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Vorrichtung zum Abschneiden von Stromzuführungsdrähten von Glühlampen und sonstigen Lichtquellen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Abschneiden von Stromzuführungsdrähten von Glühlampen und sonstigen Lichtquellen, welche sich auf einer Sockelungsmaschine in Bewegung befinden, wobei das Abschneiden vor dem Zusammenlöten oder Zusammenschweissen der Kontakte der
Stromzuführungsdrähte und des Sockels stattfindet, welche Vorrichtung mit zwei Abschneidebacken versehen ist. Die Erzeugung von Glühlampen erfolgt an Glühlampen herstellenden Maschinenreihen. Der Glühfaden (die Wendel) der Glühlampe sowie die den elektrischen Kontakt ergebenden Oberflächenteile des Lampensockels werden durch die Stromzuführungsdrähte miteinander verbunden.
Die Technologie des Zusammenbaues der Glühlampen an der die Glühlampen herstellenden Maschinenreihe lässt es erwünscht erscheinen, dass die Stromzuführungsdrähte länger bemessen werden als ihr endgültiges Sollmass. Die Stromzuführungsdrähte werden durch Löten oder Schweissen an den entsprechenden Teilen des Lampensockels befestigt. Das Abschneiden der Stromzuführungsdrähte auf ihr endgültiges Sollmass ist notwendigerweise unmittelbar vor dieser Fixierung durchzuführen.
Im Zusammenhang mit dem Abschneiden der Stromzuführungsdrähte sind folgende Bedingungen zu beachten :
Beim Abschneiden der Stromzuführungsdrähte dürfen diese keiner Zugbeanspruchung ausgesetzt werden, da dies zu einem Reissen derselben führen kann.
Die Stromzuführungsdrähte sind so auf die vorgeschriebene Länge abzuschneiden, dass das Lötmaterial die Enden derselben nach dem Löten bedeckt.
Die Betätigung der Abschneidvorrichtung darf in den übrigen Bestandteilen keine Schwingungen hervorrufen.
Das Abschneiden der Stromzuführungsdrähte darf keine mechanische Belastung am Sockel der Glühlampe verursachen.
Die Lebensdauer der Schneidkanten der Abschneidevorrichtung soll möglichst gross sein.
Bei den gegenwärtigen Montagevorrichtungen für Glühlampen werden zum Abschneiden der Stromzuführungsdrähte verschiedene Abschneidevorrichtungen verwendet, welche die Mehrzahl der vorerwähnten Bedingungen erfüllen. Diese Automaten führen periodische Bewegungen aus und das Abschneiden der Stromzuführungsdrähte erfolgt dann, wenn die die Glühlampe haltende Einspannvorrichtung sich in der Ruhelage befindet. Die bekannten Abschneidevorrichtungen arbeiten ausnahmslos nach jenem Prinzip, wonach zwei, sich gegeneinander bewegende Schneidkanten (wobei die eine Schneidkante durch den Lampensockel selbst gebildet ist) den Stromzuführungsdraht abschneiden.
Mit Rücksicht darauf, dass die Lampenfabrikation neben den rasch wachsenden Mengenanforderungen auch eine ungeänderte Qualität erfordert, wurde eine beinahe gänzliche Änderung der gebräuchlichen Glühlampen herstellenden Maschinenreihen und der technologischen Schritte notwendig.
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Die Leistungsfähigkeit einer gebräuchlichen Glühlampen herstellenden Maschinenreihe kann nicht mehr gesteigert werden. An Glühlampen herstellenden Maschinenreihen mit grosser Geschwindigkeit wandern die Glühlampen ohne zu halten an der Bearbeitungsreihe entlang. Bei den mit kontinuierlicher
Bewegung arbeitenden automatischen Glühlampen-Erzeugungsmaschinen von hoher Leistung kann man also die gebräuchlichen Abschneidevorrichtungen nicht verwenden. Sie ziehen nämlich während der Zeit des Schneidens infolge der fortschreitenden Bewegung des Werkstückes an den Stromzuführungsdrähten, wodurch der Schnitt ungenau und die geschnittene Fläche uneben wird, wobei die
Stromzuführungsdrähte auch häufig reissen. Bei höheren Leistungen erregen die sich hin und her bewegenden Schneidkanten Schwingungen.
