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Verfahren zur Herstellung von kosmetischen Zusammensetzungen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von kosmetischen Zusammensetzungen, die als aktiven Bestandteil eine oder mehrere Arten der Verbindungen der Formel :
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worin R eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und R ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe ist, und in Kombination mit andern geeigneten Komponenten, enthalten.
Als typische Beispiele dieser aktiven Bestandteile können die folgenden genannt werden (unter Weglassung von dl-) :
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Die Verbindungen oben beschriebener Formel sind bekannte Verbindungen und können gemäss wohlbekannten Verfahren hergestellt werden, z. B. durch Verfahren, beschrieben von F. H. Howell und D. A.
H. Taylor (J. Chem. Soc., 1248 [1958]) oder von M. Fetizone und J. Dellobelle (Compt. rend., 245, 850 [1957]), wie dies im nachfolgenden Reaktionsschema veranschaulicht wird.
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dungen sind als Vorbeugung gegen Aknepustel zur Pflege der Gesichtshaut nützlich, da sie eine übermässige Sekretion aus den Talgdrüsen zu steuern vermögen. Durch Beimengung einer kleinen Menge von kosmetischen Mitteln wirken sie auf den Zustand der Hautfarbe ein und verhüten das Ablösen des Make-ups. Überdies sind diese Verbindungen als Zusatzmittel zu Haarfixier-und-waschmaterialien nützlich, da sie bei Anwendung auf die Kopfhaare oder Kopfhaut den Haarausfall verhindern und die Haare zum Wachsen bringen.
Die oben angeführten Verbindungen sind amorphe bzw. ölige oder kristalline Substanzen, die leicht in Ölen, Paraffinen und organischen Lösungsmitteln löslich und schwer löslich sind in Wasser und verdünnten wässerigen organischen Lösungsmitteln im allgemeinen. Bei Anwendungen ist es notwendig, als Grundmedium oder als Lösungsmittel z. B. Öle, Mineralöle, Paraffine, organische Lösungsmittel und oberflächenaktive Mittel zur Erzielung einer Lösung, einer Lotion, einer Suspension, von hydrophilen oder lipophilen Salben bzw. Cremes, für "Cakes", Stifte, für Reinigungsmittel, Aerosole u. ähnl. auf übliche Weise zu verwenden. Für solche Formulierungen können als Grundmedium oder Lösungsmittel benutzt werden z. B.
Wasser, Äthanol, Isopropylalkohol, Propylenalkohol, Glycerin, Äther, Pflanzen- öle, essentielle Öle, Tierfette, Bienenwachs, Vaselin, Paraffine, Siliconöl, Polyäthylenglykol, Cetylalkohol, Stearylalkohol, Stearinsäure, Palmitinsäure, Sorbitolmonostearat, Isopropylmyristat, Glycerintristearat, Diäthylenglykolmonostearat, wasserfreies Lanolin, Lanolin, Cholesterin od. ähnl.
In der kosmetischen Zusammensetzung können auch oberflächenaktive Dispersionsmittel und Emulsionsmittel, wie Natriumarginat, Gummiarabicum, Traganth, Methylcellulose, HydroxyÅathylcellulose, Carboxymethylcellulose, (Natriumsalz), Gelatin, Glycerogelatin, Pectin, Triäthanolaminoleat, Triäthanolaminstearat, Natriumlaurylsulfat, Natriumdioctylsulfonsuccinat, Polyoxyäthylenglykolalkyläther oder - ester, Polyoxyäthylensorbitolmonofettsäureester, Alkaliseifen, Calciumhydroxyd, Hydroxystearinschwefelsäureester oder Natriumalkylbenzolsulfonate verwendet werden.
Andere Zutaten, wie Talk, Stärke, Magnesiumstearat, Aluminiumstearat, Zinkstearat, Zinkblume, Magnesiumoxyd, Kaolin, Bentonit, Magnesiumcarbonat, gefälltes Calciumcarbonat, Silicagel, Titanoxyd, Calamin, Harze, Wachse, Milch, gummiartige Substanzen, Natriumsulfat, Natriumcarbonat, Natriumbicarbonat, Borsäure, Aluminiumsulfat, Borax od. ähnl. und andere anorganische Salze, wie Phosphate, Silicate od. ähnl. können gleichfalls auf übliche Weise zur Verwendung kommen. Es werden in den erfindungsgemäss hergestellten Zusammensetzungen selbstverständlich nur gesundheitlich völlig unbedenkliche Verbindungen verwendet.
