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Aus vorfabrizierten einstückigen Wandelementen aufgebauter Baukörper
Die Verwendung von vorfabrizierten Elementen zum Rationalisieren und Beschleunigen der eigentlichen Bauarbeiten an Hoch- und Tiefbauten ist an sich bekannt. Es handelt sich hiebei meist um den Einbau vorfabrizierter Bauelemente in Baukörper, die nach individuellen Bauplänen grösstenteils aus den Grundbaustoffen an Ort und Stelle aufgebaut werden als auch um den Aufbau mindestens teilweise aus vorfabrizierten Elementen aufgebauten Baukörpern.
Bekannt ist es auch, Räume mit Sechseckgrundriss zu schaffen und diese wabenförmig zu kombinieren. Diese Vorschläge zielen auf eine gute Ausnutzung der gegebenen Grundrissfläche ab. Der Aufbau der Räume erfolgt jedoch auch hier auf eine der konventionellen Bauwesen.
Aufgabe der Erfindung ist indessen die Schaffung von Baukörpern, die vollständig aus einer beschränkten Anzahl sich ergänzender, auf gleiche Grundformen zurückgeführter Elemente bestehen, die auf der Baustelle im Montageverfahren versetzt und so den dort anfallenden Arbeits- und Zeitaufwand und damit auch die Baukosten wesentlich reduzieren.
Diese Aufgabe wird gelöst durch aus vorfabrizierten Wandelementen aufgebaute Baukörper, die dadurch gekennzeichnet sind, dass die Wandelemente mindestens eine Eckpartie mit mindestens zwei um 1200 gegenseitig versetzten Schenkeln aufweisen und im Grundriss V-, Y- bzw. doppelt-Y-förmigen Querschnitt besitzen, wobei jede Grundrissflächeneinheit des Baukörpers durch mindestens drei der genannten Wandelemente begrenzt ist und dass mindestens zwei der Schenkel eines Wandelementes mit je einem Schenkel eines benachbarten Wandelementes fluchtet, um Abschnitte einer im Grundriss regelmässigen sechseckigen Flächenbegrenzung zu bilden.
Ausführungsbeispiele der Erfindung gehen aus den Zeichnungen hervor, in denen Fig. l einen Grundriss eines erfindungsgemässen Baukörpers, der eine einzige Raumeinheit enthält, Fig. 2 einen Grundriss eines aus gleichen Teilen wie in Fig. l aufgebauten Baukörpers mit mehreren, um eine zentrale Einheit angeordneten Raumeinheiten zeigt, Fig. 3 ein weiterer Grundriss mit abgewandelten Wandelementen ist, die Fig. 4a und 4b ein Wandelement im Auf- und Grundriss, die Fig. 5a und 5b ebenfalls im Auf-und Grundriss, ein aus zwei Wandelementen nach den Fig. 4a, 4b kombiniertes Wandelement und die Fig. 6a und 6b in gleicher Darstellung ein weiteres Bauelement, jedoch mit nur zwei Schenkeln zeigen, die Fig. 7a und 7b ein mit Hohlräumen verschiedener Varianten versehenes, nach den Fig. 5a, 5b gestaltetes Wandelement im Auf- und Grundriss, die Fig.
8a, 8b, 8c im Aufriss Varianten der Gestaltung von Tür-und Fensterfreiflächen an Wandelementen der Grundform nach Fig. 4 (a, b) darstellen, während die Fig. 9a und 9b aus Wandelementen aufgebaute röhrenförmige Baukörper zeigen.
