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Trommelwaschmaschine mit Einweichphase
Die Erfindung betrifft eine Trommelwaschmaschine mit Einweichphase, insbesondere unter Verwendung biologischer Waschmittel, mit einem Programmsteuergerät, einem Elektroventil für den Wasserzulauf, einem Wasserstandsschalter, einem über Kontakte des Programmsteuergerätes führenden Erregerstromkreis für das Elektroventil sowie einem Heizwiderstand zur Erwärmung des im Behälter befindlichen Wassers.
Mit dem Aufkommen der biologischen Waschmittel wurde es bekanntlich notwendig, den Arbeitsablauf von Waschmaschinen derart abzuändern, dass eine eigene Einweichphase vorgesehen werden musste. Es war nämlich erforderlich, die Wäsche in der Waschlauge während einer verhältnismässig langen Zeit (einige Stunden) zu belassen, um die Wirkung der in den biologischen Waschmitteln enthaltenen Enzyme zur vollen Entfaltung zu bringen.
Die herkömmlichen Programmsteuergeräte waren nun aber nicht in der Lage, so lange dauernde Arbeitsperioden in einem einzigen Arbeitszyklus festzulegen. Zwar war es im Prinzip möglich, das Programmsteuergerät umzubauen und für einen solchen Anwendungszweck geeignet zu machen, jedoch waren solche Umbauten sehr kompliziert und kostspielig und sind daher in der Praxis nicht ausgeführt worden. Bekannte Lösungen verwenden daher statt eines umgebauten, in besonderer Weise abgeänderten Programmsteuergerätes ein zweites Zeitsteuergerät bzw. ein Uhrwerk, das jene Arbeitsphasen steuert, die besonders lange dauern. Eine derartige Lösung ist beispielsweise in der österr. Patentschrift Nr. 205445 beschrieben.
Die Erfindung hat sich nun zur Aufgabe gestellt, eine Lösung zu finden, die die Verwendung der herkömmlichen Programmsteuergeräte gestattet und diese auch für die Steuerung langer Einweichzeiten geeignet macht.
Die erfindungsgemässe Lösung besteht darin, dass bei einer Trommelwaschmaschine der eingangs erläuterten Art im Stromkreis des Antriebsmotors des Programmsteuergerätes Kontakte desselben und parallel zu diesen ein weitere Kontakte des Programmsteuergerätes und einen mit diesen in Serie liegenden Thermoschalter enthaltender Parallelkreis liegen, dass parallel zum Stromkreis des den Wasserzulauf steuernden Elektroventils ein zusätzlicher, über den"Voll"-Kontakt und den beweglichen Kontakt des bei einem vorgegebenen Wasserstand umschaltenden Wasserstandsschalters und über Kontakte des Programmsteuergerätes führender Erregerstromkreis vorgesehen ist, und dass in diesem zusätzlichen Erregerstromkreis des Elektroventils weitere Kontakte liegen, welche das öffnen des Elektroventils über eine vom Programmsteuergerät vorbestimmte Zeitspanne bzw.
bis zum Erreichen eines höheren Wasserstandes und damit das Herabsetzen der Temperatur der im Behälter vorhandenen Flotte ermöglichen.
Durch die erfindungsgemässe Ausbildung der Waschmaschine wird unter Verwendung eines herkömmlichen Programmsteuergerätes eine lange Einweichphase erzielt, während welcher der Motor des Programmsteuergerätes ausgeschaltet ist und erst bei Erreichen einer bestimmten Flottentemperatur wieder eingeschaltet wird. Insbesondere wird nach dem Einlegen der Wäsche in die Trommel und dem Einschalten der Maschine zunächst über das Elektroventil Wasser in den Behälter bis zur Erreichung
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eines vorgegebenen Wasserstandes eingelassen, wonach der Motor des Programmsteuergerätes automatisch abgeschaltet und die Flotte erwärmt wird.
Sobald eine vorbestimmte Flottentemperatur erreicht ist, wird der Motor des Programmsteuergerätes durch den Thermoschalter wieder eingeschaltet und das Elektroventil wird neuerlich bis zum Erreichen eines höheren Wasserstandes geöffnet, wodurch die Temperatur der im Behälter enthaltenen Flotte herabgesetzt wird.
