AT275016B - Verfahren zur Herstellung von Polyesterfaserstoffen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von PolyesterfaserstoffenInfo
- Publication number
- AT275016B AT275016B AT750767A AT750767A AT275016B AT 275016 B AT275016 B AT 275016B AT 750767 A AT750767 A AT 750767A AT 750767 A AT750767 A AT 750767A AT 275016 B AT275016 B AT 275016B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- fibers
- fiber
- starting material
- polyester fibers
- production
- Prior art date
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 11
- 239000000835 fiber Substances 0.000 title description 27
- 229920000728 polyester Polymers 0.000 title description 9
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title description 4
- 239000007858 starting material Substances 0.000 claims description 11
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 6
- 230000007704 transition Effects 0.000 claims description 3
- 239000007864 aqueous solution Substances 0.000 claims 1
- 239000000839 emulsion Substances 0.000 claims 1
- 239000002657 fibrous material Substances 0.000 description 8
- 239000004952 Polyamide Substances 0.000 description 5
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 5
- 229920002647 polyamide Polymers 0.000 description 5
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 4
- 239000004753 textile Substances 0.000 description 4
- LYCAIKOWRPUZTN-UHFFFAOYSA-N Ethylene glycol Chemical compound OCCO LYCAIKOWRPUZTN-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- LFQSCWFLJHTTHZ-UHFFFAOYSA-N Ethanol Chemical compound CCO LFQSCWFLJHTTHZ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 238000002425 crystallisation Methods 0.000 description 2
- 230000008025 crystallization Effects 0.000 description 2
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 2
- 239000006187 pill Substances 0.000 description 2
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 229920001800 Shellac Polymers 0.000 description 1
- 239000002253 acid Substances 0.000 description 1
- 150000007513 acids Chemical class 0.000 description 1
- 238000002788 crimping Methods 0.000 description 1
- 238000005520 cutting process Methods 0.000 description 1
- 230000007717 exclusion Effects 0.000 description 1
- 239000012510 hollow fiber Substances 0.000 description 1
- 239000011259 mixed solution Substances 0.000 description 1
- ZLGIYFNHBLSMPS-ATJNOEHPSA-N shellac Chemical compound OCCCCCC(O)C(O)CCCCCCCC(O)=O.C1C23[C@H](C(O)=O)CCC2[C@](C)(CO)[C@@H]1C(C(O)=O)=C[C@@H]3O ZLGIYFNHBLSMPS-ATJNOEHPSA-N 0.000 description 1
- 229940113147 shellac Drugs 0.000 description 1
- 235000013874 shellac Nutrition 0.000 description 1
- 239000004208 shellac Substances 0.000 description 1
- 238000009987 spinning Methods 0.000 description 1
Landscapes
- Artificial Filaments (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur Herstellung von Polyesterfaserstoffen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Polyesterfaserstoffen durch Verstreckung des Ausgangsmaterials in Gegenwart von flüssigen oder gasförmigen organischen Medien durch welches, infolge einer Querstrukturierung eine Piling-Bildung bei Textilien weitgehend vermieden wird.
Polyesterfaserstoffe weisen den Nachteil auf, dass die fertigen, textilen Flächengebilde stark zu einer unerwünschten Pilling-Bildung neigen. Unter"Pilling"versteht man die Bildung kleiner, runder, oft recht harter Knötchen aus Fasern, die sich aus dem Grundgewebe herausgearbeitet haben und die an der Oberfläche haften. Die Pilling-Bildung macht sich besonders bei Bekleidungstextilien sehr störend bemerkbar, da dadurch deren Gebrauchswert erheblich gemindert wird.
Die Ursache der Pilling-Bildung ist, insbesondere bei rundem Faserquerschnitt, im wesentlichen auf die glatte Oberfläche der Fasern zurückzuführen, die ein Herauswandern von Einzelfasern aus dem Faserverband begünstigt.
Es ist eine Vielzahl von Massnahmen bekannt, durch welche eine Piling-Bildung weitestgehend verhindert werden soll. Als eine der Massnahmen zur Erreichung einer besseren Faserhaftung wurde vom runden Faserquerschnitt abgegangen und wurden den Fasern verschiedenartige Querschnittsformen gegeben. Es wurde festgestellt, dass die Pilling-Bildung bei den aus profilierten Polyesterfasern hergestellten Textilien erheblich geringer ist als beim Einsatz von runden Fasern. Auch stellen Hohlfasern und Hohlprofilfasern weitere Fasertypen mit geringerer Pilling-Neigung dar.
