DE653475C - Flaschenzug fuer Tiefbohranlagen - Google Patents

Flaschenzug fuer Tiefbohranlagen

Info

Publication number
DE653475C
DE653475C DEM130295D DEM0130295D DE653475C DE 653475 C DE653475 C DE 653475C DE M130295 D DEM130295 D DE M130295D DE M0130295 D DEM0130295 D DE M0130295D DE 653475 C DE653475 C DE 653475C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pulleys
pulley
block
rollers
rope
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM130295D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FRIEDRICH L MUELLER DIPL ING
Original Assignee
FRIEDRICH L MUELLER DIPL ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by FRIEDRICH L MUELLER DIPL ING filed Critical FRIEDRICH L MUELLER DIPL ING
Application granted granted Critical
Publication of DE653475C publication Critical patent/DE653475C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B19/00Handling rods, casings, tubes or the like outside the borehole, e.g. in the derrick; Apparatus for feeding the rods or cables
    • E21B19/02Rod or cable suspensions

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Earth Drilling (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
27. NOVEMBER 1937
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 5 a GRUPPE 34
2>ipl.-3tig. Friedrich L. Müller in Wien Flaschenzug für Tiefbohranlagen
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. März 1935 ab
Bei den in der Tiefbohrtechnik derzeit verwendeten Flaschenzügen ist man bestrebt, die Seilrollen in möglichst geringen Abständen voneinander anzuordnen, um jenen Winkel, welchen die auf die Rollen auflaufenden und von diesen ablaufenden Seilstücke zueinander bilden, auch dann gering zu halten, wenn sich die beiden Teile des hochgezogenen Flaschenzuges in geringer Entfernung voneinander biefinden. Es geschieht dies insbesondere, um die Reibung des Seiles an den Borden der Seilrollen zu verringern. Bei drehend arbeitenden Tief bohr anlagen wirkt die gedrängte Anordnung der Seilrollen ungünstig, da bei diesem Bohrverfahren das am Flaschenzug hängende, sich drehende Bohrwerkzeug auf diesen mittelbar ein Drehmoment ausübt, welches vom Flaschenzug aufgenommen werden muß, ohne sich um seine Längsachse so sehr zu verdrehen, daß sich die Seile berühren würden.
In TFig. ι ist in schematischer Darstellung die Wirkung des drehend arbeitenden Bohrwerkzeuges auf den Flaschenzug gezeigt. Das Bohrwerkzeug hängt am sog. Spülkopf 1, welcher zumeist mit Wälzlagern ausgerüstet ist, um der Verdrehung des Werkzeuges einen möglichst geringen Widerstand zu bieten und insbesondere um nur einen geringen Teil der im Spülkopf durch Reibungswiderstände entstehenden Drehmomente auf den Flaschenzug und dessen Seile zu übertragen und diese zu verwickeln. Aus der schematischen Zeichnung ist ersichtlich, daß solche Flaschenzüge (gleichen Abstand der Seilrollen von der Aufhängestelle im Bohrgerüst vorausgesetzt) einen größeren Widerstand gegen Verdrehen um die Längsachse bieten, deren Seilrollen von der Bohrloehachse weiter entfernt sind. Der Widerstand gegen Verdrehung wächst im geraden Verhältnis mit der Breite des Flaschenzuges, α ist der ursprüngliche Abstand der Seilrollenachsen vom Bohrgerüst, b die Entfernung der Seilrollen voneinander. Bei der Ausübung eines Drehmomentes auf den Spülkopf besteht das Bestreben, die Stange 2 um die Bohrlochachse zu verdrehen, wobei die Punkte .4 und B Kreisbögen beschreiben. Bei einer Verdrehung um i8o° gelangen die Seile in die gestrichelt dargestellte Lage, d.h. sie kreuzen sich. Das Bohrgerät wird hierbei -um die Strecke x angehoben. Die hierdurch geleistete Arbeit ist gleich dem Produkt aus dem am Spülkopf hängenden Gewicht und dem Hubweg x.
