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Schleppliftgehänge
Alle zur Zeit in Verwendung stehenden Schleppgehänge mit Anfahrtsdämpfung funktionieren durch die für die gewünschte stossfreie Anfahrt eingebauten Bremssysteme mehr oder weniger gut. Die Bremsflächen und Schmiermittel unterliegen den Einflüssen des Wetters und der Abnutzung. Ausserdem kommt es immer wieder vor, dass bei grösseren Bodenabständen das Schleppseil durch zu geringe Belastung, z. B. bei Kindern, nicht mehr zur Gänze ausgezogen werden kann, weil die fixierenden Bremsen infolge zu geringer Last dies verhindern. Es kommt daher vor, dass Leichtgewichtler oftmals vom Boden abgehoben werden und dabei stürzen.
Darüber hinaus gibt es Schleppgehänge mit federnden Elementen, wie sie etwa in der franz. Patentschrift Nr. 849. 722 und in den österr. Patentschriften Nr. 145894 und Nr. 242742 beschrieben sind. Gemäss der franz. Patentschrift Nr. 849. 722 und der österr. Patentschrift Nr. 145894 wird ein Flaschenzug mit einer Druckfeder kombiniert. Da eine wirkungsvolle Druckfeder bekanntlich höchstens auf ihre halbe entspannte Länge zusammengepresst werden kann, kann selbst bei einem 10-rolligen Flaschenzug und einer üblichen Gehängelänge von 1400 mm eine maximale Ausziehlänge des Schleppseiles von nur 5 m erreicht werden. Ähnliches gilt für die österr. Patentschrift Nr. 242742, wobei hier die komplizierten Einzelteile des hintereinander wirkenden Flaschenzuges viel Konstruktionsraum beanspruchen.
Die beschränkte Ausziehlänge dürfte wohl auch die Erklärung für die fehlende Verwirklichung solcher Vorschläge sein, von welchen die Praxis bisher nicht oder kaum Gebrauch gemacht hat.
Gemäss der Erfindung beruht das neue Schleppgehänge im wesentlichen auf der speziellen Kombination eines Flaschenzuges mit einer oder zwei Spiralfedern. Das erfindungsgemässe Schleppliftgehänge ist somit dadurch gekennzeichnet, dass an der verschiebbaren Seilflasche ein Seil befestigt ist, das, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung einer Zugfeder, am Umfang einer Seilscheibe mit Umschlingung angreift, wobei die Seilscheibe unter Vorspannung einer Spiralfeder steht.
Eine beispielsweise Ausführungsform des erfindungsgemässen Schleppliftgehänges ist in den Zeichnungen veranschaulicht. Darin zeigt Fig. 1 das Gehänge bei eingezogenem Schleppseil, im vertikalen Längsschnitt, wogegen Fig. 2 ein Schnitt nach der Linie aa in Fig. l, jedoch bei ausgezogenem Schleppseil ist.
Der Flaschenzug-4, 5, 8-- weist zwei Seilflaschen--4, 5- mit mindestens je vier Rollen auf, um die das Schleppseil -- 8-- gelegt ist. An eine Seilscheibe -- 2-- sind zwei Spiralfedern-7angebaut. Ein Drahtseil --3-- umschlingt einmal oder, je nach gewünschter Ausziehlänge des Schleppseiles--8-, auch nur einen Teil des Umfanges der Seilscheibe --2--. Die Endstellungen der Seilscheibe --2-- sind durch Begrenzungsstollen-10, 11-- bzw. bei einer vollen Umdrehung durch den Stollen --11-- fixiert. Die Führung der beweglichen Flasche --5-- erfolgt durch zwei Kunststoffscheiben--6-, welche am Seilflaschenbolzen fliegend angeordnet sind.
Ein Spannhebel --9-- dient zum Vorspannen der Spiralfedern --7-- und kann ohne öffnen des Gehängegehäuses - betätigt werden. Die Ausziehlänge des Schleppseiles --8-- ist abhängig von der Anzahl der Flaschenzugrollen und von der Grösse des Seilscheibenumfanges bzw. der Ausnutzung dieses Umfanges.
Entsprechend der Anzahl der Flaschenzugrollen (Übersetzung) ist die Stärke und Zahl der Spiralfedern
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--7-- zu wählen.
Beim Ausziehen des Schleppseiles-8-wird der Flaschenzug-4, 5- betätigt und über das Stahlseil --3-- die Seilscheibe --2-- gedreht ; dabei werden die leicht vorgespannten, kräftigen Spiralfedern--7--so lange weiter gespannt, bis die nötige Schleppkraft erreicht ist. Während der Schleppfahrt gewährt diese Kombination je nach Belastung des Schleppseiles--8- (Bodenabstand, Schleppseilwinkel) ausreichendes Spiel. Bei Beendigung der Schleppfahrt und nach Freigabe des Schleppbügels wird dieser durch die gespeicherte Kraft der Spiralfedern --7-- eingeholt bzw. eingezogen. Die Trägheit des mindestens 8-rolligen Flaschenzuges--4, 5, 8-- verhindert ein sprunghaftes Einziehen des Schleppseiles--8--bzw. des Schleppbügels, so dass keine Einziehbremsung notwendig ist.
Da sich bei der erfindungsgemässen Konstruktion der gerade Weg der verschiebbaren Seilflasche auf den Umfang einer federbelasteten Seilscheibe überträgt, kann ohne überschreitung der vorgegebenen Gehängelänge eine grosse Ausziehlänge des Schleppseiles und damit eine gute Anfahrdämpfung erzielt werden. Auf diese Weise kann auch bei Flaschenzügen mit wenigen Rollen durch entsprechende Wahl des Seilscheibendurchmessers, welcher die Gehängelänge wenig beeinflusst, eine ausreichende Ausziehlänge und damit eine gute Anfahrdämpfung erreicht werden. Die gegebenenfalls zwischenschaltbare Zugfeder ergibt noch eine zusätzliche Dämpfung.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schleppliftgehänge mit einem Flaschenzug, über dessen Seilflaschen das mit dem einen Ende am Vorrichtungsgehäuse befestigte Schleppseil eingeschert ist, wobei von zwei einander gegenüber befindlichen Seilflaschen die eine am Gehäuse unverschiebbar und die andere über Federungsmittel am Gehäuse achsparallel verschiebbar gegen die Seilausziehkraft verankert ist, um bei Ungleichgewicht zwischen der am andern Ende des Schleppseiles angreifenden Seilausziehkraft und der Kraft der
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verschiebbaren Seilflasche (5) ein Seil (3) befestigt ist, das, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung einer Zugfeder, am Umfang einer Seilscheibe (2) mit Umschlingung angreift, wobei die Seilscheibe (2) unter Vorspannung einer Spiralfeder (7) steht.
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