Der in Fig. l im Grundriss dargestellte Baukörper ist aus drei gleichen Wandelementen-l-aufgebaut, die auf eine horizontale Grundfläche gestellt sind und einen sechseckigen Raum mit gleichen Seitenlängen begrenzen. Das Wandelement-l-entsteht im Prinzip durch Verdoppelung eines Y-förmigen Elementes nach Fig. 4 und gestattet, durch geeignete Wahl der Eckpunktabstände Räume beliebiger Grösse zu umwanden. Durch Anfügen weiterer gleicher Elemente an die Enden der Schenkel,
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die sich von jedem Eck-oder Verzweigungspunkt-3-erstrecken, lassen sich nach Fig. 2 eine im Prinzip beliebige Anzahl gleichgrosser Flächen bzw. Raumbegrenzungen um ein Stammfeld anordnen.
Unter der Voraussetzung, dass dieses Stammfeld--11--im Zentrum eines solchen geschlossenen Baukörpers liegt, ergeben sich entsprechend der Seitenzahl sechs weitere Felder bzw. Räume-12 bis 17--, an welche sich durch gleiche Wandelemente in einem weiteren "Ring" zwölf gleiche Felder bzw.
Räume wabenförmig angliedern lassen.
Fig. 3 zeigt eine weitere Kombinationsmöglichkeit für einen symmetrischen Baukörper, der aus gleichen oder von den Stammelementen abgewandelten Wandelementen aufgebaut ist, wobei im Zentrum ein Y-förmiges Element --21-- steht, an dessen Schenkeln-22, 23, 24- sich verbindende Partien oder Zwischenräume --22a,23c,24a-- anschliessen.
Am Ende dieser verbindenden Partien oder Zwischenräume und auf die Achsen der Schenkel--22 bis 24--ausgerichtet, sind in den zum Bilden eines regelmässigen Sechseckes gewünschter Grösse entsprechenden Abständen wieder gleiche Y-förmige Wandelemente-25, 26, 27- angeordnet, die ihrerseits Eckpunkte der um das Zentrumselement - gruppierten Flächen oder Räume--28, 29, 30-- bilden. Daran schliessen sich wieder Zwischenelemente-31 bis 36-an, die in V-förmige Eckstücke-37 bis 42--einmünden. An Stelle dieser V-förmigen Eckstücke könnten selbstverständlich auch Y-förmige treten, wenn dies aus statischen oder andern Gründen erforderlich oder zweckmässig ist,
wie dies beispielsweise für die äussersten Eckpunkte bei-43, 44 und 45-dargestellt ist. Diese Eckpunkte können in gleicher Weise, wie bereits beschrieben, durch Zwischenelemente an die Eckstücke--37 bis 42--angeschlossen werden.
Die bisher beschriebenen Baukörper beziehen sich vorzugsweise auf solche des Hochbaues, wobei die Wandelemente senkrecht auf einer tragenden Grundfläche bzw. auf einer Zwischendecke --83a, 84a-- (Fig. 8a) aufgestellt sind. Die sich aus ihrer Grundrissform ergebende Standsicherheit, namentlich der Y- und doppel-Y-förmigen Wandelemente nach den Fig. 4a, 4b und 5a, 5b machen sie speziell für den Hochhausbau geeignet, doch können die herstellbaren Baukörper auch für Wohngebäude mit geringerer Stockwerkzahl sowie für Lagerhäuser, Silos und Industriebauten dienen.
Für solche Zwecke sind die Wandelemente mit ihren plattenförmigen Schenkelpartien, die die eigentlichen Wandflächen bilden, sowohl durch Materialwahl wie durch ihre Flächengestaltung anpassbar. Die für Hochbauten geeigneten Baustoffe sind vor allem solche, die mit Zement gebunden, feste Körper ergeben, also vibrierter Beton und Leichtbeton mit verschiedenen Beimischungen, aber auch Holz und Kunststoffe, wobei vorzugsweise ein Schicht- oder poriger Aufbau gewählt wird.
Die Fig. 7a und 7b zeigen, wie die Wandelemente durch längslaufende Aussparungen-71, 72- versehen sein können, die die Wand ganz (71) oder teilweise (72) durchsetzen und zur Verbesserung der Wärmeisolation, aber auch zur Aufnahme von Installatiollsleitungen jeder Art verwendbar sind. Zu letzterem Zweck können öffnungen --73-- angebracht sein, die ein bequemes Herausführen der Anschlüsse ermöglichen.