Gründe, welche für Erhöhung des Verdrehungswiderstandes der Flaschenzüge sprechen, sind ferner der Reibungswiderstand, der in den im Spülkopf vorhandenen Stopfbüchsen auftritt, von welchen eine den Austritt des Spülschlammes aus der Druckleitung und zumeist zwei den Verlust des Schmiermittels aus dem Spülkopf verhindern, überdies die ständig zunehmende Tiefe der Bohr-
löcher. Um auch bei sehr tiefen Bohrlöchern die Nebenarbeiten, insbesondere das Fördern, zu beschleunigen, pflegt man bei solchen höhere Bohrtürme zu verwenden, um ernte ,möglichst große Zahl miteinander verschränk ter Gestängestücke, d.h. also lange Gestänge züge, auf einmal abschrauben und abstelle» zu können. Durch die Erhöhung der Bohrtürme vermindert sich, jedoch der Verdrehungswiderstand des beweglichen Flaschenzugteiles erheblich, da hierdurch das Verhältnis des Abstandes der Flaschenzugseile von der Bohrlochmitte zum Abstand der beiden Flaschenzüge voneinander wesentlich ungünstiger wird.
Um den Zweck zu erreichen genügt es nicht nur, den einen Flaschenzugteil zu verbreitern und den anderen Teil in seiner bisherigen Bauart zu belassen; denn bei Flaschenzügen dieser Art wurden die Vierdrehungswiderstände nur in verringertem. Maße ansteigen, und überdies würden die Seilsträngie nicht parallel verlaufen, sondern miteinander Winkel bilden, wodurch auf die Rollen Kippmomente ausgeübt werden und an den Rollenrändem Reibungsverluste entstehen würden, deren Folge eine starke Abnutzung der Rollen und der Seile wäre.
Das Abrücken der Seilrollen von der Bohrlochachse bringt bei wandernden Flaschen mit einer geraden Rollenzahl den weiteren Vorteil mit sich, daß der mittlere Teil der Flaschen für andere Zwecke frei wird, insbesondere zur Aufnahme jener Federn verwendet werden kann, welche auf die zylindrische Verlängerung des Förderhabens wirken und dazu dienen, die nach erfolgtem Fördern abgeschxaubten Gestängestücke aus der Gewindeverbindung herauszuheben, ohne die Fördertrommel nochmals betätigen zu müssen. Es ist selbstverständlich, daß außer der erwähnten Feder auch noch andere Teile der Bohrvorrichtung, beispielsweise auch der Spülkopf, in den Flaschenzugkörper hineinverlegt werden können. Desgleichen ist es möglich, eine das Gewicht der Bohrgeräte messende Waage oder andere Vorrichtungen, wie Stoßdämpfer, für das Anheben in den Flaschenzug einzubauen usw. Die zweckmäßige Anordnung· der Seilrollen bei einem verbreiterten Flaschenzug kann auf verschiedene Arten erfolgen und hängt insbesondere von der Zahl der Seilrollen ab. So ist es möglich, diese in gleicher oder in verschiedenen Höhen anzuordnen, desgleichen auch sie auf einer gemeinsamen oder auf mehreren zueinander unter Winkel stehenden Achsen zu lagern.
Bei Anordnung sämtlicher Rollen auf einer gemeinsamen Achse kann der Tragkörper des Flaschenzuges als geschlossener zylindrischer Hohlkörper ausgebildet werden, in welchem sich die Seilrollen befinden, wodurch sich .pdeien besondere Verschalung erübrigt. Einzelne Teile des Hohlkörpers können als Behalter für die Aufnahme von Schmiermitteln {¥^f die Achsen der Seilrollen und für das ■ilaschenzugseil ausgebildet werden.
Die verbreiterte Bauart des Flaschenzuges ermöglicht es auch, an diesen Puffer mit genügend kräftigen Federn anzuordnen, um im Falle eines Zusammenstoßens der beiden Flasehenzugteile die volle Energie der Antriebskraftmaschine aufzuzehren, ohne die zulässige Beanspruchung der Seile zu überschreiten.
