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Belichtungssteuervorrichtung für eine photographische Aufnahmeeinrichtung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Belichtungssteuereinrichtung für eine photographische Aufnah- meeinrichtung mit einem mindestens einen fest angeordneten Dauermagneten und einen mit diesem zu- sammenwirkenden Rotor aufweisenden elektromagnetischen Antrieb für die Blende der Kamera, deren
Einstellung über einen transistorisierten Steuerkreis erfolgt in Abhängigkeit von der Abgleichung einer
Brückenschaltung, die einen hinter demKameraobjektiv angeordneten und einen Teil des dieses Objektiv durchsetzenden Lichtes empfangenen Photowiderstand enthält, der sich in einem Zweig dieser Brücken- schaltung befindet.
Es ist bereits eine Belichtungssteuervorrichtung bekanntgeworden, die eine Wheatstone-Brücke um- fasst, bei der in einen Brückenzweig ein Photowiderstand eingeschaltet ist, dessen Widerstandswert sich mit der Intensität des einfallenden Lichtes ändert und welches als Aufnahmeelement dazu dient, die
Grösse der Änderungen des vom zu photographierenden Objekt auf den Film einfallenden Lichtes in eine Änderung des Widerstandswertes umzuwandeln. Ausserdem besitzt die bekannte Vorrichtung einen
Schaltkreis, der einen pnp-und einen npn-Transistor enthält und der durch die zwischen den Ausgangs- klemmen der Wheatstone-Brücke entstehende Spannung gesteuert wird, wobei diese Spannung dadurch entsteht, dass die Brücke durch die Änderung des Wertes des Photowiderstandes in einen unabgegliche- nen Zustand versetzt wird und eine elektromagnetische Vorrichtung (z.
B. einen Elektromotor oder ein
Elektromessgerät) enthält.
Die elektromagnetische Vorrichtung ist mit einem Rotor ausgestattet, dessen Erregerwicklung zwi- schen die gemeinsame Emitterelektrode des pnp-und des npn-Transistors und die Klemmen der ent- sprechenden Stromquellen geschaltet ist, die ihrerseits an den entsprechenden Kollektorelektroden die- ser Transistoren liegen. Die elektromagnetische Vorrichtung enthält mindestens einen Dauermagneten, der mit dem Rotor zusammenwirkt. Beim Betrieb dieser Belichtungssteuereinrichtung wird der Rotor ver- dreht, wenn dessen Erregerwicklung von einem Strom durchflossen ist, und der Drehsinn korrespondiert mit der Richtung des Wicklungsstromes, die von der zwischen den Ausgangsklemmen der Wheatstone-
Brücke entstehenden Spannung bestimmt ist.
Mit Hilfe des Rotors wird die Blende verstellt, um die auf den Film auffallende Menge des von dem zu photographierenden Objekt ausgestrahlten Lichtes im wesentlichen konstant zu halten und zu diesem
Zwecke die Brücke wieder abzugleichen.
Eine bei dieser Belichtungssteuervorrichtung auftretende Schwierigkeit liegt darin, dass die auf den
Film einfallende Lichtmenge nicht immer genau gesteuert werden kann, da die beweglichen Organe einschliesslich des Rotors um die dem Abgleichzustand der Brücke entsprechende Lage hin-und herpen- deln bzw. -schwingen, oder eine stufenweise Verstellung der beweglichen Übertragungsorgane während ihrer Verdrehung auftritt.
Die letztgenannte Erscheinung ist auf die Ansprechzeit zurückzuführen, mit
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der der Photowiderstand auf eine Änderung der einfallenden Lichtmenge mit einer entsprechenden Än- derung seines Widerstandswertes reagiert, oder, in andern Worten, auf die Zeitverzögerung des Photo- widerstandes von Einfluss sind ferner die Charakteristiken der Schalttransistoren, der Zustand der ma- gnetischen Kopplung zwischen der elektrischen Steuerschaltung und der elektromagnetischen Vorrich- tung, die mechanische Trägheit der beweglichen Teile einschliesslich des Rotors. Schliesslich ist auch das Versagen des Ansprechens der Schalttransistoren, wenn die zwischen den Ausgangsklemmen der
Wheatstone-Brücke entstehende Spannung klein ist, massgeblich.
Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer Belichtungssteuervorrichtung der eingangs umrissenen
Art, bei der diese Nachteile vermieden sind. Dieses Ziel wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass ) der Rotor der elektromagnetischen Antriebsvorrichtung mit einer Erregerwicklung und einer Dämpfungs- wicklung versehen ist und der in die Brücken-Schaltung eingebaute Steuerkreis zwei Schalttransistoren mit verbundenen Basiselektroden enthält, wobei die Emitterelektroden dieser Transistoren je an das
Ende eines Brückenzweiges gelegt sind, und zwischen die Brückenenden, von denen diese Zweige aus- gehen, zwei Spannungsquellen geschaltet sind,
und dass die Dämpfungswicklung zwischen die Verbindungsstelle der Basiselektroden dieser Transistoren und einen Punkt eines die Enden dieser Brückenzwei- ge überbrückenden Widerstandes und die Erregerwicklung zwischen den Ausgang eines mindestens ein- stufigen, an den Brückenausgang angeschlossenen Transistorverstärkers und die Verbindungsstelle der beiden in Serie liegenden Spannungsquellen gelegt ist. Die Polarität der in der Erregerwicklung des
Rotors infolge seiner Verdrehung induzierten Spannung ist der Polarität der zwischen den Ausgangsklem- men der Wheatstone-Brücke entstehenden Spannung entgegengesetzt, wobei die Dämpfungswicklung zwischen die gemeinsame Basiselektrode und die gemeinsame Emitterelektrode der Schalttransistoren geschaltet ist und einen konstanten Stromfluss durch die Erregerwicklung hervorruft.
Dadurch wird ge- währleistet, dass der Rotor seine Bewegungen stets mit konstanter Geschwindigkeit durchführt und augen- blicklich zum Stillstand kommt, wenn die Brücke den abgeglichenen Zustand erreicht hat, so dass eine richtige Blendenöffnung stets zwangsläufig festgelegt ist.
Ein Vorteil der erfindungsgemässen Belichtungssteuerungseinrichtung besteht darin, dass die Blen- denöffnung in Abhängigkeit von einer geringen Helligkeitsänderung des aufzunehmenden Objektes auf eine vorbestimmte Grösse einstellbar und eine Verschlechterung der Ansprechempfindlichkeit, die auf den'Einfluss der Basisspannung der Schalttransistoren zurückgeführt werden kann, vermieden ist. Ein wei- terer Vorteil besteht in der unverzüglichen Verdrehung des Rotors bei geringer Spannung an den Klem- men der Wheatstone-Brücke.
Ein weiterer Vorteil ergibt sich daraus, dass sich die Blendenöffnung stetig und kontinuierlich ändern lässt und zu diesem Zweck die Ausbildung eines Wechselstromanteiles von verhältnismässig hoher Fre- quenz vermieden ist, der in der Erregerwicklung des Rotors fliessen und die Einstellung der Blende be- einflussen kann. Schliesslich ist die erfindungsgemässe Belichtungssteuervorrichtung in Verbindung mit dem Objektiv der Kamera vorteilhaft verwendbar.
Die Erfindung ist im folgenden an Hand einer beispielsweisen Ausführungsform näher erläutert, die in den Zeichnungen veranschaulicht ist, und bei deren Beschreibung sich weitere Erfindungsmerkmale ergeben werden.
In den Zeichnungen zeigt Fig. l in schematisierter Darstellung eine Filmkamera mit einer erfin- dungsgemässen Belichtungssteuervorrichtung. Fig. 2 in grösserem Massstab einen Schnitt nach Linie lI-lI der Fig. l, Fig. 3 eine Seitenansicht der Belichtungssteuervorrichtung nach Fig. 2 teilweise im Schnitt und Fig. 4 eine Ausführungsform einer Schaltung für eine erfindungsgemässe Steuervorrichtung.
Die Kamera nach Fig. l ist mit einem einstellbaren Objektiv --2-- ausgerüstet, welches in der Frontwand-la-des Gehäuses-l-einer Kinokamera montiert ist.
