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Verfahren und Einrichtung zum Abfüllen von heissflüssigem Bitumen in Behälter aus Kunststoffolie
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum Abfüllen von heissflüssigem
Bitumen.
Die bekannten Bitumenverpackungen sind meistens Metallblech-oder Holztonnen, in die das geschmolzene, heisse Bitumen gegossen wird. Das in den Tonnen erstarrte Bitumen kann bereits als ein einheitliches Stück Ware befördert werden. Die bekannten Verfahren sind aber einerseits kostspielig und anderseits bei der Verwendung umständlich. Sowohl die aus Metallblech wie auch die aus Holz bestehenden Tonnen sind als Verpackungen kostspielig, weil sie einen ziemlich hohen Bedarf an Material und einen hohen Arbeitsaufwand beanspruchen. Hiezu kommt, dass das Metallblech und das Holz bei der Verwendung des Bitumens vom Bitumenklotz abgeschält werden muss, was nicht nur schwierig ist, sondern eine Zerstörung der Verpackung nach einer einzigen Verwendung zur Folge hat.
Dabei sind die bekannten Verfahren auch gefährlich, weil das unter hohen Druck eingefüllte heissflüssige Bitumen durch Spritzen Brandwunden verursachen kann.
Es wurde ferner schon vorgeschlagen, dass heisse Bitumen in aus Kunststoffolie, insbesondere aus Polyäthylen bestehende Behältnisse, einzugiessen, worauf es nach Verschliessen des Behälters erstarrt.
Hiezu benötigt man während des Füllens ein Wasserbad und eine besondere Vorrichtung, die ein allmähliches Absenken des Behälters während der Befüllung ermöglicht, weil in ein Wasserbad eintauchende dünnwandige Kunststoffbeutel ein leichtes Füllen mit heissem Bitumen wegen des hohen Temperaturunterschiedes nicht zulassen.
Um diese Nachteile zu vermeiden, wird gemäss der Erfindung ein anderer Weg eingeschlagen, u. zw. wird das Bitumen, z. B. unter Dispergieren oder Ausbreiten, zunächst an seiner Oberfläche abgekühlt und in einen zähflüssigen Zustand übergeführt und darauf unterteilt in die Kunststoffolienbehälter eingebracht. Beispielsweise kann man das Bitumen zu einem dünnen Film ausbreiten und mittelbar oder unmittelbar der Einwirkung eines Kühlmediums unterwerfen.
Eine zur Ausübung des erfindungsgemässen Verfahrens geeignete Einrichtung besitzt die Besonderheit, dass ein oben offener und unten mit einem Absetztrichter abgeschlossener Kühlraum vorgesehen ist, in dessen oberen Teil eine Dispergiervorrichtung vorgesehen ist, wobei in der Nähe des Absetztrichters regelbare Kühlluftzufuhröffnungen angeordnet und unterhalb des Absetztrichters mit Kunststoffolien ausgekleidete Behältnisse vorgesehen sind, in die das abgekühlte Bitumen fliesst.
Für eine andere Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach der Erfindung ist kennzeichnend, dass eine Abkühlplatte mit Zufuhrleitung für heissflüssiges Bitumen, ein Förderer zum kontinuierlichen Entfernen des auf der Abkühlplatte entstandenen Bitumenfilmes sowie ein an den Förderer angeschlossener Homogenisator, zweckmässig eine Strangpresse, vorgesehen sind, die das Bitumen in mit Kunststoffolien ausgekleidete Behältnisse weiterleiten.
Nähere Einzelheiten der Erfindung werden nachstehend an Hand der Zeichnungen erläutert, in
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der zwei Ausführungsbeispiele einer Einrichtung zum Durchführen des erfindungsgemässen Verfahrens dargestellt sind.
Fig. l stellt einen senkrechten Schnitt des einen Ausführungsbeispiels dar. Fig. 2 ist die Vorderansicht des andern Ausführungsbeispiels. Fig. 3 ist die Draufsicht zur Fig. 2. Fig. 4 ist schliesslich ein Schnitt entlang der Linie IV-IV in Fig. 3.
Gleiche Bezugszeichen weisen in den Zeichnungen auf ähnliche Einzelheiten hin.
Die Einrichtung gemäss Fig. l wird zweckmässig für weichere Sorten von Bitumen verwendet. Sie besteht aus einer turmartigen Konstruktion, in der ein Abkühlraum--12--angeordnet ist. Der Abkühlraum--12--ist nach unten durch einen Absetztrichter--10--abgeschlossen und oben mit einem Raum--14--verbunden. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel hat der Abkühlraum --12-- vertikale Wände, in denen vor dem Absetztrichter--10--regelbare Luftzufuhröffnungen - vorgesehen sind. Oberhalb des Abkühlraumes --12-- ist eine Dispergiervorrichtung angeordnet, die beim dargestellten Ausführungsbeispiel perforiert ist.
Die Welle--18--ist mit der Antriebswelle eines Getriebes --22- verbunden, dessen Antriebswelle --24-- an einen
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Temperatur und somit der Aggregatszustand des sich ansammelnden plastischen Bitumens sehr genau eingestellt werden können.