Erfindungsgemäß ist es trotz der Verbreiterung des Flaschenzuges nicht nur möglich, den bisher als zulässig betrachteten Winkel zwischen den auf die Rollen auflaufenden und von diesen ablaufenden Seilstücken beizubehalten, sondern diesen Winkel sogar bis auf Null zu verringern, wodurch erreicht wird, daß die Höhe des Bohrgerüstes für Förderzwecke restlos ausgenutzt werden kann. Erfindungsgemäß wird letzteres dadurch erreicht, daß einzelne, je zwei Rollen des be weglichen Flaschenzugteiles, überbrückende, bzw. verbindende Rollen des feststehenden Flaschenzugteiles schief angeordnet werden und einen solchen Durchmesser erhalten, daß die tangentialen Lote dieser Rollen Tangenten an die entsprechenden Rollen des unteren Flaschenzugblookes bilden. Bei einer der-' artigen Anordnung der Seilrollen verlaufen sämtliche Seile des Flaschenzuges vollständig senkrecht und parallel zueinander, und es treten beim Fördern an den Rollen Seitendrücke und Kippmomente überhaupt nicht auf.
Die Seilrollen des feststehenden Flaschenzugteiles werden bei Drehbohranlagen derzeit entweder auf einigen in der Krone des Bohrturmes gelagerten Balken angeordnet oder zu einem Block zusammengefaßt, der im wesentlichen nach den gleichen Gesichtspunkten ausgebildet ist wie der untere bewegliche Flaschenzugblock. Die erstgenannte Anordnung hat den Nachteil, daß die Seile nach keiner Richtung parallel verlaufen und daß beim hochgezogenen Flaschenzug nur eine Komponente der Kraft in der Bewegungsrichtung wirkt, wodurch die Hubkraft des Flaschenzuges bei unveränderter Leistung der Äntriebskraftmaschine mit zunehmender Förderhöhe abnimmt. Überdies treten Seitenkräfte auf, und die Lager der Achsen sind .einzeln zu schmieren. Bei den blockartig zusammengefaßten Flaschenzugrollen ist denen Lagerung derzeit zumeist eine ungenügende infolge des geringen Abstandes der Seilrollen voneinander. Aus den vorerwähnten Gründen
ist es zweckmäßig, bei solchen feststehenden Flaschenzügen, bei welchen die Mehrzahl der Seilrollen zueinander parallel verläuft, diese in einem geschlossenen Hohlkörper anzuordnen, welcher in ähnlicher Weise ausgebildet werden kann wie der bereits vorstehend erwähnte Hohlkörper des beweglichen Flaschenzuges.
Beim feststehenden Flaschenzug, bei welchem die' meisten oder alle Rollen schief angeordnet sind, ist es zweckmäßig, diese in mehreren Höhenstufen anzuordnen. Im übrigen können sie auf einem gemeinsamen Rahmen drehbar sowohl stehend als auch hängend angeordnet werden.
In allen Fällen ist es zweckmäßig, die Seilrollen derart anzuordnen, daß ihre Mittelpunkte in einer gemeinsamen Ebene, liegen; dies schon, um die Säulen des den feststehenden Flaschenzugteil tragenden Bohrgerüstes gleichmäßig zu belasten.
Weiter ist es vorteilhaft, daß die Mittelpunkte sämtlicher Seilrollen im feststehenden Flaschenzugteil in einer gemeinsamen Ebene liegen, zu welcher die Achsen der Seilrollen spitze bzw. stumpfe Winkel bilden, wobei diese Winkel und die Durchmesser der Seilrollen derart bestimmt sind, daß sämtliche Seile des Flaschenzuges parallel zueinander und zur Bohrlochachse verlaufen. ,
Dadurch wird die vollkommene Vermeidung der Seilreibung erzielt.
