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Induktiver Grenzwertabgriff für ein Messinstrument
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Nachteil der mechanischen Relaiskontakte und des relativ grossen Aufwandes durch die notwendigen Verstärker für die Relaissteuerung.
Bei einem weiteren bekanntgewordenen Messgerät mit berührungs-und rückwirkungsfreien Abgriffen, beispielsweise Hochfrequenzabgriffen, werden diese Nachteile dadurch vermieden, dass der Ausgangssignalanschluss je eines der Abgriffe mit je einem von zwei, die beiden stabilen Schaltzustände eines bistabilen Elements bestimmenden Steuereingängen des bistabilen Elements verbunden ist, wobei in weiterer Ausbildung als bistabiles Schaltelement eine Multivibratorschaltung mit Röhren-oder Transistoren zugeordnet ist. Befindet sich die Zeigerfahne ausserhalb des Abgriffs, liefern beide Oszillatoren eine Ausgangsspannung. Die Richtungsabhängigkeit ergibt sich im bistabilen Element durch die zeitliche Reihenfolge der Unterbrechung der Ausgangsspannung der Oszillatoren, was in bekannter Weise durch die Zeigerfahne hervorgerufen wird.
Eine andere bekanntgewordene Abgriffschaltung arbeitet mit zwei transistorisierten Hochfrequenzoszillatoren, die ihre Arbeitsspannung von dem Ausgang einer transistorisierten Kippstufe erhalten. Die Steuerung erfolgt derart, dass die Ausgangsspannung des ersten Oszillators einen zugeordneten Transistor beaufschlagt, der durch Abschalten der Betriebsspannung ein Anschwingen des anderen Oszillators unmöglich macht. In gleicher Weise ist auch der zweite Oszillator ausgebildet. Auf diese Art kann jeweils nur ein Oszillator schwingen, so dass eine eindeutige Richtungsangabe des Zeigerdurchlaufs erfolgt
Beiden zuletzt genannten Anordnungen hängt der gemeinsame Nachteil an, dass je Oszillator noch ein zusätzliches aktives Bauelement, vorzugsweise ein Transistor, mit den zugehörigen Schaltmitteln benötigt wird.
Das erfordert einen die Anordnung erheblich verteuernden technischen Aufwand. Es ist nun noch ein mit einer induktiven Kontakteinrichtung versehenes Messgerät mit grossem, insbesondere über 1800 hinausgehendem Anzeigebereich bekanntgeworden, bei dem die induktive Kontakteinrichtung aus zwei einem Sollwertzeiger zugeordneten Oszillatoren, nämlich einem Hauptoszillator und einem Hilfsoszillator, die beide jeweils ein einen Luftspalt aufweisendes Spulenpaar aufweisen, und aus zwei einem Istwertzeiger zugeordneten metallischen, gegeneinander versetzten Dämpfungsfahnen besteht, dass bei ansteigenden Messwerten erst die mit dem Hilfsoszillator und dann die mit dem Hauptoszillator zusammenwirkende Dämpfungsfahne durch den Luftspalt des entsprechenden Spulenpaares taucht und dabei die Schwingungen unterbricht,
dass in der Versorgungsleitung zum Hilfsoszillator ein vom mitschwingenden Hauptoszillator in Durchlassrichtung geschalteter Transistor liegt und dass der Hilfsoszillator über eine Diode mit der Basis des Transistors des Hauptoszillators verbunden ist und denselben durch Anlegen einer Sperrgleichspannung an der Basis des Transistors verriegelt. Die gegenseitige Verriegelung der beiden Oszillatoren erfolgt in der Weise, dass eine Sperrspannung parallel zum Basisspannungsteiler des Transistors des Hauptoszillators eingespeist wird. Im Übergangszustand, wenn die Schwingungen der beiden Oszillatoren durch die Dämpfungsfahnen unterbrochen sind, ist der Transistor, der zur Verriegelung des Hilfsoszillators dient, im leitenden Zustand, so dass an der Verbindungsdiode positives Potential liegt.
Bei Verwendung einer einfachen Diode wird der Basisspannungsteiler des Transistors des Hauptoszillators kurzgeschlossen, so dass der Hauptoszillator nicht, wie beabsichtigt, anschwingen kann, wenn die eine Dämpfungsfahne zuerst den Luftspalt des dem Hauptoszillator zugeordneten Spulenpaares verlässt. Um das beabsichtigte Anschwingen des Hauptoszillators zu ermöglichen, ist als Verbindungsglied zum Hilfsoszillator eine hochwertige Zenerdiode erforderlich.
Zur abhängigen Steuerung des Hilfsoszillators dient hingegen ein in dessen Versorgungsleitung angeordneter Transistor.
Die Ver-und Entriegelung des Hilfsoszillators erfolgt also auf indirektem Wege. Obwohl bei dieser Anordnung die Anzahl an aktiven Schaltelementen schon etwas eingeschränkt wurde, ist der Aufwand an zusätzlich benötigten hochwertigen Bauteilen noch immer relativ hoch.
Mit der Erfindung wird bezweckt, den technischen Aufwand auf ein Minimum zu beschränken.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen richtungsabhängigen induktiven Abgriff zu schaffen, bei dem sich die beiden Oszillatoren auf direktem Wege gegenseitig verriegeln.
Erfindungsgemäss wird das dadurch erreicht, dass der Basisspannungsteiler jedes Oszillatortransistors über die Serienschaltung zweier in Durchlassrichtung gepolter Dioden an die Speisespannung des Emitters gelegt ist und der Kollektor jeweils des anderen Oszillatortransistors über einen Koppelkondensator mit dem Verbindungspunkt der beiden Dioden verbunden ist.
Die erfindungsgemässe Lösung bringt noch den Vorteil mit sich, dass das Arbeitsverhalten der Oszillatortransistoren bei Temperaturschwankungen günstig beeinflusst wird.
Die Erfindung soll anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden.
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