DE653475C - Flaschenzug fuer Tiefbohranlagen - Google Patents
Flaschenzug fuer TiefbohranlagenInfo
- Publication number
- DE653475C DE653475C DEM130295D DEM0130295D DE653475C DE 653475 C DE653475 C DE 653475C DE M130295 D DEM130295 D DE M130295D DE M0130295 D DEM0130295 D DE M0130295D DE 653475 C DE653475 C DE 653475C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- pulleys
- pulley
- block
- rollers
- rope
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000005553 drilling Methods 0.000 title claims description 25
- 230000001154 acute effect Effects 0.000 claims description 3
- 238000011010 flushing procedure Methods 0.000 description 7
- 238000003860 storage Methods 0.000 description 5
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 238000005516 engineering process Methods 0.000 description 2
- 239000000314 lubricant Substances 0.000 description 2
- 241000283707 Capra Species 0.000 description 1
- CWYNVVGOOAEACU-UHFFFAOYSA-N Fe2+ Chemical compound [Fe+2] CWYNVVGOOAEACU-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910000754 Wrought iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000006096 absorbing agent Substances 0.000 description 1
- 230000001133 acceleration Effects 0.000 description 1
- 238000005253 cladding Methods 0.000 description 1
- 230000007423 decrease Effects 0.000 description 1
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 210000003746 feather Anatomy 0.000 description 1
- 239000012530 fluid Substances 0.000 description 1
- 238000003306 harvesting Methods 0.000 description 1
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000009191 jumping Effects 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 230000035939 shock Effects 0.000 description 1
- 239000000725 suspension Substances 0.000 description 1
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B19/00—Handling rods, casings, tubes or the like outside the borehole, e.g. in the derrick; Apparatus for feeding the rods or cables
- E21B19/02—Rod or cable suspensions
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Geology (AREA)
- Mining & Mineral Resources (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Environmental & Geological Engineering (AREA)
- Fluid Mechanics (AREA)
- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Geochemistry & Mineralogy (AREA)
- Earth Drilling (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
27. NOVEMBER 1937
27. NOVEMBER 1937
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 5 a GRUPPE 34
2>ipl.-3tig. Friedrich L. Müller in Wien
Flaschenzug für Tiefbohranlagen
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. März 1935 ab
Bei den in der Tiefbohrtechnik derzeit verwendeten Flaschenzügen ist man bestrebt, die
Seilrollen in möglichst geringen Abständen voneinander anzuordnen, um jenen Winkel,
welchen die auf die Rollen auflaufenden und von diesen ablaufenden Seilstücke zueinander
bilden, auch dann gering zu halten, wenn sich die beiden Teile des hochgezogenen Flaschenzuges
in geringer Entfernung voneinander biefinden. Es geschieht dies insbesondere, um
die Reibung des Seiles an den Borden der Seilrollen zu verringern. Bei drehend arbeitenden
Tief bohr anlagen wirkt die gedrängte Anordnung der Seilrollen ungünstig, da bei diesem Bohrverfahren das am Flaschenzug
hängende, sich drehende Bohrwerkzeug auf diesen mittelbar ein Drehmoment ausübt,
welches vom Flaschenzug aufgenommen werden muß, ohne sich um seine Längsachse
so sehr zu verdrehen, daß sich die Seile berühren würden.
In TFig. ι ist in schematischer Darstellung
die Wirkung des drehend arbeitenden Bohrwerkzeuges auf den Flaschenzug gezeigt. Das
Bohrwerkzeug hängt am sog. Spülkopf 1, welcher zumeist mit Wälzlagern ausgerüstet ist, um
der Verdrehung des Werkzeuges einen möglichst geringen Widerstand zu bieten und insbesondere
um nur einen geringen Teil der im Spülkopf durch Reibungswiderstände entstehenden
Drehmomente auf den Flaschenzug und dessen Seile zu übertragen und diese zu verwickeln. Aus der schematischen Zeichnung
ist ersichtlich, daß solche Flaschenzüge (gleichen Abstand der Seilrollen von der
Aufhängestelle im Bohrgerüst vorausgesetzt) einen größeren Widerstand gegen Verdrehen
um die Längsachse bieten, deren Seilrollen von der Bohrloehachse weiter entfernt
sind. Der Widerstand gegen Verdrehung wächst im geraden Verhältnis mit der Breite
des Flaschenzuges, α ist der ursprüngliche
Abstand der Seilrollenachsen vom Bohrgerüst, b die Entfernung der Seilrollen voneinander.