Es ist zwar schon bekannt, die Rollen von beweglichen Flaschenzügen derart anzuordnen, daß sie sich in einem größeren Abstande voneinander befinden, als dies vom Standpunkt einer ausreichenden Lagerung notwendig wäre, d. h. die Flaschenzüge zu verbreitern; doch geschah dies bisher nicht deshalb, um die Flaschenzüge gegen eine Verdrehung um die eigene Achse zu sichern, sondern aus anderen Gründen. So insbesondere bei Zwillingsrollenzügen, bei welchen die an einem Flaschenzug hängende Last gleichzeitig durch zwei Seiltrommeln angehoben wird, um zu verhindern, daß durch, das Aufwickeln des Flaschenzugseiles auf nur einer Trommel neben der senkrechten auch noch eine waagerechte Bewegung eintritt, ferner bei Flaschenzügen, welche in Speichern verwendet werden, um durch die Anordnung des Lasthakens zwischen den Seilrollen die nutzbare Hubhöhe des Flaschenzuges zu, vergrößern. Es ist selbstverständlich, daß letztere Anordnung nur dann möglich ist, wenn die' Zahl der Seilrollen am unteren beweglichen Flaschenzugblock ein ganzes Vielfaches von zwei ist, da der Lasthaken bei einem Flaschenzug mit ungerader Rollenzahl nur unterhalb der mittleren Rolle angeordnet werden kann, wodurch keine Vergrößerung der nutzbaren Hubhöhe erzielt würde. Abweichend von der vorerwähnten Konstruktion kann der Zweck, den Flaschenzug zu verbreitern, um den Verdrehungswiderstand zu erhöhen, auch bei einer ungeraden Rollenzahl des beweglichen Flaschenzugblockes erreicht werden, da in diesem Falle die eine Rolle in die Längsachse des Flaschenzuges verlegt und der Lasthaken unter dieser mittleren Rolle angeordnet wird. Eine solche Ausführung ist um so eher möglich, da es für bohr technische Zwecke zumeist von untergeordneter Bedeutung ist, ob die nutzbare Förderhöhe etwas größer oder geringer ist.
Man hat zwar bei Drehbohranlagen auch bisher schon Flaschenzüge verwendet, bei weichen die Rollen des oberen feststehenden Teiles in größerer Entfernung voneinander angeordnet waren, wogegen der bewegliche Teil einen Block mit eng aneinandergereihten Rollen bildete. Die Seile derartiger Flaschenzüge verlaufen schief im Räume und verursachen daher erhebliche Reibungswiderstände an den Rollenborden, ohne den Verdrehungswiderstand zu erhöhen. Letzteres um so weniger, als der Abstand der Seile von der Längsachse an jener Stelle, an welcher sie sich im Falle einer Verdrehung berühren würden, je nach, der Standhöhe des beweglichen Blockes ein verschiedener ist und sich mit zunehmendem Abstand verkleinert.
Überdies wurde auch schon vorgeschlagen, sowohl im oberen als auch im unteren Flaschenzugblock die Rollen weit auseinander- ■ ■zulegen und auch am oberen Block eine Mittelrolle anzuordnen. Dies geschah jedoch nur bei Flaschenzügen, welche für stoßend arbeitende Bohranlagen bestimmt waren, und zwar zu dem Zweck, um die am Flaschenzug hängenden Verkleidungsrohre des Bohrloches auch während des Bohrvorganges senken und anheben zu können. Die Erkenntnis, daß eins derartige Anordnung bei einer entsprechenden Umgestaltung des unteren Blockes für die Verwendung bei Drehbohranlagen besonders zweckmäßig wäre, fehlte bisher.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand durch Ausführungsbeispiele veranschaulicht.
