydraulischen System, dessen Skala in Gewichtseinheiten geteilt ist, zum unmittelbaren Ablesen der von den Lasthebeeinrichtungen getragenen Last, und mit einem Ventilsystem, das bei
Betätigung das hydraulische System mit einem Vorratsbehälter verbindet.
Gemäss der Erfindung ist ein solches Fahrzeug dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilsystem eine
Serienschaltung zweier Ventile enthält, von denen im Arbeitszustand des Staplers das eine geöffnet und das andere geschlossen ist, welche Ventile gleichzeitig umschaltbar sind, wobei sie für kurze Zeit gleichzeitig offen sind, und das hydraulische System selbsttätig kurzzeitig mit dem Vorratsbehälter verbinden, bevor ein Ablesen des Gewichtes einer vom Lastträger getragenen Last erfolgt.
Wenn dieses Ventilsystem bei gehobener Last betätigt wird, werden die inneren Drücke des hydraulischen
Systems ausgeglichen und der Druckmesser gibt eine genaue Anzeige über das Gewicht der jeweils geladenen Last an.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, dass das im Arbeitszustand geschlossene Ventil auch für sich unabhängig vom im Arbeitszustand geöffneten Ventil bedienbar ist, wodurch zwecks Senkung der Lasthebeeirichtung das hydraulische System für einen längeren Zeitraum mit dem Vorratsbehälter verbindbar ist.
Bevorzugterweise ist die Anordnung so getroffen, dass das im Arbeitszustand offene Ventil an der dem Vorratsbehälter zugewendeten Seite des im Arbeitszustand geschlossenen Ventils angeordnet ist. In diesem Fall ist es zweckmässig, dass der Druckmesser an einer zwischen beiden Ventilen befindlichen Stelle des hydraulischen Systems angeschlossen ist, wodurch nur bei deren Betätigung eine Anzeige erfolgt.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, dass beide Ventile über elektrische Umschalter in jenem Zeitpunkt gleichzeitig betätigbar sind, in dem die Lasthebeeinrichtung ihre voll ausgefahrene Lage erreicht.
Hiebei ist es von Vorteil, dass ein Endausschalter den Stromkreis über die beiden Umschalter schliesst, sobald der Endausschalter von der voll ausgefahrenen Lasthebeeinrichtung betätigt ist und seine Ausschaltstellung einnimmt.
An Hand der Zeichnungen werden nun einige erfindungsgemässe Ausführungsbeispiele beschrieben. Es zeigen : Fig. l eine perspektivische Hinteransicht eines industriellen Hubstaplers gemäss der Erfindung, Fig. 2 ein Diagramm des hydraulischen Systems des Fahrzeuges nach Fig. l, Fig. 3 eine weitere Ausführungsform in gleicher Sicht wie Fig. l, Fig. 4 das hydraulische System des Fahrzeuges nach Fig. 3 und Fig. 5 den elektrischen Steuerkreis für die hydraulischen Ventile gemäss Fig. 3 und 4.
Der in Fig. l dargestellte Hubstapler umfasst ein mit einem einzigen steuerbaren Antriebsrad--9-ausgestattetes Gestell--10--mit Antriebseinheit--11--und Richtung-und Geschwindigkeitssteuerung --12--, die am Kopfe eines an der Oberseite der Antriebseinheit schwenkbar gelagerten Steuerknüppels --13- angebracht ist. Vom Gestell--10--erstreckt sich eine Gabelanordnung--14--weg, die zwei Gabelzinken--15-- (nur eine davon ist sichtbar) aufweist, die durch einen die Batteriekästen aufnehmenden Querbalken --16-- miteinander verbunden sind.
Der Querbalken--16--kann mittels Winden--18-- (nur eine ist sichtbar) gehobe und gesenkt werden ; die Aussenenden der Gabelzinken sind von Laufrollen--19-gestützt, die an ihnen mittels einer Gelenkkonstruktion--20--gelagert sind, so dass die Laufrollen beim Heben des Querbalkens immer Bodenberührung behalten und die Gabelzinken waagrecht halten.
Das hydraulische System zum Betätigen der Winden--18--besteht aus einer Pumpe--21--, die mittels eines elektrischen Motors--22--angetrieben ist und die Treibflüssigkeit aus einem Vorratsbehälter
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Gabelzinken, bis sie ihre Höchstlage erreicht haben, in der ein Endausschalter den Motor stillsetzt. Bei Staplern dieser Art beträgt das Höchstausmass der Hebebewegung etwa 150 mm. Die Gabel kann durch Drücken eines
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zum Vorratsbehälter freigibt. Ein Sicherheitsventil--33--ist zwischen dem Behälter --8-- und der Leitung --30-- eingefügt, die zum Magnetventil --27 -- führt.
An der Druckseite des hydraulischen Systems, ausgehend von der Leitung--30--ist mit einer weiteren Leitung --31-- ein Druckmesser --32- mit einem Zeiger angeschlossen. Der Druckmesser--32-befindet sich an der Oberseite des Gestelles--10--in einer Lage, die der Fahrzeuglenker leicht überblicken kann. Die Skala des Druckmessers ist in Gewichtseinheiten justiert. Wenn daher der Druck im System in Abhängigkeit vom transportierten Gewicht sich einstellt oder ändert, zeigt der Druckmesser immer das jeweils beförderte Lastgewicht an. Es ist jedoch wichtig, den Druckmesser dann abzulesen, wenn die Gabelanordnung ihre Höchstlage erreicht hat und der Motor--22--stillgesetzt wurde.
