AT28471B - Vorschubvorrichtung für Walzwerke mit feststehendem Walzengestelle und hin und her schwingenden Kaliberwalzen zum pilgerschrittweisen Längswalzen von Hohl- und Vollkörpern. - Google Patents
Vorschubvorrichtung für Walzwerke mit feststehendem Walzengestelle und hin und her schwingenden Kaliberwalzen zum pilgerschrittweisen Längswalzen von Hohl- und Vollkörpern.Info
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Description
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EMI1.2
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Geht man nun von der Stellung nach Fig. l aus, d. h. haben, wie gezeichnet, die Walzen das Werkstück soeben freigegeben, so bewegt sich dieses unter der Wirkung der Feder e frei vor und wenn die Walzen in der Stellung der Fig. 1 stehen bleiben würden, so würde das Werkstück d ganz durch dieselben hindurchgeschleudert. Da die Walzen aber unmittelbar bei Erreichung der Stellung nach Fig. l ihre Drehung umkehren, so wird das Werkstück, nachdem es kaum freigegeben ist, von den Walzen bereits wieder aufgefangen. Es ist jedoch ein gewisser Vorschub erfolgt, dessen Grösse von der Länge der Walzpause und der Grösse der Federspannung bzw. der durch dieselbe hervorgerufenen Vorschubgeschwindigkeit des Werkstückes abhängig ist.
Fig. 3 zeigt die Stellung der Walzen, in welcher sie, nach den Pfeilen y zurückschwingend, das Werkstück aufgefangen haben und von dem Blocke d ein kurzes Stück einklemmen, welches bei der weiteren Bewegung ausgestreckt wird.
Dasselbe was bezüglich des Vorganges in der Walzpause für die Stellung nach Fig. 1 gesagt ist, gilt auch für die Stellung nach Fig. 2. Hier öffnet sich das Kaliber naturgemäss nicht so wit, dass das ganze Werkstück durch die Walzen hindarchpassieren könnte, es kann aber bin Vorschub erfolgen von der Grösse des durch das sogenannte Fertigkaliber c zylindrisch geformten Teiles des Werkstückes. Der Vorschub würde also, wenn die Walzen die Stellung nach Fig. 2 beibehielten, begrenzt werden, sobald der konische Teil des Werkstückes in die geschlossene Stelle des Fertiglialibers gelangt.
Dieser Vorschub würde zumeist erheblich zu gross sein und wird daher auch durch entsprechende Bemessung der Federspannung und des Walzenausschlages bzw. der Walzenwinkelgeschwindigkeit geregelt.
Wird nur beim engsten Kaliber vorgeschoben, also in der Stellung nach Fig. 2, so bewegen sich die Walzen, wenn sie das von der Federkraft in das Kaliber hineingeschleuderte Werkstuck wieder erfassen, in der Pfeilrichtung x, d. b. also in Richtung des Werkstückes.
Das gibt die Sicherheit, dass ein völlig stossloses Erfassen des Werkstückes erfolgt. Wird hei der Stellung nach Fig. 1 vorgeschoben, so sind die Verhältnisse etwas anders, denn im Augenblicke des Erfassens bewegen sich die Walzen in der Pfeilrichtung y, also entgegen der Bewegung des Werkstückes. Das Erfassen erfolgt aber auch hier ohne Stoss, denn einmal greifen die Walzen an den zylindrischen Teil an, den sie in allmählicher, sanfter Wirkung zwischen sich festbremsen, und zweitens ist bei der Stellung nach Fig. 1 die Feder, welche den Werkstückvorschub veranlasst, erheblich weniger gespannt, als bei
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weitest Vor-, bei Fig. 2 die weiteste Rückstellung einnimmt.
Den Verschiedenheiten, die sich aus der verschiedenen Federspannung in beiden Stellungen ergeben, stehen also entgegen die verschiedenen Bewegungsrichtungen der Walzen in beiden Fällen, so dass die Bedingungen flir das stosslose Auffangen des Werkstückes in beiden Walzenstellungen ungefähr die gleichen sind.
Die neue Vorrichtung bezieht sich nur auf Pilgerwalzwerk mit Kehrdrehungen ; theoretisch wurde dieselbe zwar auch für Pilgerwalzwerke mit rotierenden Walzen anwendbar ein. Dort sind jedoch die Walzpausen zwischen den einzelnen Arbeitsvorgängen derartig gross, dass es praktisch nicht ausführbar erscheint, zwischen Vorschubkraft und Dreh- gt'schwindigkeit ein derartiges Verhältnis herzustellen, dass stets genau in dem gewünschten Augenblicke und an der notwendigen Stelle das Werkstück von den Walzen erfasst wird.
Da rotierende Walzen das Werkstück beim Ausstrecken gegen die Wirkung einer Vorschubkraft um ein grösseres Stück zurückbewegen, um welches dann in der relativ langen Walzpause das Werkstück durch die Vorschubkraft wieder frei vorgeschleudert wird, so nimmt das Werkstück eine solche Beschleunigung an, dass, zumal da die Walzen sich beim Auffangen stets in entgegengesetzter Richtung wie das Werkstück bewegen, ein harter Stoss nnvermeidlich würde. dessen Vermeidung die neue Erfindung aber gerade bezweckt.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Vorschubvorrichtung für Walzwerke mit feststehendem Walzengestelle und hin und her EMI2.2 dadurch gekennzeichnet, dass der Vorschub durch das freie Entspannen einer Feder erfolgt, um durch Veränderung der Federspannung eine leichte und rasche Veränderung der Vorschub- EMI2.3
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT28471T | 1904-09-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT28471B true AT28471B (de) | 1907-05-25 |
Family
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| AT28471D AT28471B (de) | 1904-09-16 | 1904-09-16 | Vorschubvorrichtung für Walzwerke mit feststehendem Walzengestelle und hin und her schwingenden Kaliberwalzen zum pilgerschrittweisen Längswalzen von Hohl- und Vollkörpern. |
Country Status (1)
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| AT (1) | AT28471B (de) |
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1904
- 1904-09-16 AT AT28471D patent/AT28471B/de active
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