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Verfahren und Vorrichtung zur Beeinflussung atmosphärischer Luft oder Flüssigkeiten zwecks Erzeugung von Gegenwirkungen.
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eine Gegenwirkung erzeugt. Je schneller die Pulaationsbewcgung der Fläche wird, um so stärker wird auch die mechanische Leistung und um so grösser die erzeugte Gegenwirkung. Man kann auf diese Weise z. B. eine senkrechte, der Schwerkraft entgegenwirkende Kraft erzeugen. Die RUckbewegung der Fläche muss entweder langsamer erfolgen als die Vorbewegung, u. zw. unter möglichster Gleichmässigkeit, kann aber auch in der gleichen Zeit,
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bewegung auftretenden störenden Gegenwirkungen aufgehoben werden.
Es muss also, kurz gesagt, dafür Sorge getragen werden, dass die Wirkung der Fläche bei der Vorbewegung diejenige der Rückbewegung überwiegt. Die Erscheinungen sind natürlich bei annähernd gleichem Druck in einem nicht elastischen Mittel die gleichen.
Wird eine in der beschriebenen Weise wirkende Druckfläche mit einem Apparate verbunden, so kann man vermöge der von dem unter Druck gesetzten Mittel erzeugten Gegenwirkung diesen Apparat je nach der Richtung der rückwirkendon Kraft und der Zweckbestimmung beliebig entlasten, in Gang setzen, unterstützen, emporsteigen lassen oder sonstwie bewegen. Die Entlastung der Vorrichtung erfordert natürlich eine sehr schnelle Aufeinanderfolge der hin und her gehenden Pulsationsbowogungen, durch welche innerhalb der kleinsten Zeiträume ähnlich schnelle Schwingungen erzeugt werden müssen, wie man sie beim, Fluge der Insekten beobachten kann.
Dieses Verfahren ermöglicht insbesondere das senkrechte Emporsteigen eines Körpers von einem beliebigen Punkte der Erde aus, auch wenn dieser von Gebäuden, Bäumen oder anderen Gegenständen umgeben ist ; denn einerseits besitzt die Vorrichtung einen weit geringeren Umfang als ein Ballon, andererseits erfordert sie keine wagerechte Bewegungfläche wie ein Äroplan, das nur in einem grossen freien Raume zum Aufstieg gebracht werden kann. Die vorliegende Erfindung ermöglicht also in einer ihrer Anwendungsformen, einen Körper in der atmosphärischen Luft aufsteigen zu lassen und gibt somit die so lange gesuchte Lösung des dynamischen Haupt, problems der Luftschiffahrt.
Die Fig. 1 und 2 zeigen Ansführungsformen der nachstehend als Druckfläche bezeichneten Scheibe.
Bei der Ausführungsform der Vorrichtung nach Fig. 1 wird die Druckfläche durch einen Kolben a gebildet, welcher sich in einem Zylinder b bewegt, der einseitig ganz offen ist, um den Zutritt der Luft oder der Flüssigkeit zu erleichtern. Wird die Stange e des Kolbens in der Richtung des Pfeiles c durch Explosion, mechanischen oder elektromagnetischen Antrieb oder auf eine andere geeignete Weise in stark beschleunigte Bewegung gesetzt, so wird die dem Kotben entgegenstehende Luft zusammengedrückt und erfährt eine Drucksteigerung, welche eine der Pfeilrichtung c entgegen gerichtete, also im Sinne der Pfeile d sich äussernde Gegenwirkung erzeugt.
Fig. 2 zeigt eine Druckfläche a in einer besonderen Scheibenform, welcho auf geeignete Weise eine stark beschleunigte Pulsationsbewegung erhält. Bei dieser Ausführungform der Vorrichtung ist ein Zylinder nicht vorhanden, wodurch das Wesen des Verfahrens nicht berührt wird.
Die Puilsationsbewegung der Drucldläche kann, wie Fig. 2 zeigt, durch eine Kurbel erzeugt werden, deren Drehachse zur Achse e der Scheibe a seitlich versetzt liegt. Selbstverständlich kann jedes geeignete Getriebe sowie jeder geeignete Motor zur Anwendung kommen. Man kann diese Bewegung z. B. zweckmässig dadurch erzielen, dass man die Druckfläche mittels einer Stange 9 mit einer Rolle 7 verbindet ; diese Rolle wird durch eine Feder i gegen die Kurvenflächo k des Armes l (Fig. 3) gedrückt, der um die bei n mit einer Exzenterstange verbundene Achse In schwingt.
Oder die Bewegung der Rollo kann auch dadurch erzeugt werden, dass sich letztere (wie Fig. 4 zeigt) gegen eine Stange o bewegt, die mit solchen Kurvenbahnen kl versehen ist, dass das Anheben durch Befahren der Kurve J, 2 bewirkt wird, welche kurze Abszissen zeigt und daher grosse Beschleunigungen
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zeigt und demnach geringe Beschleunigungen hervorruft. Die Abszissen der beiden Kurventeile können in beliebigem Verhältnis miteinander stehen und diese Kurven die gewünschte Gestaltung erhalten.