Es ist weiterhin wichtig, die inneren Spannungen des Hebesystems zu unterdrücken, wenn die Gabelanordnung in ihrer Höchstlage angelangt ist, um eine genaue Gewichtsanzeige zu erhalten. Aus diesem Grunde wird die Last zunächst voll angehoben, worauf
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dann das Ventil --27-- unmittelbar betätigt wird, um die inneren Spannungen des hydraulischen Systems aufzuheben. Die genaue Gewichtsablesung ergibt dann der Druckmesser--32--.
Es ist ersichtlich, dass bei der vorstehend beschriebenen Anordnung der Zeitraum, in dem sich das Ventil - öffnet, vom Bedienungsmann beeinflusst ist, und um einwandfreie Verhältnisse zu schaffen, ist es wünschenswert, über eine Anordnung zu verfügen, die bei automatischer Funktion das hydraulische System in einem kurzen, vorbestimmten Zeitraum entlastet. Die Fig. 3 bis 5 zeigen ein solches System.
Der Hubstapler gemäss Fig. 3 ist dem nach der Fig. l sehr ähnlich, ausgenommen das hydraulische System, und es sind übereinstimmende Teile mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Bei der Anordnung nach Fig. 3 und 4 ist ein weiteres Magnetventil-34-, nachstehend kurz"Gewichtsventil"genannt, zwischen dem normalerweise geschlossenen Ventil--27--und dem Flüssigkeitsbehälter --8-- eingeschaltet. Dieses Ventil - ist normalerweise offen. Hier ist die Leitung--31--zum Druckmesser--35--zwischen den Ventilen-27 und 34--eingefügt.
Die Fig. 5 zeigt die elektrische Schaltung zur Steuerung der Ventile--27 und 34--. Die Erregerspule des Magnetventils --27-- ist mit --36--, und die des Ventils --34-- mit --37-- bezeichnet. Die Erregerspule für den Motor--22--und die Pumpe--21--ist mit--38--bezeichnet.
Das Ventil --27-- wird durch den bereits erwähnten normalerweise offenen Druckknopfschalter - -26--, und der Motor durch den normalerweise offenen Druckknopfschalter-25-gesteuert.
Der Schalter--41--ist der bereits erwähnte Endausschalter, der bei voll angehobener Last anspricht.
Fig. 5 zeigt in vollen Linien die Stellung des Schalters --41--, wenn die Last voll angehoben ist. Ferner ist die durch den Druckknopf --44-- betätigbare "Gewichts"-Schalteranordnung vorgesehen, die aus zwei Umschaltern--42, 43--, die gleichzeitig betätigt werden, besteht.
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der Motor--22--, so dass die Pumpe--21--die Treibflüssigkeit unter Druck zu den Winden--IS-- fördert. Die Winden heben also die Last, bis der Endschalter-41--anspricht, d. h. in die in Fig. 5 gestrichelt gezeichnete Lage übergeht. Dieser Vorgang setzt den Motor still und damit auch die Pumpe. Wenn nun die Last
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werden.
Beide Spulen-36, 37-werden praktisch gleichzeitig erregt (Schalter --41-- ist auch in der gestrichelt gezeichneten Lage) und das Ventil --27 -- wird geöffnet, und das Ventil --34-- geschlossen.
Durch diese gleichzeitige Betätigung der Ventile, sind sie beide vorübergehend offen, und das hydraulische System ist für einen Augenblick mit dem Behälter verbunden. Die inneren Drücke des Systems sind somit aufgehoben. Wenn beide Ventile ihren Arbeitsgang beendet haben, d. h. Ventil--27--offen und Ventil - geschlossen ist, fühlt der zwischen beiden Ventilen bei--35--angeschlossene Druckmesser den hydraulischen Druck im System ab und zeigt somit das genaue Gewicht der soeben geladenen Last an.
Wenn der "Gewichtsschalter" wieder in seine Ausgangslage zurückgestellt wird, gehen die Schalter-42 und 43-wieder in ihre voll gezeichnete Stellung zurück, worauf die Spulen-36, 37-entregt und die Ventile-27, 34--geschlossen bzw. geöffnet werden. Der Druckmesser wird dabei entlastet und gibt keine Anzeige mehr an. Die Spule--36--kann dann mittels des Schalters--26--nochmals erregt werden, so dass die Last sich bedarfsweise senkt.
Selbstverständlich kann die Erfindung auch für andere Ausführungen von Transportkarren verwendet werden, etwa jene, bei denen eine Plattform als Hebegerät verwendet wird.
Ein Vorteil der erfindungsgemässen Anordnung ist der, dass der Bedienungsmann das Gewicht von Lasten bestimmen kann, ehe sie auf andere Transportmittel übertragen werden, jedoch während dieses Obertragungsvorganges. Beide Arbeitsgänge sind in einem einzigen vereint und es ist gewährleistet, dass das zu beladende Transportmittel nie überlastet werden kann. Die erfindungsgemässe Anordnung ergibt auch eine genaue Bestimmung des Gewichtes ohne Fehler, die aus den inneren Drücken des hydraulischen Systems herrühren könnten.
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