DE207464C - - Google Patents
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- DE207464C DE207464C DE1907207464D DE207464DA DE207464C DE 207464 C DE207464 C DE 207464C DE 1907207464 D DE1907207464 D DE 1907207464D DE 207464D A DE207464D A DE 207464DA DE 207464 C DE207464 C DE 207464C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01R—MEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
- G01R27/00—Arrangements for measuring resistance, reactance, impedance, or electric characteristics derived therefrom
- G01R27/28—Measuring attenuation, gain, phase shift or derived characteristics of electric four pole networks, i.e. two-port networks; Measuring transient response
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Measurement Of Resistance Or Impedance (AREA)
Description
in
PATENTSCHRIFT
- M 207464 KLASSE 21«. GRUPPE
OTTO SCHELLER in STEGLITZ.
Bekannt ist die Anordnung und Methode zur Bestimmung der Dämpfung elektrischer
Schwingungen, bei der durch ein in Schwingungszahlen geeichtes Eesonanzsystem und
■ 5 ein Instrument, welches die jeweiligen maximalen Amplituden oder auch Integralwerte
der im System schwingenden Energie in irgendeiner Form anzeigt, Resonanzkurven aufgenommen
werden, aus denen dann die gesuchte
ίο Dämpfung bestimmt wird.
Diese Methode ist bisher durch ihre Einfachheit zur Messung des Dämpfungsfaktors
und zum Vergleichen von Schwingungszahlen viel angewandt worden. Sie wurde in der
Regel so ausgeführt, daß die Schwingungszahl des Vergleichskreises stetig durch Änderung
der Kapazität oder auch der Selbstinduktion geändert wurde und an einem Amperemeter,
bei dem man die in einem Widerstand entwickelte Joulesche Wärme ausnutzte, die jeweilige
Stromstärke der im Kreise fließenden
' Energie angezeigt wurde. Auf diese Weise ließ sich eine Resonanzlturve und aus dieser
z.B. die Summe der Dämpfungen des zu untersuchenden und des Meßkreises bestimmen.
Aber die bisherigen Apparate erlaubten nur sehr rohe Messungen, da die Dämpfung des
Meßkreises sich mit jeder Variation der Einstellung änderte. Bei den meisten Anordnungen
änderte sich außerdem noch _ die Kopplung , zwischen dem zu messenden und Meßkreis
und zwischen Meßkreis und dem die Intensität anzeigenden Instrument.
Im folgenden handelt es sich um einen Meßapparat, der auf die einfachste Weise für
jede Stellung innerhalb eines sehr großen Meßbereiches genaueste Messungen ermöglicht, indem
die Dämpfung des Meßkreises und die Kopplung dieses mit dem zu- messenden
System und die Kopplung mit dem die schwingende Energie anzeigenden Instrument
immer konstant gehalten wird.
' Ein Meßgerät, das bereits gleichzeitig Kapazität und Selbstinduktion, letzteres zum Teil stufenweise, verändert und dadurch einen größeren Meßbereich ohne Auswechslung von Spulen o. dgl. erreicht, ist zwar schon von Fleming angegeben. Dieser Apparat hat jedoch weder konstante Dämpfung, noch läßt sich damit eine konstante Kopplung erreichen.
' Ein Meßgerät, das bereits gleichzeitig Kapazität und Selbstinduktion, letzteres zum Teil stufenweise, verändert und dadurch einen größeren Meßbereich ohne Auswechslung von Spulen o. dgl. erreicht, ist zwar schon von Fleming angegeben. Dieser Apparat hat jedoch weder konstante Dämpfung, noch läßt sich damit eine konstante Kopplung erreichen.
Bei der vorliegenden Anordnung besteht der Schwingungskreis aus einer stetig veränderlichen
Selbstinduktion, die mit einem stetig veränderlichen Kondensator C. gekoppelt ist.
Die Platten des Kondensators sind so dimensioniert, daß beim Variieren die Kapazität
des ganzen Systems sich in demselben Maße wie die Selbstinduktion ändert. Auf diese
Weise wird erreicht, daß die Dämpfung des Kreises konstant bleibt. Gleichzeitig erreicht
man dadurch, daß das Instrument einen sehr großen Meßbereich ohne Auswechslung irgendwelcher
Elemente bestreicht.
Die in Fig. 2 gezeichnete Form der Kondensatorplatte ist natürlich nicht als allgemein
anzusehen. Bei entsprechender Ausführung
des Variometers (möglichst geringe Streuung der Spulen) läßt sich sogar erreichen, daß
seine Charakteristik ganz ähnlich der eines Drehkondensators mit halbkreisförmigen Platten
wird. Man kann dann einen solchen ohne weiteres für das Instrument verwenden, ohne
daß der Kreis bei verschiedener Wellenlänge eine wesentlich verschiedene Dämpfung hätte.
Die Kopplung von C mit L ist z. B. so
ίο ausgeführt, daß beide auf derselben Drehachse
sitzen und durch Verdrehen gleichzeitig variiert werden.
Die Variation ist an einer Skala ablesbar. Damit der Einfluß der drehenden Hand wegfällt,
ist der Handgriff zweckmäßig durch einen langen Hebel aus Isolationsmaterial zu
vergrößern. Die Kopplung' des Meßkreises mit dem zu messenden System geschieht durch
einen Hilfskreis K, der als Kreis ohne reflektierendes Element keine eigene Schwingung
hat. Das zu untersuchende System wird dadurch mit dem Meßkreis gekoppelt, daß eine
Spule 5 des Kreises K in das Feld jenes gebracht wird und K auf den Meßkreis so einwirkt,
daß die Kopplung mit diesem bei allen Einstellungen des Meßkreises konstant bleibt,
d. h. daß immer derselbe Prozentsatz der gesamten Selbstinduktion oder Kapazität des
Meßkreises zum Koppeln benutzt wird. Als Beispiel ist hier die Kopplung von K mit der
Selbstinduktion L des Meßkreises gezeigt. Es ist nämlich der Teil der Selbstinduktion von
K, welcher zur Kopplung mit dem Meßkreis M dient (s), gleichartig wie die Selbstinduktion
angeordnet, so daß die Kopplung mit den einzelnen Elementen von L also auch mit der
gesamten Selbstinduktion immer konstant ist. Durch Wahl der Dimensionen von S läßt es
sich erreichen, daß die Rückwirkung von s zu vernachlässigen ist.
