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Dreiteiliges Schienen-Gliederfahrzeug mit Belüftung der Drehgestell-Fahrmotoren
Die Erfindung bezieht sich auf ein dreiteiliges Schienen-Gliederfahrzeug mit Belüftung der Drehgestell-Fahrmotoren, bei denen sich die benachbarten Enden der Wagenkästen auf einem gemeinsamen
Mitteldrehgestell mit ausserhalb des Drehgestellrahmens liegenden Drehzapfen und die äusseren Enden sich auf einem Enddrehgestell abstützen, dessen Achsen durch je einen elektrischen Fahrmotor angetrieben sind.
Bei den bekannten dreiteiligenSchienen-Gliederfahrzeugen sind lediglich die Achsender Enddrehgestelle durch Fahrmotoren angetrieben, wobei deren Kühlluft seitlich in der Nähe des Drehzapfens eingeführt und über allseitig bewegliche Manschetten in den Luftkanal der Fahrmotoren weitergeleitet wird.
Auch ist es bekannt, die Kühlluft an den Aussenwänden der Fahrzeuge abzusaugen und über den als Kanal ausgebildeten Drehgestellrahmen den Fahrmotoren zuzuführen. Sämtliche Konstruktionen setzen einen zentralen Drehzapfen voraus, auf den sich der Wagenkasten abstützt.
Bei Fahrzeugen der eingangs genannten Art, bei denen sich die benachbarten Enden der Wagenkästen auf einem gemeinsamen MiLle1'Jrehgestell mit ausserhalb des Drehgestellrahmens liegenden Drehzapfen abstützen, ist eine bekannte Führung der Kühlluft nicht anwendbar, so dass bei diesen Fahrzeugen lediglich die Achsen der Enddrehgestelle angetrieben sind, während als Mitteldrehgestell ausschliesslich Laufdrehgestelle Verwendung finden. Da mit zunehmender Elektrifizierung auch höhere Geschwindigkeiten gefahren werden, ist es erforderlich, relativ starke und damit grosse Fahrmotoren in die Enddrehgestelle einzubauen. Je grösser aber die Fahrmotoren sind, umso weniger ist Platz für die Führung der Kühlluft, so dass von einer bestimmten Grösse ab Motoren nicht mehr in die Drehgestelle einzubauen sind.
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, ein dreigliedriges Schienen-Gelenkfahrzeug zu schaffen, das die vorgenannten Nachteile beseitigt und bei dem der aus dem Einbau derFahrmotoren in die Enddrehgestelle sich noch ergebende unterschiedliche Achsdruck vermieden wird.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass sämtliche Achsen der End- und Mitteldrehgestelle je durch einen Fahrmotor angetrieben sind, wobei die Belüftung der Fahrmotoien der Enddrehgestelle durch den Drehkranz erfolgt. während die Belüftung der Mitteldrehgestelle über am Boden des mittleren Wagens angeordnete im gleichen Abstand zu den Drehzapfen befindliche Stutzen erfolgt.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen Fig. 1 in Seitenansicht das dreiteilige Schienen-Gelenkfahrzeug mit den Kanälen für die Kühlluft der Fahrmotoren und Fig. 2 eine Draufsicht auf das Fahrzeug, bei der die Kanäle besonders hervorgehoben sind.
Das dreiteilige Schienen-Gelenkfahrzeug besteht aus den Endwagen --1 und 2-- und dem mittleren Wagen-3-, wobei sich die Endwagen je auf einem Enddrehgestell-4- und einen mit dem Wa- gen - : 3- gemeinsamen Mitteldrehgestell-5-- abstützen. Die Verbindung der Enddrehgestelle-4-
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erfolgt über- 2 und 3-verlaufenden Kanal-10-, der die Kühlluft zwischen den Wagen-l und 2 bzw. 3 und 2-ansaugt und vorteilhaft von dem einen geschlossenen Querschnitt aufweisenden mittleren Langträger gebildet wird. Die Abstützung der Wagen-1, 2 und 3- auf den gemeinsamen Mitteldrehge- stellen -5- erfolgt über Drehzapfen-11-, die in einer ausserhalb des Drehgestellrahmens an den Enden einer über das Drehgestell geführten Stange-12-gelagert sind.
Die Belüftung der Fahrmotoren - 13-erfolgt über Luftkanäle-14, 15-, die jeweils in einem senkrechten, zylindrischen Stutzen enden, die so ausgebildet sind, dass sie sich den senkrechten Bewegungen zwischen den Wagen und dem Mitteldrehgestell angleichen können, wobei sie einen gleichen Abstand zu den Drehzapfen -- 11- der Wagen-1, 2 bzw. 2, 3- aufweisen und bei Fahrt im geraden Gleis die Stange -12- mittig zu den Stutzen liegt. Zum Ausgleichen der Drehbewegungen zwischen den Wagen und den Drehgestellen sind die Stutzen um ihre Achse drehbar im Wagenkasten gelagert.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Dreiteiliges Schienen-Gliederfahrzeug mit Belüftung. der Drehgestell-Fahrmotoren, bei denen sich die benachbarten Enden der Wagenkästen auf einem gemeinsamen Mitteldrehgestell mit ausserhalb des Drehgestellrahmens liegenden Drehzapfen und die äusseren Enden sich auf einem Enddrehgestell abstützen, dessen Achsen durch je einen elektrischen Fahrmotor angetrieben sind, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Achsen der End- und Mitteldrehgestelle (4 und 5) je durch einen Fahrmotor (9 und 13) angetrieben sind, wobei die Belüftung der Fahrmotoren (9) der Enddrehgestelle (4) durch den Drehkranz (6) erfolgt, während die Belüftung der Mitteldrehgestelle (5) über am Boden des mittleren Wagens (2) angeordnete im gleichen Abstand zu den Drehzapfen (11) befindliche Stutzen erfolgt.