Wenn dieser höhere Wasserstand erreicht ist, wird das Elektroventil wieder geschlossen, der Motor des Programmsteuergerätes wird abgeschaltet und die Erwärmung der Flotte wird fortgesetzt, bis die vorbestimmte Temperatur wieder erreicht ist, was das Einschalten des Motors des Programmsteuergerätes zur Folge hat. Anschliessend bleibt der Motor zur weiteren Steuerung des normalen Waschprogrammes eingeschaltet.
In einer Ausführungsform der Erfindung können die in Serie zu den im zusätzlichen Erregerstromkreis des Elektroventils liegenden Kontakten des Programmsteuergerätes vorhandenen weiteren Kontakte durch eine vom Programmsteuergerät gesteuerte, schnellaufende Nocke geschlossen und geöffnet werden, so dass der Wasserzulauf in an sich bekannter Weise bis zur Erreichung des höheren Wasserstandes stossweise erfolgt.
In einer andern Ausführungsform können hingegen in Serie zu den im zusätzlichen Erregerstromkreis des Elektroventils liegenden Kontakten des Programmsteuergerätes die Ruhekontakte eines zweiten Wasserstandsschalters liegen, welche Kontakte beim Erreichen des höheren Wasserstandes öffnen.
Vorteilhafterweise kann ferner in Serie mit dem"Voll"-Kontakt des ersten Wasserstandsschalters und Kontakten des Programmsteuergerätes ein zusätzlicher Heizwiderstand geschaltet sein, der eine geringere Heizleistung als der normalerweise vorhandene Heizwiderstand hat. Auf diese Weise ist es möglich, verlängerte Einweichzeiten zu verwirklichen, da die Flottentemperatur, auf welche der Thermoschalter eingestellt ist, erst nach einer längeren Zeitspanne erreicht wird.
Weitere Kennzeichen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles unter Bezugnahme auf die Zeichnungen. Fig. 1 zeigt ein vereinfachtes Schaltbild der Waschmaschine und Fig. 2 veranschaulicht ein Zyklusdiagramm.
Das Schaltbild der Fig. 1 enthält nur diejenigen Teile der Trommelwaschmaschine, die zum Verständnis der Erfindung von Bedeutung ist. Sämtliche Kontakte sind im Ruhezustand dargestellt.
Ein Elektromotor --20-- dient zum Antrieb der Waschtrommel, ein Elektroventil --22-- ist für den Wasserzulauf in den Waschbehälter vorgesehen, zur Erwärmung der Flotte im Behälter ist ein normaler Heizwiderstand--23--und ein zusätzlicher Heizwiderstand --24-- vorhanden, der eine geringere Heizleistung als der Widerstand --23-- hat und somit zur Erwärmung der Flotte eine
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einer vorbestimmten Temperatur, beispielsweise etwa 40 C, schliessen.
Ein erster Wasserstandsschalter--30--weist einen"Leer"-Kontakt--V--, einen "Voll"-Kontakt--P--und einen beweglichen Kontakt--C--auf, wobei dieser letztere Kontakt vor dem Erreichen eines Wasserstandes -1-- am Kontakt --V-- anliegt und beim Erreichen dieses Wasserstandes --1-- auf den Kontakt-P--umschaltet.
Ferner ist gegebenenfalls ein in gleicher Weise ausgebildeter zweiter Wasserstandsschalter--34-mit den entsprechenden Kontakten--V, P'und C'--vorgesehen, der beim Erreichen eines zweiten höheren Wasserstandes--II--umschaltet.
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gesteuerte, nicht dargestellte schnellaufende Nocke geschlossen und geöffnet wird, um einen stossweisen Wasserzulauf über eine vom Programmsteuergerät vorbestimmte Zeitspanne herbeizuführen.
Das Programmsteuergerät besitzt einen Antriebsmotor --27-- für eine Nockenwelle, deren Nocken eine Anzahl von Kontakten betätigen. Die beweglichen Kontakte der Arbeits-bzw.