Bei der Ausübung eines Drehmomentes auf den Spülkopf besteht das Bestreben, die Stange 2 um die Bohrlochachse zu verdrehen,
wobei die Punkte .4 und B Kreisbögen beschreiben.
Bei einer Verdrehung um i8o° gelangen die Seile in die gestrichelt dargestellte
Lage, d.h. sie kreuzen sich. Das Bohrgerät wird hierbei -um die Strecke x
angehoben. Die hierdurch geleistete Arbeit ist gleich dem Produkt aus dem am Spülkopf
hängenden Gewicht und dem Hubweg x.
Gründe, welche für Erhöhung des Verdrehungswiderstandes der Flaschenzüge sprechen,
sind ferner der Reibungswiderstand, der in den im Spülkopf vorhandenen Stopfbüchsen
auftritt, von welchen eine den Austritt des Spülschlammes aus der Druckleitung und zumeist zwei den Verlust des Schmiermittels
aus dem Spülkopf verhindern, überdies die ständig zunehmende Tiefe der Bohr-
löcher. Um auch bei sehr tiefen Bohrlöchern
die Nebenarbeiten, insbesondere das Fördern, zu beschleunigen, pflegt man bei solchen
höhere Bohrtürme zu verwenden, um ernte ,möglichst große Zahl miteinander verschränk
ter Gestängestücke, d.h. also lange Gestänge züge, auf einmal abschrauben und abstelle»
zu können. Durch die Erhöhung der Bohrtürme vermindert sich, jedoch der Verdrehungswiderstand
des beweglichen Flaschenzugteiles erheblich, da hierdurch das Verhältnis des Abstandes der Flaschenzugseile
von der Bohrlochmitte zum Abstand der beiden Flaschenzüge voneinander wesentlich ungünstiger
wird.
Um den Zweck zu erreichen genügt es nicht nur, den einen Flaschenzugteil zu verbreitern
und den anderen Teil in seiner bisherigen Bauart zu belassen; denn bei Flaschenzügen
dieser Art wurden die Vierdrehungswiderstände nur in verringertem. Maße ansteigen,
und überdies würden die Seilsträngie nicht parallel verlaufen, sondern miteinander
Winkel bilden, wodurch auf die Rollen Kippmomente ausgeübt werden und an den Rollenrändem
Reibungsverluste entstehen würden, deren Folge eine starke Abnutzung der Rollen und der Seile wäre.
Das Abrücken der Seilrollen von der Bohrlochachse bringt bei wandernden Flaschen
mit einer geraden Rollenzahl den weiteren Vorteil mit sich, daß der mittlere Teil der
Flaschen für andere Zwecke frei wird, insbesondere zur Aufnahme jener Federn verwendet
werden kann, welche auf die zylindrische Verlängerung des Förderhabens wirken
und dazu dienen, die nach erfolgtem Fördern abgeschxaubten Gestängestücke aus
der Gewindeverbindung herauszuheben, ohne die Fördertrommel nochmals betätigen zu
müssen. Es ist selbstverständlich, daß außer der erwähnten Feder auch noch andere Teile
der Bohrvorrichtung, beispielsweise auch der Spülkopf, in den Flaschenzugkörper hineinverlegt
werden können. Desgleichen ist es möglich, eine das Gewicht der Bohrgeräte messende Waage oder andere Vorrichtungen,
wie Stoßdämpfer, für das Anheben in den Flaschenzug einzubauen usw. Die zweckmäßige Anordnung· der Seilrollen
bei einem verbreiterten Flaschenzug kann auf verschiedene Arten erfolgen und hängt
insbesondere von der Zahl der Seilrollen ab. So ist es möglich, diese in gleicher oder in
verschiedenen Höhen anzuordnen, desgleichen auch sie auf einer gemeinsamen oder auf
mehreren zueinander unter Winkel stehenden Achsen zu lagern.
Bei Anordnung sämtlicher Rollen auf einer gemeinsamen Achse kann der Tragkörper des
Flaschenzuges als geschlossener zylindrischer Hohlkörper ausgebildet werden, in welchem
sich die Seilrollen befinden, wodurch sich .pdeien besondere Verschalung erübrigt. Einzelne
Teile des Hohlkörpers können als Behalter für die Aufnahme von Schmiermitteln {¥^f die Achsen der Seilrollen und für das
■ilaschenzugseil ausgebildet werden.
