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Schaltanordnung, insbesondere znr Eichung von Drehkondensatoren.
Gegenstand der Erfindung ist eine Schaltanordnung zur Erzeugung zweier voneinander unabhängiger, variabler Hoehfrequenzschwingungen, welche insbesondere für die Eichung von Drehkondensatoren vorteilhaft verwendbar ist, obwohl sie auch in allen andern Fällen zur Anwendung gebracht werden kann, wo zwei voneinander unabhängige und willkürlich veränderliche Hochfrequenzsehwingungen mit sehr nahe aneinanderliegender Frequenz verwendet werden.
Die Schaltanordnung besteht ihrem Wesen nach darin, dass zwei in an sich bekannter Weise durch Kondensatoren nach Art einer Wheatstoneschen Brücke abgeglichene Schwingungskreise zu einer Doppelbrüeke derart zusammengeschaltet sind, dass die Nullpunkte des einen Sehwingungskreises mit den Spannungspunkten des zweiten und die Spannungspunkte des ersten mit den Nullpunkten des zweiten Schwingungskreises leitend verbunden sind. In einer derartigen im folgenden als Doppelbrücke bezeichneten Schaltanordnung können bei entsprechender Anschaltung an negative Widerstände zwei voneinander vollkommen unabhängige veränderliche Hochfrequenzschwingungen erzeugt werden, ohne dass diese Schwingungen sich gegenseitig mitreissen, selbst wenn sie sehr nahe aneinanderliegende Frequenzen besitzen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 die Schaltanordnung im Schema ; Fig. 2 ist eine schematische Draufsicht und Fig. 3 eine Ansicht eines Teiles der Anordnung, Fig. 4 stellt ein Kurvenblatt dar.
Fig. 5 ist ein Getriebeelement der Anordnung in Ansieht, Fig. 6 ist ein Mittelsehnitt durch Fig. 5, und Fig. 7 stellt schematisch die Wirkungsweise einer Verzahnung dar.
In Fig. 1 sind 1 und 2 abstimmbare Schwingungskreise, bestehend einerseits aus dem geeichten Drehkondensator C und den Selbstinduktionen L1 und L2 und anderseits aus dem zu eichenden Drehkondensator X und den Selbstinduktionen Lg und L4. Die Schwingungskreise 1 und 2 sind durch Kondensatoren GI, G2 bzw. C'g, G4 in an sieh bekannter Weise nach Art einer Wheatstonesehen Brücke abgeglichen.
An Stelle der in der Zeichnung dargestellten zwei getrennten Ausgleichskondensatoren C1 und C, können auch dreiteilige Kompensatoren mit zwei fixen und einer beweglichen Belegung verwendet werden. Demgemäss besitzt der Schwingungskreis 1 zwei Nullpunkte 0"0, und zwei Spannungspunkte Pj und P2 bzw. der Schwingungskreis 2 die zwei Nullpunkte 03, 04 und die Spannungspunkte P3 und P4. Die zwei Schwingungskreise 1 und 2 sind nun zu einer Doppelbrücke zusammengeschaltet, indem die Nullpunkte des einen mit den Spannungspunkten des andern verbunden sind. In einer derartigen Doppelbrücke können
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Frequenz ausbilden. wenn sie in geeigneter Weise mit negativen Widerständen, z.
B. mit zwei Doppelgitterröhren Vi, V2, zusammpngeschaltet werden.
Das Wesentliche dieser Schaltung besteht nach Fig. 1 darin, dass der Teilungspunkt O2 der Selbst-
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Spannungspunkt P1 mit dem Raumladegitter 6 und über einen Sperrkondensator 7 mit dem Steuergitter 8 der einen Röhre V1 verbunden ist. während der Teilungspunkt 04 der Selbstinduktion L3 und L4
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Hoehfrequenzanodenkreise sind die zwei Windungssysteme SI und 82 eines an sich bekannten frequenzselektiven Relais R eingeschaltet.
