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Faltwand
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Laufrollen hängen und an der Laufschiene mit Hilfe von Gleitstücken, vorzugsweise vier, beiderseitig der Laufschiene angebrachten Stützrollen geführt werden.
Zur bestmöglichen Halterung der ausgezogenen Wand greifen die Gelenkplatten und/oder
Wandelemente mittels Nut und Feder ineinander, wobei die Feder hakennasig mit einer dem Drehpunkt zugewendeten, geraden und einer dem Öffnungswinkel zugewendeten bogenförmigen Fläche und die
Nut entsprechend dazu ausgebildet sind. Die aufeinanderstossenden Kanten der Wandelemente sind zur guten Abdichtung mit Gummiprofilen versehen.
Die Wandelemente sind unten durch entsprechende Gelenkplatten miteinander verbunden, jedoch ist eine Schienenführung der unteren Gelenkplatten in den meisten Fällen nicht erforderlich. Durch die gegenüber der Wandebenenmitte wechselseitige Anordnung der Aufhängung wird noch der zusätzliche
Vorteil erreicht, dass jedes Wandelement gut ausbalanciert ist, so dass eine Bodenführung nur bei hohen
Wänden erforderlich ist.
Beim Herausfahren der Wand aus dem Stauraum zieht jedes Wandelement das nachkommende
Wandelement nach. Das Ein-und Ausfahren kann bei grösseren Anlagen über einen Seilzug oberhalb der Schienenführung, z. B. mittels eines Elektromotors, erfolgen. Bei sehr grossen Anlagen kann es zweckmässig sein, darüber hinaus die gestauten Wandteile aus dem Stauraum auszuschieben.
Durch die Führung der Gehängeplatten mittels vorzugsweise vier beiderseitig der Laufschiene vorgesehene Stützrollen wird die das Wandgewicht tragende Laufrolle genau in der Richtung der
Laufschiene gehalten, was besonders beim Durchlaufen des flaschenhalsförmigen Abschnittes der
Laufschiene von Bedeutung ist und die ruhige Führung der Wand und sichere überwindung der
Totpunkte gewährleistet, aber auch auf die ebene Ausrichtung der ausgefahrenen Wand einen entscheidenden Einfluss hat.
Ein störungsfreies Eingreifen von Nut und Feder der aneinanderstossenden Wandelemente wird durch die besondere Ausbildung von Nut und Feder begünstigt. Während die gerade Seitenfläche einen genauen Anschlag bei der Ausrichtung der Wandelemente ergibt, erlaubt die entsprechend dem
Schwenkradius ausgebildete bogenförmige Fläche eine störungsfreie Einführung der Feder in die Nut.
Im Stauraum liegen die Wandelemente im Winkel von 900 gegenüber den Laufschienen, parallel zueinander und dicht aneinander und benötigen so nur einen minimalen Raum. Beim Ausziehen der Wandelemente aus dem Stauraum befindet sich jedes Wandelement bereits vollständig in der Wandebene, sobald seine rückwärtige Rollenaufhängung den flaschenhalsförmigen Abschnitt der Laufschiene durchlaufen hat und in den geraden Teil der Laufschiene eingefahren ist. Überdeckt man also den Wandbereich nur bis zu einem Abstand entsprechend einer Wandelementbreite über den flaschenhalsförmigen Teil hinaus, entsteht für den Betrachter der Eindruck, dass eine ebene, starre Wandfläche eingeschoben, bzw. herausgezogen wird.
Aus der franz. Patentschrift Nr. 1. 118. 140 ist eine Faltwandkonstruktion bekannt, deren Bewegung über Doppellaufrollenaggregate in einer Kastenschiene erfolgt.
Die Faltung wird hiebei durch Hilfsschienen und entsprechende Führungsrollen zwangsläufig erreicht. Die Teile werden dabei jedoch mit mehreren sichtbar angebrachten Scharnieren, deren Achse ausserhalb der Wandachse liegt, verbunden. Durch diese von der Konstruktion her notwendige Anordnung, ist ein verhältnismässig grosser Stauraum notwendig und ein für eine hohe Schalldämmung notwendiger Einbau einer mechanisch ausfahrbaren Abdichtung nach oben und unten ist nicht möglich.
Die erfindungsgemässe Faltwand besitzt gegenüber dieser bekannten Konstruktion also die Vorteile, dass sie einen wesentlich geringeren Raumbedarf bei der Faltung hat und eine Abdichtung nach oben und unten leicht eingebaut werden kann ; ferner besteht infolge der verdeckt angebrachten Faltbeschläge die Möglichkeit, das Furnierbild der angrenzenden, feststehenden Wände auf der Faltwand forzusetzen und so eine harmonische Einfügung in die Raumarchitektur zu ermöglichen. Auch benötigt die erfindungsgemässe Faltwand keine untere Führungsschiene, die bei der Konstruktion der franz. Patentschrift unerlässlich ist.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen nochmals erläutert.
Fig. l zeigt eine perspektivische Ansicht, schräg von oben, einer teilweise aus dem Stauraum ausgefahrenen Wand. Die Wandelemente-a-hängen an den Gelenkplatten-e-, die durch die Scharniere-f--miteinander verbunden sind. Die Gelenkbolzen der Scharniere-f-dienen gleichzeitig zur Aufhängung der Wandelemente an Gehängeplatten--g--, die ihrerseits an auf Laufschienen--c--laufenden Laufrollen--b--aufgehängt sind. Die Führung der Gehängeplatten - an den Laufschienen--c--erfolgt durch vier Stützrollen--d--, deren Anordnung am besten aus Fig. 2 ersichtlich ist, die eine Draufsicht auf die Laufgehängeanordnung zeigt.
Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht der Laufgehängeanordnung, während Fig. 4 die Gelenkplattenanordnung mit der besonderen Ausbildung der Feder--h--erläutert.