Die verbreiterte Bauart des Flaschenzuges ermöglicht es auch, an diesen Puffer mit
genügend kräftigen Federn anzuordnen, um im Falle eines Zusammenstoßens der beiden
Flasehenzugteile die volle Energie der Antriebskraftmaschine
aufzuzehren, ohne die zulässige Beanspruchung der Seile zu überschreiten.
Erfindungsgemäß ist es trotz der Verbreiterung des Flaschenzuges nicht nur möglich,
den bisher als zulässig betrachteten Winkel zwischen den auf die Rollen auflaufenden und
von diesen ablaufenden Seilstücken beizubehalten, sondern diesen Winkel sogar bis auf
Null zu verringern, wodurch erreicht wird, daß die Höhe des Bohrgerüstes für Förderzwecke
restlos ausgenutzt werden kann. Erfindungsgemäß wird letzteres dadurch erreicht,
daß einzelne, je zwei Rollen des be weglichen Flaschenzugteiles, überbrückende,
bzw. verbindende Rollen des feststehenden Flaschenzugteiles schief angeordnet werden
und einen solchen Durchmesser erhalten, daß die tangentialen Lote dieser Rollen Tangenten
an die entsprechenden Rollen des unteren Flaschenzugblookes bilden. Bei einer der-'
artigen Anordnung der Seilrollen verlaufen sämtliche Seile des Flaschenzuges vollständig
senkrecht und parallel zueinander, und es treten beim Fördern an den Rollen Seitendrücke
und Kippmomente überhaupt nicht auf.
Die Seilrollen des feststehenden Flaschenzugteiles werden bei Drehbohranlagen derzeit
entweder auf einigen in der Krone des Bohrturmes gelagerten Balken angeordnet
oder zu einem Block zusammengefaßt, der im wesentlichen nach den gleichen Gesichtspunkten
ausgebildet ist wie der untere bewegliche Flaschenzugblock. Die erstgenannte
Anordnung hat den Nachteil, daß die Seile nach keiner Richtung parallel verlaufen und
daß beim hochgezogenen Flaschenzug nur eine Komponente der Kraft in der Bewegungsrichtung
wirkt, wodurch die Hubkraft des Flaschenzuges bei unveränderter Leistung der Äntriebskraftmaschine mit zunehmender
Förderhöhe abnimmt. Überdies treten Seitenkräfte auf, und die Lager der Achsen sind
.einzeln zu schmieren. Bei den blockartig zusammengefaßten
Flaschenzugrollen ist denen Lagerung derzeit zumeist eine ungenügende
infolge des geringen Abstandes der Seilrollen voneinander. Aus den vorerwähnten Gründen
ist es zweckmäßig, bei solchen feststehenden Flaschenzügen, bei welchen die Mehrzahl der
Seilrollen zueinander parallel verläuft, diese in einem geschlossenen Hohlkörper anzuordnen,
welcher in ähnlicher Weise ausgebildet werden kann wie der bereits vorstehend erwähnte
Hohlkörper des beweglichen Flaschenzuges.
Beim feststehenden Flaschenzug, bei welchem
die' meisten oder alle Rollen schief angeordnet sind, ist es zweckmäßig, diese in
mehreren Höhenstufen anzuordnen. Im übrigen können sie auf einem gemeinsamen Rahmen
drehbar sowohl stehend als auch hängend angeordnet werden.
In allen Fällen ist es zweckmäßig, die Seilrollen derart anzuordnen, daß ihre Mittelpunkte
in einer gemeinsamen Ebene, liegen; dies schon, um die Säulen des den feststehenden
Flaschenzugteil tragenden Bohrgerüstes gleichmäßig zu belasten.
Weiter ist es vorteilhaft, daß die Mittelpunkte sämtlicher Seilrollen im feststehenden
Flaschenzugteil in einer gemeinsamen Ebene liegen, zu welcher die Achsen der Seilrollen
spitze bzw. stumpfe Winkel bilden, wobei diese Winkel und die Durchmesser der Seilrollen derart bestimmt sind, daß sämtliche
Seile des Flaschenzuges parallel zueinander und zur Bohrlochachse verlaufen. ,
Dadurch wird die vollkommene Vermeidung der Seilreibung erzielt.