Hinter dem Objektiv --2-- ist ein Halbprisma --5-- angeordnet, das einen Teil des vom aufzuneh- menden Objekt kommenden Lichtes in ein als Sucher bzw. Entfernungsmesser dienendes optisches Sy- stem --3-- ablenkt.
DasOkular-4-- des Entfernungsmessers ist oben in der Rückwand des Kamera-Gehäuses einstellbar eingebaut. Hinter dem Halbprisma --5-- und längs der optischen Achse --0-- des Objektivs--2-- sind hintereinander eine Blendenvorrichtung --7--, die von einem elektromagnetischen Antrieb --6-- betrieben wird, ein Hauptobjektivsatz --8-- und ein halbdurchlässiger Spiegel --9-- angeordnet.
Das von diesem Spiegel--9-- reflektierte Licht fällt auf einen Photowiderstand --10--, der lichtempfindliches
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nach der Schichtempfindlichkeit des benutzten Filmes einstellbaren Widerstand --25--, einen verän- derlichen, nach der Verschlussgeschwindigkeit einstellbaren Widerstand --26-- und einen Widerstand --27--.
Die Verbindungsstelle des einen Endes des Photowiderstandes --10-- und des einstellbaren Widerstandes --26-- ist über eine Leitung --28-- an den Minuspol der stromquelle --El--'die Verbindungsstelle des einen Endes des einstellbaren Widerstandes --25-- und des Widerstandes --27-- über eine Leitung --29-- an den Pluspol der Stromquelle-E 2--angeschlossen. Das zweite Ende des Photowiderstandes --10-- ist mit dem Schleifkontakt --25a-- des einstellbaren Widerstandes --25--, dessen zweites Ende über einenVorwiderstand --30-- an die gemeinsame Basiselektrode des pnp-und des npnSchalttransistors --31 bzw. 32-- angeschlossen ist.
Zwischen den entsprechenden Emitterelektroden der Transistoren --31 und 32-- sind zwei Widerstände--33 und 34-- in Serie geschaltet. Darüber hinaus ist zu den beiden Widerständen-33 und 34ein weiterer Widerstand oder ein Thermistor --35-- parallelgeschaltet. Ausserdem ist ein Ende des WiderStandes --27-- an die Verbindungsstelle zwischen dem Widerstand -33-- und dem Thermistor --35--, und ein Ende des einstellbaren Widerstandes --26-- an die Verbindungsstelle zeischen dem Thermistor-35-
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dem Widerstand --34-- angeschlossen. Jede Kollektorelektrode der Schalttransistoren --31 und 32-- istmistoren --38 und 39-- sind zwischen die Basiselektroden und den Leitungen --28 bzw. 29-- geschaltet, wobei die Basen über einen Widerstand verbunden sind.
Ferner sind die Emitterelektroden derTransistoren--36 bzw. 37--über Widerstände --40 bzw. 41-- an die Leitungen --28 bzw. 29-- angeschlossen. Die gemeinsame Kollektorelektrode der Transistoren - 36 und 37-- ist mit der Verbindungsstelle der Widerstände --44 und 45-- verbunden, die an die entsprechenden Basiselektroden der Transistoren-42 und 43--angeschlossen sind. Zwischen dieser Verbindungsstelle und der Leitung --29-- ist ein Kondensator --46-- eingefügt. Ein Widerstand liegt zwischen der Verbindungsstelle der Widerstände --44 und 45-- und den miteinander verbundenen Emitterelektroden der Transistoren --42 und 43--.
Die Kollektorelektroden der Transistoren --42 bzw. 43-- sind mit den Leitungen --28 bzw. 29- verbunden. Die Erregerwicklung --Ll-- ist über einen ersten Schalter-SWl --, der normalerweise mit Ausnahme der Aufnahmedauer, offen gehalten ist, zwischen die miteinander verbundenen Emitterelektroden der Transistoren --42 und 43-- und den Nullpunkt der Stromquellen --E1 und E2-- geschaltet.
