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Spindel zur Herstellung von Schlauchkötzern
Die Erfindung betrifft eine Ausbildung einer Spindel zur Herstellung von Schlauchkötzern, wobei die Garn-oder Fadenwindungen in konischen Lagen auf einen Schutzschlauch gespult werden und der
Garn-oder Fadenkörper zusammen mit dem Schutzschlauch von der Spindel abziehbar ist, mit einem auf den oberen Teil der Spindel drehfest aufsetzbaren Konus oder Hilfskegel, wie es an sich bekannt ist, um insbesondere beim Aufspulen feiner Garne die Bildung des Anfangskonus zu erleichtern.
Zweck der Erfindung ist eine vorteilhafte und konstruktiv einfache Ausbildung derartiger
Spindeln zur Herstellung von Schlauchkötzern, wobei einerseits der Schutzschlauch glatt und faltenlos auf der Spindel gehalten wird und anderseits eine einwandfreie Bildung des Garn- oder Fadenkörpers gewährleistet ist.
Eine solche Spindel des eingangs erwähnten Typs ist hiezu erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet, dass um den unteren Teil der Spindel ein den auf die Spindel gezogenen Schutzschlauch umgreifender, nach unten sich konisch erweiternder Ringmantel drehfest angeordnet ist, welcher den Schutzschlauch beim Bespulen auf dem Spindelkörper hält und das noch freie Schutzschlauchende unter sich aufnimmt, das dann mit fortschreitendem Vorrücken der untersten bzw. innersten Garn-oder Fadenwindungen und Anheben des Garn-oder Fadenkörpers durch den Leitkegel unter Freigabe neuer Schlauchabschnitte schrittweise nach oben durch einen Ringspalt zwischen Ringmanteloberkante und Spindelaussenfläche herausgezogen wird.
Zum Halten des Schutzschlauchendes an seinem oberen Teil ist der aufsetzbare Konus nach einer zweckmässigen Ausführungsform der erfindungsgemässen Spindel in seinem oberen, äusseren Teil mit einem ringförmigen Hohlraum zur Aufnahme des oberen Schutzschlauchendes versehen, wobei dieser ringförmige Hohlraum an seinem Umfang mit nach innen gerichteten Zähnen ausgestattet ist, die das obere Schutzschlauchende halten.
Dieser Konus ist auf dem oberen Teil der Spindel längsverschiebbar und greift mit einem nach innen gerichteten Zapfen in eine Längsnut an der Spindelaussenfläche ein.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der erfindungsgemässen Spindel mit einem Aufspulgerät zu deren praktischen Anwendung teilweise im Schnitt dargestellt.
Hiebei wird ein synthetischer Faden, beispielsweise ein gekräuseltes Polyamidgarn, von einer nicht gezeigten Quelle, d. h. einer Spinnmaschine, um ein verlängertes Garnführungsrohr zu dem Fadenführer - geführt. Diese Zuführung erfolgt in an sich bekannter Weise mittels einer Vorrichtung mit einem zylinderförmigen Gehäuse --31--, dessen Innenwand eine Schneckengangführung-32-- trägt. Eine zylindrische Trommel --33-- ist koaxial in dem Gehäuse-31-angeordnet und um die gemeinsame Achse --100-- von Gehäuse und Trommel drehbar.
Die Trommel wird zwecks Drehung von der Welle --102-- getragen, die axial durch die Trommel geführt und jenseits der Grundplatte an einen geeigneten, nicht gezeigten Drehantrieb für die Trommel angeschlossen ist.
Die Trommel --33-- ist mit dem Schlitz --8-- versehen, der entlang einer Erzeugenden verläuft, wobei der Durchmesser der Welle-102-grösser ist als die Breite des Schlitzes-8--. Die Welle-102-trägt ferner zwei feste Ansätze-6-in symmetrischer Anordnung, die von der Welle durch den Schlitz --8-- führen und von denen einer an seinem Ende die Rolle --7-- trägt. Diese Rolle--7--greift in die Rampe oder Nut--32--der Schneckengangführung ein, während
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sich Welle und Trommel drehen.
Auf diese Weise wird die Drehbewegung der Welle-102gleichzeitig in eine linear hin-und hergehende Bewegung der Welle umgesetzt, wobei diese sich entlang
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--100-- in- 11-- umlaufen, da zwischen der Welle --11-- und der Lagerbuchse--12--noch das Rollenlager --15-- sitzt. Auf diese Weise wird eine Übertragung der Drehbewegung der Welle - 102-auf die Welle --11-- verhindert. Diese bleibt zwar von der Drehbewegung unbeeinflusst, erhält aber die linear hin-und hergehende Bewegung der Welle --102-- und geht mit dieser auf und ab.
Die Welle --11-- wird in dem oberen Gehäuse --17-- geführt, welches über das fest gelagerte Gehäuse-31-gestülpt ist und an seinem oberen Ende ein Gleitlager trägt, in dem die Welle--11--sich in axialer Richtung bewegen kann.
