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Vertikalablenkschaltung für Fernsehempfänger
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undauftreten, ist von der Entwicklung einer Sägezahnspannung an der Klemme --Y-- abhängig. Die Entwicklung dieser Sägezahnspannung wird unter Verwendung einer Transistoranordnung erzielt, welche die Merkmale des "Miller Integrators" anwendet.
Die Vertikalablenkschaltung --16-- umfasst die Transistoren --20, 40 und 60--, welche in Kaskade zu einem Hochstromverstärker zusammengeschaltet sind. Eine negative Rückkopplung wird zwischen dem Verstärkerausgang und dem Verstärkereingang durch einen, einen Kondensator --80-- einschliessenden Pfad vorgesehen. Durch Schaltvorgänge der synchronisierten Vertikal-Oszillatorstufe --90-- wird der Kondensator abwechselnd geladen und entladen. Die Verstärkerausgangsspannung (an der Klemme-Y-) ist, entsprechend den Merkmalen des"Miller Integrators", im wesentlichen eine lineare Sägezahnspannung.
Die Vertikal-Oszillatorstufe --90-- ist als Block dargestellt, wobei seine Wirkungsweise durch
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--90'-- symbolisch--B+--. Sperrt der Schalttransistor-90'-, ist die Oszillatorstufe --90-- von der Klemme --0-- vor der Spannungsquelle --B+-- getrennt.
Zur Beschreibung der Arbeitsweise der Vertikalablenkschaltung genügt diese symbolische Darstellung, um die Funktion der Stufe --90-- in bezug auf die Ausgangsklemme --0-- zu erklären. Das Öffnen und Schliessen des durch den Transistor gebildeten Schalters erfolgt periodisch, wobei der Schalt- vorgang für Bildsignalwiedergabezwecke durch eine Synchronisierung des Stufenbetriebes mittels von der Klemme-P -angelegter Synchronimpulse zeitlich abgestimmt wird. Obwohl die Oszillatorstufe --90-- eine eigene Oszillatoranordnung, etwa einen Sperrschwinger, enthalten kann, sieht eine bevorzugte Ausfühlungsform einen astabilen Multivibratorbetrieb zwischen der Stufe-90-und der das Joch treibendenStufe --60-- vor.
Einzelheiten einer solchen Anordnung sind für den vorliegenden Zweck nicht erforderlich, werden jedoch bei Besprechung eines Ausführungsbeispieles dargelegt werden.
Die Ausgangsklemme --0-- der Oszillatorstufe ist direkt an die Basiselektrode des Transistors --20-- gelegt. Der Transistor --20-- ist als Emitterfolger geschaltet, wobei seine Emitterelektrode --21-- über einen Emitterwiderstand-26-aneineGleichspannungsquelle-B++-gelegt ist, die eine höhere Spannung liefert als die Quelle --B+--. Der Transistor --40-- bildet eine zweite Emitterfolgestufe, welche als eine Emitterlast der Emitterfolgestufe des Transistors-20-- auftritt.
Die Basis-43-des Transistors-40-ist direkt mit dem Emitter --21-- gekoppelt. wogegen die Emitterelektrode --41-- des Transistors --40-- über einen Emitterwiderstand --46-- an --B++-- ge- legt ist. Die Kollektorelektroden --25 und 45-- der beiden Emitterfolgestufen sind gemeinsam an einen
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die Kollektorelektroden an den Verbindungspunkt dieser Serienwiderstände gelegt sind.
Der Ausgang der in Kaskade geschalteten Emitterfolgestufen ist an die Basiselektrode --63-- des Ausgangstransitors-60-gelegt, wobei seine Basis --63-- direkt mit dem Emitter --41-- verbunden ist. Der Emitter --61-- des Transistors --60-- ist direkt an --B+-- gelegt. Ein Gleichstrompfad zwischen der Kollektorelektrode --65-- des Transistors --60-- und der Chassismasseführt über eine Drossel
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hoher Impedanz.Emitter --61--, wobei dieser Pfad einen Gleichstromsperrkondensator --68-- und die in Serie dazu liegende Vertikalwicklung des Joches-V, V'--umfasst. Die oben angeführte Jocheingangsklemme - liegt an der Verbindung des Sperrkondensators --68-- und der Jochwicklung --V'--.
Die Rückkopplung zwischen der Klemme --Y-- und dem Basiseingang des Transistors --20--wird über einen Kondensator --80-- und einer in Serie dazu geschalteten Parallelverbindung, umfassend den Festwiderstand --130-- und den Thermistor. -131-- erzielt. Ein Regelwiderstand --84-- verbindet die Basis --23-- des Transistors --20-- mit der Chassismasse.