In den Fig. 2 und 3 ist der untere bewegliche Rollenblock eines viereckigen Flaschenzuges dargestellt, bei welchem die Seilrollen 3 in vier aufeinander senkrecht stehlenden Ebenen liegen und von der Mittelachse mögliehst weit entfernt sind. Die Achsen 4 der Rollen sind einerseits in der Gehäusewand des Tragkörpers 5, andererseits mit konischem Sitz in dessen mittlerem Teil festgelagert. Die Rollen laufen auf Walzenlagern 6, die durch. Büchsen 7 in entsprechender - Ent-, fernurig voneinander gehalten werden. Der
Lagerraum in der Nabe der Rollen ist durch Deckel 8 öldicht abgeschlossen. Das Gehäuse 5 hat an den Stellen, an denen sich die Rollen befinden, je zwei Stege 9 eingegossen, die sich mit geringem Spiel dem Umfang der Rollen anpassen und ein Herausspringen der Seile aus den Rillen verhindern. Im mittleren Teil des Tragkörpers ist ein Bolzen -10 verschiebbar angeordnet, an dessen ösenartigem Kopf mittelbar oder unmittelbar der Lasthaken hängt. Der Bolzen stützt sich mittels der Mutter 12 über ein Walzenlager 13 mit bombierter Auflagefläche und über 'eine Führungsbüchse 14 auf eine kräftage Feder 15, welche dazu dient, beim Ziehen des Bohrgestänges das abgeschraubte Stück aus dem Gewinde zu heben, ohne die Fördertrommel .nochmals betätigen zu müssen. Im Deckel 16 des Gehäuses ist ein Puffer ij angeordnet, dessen Feder 18 den Stoß mildert, der durch ein allfälliges Anfahren des FIaschenzugbloekes an einen feststehenden Teil, insbesondere den oberen Rollenblock, entstehen kann.
Die Fig. 3 zeigt, daß der Abstände der der Längsachse des Flaschenzuges näher.angeordneten Seilrollen von dieser Längsachse größer ist als die Differenz d der Abstände zwischen der von der Längsachse weiter entfernt angeordneten Rollen und des Abstandes der zur Längsachse näherliegenden Rollen von dieser Längsachse.
"Die Fig. 4 stellt einen Flaschenzugblock dar, bei welchem sich vier Seilrollen 75 im Innern eines zylindrischen Hohlkörpers 76 befinden, dessen Wände mit geringem Spiel dem Umfang der Rollen angepaßt sind, so daß ein. Herausspringen der Seile aus den Rollen unmöglich ist. Längs des Hohlzylinders verläuft auf dessen Rücken eine kräftige Rippe 77, um die durch die Seilschlitze entstehende Verminderung des Widerstandsmomentes des Hohlkörpers auszugleichen. Die Seilrollen sind in großen Abständen von der Längsachse angeordnet und laufen auf einer gemeinsamen Achse 78 auf Kugellagern. Die Achse ist zu beiden Seiten jeder Rolle gestützt, und zwar in einer Nabe in der Mitte des zylindrischen Hohlkörpers, in den Naben von in diesen eingeschobenen und bei 79 befestigten Scheibien 80 und schließlich in den gewölbten, in den Zylinderkörper eingeschraubten Abschlußdeckeln"8i.
Die Fig. 5 und 6 stellen· ebenfalls den unteren Rollenblock eines viereckigen Flaschenzuges mit breiter Rollenlagerung dar, bei welchem der Lasthaken 105 an einer Zugstange 106 universalbeweglich hängt. Die Zugstange wirkt über eine Muttier 108 auf eine Schraubenfeder 109, welche sich auf eine Führungshülse 11 ο stützt. Diese geht in zwei flache Bänder 111 über, deren Verbindung als Pufferkopf n 2 ausgebildet ist. Die Puffer-feder 113 ist eine Blattfeder, deren Enden sich auf zwei Rollen 114 stützen und die in der Mitte mittels eines um den Zapfen 115 schwingbaren Federbügels 116 gefaßt wird. Die Feder dient beim Anstoßen als Puffer und vermindert beim Fördern die im Augenblick des Anhebens oder Abbremsens auftretenden Beschleunigungs- bzw. Verzögierungswiderstände.