Ausserdem ist die Dämpfungswicklung --L2--, die weiter unten beschrieben wird, zwischen die Emitterelektroden der Transistoren --31 und 32-- gelegt. Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Erregerwicklung--Ll-- und die Dämpfungswicklung --L2-- auf dem Rotor --16-- so aufgewickelt sind, dass zwischen ihnen keine magnetische Kopplung entsteht, und dass die Dämpfungswicklung --L2-- so geschaltet ist, dass die Polarität der in der Wicklung induzierten Spannung der Polarität der zwischen
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dauer, offengehalten wird, ist zwischen der Kollektorelektrode des Transistors --43-- und dem Pluspol der Stromquelle --E2-- eingeschaltet, Der erste Schalter --SW1-- und der zweite Schalter --SW2-werden zugleich mit dem Auslösevorgang des Verschlussauslösers (nicht dargestellt) zum Schliessen betätigt.
Diese Schalter sind so angeordnet oder eingestellt, dass beim Schliessen der zweite Schalter --SW-nach dem ersten Schalter-SWl --geschlossen, beim Öffnen jedoch der erste Schalter -- SWl - nach dem zweiten geöffnet wird.
Im folgenden ist die Wirkungsweise einer mit der beschriebenen, erfindungsgemässen Belichtungssteuereinrichtung ausgestatteten Kamera erläutert.
Bei dieser Beschreibungwerdeneinige Bezeichnungen verwendet, u. zw. ist der Widerstandswert des Photowiderstander --10--, der von dem Lichtanteil bestimmt ist, welchen der Spiegel --9-- von dem zur Aufnahme zur Verfügung stehenden, die Blendenvorrichtung --7-- und das Hauptobjektiv --8--
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dermit--Ra--und der Wert des Widerstandes mit-R. bezeichnet.
Wenn sich die Wheatstonesche Brücke in abgeglichenem Zustand befindet, oder anders gesagt, wenn die Widerstandswerte in der Beziehung --R1.R4=R2.R3--stehen, tritt an den Ausgangsklemmen --A und B-- der Brücke keine Spannung auf, auch dann nicht, wenn der erste Schalter-SW,-sowie der zweite Schalter --SW2 -- beim Auslösen des Verschlusses geschlossen werden und es wird daher we-
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der der Transistor --31-- noch der Transistor --32-- ansprechen. Demzufolge durchfliesst die Erreger- spule --L1-- kein merkbarer Strom und der Rotor --16-- verharrt unbewegt in seiner gegebenen Lage.
Es sei nun angenommen, dass eine Änderung der Intensität des auf den Photowiderstand einfallenden Lichtes, oder in andern Worten, der Helligkeit des aufzunehmenden Objektes eingetreten sei, die eine Änderung seines Widerstandswertes hervorgerufen und dass dementsprechend das Verhältnis der Widerstandswerte der Widerstände eine Änderung erfahren habe, wobei R * R > R'Rg gelten möge. Dann entsteht an der Ausgangsklemme --A-- der Wheatstoneschen Brücke eine nicht abgeglichene positive Spannung und an dem Ausgangsanschluss --B-- eine nicht abgeglichene negative Spannung. Folglich wird der Transistor --31-- in einen gesperrten Zustand, der Transistor --32-- in einen ge- öffneten Zustand versetzt. Demgemäss gelangen die Transistoren --36 und 42-- in einen gesperrten und
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den.
Daraus ergibt sich ein Stromfluss in der Erregerspule --L1-- in Richtung des voll ausgezogenen
Pfeiles.
Wenn in der Erregerspule ein Strom in der Richtung des gestrichelten oder des voll ausgezogenen
Pfeiles fliesst, spricht der Rotor --16-- auf den Strom an, dreht sich zusammen mit der Welle --16a-- und ändert seine Lage entweder im oder entgegen dem Uhrzeigersinn. Fliesst ein Strom in Richtung des voll ausgezogenen Pfeiles, entsprechend einer Zunahme des auf den Photowiderstand auffallenden Lichtes, bezogen auf Fig. 2, wird die Welle --16a-- im Uhrzeigersinn in Drehbewegung versetzt, und nimmt die Steuerscheibe--17--indemselbenSinn mit. Demzufolge bewirkt der Führungsschlitz --17a- der Steuerscheibe --17-- über den Stift-24a-- eine Verdrehung des Winkelhebels --24-- um den Zapfen --23-- im Uhrzeigersinn.