Die folgenden Beispiele veranschaulichen die oben definierte Zusammensetzung.
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Beispiel l : Gesichtscreme
Ein Gemisch von
Stearinsäure 6 g
Propylenglykolmonostearat 12 g und
Isopropylmyristat 8 g werden zusammengeschmolzen und homogenisiert. Zu diesem Gemisch werden
Methyl-p-hydroxybenzoat 0, 02 g und
Butyl-p-hydroxybenzoat 0, 18 g zugegeben und gelöst. Danach wird ein Gemisch von 4a-Äthyl-7 -methoxy- - 2, 3, 4, 4ass, 9, 10-hexahydro- phenanthren-2-on 2, 5 g
Propylenglykol 3,0 g und Polyoxyäthylensorbitanmono- palmitat 6, 0 g zugefügt und das so erhaltene Gemisch wird dann unter Zugabe von warmem Wasser gerührt und dann emulgiert ; man erhält 100 g eines Präparates.
In der vorliegenden Formulierung liefert ein Austausch des Hauptbestandteiles durch die entsprechende Menge (die halbe gleichwertige Menge der dl-Serien) an optisch aktiver Substanz (d-Reihen) ein Präparat mit derselben Wirksamkeit als hautpflegende Gesichtscreme.
Auch der Austausch der als aktive Substanz verwendeten Verbindung durch verschiedene, andere, oben angeführte Verbindungen, insbesondere durch
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3, 4, 4ass, 9, lO-hexahydrophenanthren-2-on,4a-Butyl-7-methoxy-2, 3,4,4ass,9,10-hexahydrophenbanthren-2-on gelangt man zu einem Produkt mit derselben Wirksamkeit.
Durch Zugabe einer geeigneten Menge, etwa 0, 1 g oder weniger, von Natriumäthylendiamintetraacetat zu obiger kosmetischer Gesichtscreme, u. zw. in der Emulsionsstufe, gelangt man zu einem stabileren Produkt.
Beispiel 2 : Haarlotion :
4a-Äthyl-7-methoxy-2,3,4,4ass, 9,10-hexa- hydrophenanthren-2-on 3, 0 g werden in
Isopropylalkohol 75 g gelöst. Zu diesem Gemisch werden zugefügt
Propylenglykol 81 g und
Diäthylcebacat 9 g "Pluronic L-64" (ein Kondensat von Polypro- pylenglykoläthylenoxyd)
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in einer geeigneten Menge Wasser. Das Gemisch wird dann gerührt unter Zugabe von Wasser, wobei 300 g der Lotion erhalten werden.
Verschiedene Mengen an aktivem Bestandteil in der vorliegenden Formulierung ergeben Haarlotion verschiedener Konzentrationen bis zu 5,0go. Durch Versetzen des aktiven Bestandteiles durch die im Beispiel 1 angeführten Verbindungen erhält man ähnliche Präparate.
Beispiel 3 : Haarlotion : 4a-ithyl-7-methoxy-2, 3, 4, 4ass, 9, 10-hexa- hydrophenanthren-2-on 1, 0 g
Borsäure 0, 5 g
Isopropylalkohol 25 g
Diäthylcebacat 3 g "Pluronic L-64" 1, 0 g und
Propylenglykol 28 g werden vermischt und unter Rühren gelöst. Zu der so erhaltenen Lösung wird dann zugefügt "Carbopol No 940" (Säureform von Carboxy-
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und das Gemisch wird homogenisiert. Eine wässerige Lösung, enthaltend
Borax 0, 4 g und
Natriumäthylendiamintetraacetat 0, 01 g wird zu dem so erhaltenen Gemisch unter Rühren zugesetzt und nach Zugabe von Wasser erhält man etwa 100 g eines Gelproduktes.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung kosmetischer Zusammensetzungen, vorzugsweise in Form einer Creme
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standteil eine oder mehrere Verbindungen der Formel :
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worin Rl eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und R ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe ist, in Konzentrationen von 1 bis 5 Gew. No zugesetzt werden.