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Vorrichtung zum Zusammenbauen und Vorpressen von Eisenkörpem für Grosstransformatoren
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zusammenbauen und Vorpressen von Eisenkörpern für Grosstransformatoren, mit einem Montagetisch, der auf einer kippbaren Grundplatte angeordnet und mit Tragteilen für Kernsäulen und Joche versehen ist, sowie mit einem Pressbalken, dessen Abstand von dem Montagetisch mittels eines Antriebes änderbar ist.
Es ist ein Stand zum Zusammenbauen und Pressen von Eisenkörpern für Grosstransformatoren mittels biegsamer Spannbügel bekannt, die auf die Kernsäulen aufgesetzt werden (s. Bulletin "Entdeckungen, Erfindungen, Warenmuster, Warenzeichen", Moskau, Nr. 6, vom 28. 2. 1966). Dieser
Stand enthält einen auf einer drehbaren Grundplatte aufgesetzten Montagetisch mit einem Satz von
Traggliedern, auf die die Bleche des Eisenkörpers entsprechend dem Schichtungsplan verlegt werden, sowie einen verstellbaren Pressbalken mit einem Antrieb zu seinem Verschieben in zur Ebene der Bleche senkrechter Richtung. Auf dem Pressbalken ist eine in Richtung seiner Längsachse verstellbare Vorrichtung zum Spannen und Befestigen von Spannbügeln an dem Eisenkörper, z. B. an dessen
Kernsäulen, angeordnet.
Kernsäulen werden bekanntlich mit einem bandförmigen Material, z. B. mit Glasfaserband, umwickelt. Um auf dem bekannten Stand eine mehrschichtige Bandage auf den Eisenkörper aufzubringen, muss man diesen auf dem Stand zusammenbauen und pressen, dann die Spannbügel anbringen, den Eisenkörper vom Stand abnehmen, ihn bandagieren und schliesslich die Spannbügel wieder entfernen.
Daraus folgt, dass auf dem bekannten Stand das Bandagieren von Kernsäulen oder Magnetjochen nicht ohne Entlastung des Eisenkörpers von der Presskraft ausgeführt werden kann, so dass der Eisenfüllfaktor vermindert wird und folglich auch die technischen Daten des Transformators ungünstig werden.
Auch zum Bewickeln von Ringkernen sind bereits Maschinen bekannt. Bei diesen muss aber das Wickelmaterial für jeden Kern bzw. für jede Bandage separat auf eine Vorratsspule gewickelt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die erwähnten Nachteile zu beseitigen und eine Vorrichtung zum Zusammenbauen und Vorpressen von Eisenkörpern für Grosstransformatoren zu entwickeln, auf der die mehrschichtige Bandagierung von Eisenkörperteilen direkt ohne Entlastung dieser Teile von der Presskraft ausgeführt werden kann.
Dieses Ziel lässt sich mit einer Vorrichtung des eingangs umrissenen Aufbaues erreichen, die erfindungsgemäss eine entlang des Pressbalkens verstellbare Bandagiereinrichtung mit einem teilbaren Gehäuse zur Aufnahme eines ebenfalls teilbaren Führungselementes, auf dem eine Bandagiermaterial enthaltende Vorratsspule angeordnet ist, und ein Triebwerk aufweist, mit dem das Führungselement gedreht und damit die Vorratsspule um den Gehäuse und Führungselement durchsetzenden, zu bandagierenden Kern herumgeführt werden kann.
Bei einer sehr einfachen und bevorzugten Ausführungsform einer solchen Vorrichtung besteht, im Einklang mit der Erfindung, das teilbare Führungselement aus Hälften eines Zahnrades, die im Gehäuse angeordnet sind, wobei die verstellbaren
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Teile des Gehäuses auf Gleitstücken montiert sind, die mittels eines Schraubentriebes entlang von auf dem Pressbalken befestigten Führungen verschoben werden können.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung macht es möglich, das Zusammenbauen, Vorpressen und mehrschichtige Bandagieren von aus Blechen zusammengesetzten Eisenkörpern mit bandförmigem Material ohne Entlastung dieser Körper von der Presskraft durchzuführen, so dass der Eisenfüllfaktor erhöht wird und einige Arbeitsgänge (Anordnen und Entfernen der Spannbügel) entfallen.