Die dargestellte erfmdungsgemässe Einrichtung arbeitet wie folgt :
Das Bitumen strömt in heissflüssigem Zustand über eine Hochdruckrohrleitung zur Einrichtung und gelangt über die Rohrleitung --30-- auf die sich drehende Dispergierscheibe--20--. Durch letztere wird das Bitumen gleichsam zerstäubt und fällt in Form von Tropfen in den Absetztrichter --10--, wie dies durch Pfeile--38a und 38b-- angedeutet ist. Den fallenden Bitumentropfen strömt über die Öffnungen --16- in Richtung der Pfeile--40a und 40b--Luft entgegen.
Dadurch werden die Bitumentropfen soweit abgekühlt, dass sie sich im Absetztrichter--10--in bereits plastischem Zustand ansammeln. über die Beschickungsvorrichtung-32-fliesst das Bitumen in Richtung des Pfeiles--42--in die Kisten--34--auf dem Förderband--36--. Erreicht das herausfliessende Bitumen in der Kiste--34--eine bestimmte Höhe, wird die Beschickungsvorrichtung - 32--vorübergehend stillgesetzt und das Förderband-36-wird in der Richtung des Pfeiles --44-- so lange bewegt, bis die nächste Kiste unter der Beschickungsvorrichtung--32--zu liegen kommt. In der mit Bitumen bereits gefüllten Kiste wird die Polyäthylenfolie oberhalb des Bitumens zusammengefaltet und in das Bitumen eingedrückt.
Auf diese Weise wird erreicht, dass beim vollständigen Erstarren des Bitumens der Klotz aus der Kiste zusammen mit seiner Verpackung einfach herausgehoben werden kann.
Die Regelung des Bitumenniveaus, der Antrieb des Förderbandes--36--, sowie die Handhabung der Kisten--34--bzw. der in Kunststoffolien verpackten Bitumenklötze und die Regelung der Beschickungsvorrichtung--32--kann in an sich bekannter Weise automatisiert und mechanisiert werden, wodurch das Verfahren noch wirtschaftlicher gestaltet werden kann.
Das Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 2 bis 4 wird zweckmässig zum Verpacken von härterem Bitumen verwendet. Zwecks Abkühlung des Bitumens an seiner Oberfläche wird dieses nicht dispergiert, sondern ausgebreitet. Zu diesem Zweck ist eine ringförmige Schüsel --60-- vorgeschen, in der eine insbesondere aus Fig. 4 ersichtliche ebenfalls ringförmige Abkühlplatte --62-- mitgenommen wird.
Zwecks Antriebes der Abkühlplatte ist an der Abtriebswelle--18--des Antriebes--22--ein Ritzel--64--befestigt, das in eine nicht dargestellte Verzahnung am Rand der Abkühlplatte - -62-- eingreift.
In der Schüssel --60-- befindet sich ein Wasserbad--66--, das über einen Zuflussstutzen
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Abkühlung durch Wasser gestattet, das Bitumen in zähflüssigen oder plastischen Zustand zu bringen.
Unterhalb der Ausflussöffnung der Rohrleitung --30-- zum Zuführen des heissen Bitumens ist eine Beschickungsplatte angebracht. Wie aus den Fig. 2 und 3 hervorgeht, arbeitet mit der Abkühlplatte
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-62-- ein als Abhebeband --74-- dienender--78-- ist der Antriebsmotor der Strangpresse --76-- bezeichnet.
Die dargestellte beispielsweise Ausführungsform der erfindungsgemässen Einrichtung arbeitet wie folgt :
Das heissflüssige Bitumen wird in Richtung des Pfeiles--28--über die Rohrleitung--SO--
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Wie ersichtlich, liegt das Wesen der Einrichtung gemäss Fig. 2 bis 4 darin, dass eine Abkühlplatte --62-- mit einer Leitung --30-- zum Zuführen von flüssigem Bitumen, eine Fördereinrichtung - zum kontinuierlichen Entfernen des auf der Abkühplatte --62-- enstandenen Bitumenfilmes, sowie ein an die Fördereinrichtung angeschlossener Homogenisator vorgesehen sind.
Anstatt des Abhebebandes --74-- können selbstverständlich alle Arten von Fördereinrichtungen verwendet werden, die geeignet sind, den Bitumenfilm von der Abkühlplatte--62-- abzuheben und der Strangpresse --76-- zuzuführen. Aber auch die Strangpresse kann durch beliebige Homogenisatoren ersetzt werden, die geeignet sind, das im plastischen Zustand zugeführte Bitumen durchzukneten und in regelbarer Weise portionsmässig auszuliefern. Es ist sogar möglich, mehr als eine Abkühlplatte zu verwenden, die übereinander angeordnet sind und von denen die Bitumenfilme gemeinsam auf das Abhebeband-74-geführt werden.
Ferner kann oberhalb des Bitumenfilmes ein gasartiges Kühlmittel, z. B. Luft, geleitet werden, wodurch die Wasserkühlung mit Luftkühlung kombiniert wird. Dabei wird natürlich ungewälzte Kühlluft verwendet, da der Bitumenfilm bzw. die Abkühlplatte --62-- dem Umgebungsraum ausgesetzt sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Abfüllen von heissflüssigem Bitumen in Behälter, deren Wand aus
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