Genau wie die Kopplung des zu untersuchenden Systems mit dem Meßkreis ist auch
die Kopplung des Meßkreises mit dem die Energie anzeigenden Instrument konstant.
Als Beispiel ist hier eine Anordnung gezeigt, bei der zur Aufnahme von Resonanzkurven
die Spannung am Kondensator durch einen. Elektrometer o. dgl. gemessen wird. Diese Spannungsmessung geschieht dadurch,
daß von der gesamten Kapazität C ein Teil c abgezweigt ist, der aber in demselben Verhältnis
wie die Gesamtkapazität und mit dieser variiert wird, und nun die Ausgleichsströme
in dieser Abzweigung mit einem Thermoinstrument T ο. dgl. bestimmt werden. Der Widerstand
von T ist dabei zweckmäßig so zu
wählen, daß W = 2
da dann allein der
Abzweigung fließende Energie gerade vollständig verbraucht wird. ,
Läßt sich aus irgendwelchen praktischen :
Gründen der Apparat nicht. so bauen, daß die Kopplung mit dem zu untersuchenden
System oder die Dämpfung des Meßkreises bei allen Einstellungen immer ganz konstant
bleibt oder das Meßinstrument je nach der Wellenlänge verschiedene Energie verbraucht,
so steht nichts im Wege, den Platten von c eine solche Form zu geben, daß das anzeigende
Instrument stets so mit M gekoppelt wird, daß seine Ausschläge so ausfallen, als ob die
obigen Bedingungen erfüllt wären.
Die Methode, die Schwingungszahl aus der Resonanzkurve der Spannung zu bestimmen,
ist zwar nicht ganz einwandsfrei, da die Resonanzkurve der Spannung und des Stromes
theoretisch nicht zusammenfallen, jedoch sind die Differenzen bei den in Frage kommenden
Verhältnissen nicht meßbar.
Natürlich läßt sich die im Schwingungskreis befindliche Energie noch auf irgendeine andere
bekannte Methode bestimmen. Handelt es sich darum, die Maximalamplitude zu bestimmen,
so kann eine Meßfunkenstrecke direkt ·' an den Kondensator C gelegt sverden, oder
aber man bestimmt jede mit Hilfe einer Spule mit Funkenstrecke im magnetischen Feld des
Schwingungskreises.
Reicht der ursprüngliche Meßkreis nicht für die zu messende Schwingungszahl aus, so kann
man einen größeren Meßbereich durch Umschalten der einzelnen Spule von L und s :
von Serien- auf Parallelschaltungen oder umgekehrt erzielen, oder aber es sind Zusätze
zum Meßkreis nötig. Diese Zusätze bestehen. zweckmäßig aus ganzen Vielfachen der Maximalwerte
der Selbstinduktion und Kapazität des Meßkreises und müssen gleiche Dämpfung
wie dieser haben, so daß, was für die Dämpfung oben gesagt war, auch für die Kombi- löo
nation richtig bleibt. Damit auch in der Kopplung des zu messenden Kreises und der
des anzeigenden Instrumentes kein Sprung eintritt, müssen auch diese in den Zusätzen
ihren entsprechenden Teil bekommen.
Es steht ferner nichts im Wege, den Schwingungskreis auch zum Aussenden bestimmter
Wellen zu benutzen, wenn man, wie Shoemaker angegeben (amerikanisches Patent 717774), in den Kreis eine Funkenstrecke
einschaltet.
Claims (3)
- Pate nt-An Sprüche:i. Einrichtung zur Änderung der Ab-Stimmung eines geeichten Schwingungskreises, dadurch gekennzeichnet, daß eine stetig veränderliche Selbstinduktion mit einem stetig veränderlichen Kondensator mechanisch gekoppelt ist. iao
- 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensatorplatten so dimensioniert sind, daß sich die Kapazität in demselben oder nahezu demselben Verhältnis wie die Selbstinduktion des Schwingungskreises ändert.
- 3. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Koppeln benutzten Teile der Selbstinduktion oder Kapazität in demselben Grade wie die gesamten Beträge der entsprechenden Größen des Schwingungskreises gleichzeitig mit * diesen veränderlich sind, zu dem Zweck, die Dämpfung des Meßkreises und die Kopplung mit dem zu untersuchenden System und mit dem Meßinstrument konstant zu halten.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT42381D AT42381B (de) | 1907-03-04 | 1908-02-29 | Einrichtung zur Aufnahme von Resonanzkurven zur Bestimmung der Dämpfung und Schwingungszahl elektrischer Oscillationen. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE207464C true DE207464C (de) |
Family
ID=469563
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1907207464D Expired - Lifetime DE207464C (de) | 1907-03-04 | 1907-03-04 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE207464C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4900711A (en) * | 1988-03-23 | 1990-02-13 | Harshaw/Filtrol Partnership | Hydrotreating catalyst |
-
1907
- 1907-03-04 DE DE1907207464D patent/DE207464C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4900711A (en) * | 1988-03-23 | 1990-02-13 | Harshaw/Filtrol Partnership | Hydrotreating catalyst |
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