Diese Drehbewegung des Winkelhebels --24-- hat zur Folge, dass die Gabelführung --24b-- des Winkelhebels --24-- über den eingreifenden Stift --21a--des Blendeneinstellringes --21-- diesen Stellring --21-- in Drehbewegung entgegen dem Uhrzeigersinn versetzt und die Blendenlamellen --22-- zum Verkleinern der Blendenöffnung verstellt werden.
Daraus ergibt sich als unmittelbare Folge eine Verminderung der durch die Blendenöffnung in das Gehäuse --18-- eintretenden Lichtmenge. Ein Teil dieser reduzierten Lichtmenge gelangt längs der Achse --0-- über die Verschlussvorrichtung zum Film --12--, der dadurch belichtet wird, während der restliche Teil des einfallenden Lichtes von dem teildurchlässigen Spiegel --9-- reflektiert wird und durch die Öffnung --18c-- den Photowiderstand erreicht. Die Intensität dieses auf den Photowiderstand einfallenden Lichtes wird nach und nach mit der fortschreitenden Verengung der durch die Blendenlamellen gebildeten Öffnung vermindert.
Wenn der Widerstandswert--R1-- des Photowiderstandes --10--, als Ergebnis der verminderten Intensität des auf den Photowiderstand --10-- einfallenden Lichtes, eine Grösse erreicht hat, bei der sich die Wheatstone-Brücke wieder im abgeglichenen Zustand befindet, kommt der Rotor-16-zum Stillstand.
Anderseits, wenn die Erregerspule --L1 -- von einem Strom in Richtung des gestrichelten Pfeiles durchflossen wird, was einer Verminderung der auf den Photowiderstand --10-- auftreffenden Lichtmenge entspricht, wird der Rotor --16-- und demnach die Blendenvorrichtung --7-- in eine gegenüber der im vorigen Fall angenommenen, umgekehrte Bewegung versetzt, wobei die Lichtmenge, die den Photowiderstand --10-- erreicht, nach und nach vergrössert wird, bis der sich daraus ergebende Wider- standswert --R1-- die Wheatstone -Brücke wieder in abgeglichenen Zustand bringt, worauf der Rotor - seine Bewegung einstellt.
Demnach bleibt die auf den Film -12-- einfallende Lichtmenge stets konstant, und ist von der Helligkeit des aufzunehmenden Objektes unabhängig.
Die oben beschriebene Steuereinrichtung ist insoferne vorteilhaft, als sie mit Hilfe der Dämpfung-
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lichen elektrisch leitfähigen Materials, das den Hauptbestandteil des Photowiderstandes --10-- bildet, sich ergebenden Schwingungen des Rotors --16--verhindert und auch dessen Trägheit, die sich bei einer plötzlichen Änderung der Lichtmenge bemerkbar macht, entgegenwirkt.
Ein lichtempfindliches, elektrisch leitfähiges Material ändert im allgemeinen seinen Widerstandswert nicht unmittelbar nach der erfolgten Änderung der auffallenden Lichtmenge, sondern braucht zur
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entsprechenden Änderung seines Widerstandswertes eine bestimmte kurze Zeit. Die erfindungsgemässe
Steuereinrichtung kompensiert diese Unvollkommenheit der Eigenschaften eines solchen Materials auf folgende Weise :
Wenn eine Änderung des Widerstandswertes des Photowiderstandes --10-- eintritt, die eine Verdrehung des Rotors --16-- zur Folge hat, bleibt bei erreichtem Abgleich der Wheatstone-Brücke (R1.R4=R2.R3), der Rotor einen Augenblick stehen.
Wegen der bereits erwähnten Zeitverzögerung werden jedoch die Widerstände unmittelbar nach der Unterbrechung der Bewegung des Rotors in die Be- ziehungR'R =R 'Rg gebracht, und die Wheatstone-Brücke befindet sich in unabgeglichenem Zu- stand.