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besonders dann vorteilhaft, wenn die Höhe des oder eines im Baukörper angeordneten Einzelraumes diejenige der Wandelemente übersteigt, oder wenn aus Gewichtsgründen die Wände aus einer Anzahl übereinandergesetzter Wandelemente aufgebaut werden müssen. Die Breiten der Schenkel bei den Elementen--81a und 82-können gleich oder ungleich lang sein.
Die Fig. Sb und 8c zeigen Varianten mit im wesentlichen je gleichen, bei-86b bzw. 86c--
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Wandelementen-81b, 82b bzw. 81c, 82c--,Fig. 5 gestalteten Wandelement mit zwei Eckstücken anzubringen, wie mit strichlierten Linien für die Fläche-55-dargestellt, wobei die Stossstellen --86b und 86c-wegfallen. Solche Freiflächen lassen sich selbstverständlich wenn nötig an vielen Stellen der Wandelemente anbringen, doch wird in erster Linie auf eine Serienfertigung der Elemente tendiert.
Erfindungsgemässe Baukörper können indessen gemäss den Fig. 9a und 9b auch in der Form von Röhren als Kanal- oder Tunnelauskleidungen gestaltet sein, wobei sämtliche weiter oben beschriebenen Wandelemente in geeigneter Kombination verwendbar sind. So zeigt Fig. 9a ein Einzelrohr, das entweder ganz eingegraben oder über einer Unterlage--91--frei zugänglich angeordnet ist. Die beiden nach
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unten ragenden Schenkel--92a, 93a-- des Bodenelementes--94a--dienen dabei als Verankerungsspome. Die dem Bodenelement gegenüberliegende Abdeckung--95a--kann ein gleiches Element wie--94a--sein, oder die beiden strichliert gezeigten Schenkel--96a und 97a--können auch weggelassen werden. Sind sie vorhanden, so können sie sowohl einen Freilaufkanal als auch eine Fahrbahn begrenzen.
Die Fig. 9b zeigt eine Kombination dreier Röhren, wobei die beiden unteren (A, B) zuverlässig
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kann beim Aufbau in freier Luft als Aufhängeelement für die Verlegungseinrichtungen dienen. Auch diese Kombination kann sowohl vollständig von Erde oder Fels umgeben, in einem Graben oder Stollen angeordnet als auch ebenerdig oder in einem Rohrkanal verlegt sein. Der Baukörper lässt sich sowohl als Kanal oder Rohrleitung oder als Tunnelauskleidung einsetzen.
Der Aufbau der Einzelelemente erfolgt in den letzterwähnten Fällen in der Gewölbebauweise, wobei die Verbindungs- bzw. Stossstellen zur Aufnahme von Schubkräften ausgebildet sind.
Die Gestaltungsmöglichkeiten für den aus den beschriebenen Elementen aufgebauten Baukörper sind durch die gezeigten Beispiele keineswegs erschöpft oder begrenzt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Aus vorfabrizierten einstückigen Wandelementen aufgebauter Baukörper mit mindestens einer
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50, 60Fig. 4, 5, 6) mindestens einer Eckpartie mit mindestens zwei um 1200 gegenseitig versetzten Schenkeln (41 bis 43,51 bis 54, 61, 62 in Fig. 4, 5, 6) aufweisen und im Grundriss V-, Y-bzw. doppel-Y-förmigen Querschnitt besitzen, wobei jede Grundrissflächeneinheit des Baukörpers durch mindestens (Fig. 1) drei der genannten Wandelemente begrenzt ist, und dass mindestens zwei der Schenkel eines Wandelementes mit je einem Schenkel eines benachbarten Wandelementes fluchten, um Abschnitte einer im Grundriss regelmässigen sechseckigen Flächenbegrenzung zu bilden.
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