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Messer für Hackgeräte
Die Erfindung bezieht sich auf ein Messer für Hackgeräte für den Rübenbau. Die bekannten Messer besitzen den Nachteil, dass sie sich in kurzer Zeit verstopfen und den Boden zwischen den Pflanzenreihen nur lockern, so dass das Unkraut nur unzureichend bekämpft werden kann. Auch besteht bei den bekannten Messern die Gefahr, dass die Pflanzen verschüttet werden, was auch durch zusätzliche Anwendung von Scheibensechen nicht vollkommen beseitigt werden kann.
Es sind Messer für Hackgeräte mit einem schräg zur Arbeitsrichtung und schräg zum Boden verlaufenden Teil bekannt (österr. Patentschrift Nr. 228549). Die Schrägstellung zum Boden erfolgt dabei um einen geringen Winkelbetrag, um einen Freiwinkel zu bilden und einen ziehenden Schnitt zu erzielen. Eine wesentliche Bodenlockerung wird dabei nicht angestrebt und auch nicht erzielt. Bei dem bekannten Messer ist der an einem Stiel befestigte Teil des Messers sowohl im Raum schräg gestellt als auch schräg zur Arbeitsrichtung angeordnet. Damit kann bei dem bekannten Messer vor allem die nachträgliche Verstopfung bei der Unkrautbekämpfung nicht vermieden werden und es besteht auch die Gefahr, dass die Wurzeln der Pflanzen beschädigt werden.
Die Erfindung bezweckt, ein Messer für Hackgeräte für den Rübenanbau zu schaffen, welches die aufgezeigten Nachteile beseitigt und insbesondere eine Verstopfung der Messer verhindert, eine bessere Unkrautbekämpfung dadurch erreicht, dass der Boden zwischen den Pflanzenreihen umgewendet wird und dass ferner eine Beschädigung oder ein Verschütten von Pflanzen auch ohne Anwendung eines Scheibensechs verhindert wird.
Die Erfindung geht aus von einem Messer für Hackgeräte, mit einem schräg zur Arbeitsrichtung und schräg zum Boden verlaufenden Teil und sie besteht darin, dass an den ersten schräg zur Arbeitsrichtung und schräg zum Boden verlaufenden Teil mit einer Rundung ein zweiter, lotrechter, schräg zum Boden und parallel zur Arbeitsrichtung verlaufender Teil anschliesst, mit dem das Messer in an sich bekannter Weise an einem Stiel befestigt ist, dessen unteres Ende oberhalb des Bodens liegt.
Der lotrechte Teil des Messers schneidet den Boden knapp neben der Pflanzenreihe ein, ohne dass Erde gegen die Pflanzenreihe bewegt wird. Der an diesen lotrechten Teil des Messers anschliessende, schräg zur Arbeitsrichtung und schräg zum Boden verlaufende Teil bewirkt eine durchgreifende Bodenlockerung und gleichzeitig eine Wendung des Bodens, so dass Unkraut sicher aus dem Boden entfernt wird und ein Nachwachsen durch die Wendung des Erdreiches verhindert wird. Ein Verstopfen des Messers ist auch dadurch verhindert, dass das Stielende ausserhalb des Bodens liegt. Das erfindungsgemässe Messer kann aus einem verwundenen Stahlblechstreifen durch einen Biegevorgang in besonders einfacher Weise hergestellt werden.
Das Umwenden des Erdreiches wird erfindungsgemäss noch dadurch unterstützt, dass die Hinterkante des ersten Teiles in die Oberkante des zweiten Teiles mit einem grossen Krümmungsradius übergeht, wobei die Vorderkante des ersten Teiles und die Unterkante des zweiten Teiles als Schneiden ausgebildet sind.
Die Arbeitsweise wird schliesslich auch dadurch verbessert, dass an dem Übergang vom ersten Teil in den zweiten Teil eine Leitfläche vorgesehen ist.
Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der Zeichnungen näher erläutert, welche eine
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beispielsweise Ausführungsform des erfindungsgemässen Messers Sir Hackgeräte schematisch veranschaulichen. Es zeigt : Fig. 1 eine Seitenansicht des Messers und Fig. 2 einen Grundriss.
Das erfindungsgemässe Messer besteht aus einem lotrechten Teil der schräg zum Boden
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einem grossen Krümmungsradius R übergeht, wogegen die untere Kante --8-- des Teiles --1-- in die vordere Kante --9-- des Teiles --5-- des Messers mit einem kleinen Krümmungsradius r übergeht. Dieser letztere Übergang kann praktisch als Knick ausgeführt sein. Die untere Kante-8-
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als Schneiden--10 und 11-ausgebildet.
An dem übergang der oberen Kante --6-- des Teiles --1-- in die hintere Kante-7-des Teiles-5--, u. zw. am Beginn der Rundung mit grossem Krümmungsradius R ist an dem Messer eine Leitfläche --12-- angeordnet, welche trotz einer schmalen Formgebung des Messers verhindert, dass von dem Messer umgewendete Erde über das Messer hinweg auf die Pflanzen fällt.
Der schräge Verlauf des Teiles-l-des Messers ergibt den Vorteil, dass der Stiel --3-- beim Arbeiten des Hackgerätes ausserhalb des Bodens --2-- verbleibt und daher ein Verstopfen des Messers verhindert wird. Dieser Teil--l-schneidet knapp neben der Pflanzenreihe in den Boden, der durch den pflugscharartig wirkenden Teil-5-des Messers durchgreifend gelockert und insbesondere umgeworfen wird. Es ergibt sich dadurch eine einwandfreie Hackarbeit, insbesondere eine restlose Unkrautbekämpfung.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Messer für Hackgeräte, mit einem schräg zur Arbeitsrichtung und schräg zum Boden
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und schräg zum Boden (2) verlaufenden Teil (5) mit einer Rundung (4) ein zweiter, lotrechter, schräg zum Boden (2) und parallel zur Arbeitsrichtung verlaufender Teil (1) anschliesst, mit dem das Messer in Åan sich bekannter Weise an einem Stiel (3) befestigt ist, dessen unteres Ende oberhalb des Bodens (2) liegt.
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