Es ist zwar schon bekannt, die Rollen von beweglichen Flaschenzügen derart anzuordnen,
daß sie sich in einem größeren Abstande voneinander befinden, als dies vom Standpunkt
einer ausreichenden Lagerung notwendig wäre, d. h. die Flaschenzüge zu verbreitern;
doch geschah dies bisher nicht deshalb, um die Flaschenzüge gegen eine Verdrehung
um die eigene Achse zu sichern, sondern aus anderen Gründen. So insbesondere
bei Zwillingsrollenzügen, bei welchen die an einem Flaschenzug hängende Last gleichzeitig
durch zwei Seiltrommeln angehoben wird, um zu verhindern, daß durch, das Aufwickeln
des Flaschenzugseiles auf nur einer Trommel neben der senkrechten auch noch eine waagerechte
Bewegung eintritt, ferner bei Flaschenzügen, welche in Speichern verwendet werden,
um durch die Anordnung des Lasthakens zwischen den Seilrollen die nutzbare Hubhöhe
des Flaschenzuges zu, vergrößern. Es ist selbstverständlich, daß letztere Anordnung nur dann
möglich ist, wenn die' Zahl der Seilrollen am unteren beweglichen Flaschenzugblock
ein ganzes Vielfaches von zwei ist, da der Lasthaken bei einem Flaschenzug mit ungerader
Rollenzahl nur unterhalb der mittleren Rolle angeordnet werden kann, wodurch
keine Vergrößerung der nutzbaren Hubhöhe erzielt würde. Abweichend von der vorerwähnten
Konstruktion kann der Zweck, den Flaschenzug zu verbreitern, um den Verdrehungswiderstand
zu erhöhen, auch bei einer ungeraden Rollenzahl des beweglichen Flaschenzugblockes erreicht werden, da in
diesem Falle die eine Rolle in die Längsachse des Flaschenzuges verlegt und der
Lasthaken unter dieser mittleren Rolle angeordnet wird. Eine solche Ausführung ist um
so eher möglich, da es für bohr technische Zwecke zumeist von untergeordneter Bedeutung
ist, ob die nutzbare Förderhöhe etwas größer oder geringer ist.
Man hat zwar bei Drehbohranlagen auch bisher schon Flaschenzüge verwendet, bei weichen
die Rollen des oberen feststehenden Teiles in größerer Entfernung voneinander angeordnet waren, wogegen der bewegliche
Teil einen Block mit eng aneinandergereihten Rollen bildete. Die Seile derartiger Flaschenzüge
verlaufen schief im Räume und verursachen daher erhebliche Reibungswiderstände
an den Rollenborden, ohne den Verdrehungswiderstand zu erhöhen. Letzteres um so weniger,
als der Abstand der Seile von der Längsachse an jener Stelle, an welcher sie sich im
Falle einer Verdrehung berühren würden, je nach, der Standhöhe des beweglichen Blockes
ein verschiedener ist und sich mit zunehmendem Abstand verkleinert.
Überdies wurde auch schon vorgeschlagen, sowohl im oberen als auch im unteren Flaschenzugblock
die Rollen weit auseinander- ■ ■zulegen und auch am oberen Block eine
Mittelrolle anzuordnen. Dies geschah jedoch nur bei Flaschenzügen, welche für stoßend
arbeitende Bohranlagen bestimmt waren, und zwar zu dem Zweck, um die am Flaschenzug
hängenden Verkleidungsrohre des Bohrloches auch während des Bohrvorganges senken und
anheben zu können. Die Erkenntnis, daß eins derartige Anordnung bei einer entsprechenden
Umgestaltung des unteren Blockes für die Verwendung bei Drehbohranlagen besonders
zweckmäßig wäre, fehlte bisher.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand durch Ausführungsbeispiele veranschaulicht.