Dies bedeutet, dass sowohl die Güte der zusammengebauten Eisenkörper für Grosstransformatoren, als auch die Arbeitsproduktivität bei Zusammenbau erhöht wird.
Eine zusätzliche Ausrüstung ist nicht erforderlich.
Im folgenden ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Vorrichtung an Hand der Zeichnungen näher beschrieben. In diesen zeigt Fig. l die Vorrichtung in Seitenansicht und Fig. 2 deren Bandagiereinrichtung in einer Seitenansicht mit um 900 gedrehter Blickrichtung.
Die Vorrichtung hat eine kippbare Grundplatte --1-- (Fig.1), auf der ein Montagetisch-2-mit Tragteilen --3-- zur Anordnung der Kernsäulen und mit Tragteilen --4-- zur Anordnung der Joche eines Transformators sitzt. Damit der Eisenkörper bei der Drehung der Grundplatte-l-in
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die Kernséule --10-- übertragen. Auf dem Pressbalken-7-ist eine Bandagiereinrichtung --11-- mit einem die Kernsäule oder das Joch umgreifenden teilbaren Gehäuse-12-und mit einem Triebwerk --13-- für das Herumführen der Spule mit dem Bandagiermaterial montiert. Die Bandagiereinrichtung --11-- sitzt auf einer Führung -14-- (Fig. 2) und kann längs der Achse des Pressbalkens --7-- verschoben werden.
Auf der Führung --14-- sind Gleitstcke --15 und 16--
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Auf der Welle --18-- sitzt mit Spiel auch ein Zahnrad --21--, das mit einer Zahnkupplung --22-- verschen ist und über ein Zwischenzahnrad -23-- und ein mit dem Ende der Spindel - starr verbundenes Zahnrad --24-- zum Antrieb der Spindel --17- dient. An einem Ende der Welle --18-- ist eine Handkurbel --25-- mit einer Zahnkupplung --26-- angeordnet.
Die Handkurbel hat eine Innenvierkantöffnung, die einem Vierkantansatz der Welle an der Befestigungsstelle der Handkurbel entspricht. Die Handkurbel ist verschiebbar und dient somit in ihrer Randstellung zur Drehung der Welle --18--, bei Eingriff mit der Zahnkupplung --22-- des Zahnrades --21-- aber zur Drehung der Spindel-17- ; im zuletzt genannten Fall steht die Welle - 18-still.
An den Gleitstücken --15 und 16-ist mittels Schrauben --27-- das geteilte Gehäuse - der Bandagiereinrichtung, das aus zwei Teilen --28 und 29-besteht, befestigt. Im Gehäuse ist ein als Führungselement dienendes Zahnrad --30-- angeordnet, das aus zwei Hälften - 31 und 32--besteht. Am zahnrad --30-- sind eine Welle zur Aufnahme einer Spule--33-
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der Kernsäule-10-befestigt ist. Das Zahnrad--30-wird vom Triebwerk --13-- über einen Kettentrieb --37-- und ein Zahnrad --38-- in Umlauf versetzt.
Die Bandagiereinrichtung - kann längs der Achse des Pressbalkens -7-- verstellt werden, wenn die Teilfuge des Gehäuses-12-mit der des Zahnrades zusammentrifft, die Teile-28 und 29-des Gehäuses --12-- gemeinsam mit den Hälften-31 und 32-des zahnrades --30-- auseinandergeschoben werden und das Gehäuse --12- mit dem Zahnrad -30-- aus dem Wirkungsbereich der Pressschuhe-8-und der Tragteile -3-- entfernt wird.
