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Wasserreinigungsanlage für städtische Wasserwerke u. dgl.
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welchen die letzte Reinigung durch ein Filter von hoher Feinheit, insbesondere Sandfilter, geschieht. Bei derartigen Anlagen ist es nun bekannt, mehrere Filter hintereinander an-
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Es wird stets das Wasser mit einer bedeutenden Druckhöhe durch die Filter gesendet, die Schmutzbestandteile lagern sich auf den Filtern ab und bilden Schleimschichten, welche in bekannter Weise die Hauptfitterwirkung erzielen.
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natürlich sich nur die spezifisch schwereren Bestandteile absetzen, die feinen dagegen bleiben im Wasser suspendiert.
Die Filteranlagen mit mehreren Filtern arbeiten nun mit einem erheblicheu Aufwande an Arbeit, Kohle und Maschinen zur Erzielung der Druckhöhe, insbesondere erfordert die
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Zeit, während welcher diese natürlich kein reines Wasser ergeben kann.
Die Erfindung bezweckt nun bei Wasserreinigungsanlagen für städtische Wasser-
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zum Feinfilter 4 führende Rohr. Wenn das Feintilter 4 gereinigt ist, wird, um auf demselben eine neue Schleimschicht schnell zu bilden, die obere Zuleitung 19 zum Grobfilter,) und die Ableitung 12 geöffnet, das zu reinigende Wasser strömt also über das grobkörnige
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selben wird die Leitung 19 geschlossen und die untere Leitung 11 geöffnet. Das Wasser strömt also erst durch den Behälter 6 von unten nach oben, ehe es durch Leitung 12 in das Feinfilter 4 geht. In dem aus einem äusseren Gehäuse 8 bestehenden Behälter 6 sind die Schichten 9, 10 mit grobem Materiale so angeordnet, dass grosse Zwischenräume gebildet werden.
In diesen wird der grösste Teil der im von unten nach oben strömenden Wasser enthaltenen Verunreinigungen durch Adhäsion an den Materialobernächen und an den ihnen an aftenden Schleimschichten zurückgehalten. Es bilden sich dadurch Flocken, ohne dass, praktisch genommen, dem Durchgange des Wassers irgendein Widerstand ausser der einfachen Flächenreibung dargeboten und ein entsprechender Gefällsverlust verursacht würde. Die in den Wasserweg eingeschalteten Hindernisse können aus Schichten gebrochener Steine, Schlacke, Koks, zerkleinerten Ziegeln oder anderem derartigen groben Materials bestehen.
Die so erhaltenen Flocken können auch zur Bildung der zum Zurückhalten der Bakterien u. dgl. notwendigen Schleimschicht für das Feinfilter benutzt werden, wenn diese von dem Filter bei seiner Reinigung entfernt ist. Zu diesem Zwecke genügt es, das Wasser mit stärkerem Drucke durch den Behälter 6 zu führen oder die Fliessrichtung des Wassers durch diesen Behälter durch Öffnen der Leitungen 19 und 18 und Schliessen der Leitungen und-/2 umzukehren. Im letzteren Falle muss naturgemäss ein Ventil unmittelbar an dem vom Becken C oben ausgehenden, nach dem Feinfilter führenden Stutzen angebracht werden,
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Sandfilter eine Schleimschicht.
Es können überdies auch grössere, das Wasser ablenkende Körper, wie beispielsweise volle oder hohle Ziegel, Schieforplatten oder dgl., angewendet werden, wie beispielsweise aus Fig. 3 zu ersehen ist. Diese Körper verhindern ein unmittelbares Aufwärtsfliessen des Wassers und zwingen das Wasser, teilweise einen horizontalen Weg zu nehmen, ohne jedoch die Durchflussgeschwindigkeit wesentlich zu verzögern. Es müssen aber in allen Fällen die Zwischenräume zwischen den einzelnen Stücken von solcher Grösse sein, dass sie den freien Durchfluss des Wassers gestatten und reichlichen Kaum für den sich absetzenden Schmutz bieten, ohne dass Verstopfungen Platz greifen können.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 sind die schichten durch eine vertikale Wund 1 derart geteilt, dass das Wasser abwechselnd nach aufwärts und abwärts Hiesst. Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 befindet sich auf der Oberfläche der ganzcn Schicht eine Lage porösen, elastischen Materiales, wie Holzspäne, Drehspäne, Schwamm, Torf oder dgl., welche durch einen entsprechenden Rost 15 gehalten wird.
Die Reinigung des Behälters 6 kann ohne Aufrühren der Masse und ohne Anwendung besonderer Arbeit einfach durch Umkehren der Richtung, in welcher das Wasser strömt, erzielt werden. Hiebei lässt man das Wasser aus dem Behälter 6 durch ein Ventil 25 ausströmen und gewünschtenfalls frisches Wasser durch Ventile 19 nachströmen.
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durch den Ausfluss geregelt wird. Zu diesem Zwecke ist das vor dem Eintrittsrohre 11 angeordnete Ventil 21 durch einen lebel 22 mit einem Schwimmer 23 verbunden, welcher mit dem Wasserspiegel des austretenden Wassers 24 steigt und fällt und das genannte Ventil schliesst oder öffnet.