In den Fig. 2 und 3 ist der untere bewegliche Rollenblock eines viereckigen Flaschenzuges
dargestellt, bei welchem die Seilrollen 3 in vier aufeinander senkrecht stehlenden
Ebenen liegen und von der Mittelachse mögliehst weit entfernt sind. Die Achsen 4 der
Rollen sind einerseits in der Gehäusewand des Tragkörpers 5, andererseits mit konischem
Sitz in dessen mittlerem Teil festgelagert. Die Rollen laufen auf Walzenlagern 6, die
durch. Büchsen 7 in entsprechender - Ent-, fernurig voneinander gehalten werden. Der
Lagerraum in der Nabe der Rollen ist durch
Deckel 8 öldicht abgeschlossen. Das Gehäuse 5 hat an den Stellen, an denen sich die
Rollen befinden, je zwei Stege 9 eingegossen, die sich mit geringem Spiel dem Umfang
der Rollen anpassen und ein Herausspringen der Seile aus den Rillen verhindern. Im
mittleren Teil des Tragkörpers ist ein Bolzen -10 verschiebbar angeordnet, an dessen
ösenartigem Kopf mittelbar oder unmittelbar der Lasthaken hängt. Der Bolzen stützt
sich mittels der Mutter 12 über ein Walzenlager 13 mit bombierter Auflagefläche und
über 'eine Führungsbüchse 14 auf eine kräftage
Feder 15, welche dazu dient, beim Ziehen des Bohrgestänges das abgeschraubte Stück
aus dem Gewinde zu heben, ohne die Fördertrommel .nochmals betätigen zu müssen. Im
Deckel 16 des Gehäuses ist ein Puffer ij angeordnet,
dessen Feder 18 den Stoß mildert, der durch ein allfälliges Anfahren des FIaschenzugbloekes
an einen feststehenden Teil, insbesondere den oberen Rollenblock, entstehen kann.
Die Fig. 3 zeigt, daß der Abstände der
der Längsachse des Flaschenzuges näher.angeordneten Seilrollen von dieser Längsachse
größer ist als die Differenz d der Abstände zwischen der von der Längsachse weiter entfernt
angeordneten Rollen und des Abstandes der zur Längsachse näherliegenden Rollen
von dieser Längsachse.
"Die Fig. 4 stellt einen Flaschenzugblock
dar, bei welchem sich vier Seilrollen 75 im Innern eines zylindrischen Hohlkörpers 76 befinden,
dessen Wände mit geringem Spiel dem Umfang der Rollen angepaßt sind, so
daß ein. Herausspringen der Seile aus den Rollen unmöglich ist. Längs des Hohlzylinders
verläuft auf dessen Rücken eine kräftige Rippe 77, um die durch die Seilschlitze
entstehende Verminderung des Widerstandsmomentes des Hohlkörpers auszugleichen. Die Seilrollen sind in großen Abständen
von der Längsachse angeordnet und laufen auf einer gemeinsamen Achse 78 auf Kugellagern.
Die Achse ist zu beiden Seiten jeder Rolle gestützt, und zwar in einer Nabe in der Mitte des zylindrischen Hohlkörpers, in
den Naben von in diesen eingeschobenen und bei 79 befestigten Scheibien 80 und schließlich
in den gewölbten, in den Zylinderkörper eingeschraubten Abschlußdeckeln"8i.
Die Fig. 5 und 6 stellen· ebenfalls den unteren Rollenblock eines viereckigen Flaschenzuges
mit breiter Rollenlagerung dar, bei welchem der Lasthaken 105 an einer Zugstange
106 universalbeweglich hängt. Die Zugstange wirkt über eine Muttier 108 auf
eine Schraubenfeder 109, welche sich auf eine Führungshülse 11 ο stützt. Diese geht in zwei
flache Bänder 111 über, deren Verbindung als
Pufferkopf n 2 ausgebildet ist. Die Puffer-feder 113 ist eine Blattfeder, deren Enden
sich auf zwei Rollen 114 stützen und die in der Mitte mittels eines um den Zapfen 115
schwingbaren Federbügels 116 gefaßt wird.
Die Feder dient beim Anstoßen als Puffer und vermindert beim Fördern die im Augenblick
des Anhebens oder Abbremsens auftretenden Beschleunigungs- bzw. Verzögierungswiderstände.
Die Fig. 7 und 8 zeigen in schematischer Darstellung bzw. schiefer Projektion die Anordnung
der Seilrollen am beweglichen und am unbeweglichen' Teil eines Flaschenzuges, wenn die Seile, wie dies bei Flaschenzügen
bisher, üblich war, mit einem gewissen spitzen Winkel .zur Rollenebene auf die Rollen auflaufen.