Die Fig. 7 und 8 zeigen in schematischer Darstellung bzw. schiefer Projektion die Anordnung der Seilrollen am beweglichen und am unbeweglichen' Teil eines Flaschenzuges, wenn die Seile, wie dies bei Flaschenzügen bisher, üblich war, mit einem gewissen spitzen Winkel .zur Rollenebene auf die Rollen auflaufen. Der bewegliche Teil des Flaschenzuges hat bei dem Ausführungsbeispiel der Zeichnung vier kreuzweise angeordnete Seilrollen 125 von gleichem Durchmesser, der feststehende Teil fünf Seilrollen, von welchen vier Seilrollen 126 zueinander parallel liegen und den gleichen Durchmesser wie die unteren Rollen besitzen. Um trotz des größeren Abstandes der Rollen 125 voneinander die Seile so zu führen, daß ihre Winkel zur Ebene der Seilrollen keine unzulässig große werden, ist die mittlere Rolle 127 schief angeordnet und hat einen !größeren Durchmesser als die übrigen Rollen, so daß das auf diese auflaufende bzw. von ihr ablaufende Seilstück mit den unteren entsprechenden Rollen den gleichen Winkel bildet. Es ist selbstverständlich, daß anstatt der einen Rolle 127 auch zwei in einer gemeinsamen Ebene liegende Rollen treten tonnen, wenn deren Durchmesser nicht größer sind als der Halbmesser der Rolle 127.
In den Fig. 9 und .10 ist die Seilverbindung der beiden Roilensysteme eines FIaschenzuges dargestellt, bei welchem die unteren Rollen 130 auf eimer gemeinsamen Achse und in entsprechend großer verschiedener Entfernung η bzw. 0 voneinander gelagert sind. Wurden die Seile bei dieser Anordnung in der bisher gebräuchlichen Art geführt werden, so wurden die an- und ablaufenden Seilstücke miteinander zu große Winkel bilden; es entständen Kräfte, die Kippmomente auf die Rollen ausüben und die Seile stark verschleißen wurden.
Diese Nachteile sind erfmdungsgemäß dadurch vermieden, daß die Rollen 131 bis 135 des oberen feststehenden Flaschenzugteiles zu den Rollen 130 des unteren beweglichen Flaschenzugteiles nicht parallel, sondern schief stehen, und zwar derart, daß die Mittelpunkte der Rollen neben- bzw. untereinander (Fig. 10) in einer Ebene liegen, zu welcher
die einzelnen Rollenachsen unter verschiedenen Winkeln geneigt sind. Die vierschieden großen Durchmesser der oberen Rollen ergeben sich aus der Bedingung·, daß die Seile senkrecht hängen und parallel zueinander verlaufen und daß alle an- und ablaufenden Seilstücke in je einer gemeinsamen Ebene liegen sollen. Auf diese Weise wird die Seil- und Lagerreibung auf das geringstmögliche Maß
ίο herabgesetzt, und Kippmomente werden ganz vermieden. Die beiden Endrollen 131 und 134 müssen nicht unbedingt schief gestellt werden, sondern können auch parallel zu den Rollen des unteren Flaschenzugteiles angeordnet werden, wenn die Breite des Bohrturmes dies zuläßt. Von den Endrollen 131, 134 laufen die. Seile einerseits zur Fördertrommel, deren Breite im Verhältnis zur Höh.e des Bohrturmes gering ist und andererseits zu einer Hilfstrommel, welche im Falle eines Versagens der Fördertrommel verwendet werden kann oder auch als Speicher für ein längeres Seilstück dient.
Werden die Seilrollen des unteren Flaschenzugteiles kreuzweise angeordnet, so läßt sich die letztbeschriebene Seilführung auch in diesem Falle anwenden, wie dies das Beispiel in Fig. 11 und 12 zeigt.
Aus den Fig. 4, 5, 7, 9 und 11 ist ersichtlich,
daß der Abstand i bzw. k — — ^- der der Längs-
222 °
achse des Flaschenzuges näher liegenden Seilrollen von. dieser Längsachse größer ist als die Differenz h bzw. /, m, 0, q der Abstände zwischen der von der Längsachse weiter entfernt angeordneten Rollen und des Abstandes der zur Längsachse näher liegenden Rollen von dieser Längsachse.