Ruhekontaktpaare des Programmsteuergerätes sind über einen Leiter--33--an den"Voll"-Kontakt --P-- des Wasserstandsschalters --30- angeschlossen und generell mit--4--bezeichnet, während der bewegliche Kontakt eines Umschalters--2-3--des Programmsteuergerätes mit--l-- bezeichnet und an den"Leer"-Kontakt--V--des Wasserstandsschalters--30--angeschlossen ist.
Eine weitere nicht dargestellte schnellaufende Nocke des Programmsteuergerätes betätigt den beweglichen Kontakt--16--eines Umschalters, dessen Festkontakte--17 und 18--an den Antriebsmotor--20--der Waschtrommel angeschlossen sind, um in bekannter Weise deren Drehsinn
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5-desUmschalters --2-3-- gespeist. Die Stromversorgung der Waschmaschine erfolgt über zwei Leiter - 31 und 32--. Mit dem Leiter --31-- ist der bewegliche Kontakt-C-des Wasserstandsschalters --30-- verbunden.
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--22-- besitzt- führt.
Parallel zu diesem Stromkreis --22'-- ist ein zusätzlicher Erregerstromkreis --22"-- für das Elektroventil --22-- vorgesehen, der über die Kontakte-P-C-des Wasserstandsschalters --30-- und über Kontakte--4, 10--des Programmsteuergerätes führt und ausserdem in der einen Ausführungsform die Kontakte--M-N--und in der andern Ausführungsform die Kontakte--V'-C'--des zweiten Wasserstandsschalters --34-- enthält; der Schaltungsweg in diesem letzteren Fall ist in Fig. 1 mit einer unterbrochenen Linie angedeutet.
Die Heizwiderstände --23 und 24-werden über die Kontakte-4, 6 bzw. 4, 7- des
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Serie dazu den Thermoschalter--29--enthält.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Trommelwaschmaschine in der Einweichphase wird nun auch unter Bezugnahme auf Fig. 2 erläutert, die in Diagrammform den Ablauf des Programms zeigt. Auf der Abszisse des Diagramms ist die Zeit aufgetragen, wobei in den oberen Zeilen jedes Viereck einer Dauer von 30 sec und in den beiden letzten Zeilen (Kontakte-M-N-für den stossweisen Wasserzulauf und Umschalter-16, 17, 18-der Reversierschaltung des Motors--20--) jedes Viereck einer Dauer von 2 sec entspricht.
Die erste Phase des Einweichvorganges beginnt mit dem Einschalten der Maschine, wobei die Nockenwelle des Programmsteuergerätes von Hand aus in eine Stellung verdreht wird, bei der die Kontaktpaare--1-3, 4-5 und 4-9--geschlossen sind. Der bewegliche Kontakt--C--des
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über seinen"Voll"-Kontakt--P--sowie die Kontaktpaare--4-5 und 4-9--werden die Elektromotoren-20 und 27--eingeschaltet, während der Erregerstromkreis--22'--des Elektroventils --22-- unterbrochen wird. Die Waschtrommel wird nun durch den Motor--20-in langsame hin-und hergehende Drehung versetzt. Auch der Antriebsmotor --27-- des Programmsteuergerätes ist eingeschaltet, um nach einer bestimmten Zeit auf die nächste (zweite) Phase weiterzuschalten.
In dieser zweiten Phase sind die Kontaktpaare-1-3, 4-7 und 4-8-- geschlossen. über das Kontaktpaar --4-7-- erhält der Heizwiderstand--24--mit geringerer Heizleistung Strom. Der Antriebsmotor --27-- des Programmsteuergerätes ist ausgeschaltet, da das Kontaktpaar-4-9geöffnet und auch der Parallelkreis --28-- trotz der geschlossenen Kontakte --4-8-- nicht geschlossen ist, nachdem er durch den Thermoschalter--29--unterbrochen ist.
Da der Thermoschalter erst bei seiner Einstelltemperatur, beispielsweise bei etwa 40 C, schliesst und der eingeschaltete Heizwiderstand --24-- mit geringer Heizleistung eine gewisse Zeit benötigt, um die Flotte im Waschbehälter auf diese Temperatur zu erwärmen, bleibt während dieser ganzen Zeit der Motor--27--des Programmsteuergerätes ausgeschaltet. Die Länge dieser Zeitspanne hängt unter anderem von der Heizleistung des verwendeten Heizwiderstandes ab und kann innerhalb gewisser Grenzen beliebig gewählt werden, so dass auch die Dauer dieser Einweichphase beliebig lang sein kann.