Es ist weiters auch versucht worden, der Glätte von Polyamidfasern durch chemische Nachbehandlung, beispielsweise mittels Säuren, entgegenzuwirken. Ebenso wurde auch versucht, mechanisch eine Oberflächenstrukturierung zu erzielen, beispielsweise durch Spinnen von Fäden mit Titerschwankungen unter Verwendung einer mechanisch schwingenden Spinndüse.
Es ist weiters bekannt, den Faserstoff mit einer dünnen Schicht einer chemisch ähnlichen Substanz zu überziehen, die gegenüber dem ersponnenen Chemiefaserstoff ein unterschiedliches Verstreckungverhalten und eine andere chemische Struktur aufweist. So kann der Polyamidfaserstoff beispielsweise mit Schellack überzogen werden. Da beim Verstrecken die Aussenschicht aufreisst, wird eine schuppen- ähnliche Oberfläche erhalten.
Es ist auch bekannt, dass bei unverstrecktem Polyamid durch eine nachträgliche Behandlung des Faserstoffes mit den Faserstoff angreifenden Medien, bei absolutem Feuchtigkeitsausschluss, eine Querstrukturierung erreicht wird. Dieses nur für Polyamidfaserstoffe anwendbare Verfahren bewirkt jedoch eine wesentliche Verminderung des Gebrauchswertes der Faser. Da diese Methode technologisch sehr aufwendig ist, erlangte sie praktisch keine Bedeutung.
Gleiches gilt auch für die andern der vorstehend erwähnten Verfahren, die ebenfalls technologisch
<Desc/Clms Page number 2>
sehr aufwendig sind, nur für Polyamidfaserstoffe anwendbar sind und ausserdem die Neigung der Faserstoffe zur Pilling-Neigung nur geringfügig herabsetzen. Profilierte Faserstoffe zeigen zwar ein verbesseres Gebrauchsverhalten, dennoch ist aber deren Pillresistenz besonders bei Polyesterfaserstoffen noch ungenügend.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Polyesterfaserstoffe zu schaffen, die eine geringe Pilling-Neigung aufweisen und einen höheren Gebrauchswert besitzen. Dies soll durch ein Verfahren zur Behandlung von Polyesterfaserstoffen erzielt werden, durch welches der Faserstoff eine Oberflächenstruktur erhält, die ein Herauswandern der Einzelfasern aus dem fertigen Gewebeverband weitestgehend verhindert.
Dies wird erfindungsgemäss dadurch erzielt, dass das Ausgangsmaterial, vorzugsweise während des Verstreckens in der ersten Verstreckstufe, etwa 10 sec lang mit einem Medium behandelt wird, in dem das unverstreckte Ausgangsmaterial nicht gelöst bzw. angelöst wird, und das zumindest zur Hälfte aus einem Bestandteil besteht, der eine Wärmeleitzahl et < 7. 10-4 cal. cm -1. s -1. Grad -1 sowie eine Kristallisationstemperatur für das unverstreckte Ausgangsmaterial, die oberhalb der angewendeten Verstrecktemperatur, vorzugsweise oberhalb der Umwandlungstemperatur zweiter Ordnung des Ausgangsmaterials liegt, aufweist.
EMI2.1
<Desc/Clms Page number 3>
Badflüssigkeit zu entfernen. In der nachfolgenden zweiten Verstreckstufe werden die vorverstreckten Fäden durch ein Wasserbad von 600 C geführt. Jetzt erfolgt die Endverstreckung des Fadenkabels.
Die Verstreckung erfolgt gleichfalls im Verhältnis 1 : 2, so dass eine Gesamtverstreckung von 1 : 4 erhalten wird. Nach erfolgter Entfernung des restlichen Wassers wird die weitere Behandlung des Fadenkabels durch Kräuseln, Schneiden, Fixieren und Ballenpressen durchgeführt.
Bei der erfindungsgemässen Behandlung werden auf 1 mm Faserlänge über 20 Ausbuchtungen quer zur Fadenachse erhalten, wodurch die Faser weitestgehend pillresistent ist.'