Eine fortlaufende und gleichmässige bewegte Laufbahn erhält man, wenn die Kurven- Stande auf einem Kreisumfang nach Fig. 5 aufgewickelt gedacht wird, welcher praktisch mittels einer zweckmässig kreisrunden Scheibe r gebildet wird, die auf ihrem Umfange eine ununterbrochene Reihe solcher ungleichförmig verlaufender Beschleunigungskurvon erhält.
Wenn diese Scheibe mit hoher Geschwindigkeit um ihre Achse s gedreht wird, so erzeugt die mittels einer Feder i oder dgl. gegen die Laufbahn gedrückte Rolle A eine hin und her gehende Bewegung der Druckfäche a mit veränderlichen Beschleunigungen und nur während der Vorbowegung eine zu den oben erwähnten Zwecken nutzbar zu machende Zusammenpressung der Luft bzw. eine Drucksteigerung.
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Diese Antriebsvorrichtuug bietet den Vorteil eines unmittelbaren Angriffes der Druck- flache durch die Antriebsscheibe ohne Übertragungsvorrichtung. Ist die Druckfläche a kreis-
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entweder vorspringend oder vertieft in der Scheibe r angeordnet werden und entweder aus einem Stück mit letzterer bestehen oder besonders angesetzt sein. Durch die Umdrehunggeschwindigkeit der Antriebsscheibe r kann man bei der Verwendung der Vorrichtung für die Luftschiffahrt zunächst das Gewicht der Vorrichtung ausgleichen, also diese entlasten, und darauf durch entsprechende Erhöhung der Geschwindigkeit den Aufstieg oder eine sonstige Ortsveränderung der mit der Druckfläche verbundenen Vorrichtung bewirken.
Die Scheibe r kann auf beliebige Weise mittelbar oder unmittelbar angetrieben werden, z. B. durch Riemen oder durch Zahnräder, wie in Fig. 6 dargestellt ist, durch Elektromotore oder andere gleichwertige Mittel. Dieser Antrieb kann auf der einen oder anderen Seite der Druckfläche erfolgen.
Bei der Ausführungsform der Vorrichtung nach Fig. 6 bewegt sich die Druckflasche in einem Gehäuse w, ähnlich wie ein mehr oder weniger dichter Kolben in einem Zylinder.
Infolgedessen wird das zwischen der Druck ache und dem Gehäuse eingeschlossene elastische Mittel abwechselnd ausgedehnt und zusammengedrückt und die hiedurch entstehenden Gegenwirkungen auf die Innenflächen t und it des Druckkörpers und des Gehäuses werden gegeneinander aufgehoben. Auf diese Weise werden störende Wirkungen des elastischen Mittels während der Rückbewegungen vermieden ; es kann daher in diesem Falle die Rückbewegung in jeder beliebigen Weise erfolgen.
Man kann eine oder mehrere Vorrichtungen der in Fig. 5 und G dargestellten Art auf demselben Apparat anordnen und im letzteren Falle die Antriebsscheiben entweder auf einer gemeinsamen Achse oder auf getrennten Achsen lagern. Man kann auch zwei oder mehr Achsen parallel zueinander anordnen, deren jede eine oder mehrere Antriebsscheiben trägt. In gewissen Fällen können diese Achsen auf seitlich dazu gelagerte Druckflächen (Fig. 7).
Bei der Benutzung mehrerer Druckflächen kann man diese so antreiben, dass die Stossbewegungen der einzelnen Scheiben seitlich gegeneinander versetzt sind. Zu diesem Zwecke kann man die Antriebsscheiben um einen entsprechenden Winkel gegeneinander verdrehen. Die Antriebsscheibe kann auch parallel zur Druckfläche liegen und eine oder gleichzeitig mehrere DrucldHichen antreiben, wodurch die Bauhöhe der Vorrichtung bedeutend niedriger wird. Anstatt einer Antriebsscheibe kann man auch eine oder mehrere Knaggen- stangen geeigneter Form verwenden, welche auf Gruppen entsprechend angeordneter Druckflächen wirken. Die Feder i und die Rolle li können selbstverständlich durch andere gleichwertige Mittel ersetzt werden.
Die Abmessungen der verschiedenen Teile der Vorrichtungen ändern sich je nach ihrer Anwendung. Diese Teile können aus Metall oder anderem Stoffe bestehen. Ferner können die zweckmässig vollen, nicht durchbrochenen Drucksachen eben oder gekrümmt sein und runde, elliptische oder andere Form besitzen.
Da sich das Verfahren für alle gasförmigen und tropfbaren Flüssigkeiten eignet, so kann man danach Bewegungsvorrichtungen für die Luftschiffahrt, See-und Unterseeschiffahrt und selbst für das feste Land bauen. Auch kann das Verfahren für gewisse Zwecke bei feststehenden Maschinen nutzbar gemacht werden. Dadurch, dass man eine mit der be- schriebenen Drucklächo versehene Vorrichtung mit einem Propeller verbindet, kann man
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PATENT-ANSPRÜCHE :
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Verfahren zur Hoeinnussung atmosphärischer Luft oder Flüssigkeiten zwecks Er- zeugung von Gegenwirliungen, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere Druckflächen beliebiger Form geradlinig und parallel zu sich selbst so hin und her bewegt werden, dass während der Arbeitsphase eine stark beschleunigte Bewegung erzielt wird.