AT281298B - Verfahren zur Herstellung einer polymeren Klebstoffmischung, die zum Verbinden chirurgischer Wunden geeignet ist - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer polymeren Klebstoffmischung, die zum Verbinden chirurgischer Wunden geeignet ist

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AT281298B
AT281298B AT1072167A AT1072167A AT281298B AT 281298 B AT281298 B AT 281298B AT 1072167 A AT1072167 A AT 1072167A AT 1072167 A AT1072167 A AT 1072167A AT 281298 B AT281298 B AT 281298B
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Austria
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adhesive mixture
surgical wounds
polymeric adhesive
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acid
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AT1072167A
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Peter Reimitzer
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Gottfried E Vavken Fa Dipl Kfm
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung einer polymeren Klebstoffmischung, die zum Verbinden chirurgischer Wunden geeignet ist 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer polymeren Klebstoffmischung, die zum Verbinden chirurgischer Wunden geeignet ist, wobei als Monomeres entweder Diester der Methylenmalonsäure mit der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 in der   R und R'die   gleiche oder voneinander verschiedene gerad- oder verzweigtkettige Alkylgruppe von 1 bis 18 Kohlenstoffatomen oder eine Aryl-, Cyclohexyl- oder Phenylgruppe bedeutet, oder Ester der   a-Cyanoacrylsäure   mit der allgemeinen Formel 
 EMI1.2 
 in der R eine gerad-oder eine verzweigtkettige Alkylgruppe von 1 bis 16 Kohlenstoffatomen oder eine Cyclohexyl- oder Phenylgruppe bedeutet, eingesetzt werden. 



   Bisher wurden Klebstoffmischungen hergestellt, die diese monomeren Ester der   a-Cyanoacrylsäure   allein oder als Mischung mit z. B. Dien-Polymeren, wie Butadien-Styrol Polymere oder Butadien-Acrylnitril Polymere und Di- und Triisocyanate, wie z. B. Toluylendiisocyanat, in einem organischen Lösungsmittel, wie Nitromethan oder Trichloräthylen, enthalten, weiters wurden Mischungen hergestellt, die neben den monomeren Estern der   a-Cyanoacrylsäure   Zusätze von Viskositätsverbesserern, wie poly-   mere Harze, z. B. Poly-a-cyanoacrylate,   Polyacrylate, Polymethacrylate, Celluloseester, von Weichmachern, wie Diester der Sebacinsäure, Diester der Phthalsäure, Triester der Phosphorsäure, Glycerintricarboxylate und von Stabilisatoren, wie Schwefeldioxyd, Hydrochinon und organische Säuren, enthalten. 



   Für chirurgische Zwecke wurden Mischungen hergestellt, die Lokalanästhetica, wie Procain, Vasokonstriktoren, wie Adrenalin, sowie Analgetica enthalten, die gleichzeitig die Verklebung der Gewebe beschleunigen. Den monomeren Diestern der Methylenmalonsäure wurden Weichmacher, polymere Harze, Antiseptic,   wie 2, 2'-Methylen-bis- (4-chlorphenol) oder 2, 2'-Thio-bis- (4-chlorphenol)   sowie quarternäre Ammoniumderivate zugefügt, diese aber verkürzen die Haltbarkeit der Monomeren. Antibiotica, wie z. B. Penicillin, Streptomycin, Chlortetracyclin, Chloramphenicol und Oxytetracyclin, wurden ebenfalls zugesetzt. 

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   Die Anwendung dieser vorher angeführten Mischungen hatte immer den schwerwiegenden Nachteil, dass die verbundenen tierischen oder menschlichen Körpergewebe, wie Haut, Muskelgewebe, Gefässe (Venen und Arterien), Knochen, Speiseröhre, Bronchien, Milz, Leber, Nieren, Lunge, Pankreas, Zähne und Augengewebe u. a. nach einiger Zeit mit einer mehr oder weniger starken Entzündung des an die verbundene Fuge angrenzenden Gewebes reagierten, welches dadurch in den meisten Fällen nekrotisch wurde. Zum Beispiel wurde bei vereinigten Arterien infolge der Entzündung eine Kalkeinlagerung an der verbundenen Stelle begünstigt, welche nach einiger Zeit zu einem Verschluss des Gefässes führte. 



   Die Klebstoffe polymerisieren infolge der im Gewebe enthaltenen Feuchtigkeit. Die Klebstoffe müssen, um ihre Haltbarkeit zu gewährleisten, stabilisiert sein, wie z. B. mit Schwefeldioxyd, das jedoch ihre Polymerisationsfreudigkeit herabsetzt. Jene ist aber gerade für die Manipulation beim Verbinden von chirurgischen Wunden von grosser Bedeutung. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass ein die Polymerisation beschleu- 
 EMI2.1 
 Salze, insbesondere   Natrium-und Calcium-D-pantothenat,   in einem   Verhältnis von 0, 01 bis 5, 0   Gew.-Teile zu 100,0 Gew.-Teilen Monomeren im Monomeren gelöst wird. 



   DerVorteil dieser Zusätze liegt nicht nur in der Beschleunigung des Polymerisationsvorganges beim Verbinden chirurgischer Wunden, sondern auch in der merklichen Herabsetzung der Histotoxizität der Ester der   a-Cyanoacrylsäure   oder der Diester der Methylenmalonsäure. 



   Der Vorteil der beschleunigten Polymerisation liegt weiters darin, dass verschiedene chirurgische Techniken, z. B. die der Anastomosierung von Gefässen, viel schneller durchgeführt werden können. 



   Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung :   Beispiel 1 :   Zu 100, 0 g reinem monomerem   a-Cyanoacrylsäuremethylester   werden 0, 1 g DPantothensäure wasserfrei zugefügt und unter Rühren bei   300C   gelöst. Die erhaltene Klebstoffmischung klebt einen Schnitt von 10 mm Länge in menschlicher Haut innerhalb 9,0 sec. 



   Beispiel 2 : Zu 100, 0 g reinem monomerem Methylenmalonsäuredimethylester werden 0, 5 g D-Pantothenalkohol zugefügt und unter Rühren bei   350C   gelöst. Die erhaltene Klebstoffmischung klebt einen Schnitt von 10 mm Länge innerhalb 5,0 sec.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung einer polymeren Klebstoffmischung, die zum Verbinden chirurgischer Wunden geeignet ist, wobei als Monomeres entweder Diester der Methylenmalonsäure mit der allgemeinen Formel EMI2.2 in der Rund R'die gleiche oder eine voneinander verschiedene gerad- oder verzweigtkettige Alkylgruppe von 1 bis 18 Kohlenstoffatomen oder eine Aryl-, Cyclohexyl- oder Phenylgruppe bedeuten oder Ester der ot-Cyanoacrylsäure mit der allgemeinen Formel EMI2.3 EMI2.4 gerad- oderryl)-ss-alanin) oder deren Salze, insbesondere Natrium- und Calcium-D-pantothenat, in einem Verhältnis von 0,01 bis 5,0 Gew.-Teile zu 100,0 Gew.-Teilen Monomeren im Monomeren gelöst wird.
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