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Dieses Relais wirkt derart, dass bei Auftreten von Strömen gleicher oder sehr nahe nebeneinanderliegender Frequenz in den beiden Windungssystemen SI'S2 ein Anzeigemittel, z. B. eine über ein Kontaktorgan T, Kbetätigte, in einem lokalen Stromkreis liegende Schreibvorrichtung U in Wirkung gebracht wird.
Um zu zeigen, wie bei der vorbeschriebenen Schaltanordnung die Eichung von Kondensatoren
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Sind in zwei elektrischen Schwingungskreisen die Selbstinduktionen gleich, so müssen bei gleicher Frequenz der beiden Kreise auch die Kapazitäten gleich sein. Nimmt man als veränderliche Kapazität
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Sehwingungskreises den zu eichenden Drehkondensator und bringt beide Schwingungskreise zum Schwingen, so ist die Möglichkeit der Eichung des letzteren Kondensators gegeben, wenn man durch ein besonderes Anzeigemittel die jeweilige Resonanz der in beiden Schwingungskreisen auftretenden Schwingungen festgestellt. In den Resonanzstellungen können nämlich durch Vergleich mit dem geeichten Drehkondensator die Kapazitätswerte des zu eichenden Kondensators berechnet, bzw. direkt abgelesen werden.
Bildet man ferner die Selbstinduktionen der beiden Schwingungskreise vollkommen gleich aus, so sind auch die Kapazitätswerte der Kondensatoren bei Resonanz gleich gross, und es kann erfindung-
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dass diese in Verbindung mit dem Resonanzanzeigemittel eine selbsttätige Aufzeichnung der Eichkurve des zu eichenden Kondensators vornimmt.
Um die Eichung des Kondensators X vorzunehmen, werden somit vorteilhaft die Selbstinduktionen und die Ausgleichskondensatoren beider Sehwingungskreise 1 und 2 gleich gross gewählt, so dass bei Resonanz der Schwingungen in beiden Schwingungskreisen die Kapazitätswerte des Kondensators X mit denen des geeichten Kondensators C übereinstimmen müssen. Durch die Übereinstimmung der Frequenzen der in den Hochfrequenzanodenkreisen 11, 11'und somit auch in den Windungssystemen tSi und S2 auftretenden Ströme wird das Relais R in Tätigkeit versetzt.
Das Relais R ist ein frequenz- selektives"Relais. Es besitzt eine bewegliche mit der Zunge T verbundene Spule und eine feste Spule S2, welche wie die Spulen eines Wattmeters elektrodynamisch aufeinanderwirken. Die bewegliche Spule eines solchen Relais gibt nur dann einen Ausschlag, wenn die Frequenzen der in den beiden Spulen fliessenden Ströme einander gleich sind ; wenn also die Frequenzen der beiden Kreise 11, 11'übereinstimmen
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durch Aufleuchten der Lampe 17 angezeigt bzw. durch die Schreibvorrichtung U registriert.
Erfindungsgemäss wird ferner die Schreibvorrichtung U mit den Drehachsen der Kondensatoren C bzw. X derart gekuppelt, dass die Abhängigkeit der Drehwinkel beider Kondensatoren voneinander durch die Schreibvorrichtung festgehalten wird. Zu diesem Zwecke ist die Drehachse 20 beispielsweise mit einem Zahnrade 21 (Fig. 2 und 3) gekuppelt, das mit einer Zahnstange 22 kämmt, die in einer GeradfÜhrung 2 : ;
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Die Drehachse 26 des zu eichenden Kondensators X wird jeweils mit einem Getriebe 28 gekuppelt, das die Drehbewegung der Achse 26, vorteilhaft im Verhältnis 1 : 1, auf eine Walze 80 überträgt, auf der der Zeichenträger-M befestigt ist.