Wenn sich z. B. die auf den Photowiderstand --10-- einfallende Lichtmenge vergrössert und eine
Verringerung des Widerstandswertes --Rl-- des Photowiderstandes --10-- zur Folge hat, bewirkt der
Rotor --16-- eine Verkleinerung des Durchmessers bzw. der Grösse der Blendenöffnung der Vorrichtung - und erhöht dadurch den Widerstandswert-R-, mit dem Ergebnis, dass die Wheatstonesche
Brücke wieder in abgeglichenen Zustand gebracht wird. Der Widerstandswert des Photowider- standes --10-- wächst jedoch, nachdem dieWheatstone-Brücke bereits ihren Abgleichszustand erreicht hat, während einer sehr kurzen Zeitspanne noch weiter an.
Eine solche Verzögerung in der Wirkung des Photowiderstandes-10-ruft zwischen den Ausgangsklemmen --A und B""der Wheatstone-Brücke eine
Spannung umgekehrter Polarität hervor, so dass der Rotor --16-- gegenüber dem bisherigen Drehsinn umgekehrt gedreht wird, um die Blendenöffnung zu vergrössern. Mit vergrösserter Blendenöffnung erhöht sich die auf den Photowiderstand --10-- einfallende Lichtmenge, wodurch der Widerstandswert-R- des Photowiderstandes --10-- wieder verringert wird. Dadurch ändert sich wieder die Polarität der zwi- schen denAusgangsklemmen --A und B-- der Wheatstone-Brücke erzeugten Spannung, so dass der Rotor - durch geeignete Drehung von neuem zur Verkleinerung der Blendenöffnung veranlasst wird.
Der Rotor --16-- würde auf diese Weise um eine dem Abgleichszustand entsprechende Lage hin und her pendeln bzw. schwingen und die Blendenöffnung würde nicht unmittelbar auf den richtigen Wert ein- gestellt werden. Durch die Anordnung der Dämpfungswicklung --L2-- wird jedoch eine solche Erschei- nung auf wirksame Weise ausgeschlossen.
Die Drehbewegung des Rotors --16-- ruft in der Dämpfungs- wicklung --L2-- eine durch das Dauermagnetfeld des Magneten --15-- induzierte Spannung hervor.
Da diese induzierte Spannung der nicht abgeglichenen, zwischen den Ausgangsklemmen-A und B-- der Brücke entstehenden Spannung entgegenwirkt, dient sie im wesentlichen dazu, die wechselnden
Schaltzustände der Transistoren --31 und 32-- vor bzw. nach dem Abgleichzustand der Brücke, die durch die Zeitverzögerung bei der Änderung des Widerstandswertes des Photowiderstandes --10-- ent- stehen, zu verhindern, und dadurch den Rotor --16--, in dem Moment, wo die Brücke in den abgegli- chenen Zustand gelangt, augenblicklich zum Stehen zu bringen.
Da die Grösse der in der Dämpfungswicklung --L2-- induzierten Spannung der Drehgeschwindigkeit des Rotors --16-- proportional ist, ändert dieser den Widerstandswert-R-des Photowiderstandes - nicht. Es kann vielmehr der Rotor --16- stets mit einer im wesentlichen konstanten Geschwin- digkeit verdreht werden.
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:klemmen--A und B--der Brücke entstehende Spannung, mit e max und die in der Dämpfungswicklung - induzierte Spannung, wobei sich der Rotor --16-- mit höchstmöglicher Geschwindigkeit verdreht, mit e'max.
Es ist leicht zu verstehen, dass eine grösstmögliche Dämpfungswirkung der Dämp- fungswicklung --L2 -- dann erreicht wird, wenn die Werte-r, r und r -so gewählt werden, dass sie den folgenden Beziehungen entsprechen :
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Es kommt ferner manchmal vor, dass keiner der Transistoren --31 und 32-- anspricht, und dass dies von der Grösse der unabgeglichenen, zwischen den Ausgangsklemmen der Brücke entstehenden Spannung abhängt, hauptsächlich als Folge der VBE-IB-Charakteristik der Transistoren --31 und 32--. Im besonderen ist die Grösse der unabgeglichenen Spannung, die zwischen den Ausgangsklemmen --A und B-- entsteht, dementsprechend klein, wenn sich der Widerstandswert des Photowiderstandes--10--in sehr begrenztem Masse ändert.