Der bewegliche Teil des Flaschenzuges hat bei dem Ausführungsbeispiel der
Zeichnung vier kreuzweise angeordnete Seilrollen 125 von gleichem Durchmesser, der
feststehende Teil fünf Seilrollen, von welchen vier Seilrollen 126 zueinander parallel liegen
und den gleichen Durchmesser wie die unteren Rollen besitzen. Um trotz des größeren
Abstandes der Rollen 125 voneinander die
Seile so zu führen, daß ihre Winkel zur Ebene der Seilrollen keine unzulässig große
werden, ist die mittlere Rolle 127 schief angeordnet
und hat einen !größeren Durchmesser als die übrigen Rollen, so daß das auf diese
auflaufende bzw. von ihr ablaufende Seilstück mit den unteren entsprechenden Rollen den
gleichen Winkel bildet. Es ist selbstverständlich, daß anstatt der einen Rolle 127
auch zwei in einer gemeinsamen Ebene liegende Rollen treten tonnen, wenn deren
Durchmesser nicht größer sind als der Halbmesser der Rolle 127.
In den Fig. 9 und .10 ist die Seilverbindung
der beiden Roilensysteme eines FIaschenzuges
dargestellt, bei welchem die unteren Rollen 130 auf eimer gemeinsamen Achse
und in entsprechend großer verschiedener Entfernung η bzw. 0 voneinander gelagert
sind. Wurden die Seile bei dieser Anordnung in der bisher gebräuchlichen Art geführt
werden, so wurden die an- und ablaufenden Seilstücke miteinander zu große Winkel bilden;
es entständen Kräfte, die Kippmomente auf die Rollen ausüben und die Seile stark
verschleißen wurden.
Diese Nachteile sind erfmdungsgemäß dadurch
vermieden, daß die Rollen 131 bis 135 des oberen feststehenden Flaschenzugteiles zu
den Rollen 130 des unteren beweglichen Flaschenzugteiles
nicht parallel, sondern schief stehen, und zwar derart, daß die Mittelpunkte
der Rollen neben- bzw. untereinander (Fig. 10) in einer Ebene liegen, zu welcher
die einzelnen Rollenachsen unter verschiedenen Winkeln geneigt sind. Die vierschieden
großen Durchmesser der oberen Rollen ergeben sich aus der Bedingung·, daß die Seile
senkrecht hängen und parallel zueinander verlaufen und daß alle an- und ablaufenden Seilstücke
in je einer gemeinsamen Ebene liegen sollen. Auf diese Weise wird die Seil- und Lagerreibung auf das geringstmögliche Maß
ίο herabgesetzt, und Kippmomente werden ganz
vermieden. Die beiden Endrollen 131 und 134 müssen nicht unbedingt schief gestellt
werden, sondern können auch parallel zu den Rollen des unteren Flaschenzugteiles angeordnet
werden, wenn die Breite des Bohrturmes dies zuläßt. Von den Endrollen 131,
134 laufen die. Seile einerseits zur Fördertrommel,
deren Breite im Verhältnis zur Höh.e des Bohrturmes gering ist und andererseits
zu einer Hilfstrommel, welche im Falle eines Versagens der Fördertrommel verwendet
werden kann oder auch als Speicher für ein längeres Seilstück dient.
Werden die Seilrollen des unteren Flaschenzugteiles kreuzweise angeordnet, so läßt sich
die letztbeschriebene Seilführung auch in diesem Falle anwenden, wie dies das Beispiel in
Fig. 11 und 12 zeigt.
Aus den Fig. 4, 5, 7, 9 und 11 ist ersichtlich,
daß der Abstand i bzw. k — — ^- der der Längs-
222 °
achse des Flaschenzuges näher liegenden Seilrollen von. dieser Längsachse größer ist als
die Differenz h bzw. /, m, 0, q der Abstände
zwischen der von der Längsachse weiter entfernt angeordneten Rollen und des Abstandes
der zur Längsachse näher liegenden Rollen von dieser Längsachse.