Das Zusammenbauen, Pressen und Bandagieren der Eisenkörper auf dem erfindungsgemässen Stand verläuft in folgender Weise :
Die Blechplatten des Eisenkörpers werden in Übereinstimmung mit einem Schichtungsplan auf den Tragteilen-3 und 4-- des Montagetisches --2-- angeordnet und durch Anschläge-39- (Fig. 1) in horizontaler Richtung festgelegt. Danach wird der Pressbalken --7-- mit den Pressschuhen
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-8-- auf den Stangen --6-- angeordnet- wird anschliessend die Krensäule --10-- gepresst.
Bevor der Pressbalken --7-- auf den Stangen --6-- angeordnet wird, trennt man das Gehäuse-12-mit dem zahnrad --30-- von der übrigen Bandagiereinrichtung, und nach Beendigung des Pressens der Kernsäule-10-werden
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der Kernsäule befestigt. Dann wird das Triebwerk --13-- eingeschaltet, das über Kettentrieb --37-- und Zahnrad --38-- das Zahnrad --30-- antreibt, Das zahnrad --30-- bewegt bei seinem Umlauf die auf ihm angeordnete Spule --33-- rund um die Kernsäulen-10-, wobei diese mit dem Bandagiermaterial umwickelt wird.
Nach Aufbringung der vorgeschriebenen Zahl von Windungen wird das Triebwerk --13-- auf Befehl eines Impulszählers (nicht dargestellt) abgeschaltet ; das Bandende schneidet man von der Spule-33-ab und befestigt es an der Kernsäulen-10-.
Dann wird die Zahnkupplung--26--der Handkurbel--25--mit der Zahnkupplung --22-- des Zahnrades--21--in Eingriff gebracht, und durch Drehung der Handkurbel werden die Teile des Gehäuses --12-- gemeinsam mit den Hälften des zahnrades --30-- auf einen Abstand auseinandergeführt, der grösser als die Breite der Pressschuhe--8--ist. Danach wird die Handkurbel aus dem Eingriff mit der Zahnkupplung --22-- gelöst und zum Ende der Welle --18-- hin verstellt ; die Handkurbel wird betätigt und dadurch die Welle-18-in Drehung versetzt, wobei über das zahnrad --19-- und die Zahnstange --20-- die Wickeleinrichtung um einen Bandagierungsschritt versetzt wird.
Dann werden die beiden Teile des Gehäuses und die Hälften des Zahnrades --30-- zusammengeführt und die Nachbarbandage aufgebracht. Nach Fertigstellung der erforderlichen Anzahl Bandagen um die Kernsäule werden das Gehäuse-12-und das Zahnrad --30-- von der übrigen Bandagiereinrichtung getrennt, die Kernsäule von der Presskraft entlastet, der Pressbalken auf der nächsten Kernsäule angeordnet und darauf alle aufgezählten Arbeitsgänge in der oben beschriebenen Reihenfolge wiederholt. Nach Beendigung des Pressens und Bandagierens des
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zusammengebaute Eisenkörper durch einen Kran von der Vorrichtung entfernt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Zusammenbauen und Vorpressen von Eisenkörpern für Grosstransformatoren, mit einem Montagetisch, der auf einer kippbaren Grundplatte angeordnet und mit Tragteilen für Kernsäulen und Joche versehen ist, sowie mit einem Pressbalken, dessen Abstand von dem Montagetisch mittles eines Antriebes änderbar ist, gekennzeichnet durch eine entlang des Pressbalkens (7) verstellbare Bandagiereinrichtung (11) mit einem teilbaren Gehäuse (12) zur Aufnahme eines ebenfalls teilbaren Führungselementes (30), auf dem eine Bandagiermaterial enthaltende Vorratsspule (33) angeordnet ist, und durch ein Triebwerk (13), mit dem das Führungselement gedreht und die Vorratsspule um den Gehäuse (12) und Führungselement (30) durchsetzenden, zu bandagierenden Kern herumgeführt werden kann.
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