In einem solchen Fall spricht keiner der Transistoren --31 und 32-- an.
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Da bei der Schaltung gemäss Fig. 4 erfindungsgemäss ein Widerstand oder ein Thermistor -35-- zwischen die Ausgangsklemmen der Brücke, namentlich zwischen-B und B-, eingeschaltet ist, um den oben erwähnten Mangel zu beheben, ist es möglich, der durch den Einfluss der Spannung""VssE- zwischen der Basis und dem Emitter dieser Transistoren hervorgerufenen Verringerung der dynamischen Empfindlichkeit der Transistoren --31 und 32-- vorzubeugen, und es besteht auch die Möglichkeit, einen der Transistoren-31 oder 32-- zum Ansprechen zu bringen, auch wenn die zwischen den Ausgangsklemmen --A und B--- der Brücke entstehende unabgeglichene Spannung von geringer Grösse ist.
Bei Verwendung des Thermistors in der elektrischen Steuerschaltung besteht auch die Möglichkeit,
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von verhältnismässig hoher Frequenz zu enthalten, was hauptsächlich auf die Konstruktion des elektromagnetischen Antriebes --6-- selbst, oder auf die Kopplungsverhältnisse zwischen der elektrischen Steuerschaltung und des elektromagnetischen Antriebes --6-- zurückzuführen ist und sich in der Unannehmlichkeit äussert, dass sich der Rotor --16-- während seiner Drehbewegung stufenweise verdreht.
Da zwischen die Leitung --29-- und die Verbindungsstelle der Widerstände --44 und 45--, die an die Basiselektroden der Transistoren --42 und 43-- angeschlossen sind, erfindungsgemäss ein Kondensator --46-- eingeschaltet ist, wird die oben erwähnte Wechselstromkomponente zwangsläufig abgeleitet, so dass diese Komponente des durch die Erregerwickling --L1-- durchfliessenden Stromes entfernt werden kann. Der Rotor --16-- kann sich infolgedessen stets ruhig und kontinuierlich drehen.
Bei der Schaltung gemäss Fig. 4 ist der Kondensator zwischen die Leitung --29--und die Verbindungsstelle derWiderstände--44 und 45--, die an die Basen der Transistoren --42 und 43-- angeschlos- sen sind, eingefügt. Ein gleicher Effekt kann jedoch auch dadurch erzielt werden, dass ein Kondensator zwischen den Kollektor des Transistors --31-- und die Verbindungsstelle des Widerstandes --10-- und des einstellbaren Widerstandes --26-- und ein anderer Kondensator zwischen den Kollektor des Tran- sistors-32-und die Verbindungsstelle des einstellbaren Widerstandes --25-- und des Widerstandes - geschaltet werden.
Wie eben beschrieben, wird die Blendenvorrichtung --7-- erfindungsgemäss, nachdem die Schichtempfindlichkeit des verwendeten Filmes und die Verschlussgeschwindigkeit berücksichtigt worden sind, in ruhigem Gang und zwangsläufig, der Helligkeit des aufzunehmenden Objektes entsprechend, gesteuert werden, wobei die Filmoberfläche stets durch eine konstante und angemessene Lichtmenge belichtet wird.
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--SW 1gerwicklung --L 1-- ein Strom in Richtung des voll ausgezogenen Pfeiles und verursacht, dass sich die Blendenlamellen --22-- rasch in die Lage der kleinsten oder der vollen Blendenöffnung bewegen. Bei jedem photographischen Vorgang beginnen daher die Blendenlamellen --22-- ihre Bewegung stets entweder in der Lage der kleinsten Blendenöffnung oder in der der vollen Öffnung entsprechenden Lage.
Der zweite Schalter-SW -kann zwischen den Kollektor des Transistors --42-- und den Minuspol der Stromquelle --E1-- angeordnet sein.Bei einer solchen Anordnung beginnen die Blendenlamellen-22ihre Bewegung immer in der Lage der grössten Blendenöffnung.
Es wurde die Belichtungssteuereinrichtung nach einem erfindungsgemässen Ausführungsbeispiel für Kinokameras beschrieben. Diese Einrichtung kann natürlich erfindungsgemäss auch auf Photoapparate angewendet werden.
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