Beispiel 2 : Es wird wie im Beispiel 1 vorgegangen. Als organische Flüssigkeit wird jedoch ein Lösungsgemisch, bestehend aus 700/0 Äthylenglykol und 305o Äthanol verwendet. Die Behandlungstemperatur in der ersten Verstreckstufe liegt bei 300 C. Das Ergebnis entspricht dem des Beispiels 1.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Polyesterfaserstoffen durch Verstreckung des Ausgangsmaterials in Gegenwart von flüssigen oder gasförmigen organischenMedien, dadurch gekennzeichnet, dass dass das Ausgangsmaterial, vorzugsweise während des Verstreckens in der ersten Verstreckstufe, etwa 10 sec lang mit einem Medium behandelt wird, in dem das unverstreckte Ausgangsmaterial nicht gelöst bzw. angelöst wird, und das zumindest zur Hälfte aus einem Bestandteil besteht, der eine Wärmeleitzahl a < 7. 10-4 cal. cm-l. s-l. Grad-l sowie eine Kristallisationstemperatur für das unverstreckte Ausgangsmaterial, die oberhalb der angewendeten Verstrecktemperatur, vorzugsweise oberhalb der Umwandlungstemperatur zweiter Ordnung des Ausgangsmaterials liegt, aufweist.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlungstemperatur mindestens 400 C unterhalb der Umwandlungstemperatur zweiter Ordnung des Ausgangsmaterials liegt.3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Behandlungsmedium Flüssigkeiten in Form von wässerigen Lösungen bzw. Emulsionen verwendet werden, wobei der Anteil der organischen Flüssigkeit vorzugsweise grösser als 60% ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA0120391 | 1966-10-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT275016B true AT275016B (de) | 1969-10-10 |
Family
ID=6951562
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT750767A AT275016B (de) | 1966-10-17 | 1967-08-16 | Verfahren zur Herstellung von Polyesterfaserstoffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT275016B (de) |
-
1967
- 1967-08-16 AT AT750767A patent/AT275016B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2846720C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von bauschfähigem Polyester-Filamentgarn | |
| DE1410423A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Monofilen aus alpha-Olefinpolymeren sowie Faeden,insbesondere Monofile aus Polypropylen | |
| DE2312465C3 (de) | Webverfahren für Wasserstrahl-Webmaschinen | |
| DE2132055C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von synthetischen Polyvinylalkoholfasern mit homogenem Querschnitt | |
| DE892660C (de) | Vorrichtung zur Nassbehandlung von laufenden Faeden, insbesondere zur Nachbehandlung von kuenstlichen Faeden im fortlaufenden Arbeitsgang | |
| DE68917784T2 (de) | Leitfähiges zusammengesetztes Filament und Verfahren zur Herstellung desselben. | |
| DE2355140A1 (de) | Verfahren zur herstellung von gekraeuselten polyesterfasern | |
| DE2341687A1 (de) | Nylonverspinnungs-finishmassen | |
| AT275016B (de) | Verfahren zur Herstellung von Polyesterfaserstoffen | |
| DE566930C (de) | Verfahren zum Strecken von in der Hitze plastisch werdenden Kunstfaeden | |
| DE2736302C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Polypyrrolidonfäden | |
| DE2411804A1 (de) | Verfahren zur herstellung eines modifizierten kompositfaserprodukts | |
| DE1261978B (de) | Verfahren zum Herstellen von Faeden aus regenerierter Zellulose | |
| DE1234916B (de) | Verfahren zur Herstellung von aus regenerierter Cellulose bestehenden Faeden, Fasernoder Folien | |
| DE2031308C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von gekräuselten, regenerierten Cellulosefasern | |
| DE939924C (de) | Verfahren zur Veredlung von aus regenerierter Cellulose hergestellten textilen Gebilden | |
| DE1771180C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Reyon-Papier oder Vliesstoffen im Naßverfahren | |
| AT310923B (de) | Verfahren zur Herstellung von Fasern aus regenerierter Cellulose mit hoher Kräuselung und hoher Dehnung | |
| DE1494543C (de) | Verfahren zur Herstellung stark schrumpffahiger Acrylnitnlfasern | |
| DE2461519A1 (de) | Polyester-garn sowie verfahren zu dessen herstellung | |
| AT232638B (de) | Verfahren zur Herstellung von aus regenerierter Cellulose bestehenden Gebilden, wie Fäden, Fasern, Schnüren, Folien od. dgl. | |
| DE3729062A1 (de) | Verfahren zur herstellung praeparationsfreier verstreckter fasern | |
| DE967687C (de) | Verfahren zur Herstellung von Faeden und Fasern aus regenerierter Cellulose | |
| DE727737C (de) | Verfahren zur Erhoehung der Dehnbarkeit von Streckkunstseidenfaeden aus Celluloseabkoemmlingen | |
| DE69025376T2 (de) | Auf Pech basierte Kohlenstoffasern |