Die Fig. 13 und 14 stellen eine Rollenanordnung des feststehenden Flaschenzuges
in Aufriß und Grundriß dar, wie sie in den Fig. 7 und 8 schematisch dargestellt ist. DLe
Mittelrolle ist in der Fig. 13 gegenüber ihrer Stellung in Fig. 14 verdreht gezeichnet. Auf
einem schmiedeeisernen Rahmen 165 ruhen ein beispielsweise als Ölbehälter ausgebildeter
mittlerer Tragkörper 166 und beiderseits von diesem zwei Lagerböcke 167. Zwischen diesen
und dem Tragkörper befinden sich je zwei Seilrollen 126. Hiervon ist die eine auf der
Achse aufgekeilt, die andere auf ihr leerlaufend angeordnet. Auf den Tragkörper ist
ein um seine Mittelachse verdrehbarer zweibeiniger Lagerbock 169 aufgesetzt, in welchem
die obere schiefstehende Rolle 127 gelagert ist, deren Schräglage durch Verdrehen
des Lagerbockes eingestellt werden kann.
Die Fig. 15, 16 und 17 stellen ebenfalls
eine Ausführungsart des oberen Rollensystems eines Flaschenzuges dar, bei welcher jedoch
sämtliche Seilstränge parallel zueinander gemäß dem Schema Fig. 9 und 10 geführt werden.
Die Rollen 131 und 134, 132 und 135
und 133 haben, wie erwähnt, verschiedene Durchmesser, und ihre Achsen sind unter verschiedenen
Winkeln zur Vertikalebeme geneigt. Sie sind in zwei Höhenlagen angeordnet und
auf zweibeinigen Böcken 175 bis 179 gelagert. Die höher liegenden drei Böcke sind samt den
Rollen auf einer gemeinsamen Grundplatte 180, die darunter liegenden auf je einer
Grundplatte 181 und 182 verdrehbar, wodurch
eine genaue Einstellung der Schräglage der Rollen erfolgen kann. Die Grundplatten sind
auf bzw. in einem. Eisengitterrahmen 183 befestigt.
Die vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele beziehen sich durchweg auf Flaschenzüge,
bei welchen der bewegliche Block vier und der unbewegliche Block fünf Seil-, rollen haben. Es wurde dieses Beispiel gewählt,
weil es die in der Tiefbohrtechnik derzeit am. häufigsten verwendete Flaschenzugart
darstellt. Es ist jedoch selbstverständlich, daß der Erfindungsgegenstand auch für
Flaschenzugblöcke mit einer anderen Rollenzahl anwendbar ist, insofern diese größer
als drei ist.
Insbesondere ist es auch möglich, beide Flaschenzugteile mit der gleichen Zahl von
Rollen zu versehen, namentlich wenn auf die Möglichkeit der Betätigung beider Seilenden
des Flaschenzuges kein Wert gelegt wird.
Die Zahl der Rollen des unteren Flaschenzuges kann jedoch auch 5, 6, 7, 8 oder mehr
betragen, namentlich wenn die Flaschenzüge eine Konstruktion erhalten, wie sie in den
Fig. 4 und 5 dargestellt ist.
Ist die Zahl der Seilrollen des unteren Flaschenzuges eine ungerade, d. h. durch zwei
nicht teilbare, so ist es nur notwendig, eine Seilrolle in die Längsachse des Flaschenzuges
zu verlegen. In einem solchen Falle kann zwar der Lasthaken bzw. dessen Verlängeruog
nicht in der Längsachse des Flaschenzuges angeordnet werden, wie dies beispielsweise
in Fig. 5 und 6 dargestellt ist, doch kann er durch zwei Zugstangen getragen werden, welche beiderseits der Längsachse
angeordnet sind.
Überdies ist es bei einer ungeraden Rollenzahl und bei der Anordnung einer Seilrolle
in der Längsachse des unteren Flaschenzuges notwendig, in den oberen Flaschenzugteil
nicht nur eine, sondern zwei Rollen schief anzuordnen, um den vergrößerten Abstand
zwischen der Längsachse . des Flaschenzuges und dem ersten, symmetrisch zu dieser angeordneten
Rollenpaar zu überbrücken, ohne den Auf- und Ablaufwinkel der Seile zu vergrößern.