Im Diagramm gemäss Fig. 2 ist die Dauer der Phase--2--nicht berücksichtigt.
Sobald die Flotte im Waschbehälter die Schalt-Temperatur des Thermoschalters-29-- erreicht, schliesst derselbe den Parallelkreis--28--und der Motor--27--wird wieder eingeschaltet, um das Programmsteuergerät auf die nächste (dritte) Phase weiterzuschalten.
In dieser dritten Phase sind die Kontaktpaare--1-3, 4-5, 4-9 und 4-10--geschlossen.
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über die Kontakte-4, 5- wird der Motor --20-- eingeschaltet und versetzt die Waschtrommel in langsame, hin-und hergehende Drehung, wodurch die Wäsche von der Flotte gleichmässig durchtränkt wird.
Im Fall der Ausführungsform mit den Kontakten-M-N-für den stossweisen Wasserzulauf werden diese Kontakte durch eine vom Programmsteuergerät gesteuerte schnellaufende Nocke für eine vorbestimmte Zeitdauer abwechselnd geschlossen und geöffnet, wobei jeweils beim Schliessen der Kontakte-M-N-über die ebenfalls geschlossenen Kontakte --4-10-- und die Kontakte -C-P-- des Wasserstandsschalters--30--der zusätzliche Erregerstromkreis--22"--des Elektroventils --22-- geschlossen wird und ein stossweiser Wasserzulauf in den Waschbehälter stattfindet. Die in dieser Phase eingelassene zusätzliche Wassermenge hängt von der durch das Programmsteuergerät festgelegten Anzahl und jeweiligen Dauer der Schliessvorgänge der Kontakte --M-N-- ab.
Zufolge dieses zusätzlichen Wassereinlasses wird die Temperatur der im Waschbehälter
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bleibt jedoch über die geschlossenen Kontakte--4-9--eingeschaltet und schaltet nach einer gewissen Zeit auf die nächste (vierte) Phase weiter.
Im Fall der Ausführungsform mit dem zweiten Wasserstandsschalter--34-- (in welchem Fall natürlich die Kontakte-M-N-fehlen), wird in der dritten Phase beim Schliessen der Kontakte - des Programmsteuergerätes ein zusätzlicher Erregerstromkreis für das Elektroventil
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des Wasserstandsschalters -30-- geschlossen und das Elektroventil --22-- geöffnet. Das Ventil bleibt so lange geöffnet, bis der zweite (höhere) Wasserstand --11-- erreicht wird, bei dem der Wasserstandsschalter--34--umschaltet. Im übrigen spielt sich die dritte Phase gleich wie bei der ersten Ausführungsform ab.
In der vierten Phase sind die Kontaktpaare--1-3, 4-7 und 4-8--geschlossen und diese Phase entspricht somit der beschriebenen zweiten Phase. Sie stellt daher eine weitere Einweichphase dar, in welcher der Motor --27-- des Programmsteuergerätes ausgeschaltet ist, da die Kontakte-4-9geöffnet sind und auch über den Parallelkreis--28--zufolge des offenen Thermoschalters--29- kein Strom fliessen kann.
Erst wenn die Flotte im Waschbehälter seitens des Heizwiderstandes--24--wieder auf die
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fünfte Phase, mit welcher das normale Waschprogramm der Maschine einsetzt, das in üblicher Weise abläuft und daher hier nicht näher beschrieben zu werden braucht.
Die durch die Erfindung erzielten Vorteile gehen aus der bisherigen Beschreibung klar hervor.
Unter Verwendung eines ganz normalen, herkömmlichen Programmsteuergerätes wird es ermöglicht, die bei der Anwendung biologischer Waschmittel erforderliche lange Einweichphase völlig selbsttätig zu steuern, wobei es auch vorteilhaft ist, dass die Flotte im Waschbehälter sowohl zu Beginn als auch zu einem Zwischenzeitpunkt der Einweichphase durch die kurzzeitige hin-und hergehende Trommelbewegung umgewälzt und die Wäsche gleichförmig mit der Flotte getränkt wird.
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