Die Erfindung zielt darauf ab, die erwähnten Nachteile zu beseitigen, und sie besteht im wesentlichen darin, dass bei einer Vorrichtung der eingangs erwähnten Art mindestens eine der beiden
Abschneidebacken scheibenförmig ausgebildet und in einem Gleit- oder Rollenlager drehbar gelagert ist, wobei das Lager am Gestell der Sockelungsmaschine ortsfest fixiert ist und die Abschneidescheibe durch ein Antriebswerk mit konstanter Umdrehungsgeschwindigkeit angetrieben ist. Mindestens eine der beiden Abschneidescheiben kann am Umfang gezahnt sein. Der Vorteil der gezahnten Scheibe liegt darin, dass ihre Wirkung von Änderungen des Reibungsfaktors weitgehend unabhängig ist, der
Stromzuführungsdraht besser erfasst und sicherer an die Schneidkante angedrückt wird.
Die Stärke der gezahnten Scheibe beträgt 0, 5 bis 0, 8 mm, so dass die Abschneidevorrichtung nahe am Lampensockel arbeiten kann, wodurch eine kleine Abmessung des nach dem Abschneiden verbliebenen Drahtstumpfes gesichert ist.
Die mit konstanter Winkelgeschwindigkeit laufende Scheibe ruft keine Schwingungen hervor, so dass die mit der Abschneidevorrichtung zusammenhängenden sonstigen Bestandteile auch in keine schwingenden Bewegungen geraten. Die Drehzahl der Abschneidescheibe ist so zu wählen, dass die
Umfangsgeschwindigkeit mit der Fortbewegungsgeschwindigkeit der Lampen bzw. ihrer
Stromzuführungsdrähte übereinstimmt oder grösser als diese ist. Es ist empfehlenswert, den Durchmesser der Scheibe so zu wählen, dass das Verhältnis zwischen dem Umfang der Scheibe und dem Abstand der abzuschneidenden Stromzuführungsdrähte voneinander (die Teilung des Automatenkopfes) keine ganze Zahl, sondern ein Bruch ist.
Damit kann erreicht werden, dass das Abschneiden der Stromzuführungsdrähte alle Punkte der Abschneidescheibe gleichmässig belastet. Eine derartige Lösung verlängert die Lebensdauer der Scheibe bedeutend.
In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand von zwei Ausführungsbeispielen schematisch veranschaulicht.
Eine Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung ist in Fig. l dargestellt. Die Vorrichtung ist zum Abschneiden des oberen Stromzuführungsdrahtes geeignet. Der aus dem Sockel der Glühlampe--l--vorstehende Stromzuführungsdraht--2--wird durch die rotierenden Abschneideseheiben--3--abgeschnitten, während die Glühlampe eine kontinuierliche Vorwärtsbewegung ausführt.
Eine andere beispielsweise Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht Fig. 2. Diese Konstruktion ist zum Abschneiden von seitlichen Stromzuführungsdrähten geeignet. Der an der Seite der eine fortlaufende Bewegung ausführenden Glühlampe vorstehende Stromzuführungsdraht--2-- wird von dem ruhenden Messer--4--und der rotierenden Abschneidescheibe--3--abgeschnitten.
Die Vorteile der eine kontinuierliche Drehbewegung ausführenden erfindungsgemässen Abschneidevorrichtung sind die folgenden :
Sie sind bei eine forlaufende Bewegung oder eine alternierende Bewegung ausführenden Automaten in gleicher Weise verwendbar.
Der Scherkraftbedarf ist kleiner als bei den gebräuchlichen Abschneidevorrichtungen. Der Stromzuführungsdraht ist während des Abschneidens keiner Zugbeanspruchung ausgesetzt.
Das Abschneiden verursacht auch keine mechanische Beanspruchung des Glühlampensockels.
Die Länge des nach dem Abschneiden verbleibenden Stumpfes des Stromzuführungsdrahtes kann auf ein kleineres Mass als bisher herabgedrückt werden.
Die Lebensdauer der Schneidkante ist grösser als bei den gebräuchlichen Abschneidevorrichtungen.
Die Bewegungen der Vorrichtung sind einfach und die Anzahl der Bestandteile ist kleiner als bei den bisher bekannten Maschinen.
Zufolge der kontinuierlichen Drehbewegung treten die bei den bekannten Maschinen vorhandenen Schwingungen nicht auf.
Die Instandhaltung ist einfacher als die der früheren Maschinen.