Claims (3)
- Patentansprüche:ι. Flaschenzug für Tief bahranlagen, der die Bohrgeräte auch während des Drehbohrens trägt, dadurch gekennzeichnet, daß am festen und am beweglichen FIaschenzugblock die der. Längsachse des Flaschenzuges zunächst und zu dieser symmetrisch liegenden beiden Seilrollen weit auseinandergerückt sind und die Zugstränge weiterer ebenfalls symmetrisch angeordneter Seilrollenpaare möglichst nahe an jenen und aneinander liegen, wobei der feste Block eine Rolle mehr trägt als der bewegliche Block, und wobei jene Rollen, welche zwischen dem der Längsachse zunächst liegenden gleichachsigen Rollenpaar angeordnet sind und zur Überbrückung des größeren Seilabstandes dienen, waagerechte Achsen erhalten, welche zu den Achsen der übrigen Rollen einen solchen Winkel bilden und der Durchmesser der schief stehenden Rollen zweckmäßig derart bemessen ist, daß ihre Auf- und Ablaufstränge nicht mehr als die die übrigen Rollen verbindenden Seilstränge von der Parallelen zur Flaschenzugslängsachse abweichen.
- 2. Flaschenzug nach Anspruch 1, dadurch, gekennzeichnet, daß die J^fittelpunkte sämtlicher Seilrollen in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sind.
- 3. Flaschenzug nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß did Mittelpunkte sämtlicher Seilrollen im feststehenden Flasehenzugteil in einer gemeinsamen Ebene liegen, zu welcher die Achsen der Seilrollen spitze bzw. stumpfe Winkel bilden, wobei diese Winkel und die Durchmesser der Seilrolten derart bestimmt sind, daß sämtliche Seile des Flaschenzuges parallel zueinander und zur Bohrlochachse verlaufen.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT653475X | 1934-03-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE653475C true DE653475C (de) | 1937-11-27 |
Family
ID=3678263
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM130295D Expired DE653475C (de) | 1934-03-06 | 1935-03-03 | Flaschenzug fuer Tiefbohranlagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE653475C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1533582B1 (de) * | 1966-08-05 | 1970-05-14 | Byron Jackson Inc | Rollenblock fuer Hebezeuge |
-
1935
- 1935-03-03 DE DEM130295D patent/DE653475C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1533582B1 (de) * | 1966-08-05 | 1970-05-14 | Byron Jackson Inc | Rollenblock fuer Hebezeuge |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1556787C3 (de) | Steighebewerk | |
| DE1925849A1 (de) | Vorrichtung an Hebezeugen zur Verhinderung des Schwingens und/oder Drehens der aufgehaengten Last | |
| DE2735649C2 (de) | ||
| DE102012100791A1 (de) | Zugmittel-Windenvorrichtung | |
| DE653475C (de) | Flaschenzug fuer Tiefbohranlagen | |
| DE2260769A1 (de) | Klemmvorrichtung fuer freiseilwinden | |
| AT143008B (de) | Flaschenzug für drehend arbeitende Tiefbohranlagen. | |
| DE3126206C2 (de) | ||
| DE2648012A1 (de) | Kompensationsvorrichtung fuer hubbegrenzungseinrichtungen von kraenen und dergleichen | |
| CH234846A (de) | Hebevorrichtung. | |
| AT143419B (de) | Flaschenzug für Tiefbohranlagen. | |
| DE53624C (de) | Neuerung an verstellbaren Gaslampen-Aufzügen | |
| DE1207584B (de) | Auf einem Laufkran angeordnete Winde mit zwei Trommeln | |
| DE1756297A1 (de) | Greifvorrichtung fuer einen Kran | |
| DE3302378C2 (de) | ||
| DE1221413B (de) | Seilwinde mit zwei Treibscheiben und einer Speichertrommel | |
| DE669501C (de) | Stampfgeraet mit an einem Ausleger heb- und senkbarem Stampfgewicht | |
| DE1149873B (de) | UEberlastsicherung fuer Hubwerke auf Laufkatzen | |
| EP0941931A2 (de) | Vorrichtung zum Sammeln von langgestreckten Walzwerkserzeugnissen | |
| DE1056074B (de) | Rotary-Bohranlage | |
| DE7016994U (de) | Magnettragbalken zum heben von eisenstangen. | |
| DE65467C (de) | Seil-Differentialflaschenzug | |
| DE850514C (de) | Hebevorrichtung mit parallelen, ueber Umlenkscheiben laufenden Seilen | |
| DE202022103546U1 (de) | Automatisch geschmierte Seilbahnspannvorrichtung | |
| AT276479B (de) | Schleppliftgehänge |