Die Fig. 13 und 14 stellen eine Rollenanordnung des feststehenden Flaschenzuges in Aufriß und Grundriß dar, wie sie in den Fig. 7 und 8 schematisch dargestellt ist. DLe Mittelrolle ist in der Fig. 13 gegenüber ihrer Stellung in Fig. 14 verdreht gezeichnet. Auf einem schmiedeeisernen Rahmen 165 ruhen ein beispielsweise als Ölbehälter ausgebildeter mittlerer Tragkörper 166 und beiderseits von diesem zwei Lagerböcke 167. Zwischen diesen und dem Tragkörper befinden sich je zwei Seilrollen 126. Hiervon ist die eine auf der Achse aufgekeilt, die andere auf ihr leerlaufend angeordnet. Auf den Tragkörper ist ein um seine Mittelachse verdrehbarer zweibeiniger Lagerbock 169 aufgesetzt, in welchem die obere schiefstehende Rolle 127 gelagert ist, deren Schräglage durch Verdrehen des Lagerbockes eingestellt werden kann.
Die Fig. 15, 16 und 17 stellen ebenfalls eine Ausführungsart des oberen Rollensystems eines Flaschenzuges dar, bei welcher jedoch sämtliche Seilstränge parallel zueinander gemäß dem Schema Fig. 9 und 10 geführt werden. Die Rollen 131 und 134, 132 und 135 und 133 haben, wie erwähnt, verschiedene Durchmesser, und ihre Achsen sind unter verschiedenen Winkeln zur Vertikalebeme geneigt. Sie sind in zwei Höhenlagen angeordnet und auf zweibeinigen Böcken 175 bis 179 gelagert. Die höher liegenden drei Böcke sind samt den Rollen auf einer gemeinsamen Grundplatte 180, die darunter liegenden auf je einer Grundplatte 181 und 182 verdrehbar, wodurch eine genaue Einstellung der Schräglage der Rollen erfolgen kann. Die Grundplatten sind auf bzw. in einem. Eisengitterrahmen 183 befestigt.
Die vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele beziehen sich durchweg auf Flaschenzüge, bei welchen der bewegliche Block vier und der unbewegliche Block fünf Seil-, rollen haben. Es wurde dieses Beispiel gewählt, weil es die in der Tiefbohrtechnik derzeit am. häufigsten verwendete Flaschenzugart darstellt. Es ist jedoch selbstverständlich, daß der Erfindungsgegenstand auch für Flaschenzugblöcke mit einer anderen Rollenzahl anwendbar ist, insofern diese größer als drei ist.
Insbesondere ist es auch möglich, beide Flaschenzugteile mit der gleichen Zahl von Rollen zu versehen, namentlich wenn auf die Möglichkeit der Betätigung beider Seilenden des Flaschenzuges kein Wert gelegt wird.
Die Zahl der Rollen des unteren Flaschenzuges kann jedoch auch 5, 6, 7, 8 oder mehr betragen, namentlich wenn die Flaschenzüge eine Konstruktion erhalten, wie sie in den Fig. 4 und 5 dargestellt ist.
Ist die Zahl der Seilrollen des unteren Flaschenzuges eine ungerade, d. h. durch zwei nicht teilbare, so ist es nur notwendig, eine Seilrolle in die Längsachse des Flaschenzuges zu verlegen. In einem solchen Falle kann zwar der Lasthaken bzw. dessen Verlängeruog nicht in der Längsachse des Flaschenzuges angeordnet werden, wie dies beispielsweise in Fig. 5 und 6 dargestellt ist, doch kann er durch zwei Zugstangen getragen werden, welche beiderseits der Längsachse angeordnet sind.
Überdies ist es bei einer ungeraden Rollenzahl und bei der Anordnung einer Seilrolle in der Längsachse des unteren Flaschenzuges notwendig, in den oberen Flaschenzugteil nicht nur eine, sondern zwei Rollen schief anzuordnen, um den vergrößerten Abstand zwischen der Längsachse . des Flaschenzuges und dem ersten, symmetrisch zu dieser angeordneten Rollenpaar zu überbrücken, ohne den Auf- und Ablaufwinkel der Seile zu vergrößern.