Die Schreibvorrichtung selbst kann jedesmal betätigt werden, wenn die Glühlampe 17 die Resonanz der in den Schwingungskreisen 1 und 2 auftretenden Schwingungen und
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jener Stelle des Zeichenträgers 30 befindet, die durch ihre Koordinaten (Fig. 4) die Grösse des Drehwinkels des Kondenstors X sowie die Grösse des Drehwinkels bzw. des bereits bestimmten Kapazitätswertes des Kondensators C direkt angibt, kann die Eichkurve des Kondensators X durch Einstellung einer Reihe von Resonanzpunkten ohneweiters aufgezeichnet werden.
Diese Aufzeichnung kann gemäss der Erfindung auch dadurch selbsttätig erfolgen, dass der Stift. 25 der Schreibvorrichtung als elektrischer Kontakt ausgebildet ist und der Zeichenträger 81 aus einem auf den Stromdurchgang reagierenden z. B. einem mit Kaliumjodid getränkten Papier besteht, das auf der als Kupferzylinder ausgeführten Walze 30 aufliegt. Hiebei ist der Stift 25 mit dem einen Pol und der Kupferzylinder 30 mit dem andern Pol der Stromquelle 15 (Fig. 3) über das Kontaktorgan T, J des Relais R leitend verbunden. Bei einer solchen Anordnung wird auf dem Papier 81 die Eichkurve des zu eichenden Kondensators selbsttätig aufgezeichnet (Fig. 4).
Bei den Übersetzungsgetrieben zwischen den Achsen der Drehkondensatoren und der Schreibvorrichtung ist es sehr wichtig, dass keinerlei toter Gang vorhanden ist, damit die grösstmögliche Genauigkeit der Eichkurve erreicht wird. Nach den Fig. 5, 6 und 7 kann ein Getriebe zur Vermeidung des toten Ganges derart ausgeführt werden, dass das treibende Zahnrad 35 ein zweites Zahnrad 36 angegliedert erhält. Beide Zahnräder 35 und 36 sitzen auf einer gemeinsamen Welle und sind durch eine Feder. 37 miteinander so verbunden, dass die Zähne nach verschiedenen Richtungen gedrückt werden (Fig. 7).
Die Feder 37 ist an zwei Zapfen 88 und 89, die an den zwei Zahnrädern sitzen, zwischen den Rädern gefestigt. Durch eine derartige federnde Verbindung zweier Zahnräder wird bewirkt, dass bei der Bewegungsübertragung auf eine Gegenverzahnung 40 immer an beiden Seiten der Zahnlücke dieser Gegenverzahnung eine Zahnflanke des treibenden Teiles angreift, wodurch das Auftreten eines toten Ganges in der Übersetzung vollkommen vermieden wird.
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Mit der vorstehend beschriebenen Schaltanordnung ist es möglich, die Kapazitätseichkurven von Drehkondensatoren rasch und ohne besondere Vorkenntnisse in sehr genauer Weise aufzunehmen.
Bei dem stossen Bedarf an abstimmbaren Kondensatoren und bei den stets grösser werden den Anforderungen, die an diese gestellt werden, ist die Lösung dieses Problems sowohl für den Hersteller als auch für den Käufer von Drehkondensatoren von grosser technischer und wirtschaftlicher Bedeutung.
PATENT-ANSPRUCHE :
1. Schaltanordnung, insbesondere zur Eichung von Drehkondensatoren, dadurch gekennzeichnet : dass zwei in an sich bekannter Weise durch Kondensatoren nach Art einer Wheatstoneschen Brücke abgeglichene Schwingunskreise (1, 2) zu einer Doppelbrücke derart zusammengeschaltet sind, dass die
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und die Spannungspunkte (Pi, PJ des ersten mit den Nullpunkten (Og, 0 des zweiten Schwingungskreises (2) leitend verbunden sind derart, dass sieh durch die Anschaltung an negative Widerstände (VI, V2) in den beiden Kreisen zwei voneinander unabhängige Schwingungen selbst mit sehr nahe aneinan-