Ein Radialarm -16- ist fest verbunden mit der in axialer Richtung sich hin-und herbewegenden Welle--11--und ein Teil des Armes mit geringerer Dicke reicht aus dem Gehäuse - 17-durch den Längsschlitz-30-in der Gehäusewand. Am Ende des Radialarmes-16-- sitzt ein Gelenk --18-- mit einem rechtwinkeligen Hebel-19--. Zwischen seinen beiden Enden ist der Hebel --19-- auf einem Drehachslager --20-- gelagert, so dass der Hebel-19-um diesen Drehpunkt schwingen kann, wenn sein eines Ende am Gelenk --18-- linear durch den Radialarm--16--auf-und abbewegt wird. Das andere Ende des Hebels --19-- trägt ein Öhr - 21--, das als Fadenführer dient.
Auf diese Weise wird die linear hin-und hergehende Bewegung der Wellen-102 und 11-auf eine gleiche, lineare hin-und hergehende Bewegung des Fadenführers übertragen, so dass der von diesem geführte Faden in engen Windungen aufgespult wird.
Der Garnkörper mit ringförmigem Querschnitt wird auf eine Spindel-104-aufgewickelt, die im gleichen Umlaufsinn und synchron mit der Trommel --33- durch eine bekannte Vorrichtung gedreht wird.
Ein Konus bekannter Bauart und Arbeitsweise zum Andrücken der Garnwindungen ist lediglich schematisch angedeutet, um die Entstehung der stumpfkegeligen Endpartie des Garnkörpers zu zeigen, der auf der Spindel in eng überkreuzten Windungen gebildet wird..
Wie erwähnt, werden die innersten Windungen des Garnkörpers mit ringförmigem Querschnitt auf einen Schutzschlauch gewickelt, weswegen dieser durchlässige Schutzschlauch zwischen Spindel und Garn-oder Fadenkörper gebracht werden muss. Bei Benutzung einer Spule aus Papier od. ähnl. Material wird diese auf die Spindel gesetzt und der Schutzschlauch zwischen Spule und Fadenmaterial gelegt.
Der Schutzschlauch wird auf folgende Weise angewandt :
Vor der Aufspulung des Garnkörpers auf die Spindel --104-- wird auf diese ein konischer
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Schutzschlauchträgers --105-- umschliesst einen ringförmigen Hohlraum-108--, dessen Wände am Umfang Sägezähne --109-- od.ähnl. Verankerungsmittel für den Schutzschlauch tragen. Das Ende des Schutzschlauches wird von diesen Zähnen während der Rotation der Spindel unter dem Einfluss der Zentrifugalkraft festgehalten, wenn die innersten Garnwindungen darüber gespult werden. Nachdem der Schutzschlauchträger --10-- auf die Spindel gesetzt ist, wird der Schutzschlauch aus dem ringförmigen Hohlraum-108-über den Schutzschlauchträger --105-- und die Spindel gezogen.
Um nun zu Anfang der Garnkörperaufspulung eine Beschädigung des Schutzschlauches durch die mit der schnellen Spindelrotation entstehenden starken Zentrifugalkräfte zu verhindern, wird das andere Schutzschlauchende von einem stumpfkegeligen Mantel--103--gehalten, der an der Basis der Spindel--104--drehfest angebracht ist und zwischen seiner Oberkante und der Spindelaussenfläche einen Ringspalt bildet. Wie in der Zeichnung zu erkennen ist, wird das noch freie Schutzschlauchende hiebei unter diesem Mantel gehalten und daraus zur Unterfütterung der innersten Fadenwicklungen in dem Masse nachgezogen, wie der Spinnkuchen unter der Einwirkung des Leitkegels geformt und auf der Spindel nach oben geschoben wird.
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Es kann auch eine Spule aus Papier od. ähnl. Material zunächst auf den Schutzschlauchträger --105-- gesetzt werden, so dass der Schutzschlauch statt der Spindel die Spule umhüllt.
Nachdem der Spinnkuchen aufgespult ist, wird er von der Spindel entfernt und die Enden des Schutzschlauches werden aus dem Schutzschlauchträger-105-und dem Mantel --103-- über die äusseren Wicklungen des Spinnkuchens gezogen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Spindel zur Herstellung von Schlauchkötzern, wobei die Garn-oder Fadenwindungen in konischen Lagen auf einen Schutzschlauch gespult werden und der Garn-oder Fadenkörper zusammen mit dem Schutzschlauch von der Spindel abziehbar ist, mit einem auf den oberen Teil der Spindel
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Spindel (104) ein den auf die Spindel gezogenen Schutzschlauch umgreifender, nach unten sich konisch erweiternder Ringmantel (103) drehfest angeordnet ist, welcher den Schutzschlauch beim Bespulen auf dem Spindelkörper hält und das noch freie Schutzschlauchende unter sich aufnimmt, das dann mit fortschreitendem Vorrücken der untersten bzw.
innersten Garn-oder Fadenwindungen und Anheben des Garn-oder Fadenkörpers durch den Leitkegel unter Freigabe neuer Schlauchabschnitte schrittweise nach oben durch einen Ringspalt zwischen Ringmanteloberkante und Spindelaussenfläche herausgezogen wird.
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