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    ι. Flaschenzug für Tief bahranlagen, der die Bohrgeräte auch während des Drehbohrens trägt, dadurch gekennzeichnet, daß am festen und am beweglichen FIaschenzugblock die der. Längsachse des Flaschenzuges zunächst und zu dieser symmetrisch liegenden beiden Seilrollen weit auseinandergerückt sind und die Zugstränge weiterer ebenfalls symmetrisch angeordneter Seilrollenpaare möglichst nahe an jenen und aneinander liegen, wobei der feste Block eine Rolle mehr trägt als der bewegliche Block, und wobei jene Rollen, welche zwischen dem der Längsachse zunächst liegenden gleichachsigen Rollenpaar angeordnet sind und zur Überbrückung des größeren Seilabstandes dienen, waagerechte Achsen erhalten, welche zu den Achsen der übrigen Rollen einen solchen Winkel bilden und der Durchmesser der schief stehenden Rollen zweckmäßig derart bemessen ist, daß ihre Auf- und Ablaufstränge nicht mehr als die die übrigen Rollen verbindenden Seilstränge von der Parallelen zur Flaschenzugslängsachse abweichen.
  2. 2. Flaschenzug nach Anspruch 1, dadurch, gekennzeichnet, daß die J^fittelpunkte sämtlicher Seilrollen in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sind.
  3. 3. Flaschenzug nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß did Mittelpunkte sämtlicher Seilrollen im feststehenden Flasehenzugteil in einer gemeinsamen Ebene liegen, zu welcher die Achsen der Seilrollen spitze bzw. stumpfe Winkel bilden, wobei diese Winkel und die Durchmesser der Seilrolten derart bestimmt sind, daß sämtliche Seile des Flaschenzuges parallel zueinander und zur Bohrlochachse verlaufen.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
DEM130295D 1934-03-06 1935-03-03 Flaschenzug fuer Tiefbohranlagen Expired DE653475C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT653475X 1934-03-06

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE653475C true DE653475C (de) 1937-11-27

Family

ID=3678263

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEM130295D Expired DE653475C (de) 1934-03-06 1935-03-03 Flaschenzug fuer Tiefbohranlagen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE653475C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1533582B1 (de) * 1966-08-05 1970-05-14 Byron Jackson Inc Rollenblock fuer Hebezeuge

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1533582B1 (de) * 1966-08-05 1970-05-14 Byron Jackson Inc Rollenblock fuer Hebezeuge

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1556787C3 (de) Steighebewerk
DE1925849A1 (de) Vorrichtung an Hebezeugen zur Verhinderung des Schwingens und/oder Drehens der aufgehaengten Last
DE2735649C2 (de)
DE102012100791A1 (de) Zugmittel-Windenvorrichtung
DE653475C (de) Flaschenzug fuer Tiefbohranlagen
DE2260769A1 (de) Klemmvorrichtung fuer freiseilwinden
AT143008B (de) Flaschenzug für drehend arbeitende Tiefbohranlagen.
DE3126206C2 (de)
DE2648012A1 (de) Kompensationsvorrichtung fuer hubbegrenzungseinrichtungen von kraenen und dergleichen
CH234846A (de) Hebevorrichtung.
AT143419B (de) Flaschenzug für Tiefbohranlagen.
DE53624C (de) Neuerung an verstellbaren Gaslampen-Aufzügen
DE1207584B (de) Auf einem Laufkran angeordnete Winde mit zwei Trommeln
DE1756297A1 (de) Greifvorrichtung fuer einen Kran
DE3302378C2 (de)
DE1221413B (de) Seilwinde mit zwei Treibscheiben und einer Speichertrommel
DE669501C (de) Stampfgeraet mit an einem Ausleger heb- und senkbarem Stampfgewicht
DE1149873B (de) UEberlastsicherung fuer Hubwerke auf Laufkatzen
EP0941931A2 (de) Vorrichtung zum Sammeln von langgestreckten Walzwerkserzeugnissen
DE1056074B (de) Rotary-Bohranlage
DE7016994U (de) Magnettragbalken zum heben von eisenstangen.
DE65467C (de) Seil-Differentialflaschenzug
DE850514C (de) Hebevorrichtung mit parallelen, ueber Umlenkscheiben laufenden Seilen
DE202022103546U1 (de) Automatisch geschmierte Seilbahnspannvorrichtung
AT276479B (de) Schleppliftgehänge