Die durch den Kondensator --80-- vorgesehene Rückkopplung ist negativ, da die Emitterfolgestufen - 20 und 40-- keine Signalphasenumkehr erzeugen, wobei nur eine einzige Phasenumkehr (d. h. die durch die Stufe --60-- bewirkte) innerhalb der Rückkopplungsschleife vorgesehen wird.
Um die Arbeitsweise der oben dargelegten Einrichtung darzulegen, ist es zweckmässig. diese zunächst unter der Annahme eines Fehlens der Emitterfolgestufen-20 und 40-zu beschreiben. In einem solchen Fall liegt die Klemme --0-- direkt an der Basis --63-- des Ausgangstransistros --60--. Durch Schalten des Transistors --90'-- in seinen nichtleitenden Zustand wird der Transistor --60 - - in Durchlassrichtung vorgespannt, und ein Ladekreis für den Kondensator-80--zwischen-B+-und Chassis- masse gebildet. Dieser Ladekreis umfasst, in Serie geschaltet. den leitenden Ausgangstransistor-60-.
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den Sperrkondensator --68--, den Kondensator --80--, das Widerstandsnetzwerk --130 bis 131-und den Widerstand--84--.
Unter der Annahme, dass der Widerstand --84-- gross ist im Vergleich zur Grösse des Widerstandsnetzwerkes --130 bis 131--, bestimmt der Widerstand --84-- die Ladezeit und kann zur händischen Steuerung verwendet werden. Die negative Rückkopplung wirkt Veränderungen im Potential an der Klemme --0-- während der Ladezeit entgegen, wodurch sich die Spannung am Widerstand --84-nur leicht verändert und der durchfliessende Strom relativ konstant bleibt. Ein Kondensatorladestrom einer solchen Konstanz stellt ein hohes Mass an Linearität für die resultierende Sägezahnspannung sicher.
Die Ladezeitkonstante ist grösser als die, welche sich aus der Kapazität des Kondensator --80-- und des Widerstandes --84-- ergeben würde, entsprechend der dynamischen Wirkung des Verstärkers, welcher die wirkende Kapazität um einen von der Verstärkung des Verstärkers abhängigen Wert multipliziert.
Leitet der Schalttransistor --90'--, so wird der Transistor --60-- in seinen nichtleitenden Zu- stand gesteuert und ein Entladekreis für den Kondensator --80-- gebildet. welcher in Serie geschal-
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und die Wicklungen-V, V-des Joches umfasst. Das Widerstandsnetzwerk --130 bis 131-- bestimmt in erster Linie die Entladezeit. Mit einem wirksamen Widerstand des Netzwerkes --130 bis 131--, wel- cher kleiner ist als der Widerstand --84--, ist unter der vorherigen Annahme die Entladezeitkonstante erheblich kürzer als die Ladezeitkonstante.
Aus der vorhergehenden vereinfachten Beschreibung ist ersichtlich, dass durch periodisches Leiten und Sperren des Schalttransistors-90'-am Kondensator-80- (d. h. an der Klemme-Y-in bezug auf die Chassismasse) eine im wesentlichen lineare Sägezahnspannung erzeugt wird, welche den gewünschten Sägezahnstrom durch die Wicklungen--V, V'--des Joches treibt.
Es muss jedoch angegeben werden, dass es bei der oben beschriebenen Arbeitsweise wesentlich ist, dass der Transistorverstärker eine sehr hohe Eingangsimpedanz an der Klemme --0-- aufweist. Aus praktischen Gründen weisen jedoch herkömmliche Transistoren eine relativ niedere Eingangsimpe- danz auf, wogegen nur Spezialtransistoren (Metalloxydhalbleiter-Transistoren) hohe Eingangsimpedanzen aufweisen. Wird als Transistor --60-- ein herkömmlicher Transistor und dieser als einzige Verstärkungsvorrichtung innerhalb des Rückkopplungspfades verwendet, so stört seine relativ niedere Eingangsimpedanz den gewünschten Ladevorgang.
Dieses Problem wird jedoch durch Zwischenschaltung der Transistor-Emitterfolgestufen --20, 40-- zwischen die Klemme --0-- und den Basiseingang des Tran- sistors-60-gelöst. Dies bedeutet, dass die Klemme --0-- nun eine sehr hohe Eingangsimpedanz aufweist, d. h., die Eingangsimpedanz einer Emitterfolgeschaltung, welche wieder an ihrer Emitterlast die Eingangsimpedanz des Transistors --60-- einschliesst. Die sich durch diese Verbindung ergebende Eingangsimpedanz ist gross genug, um die gewünschte Aufladung zu ermöglichen.
Die Emitterfolgestufen--20 und 40-- dienen ferner zur Herbeiführung einer Stromverstärkung innerhalb der Schleife der negativen Rückkopplung, wobei ein Hochstromverstärker vorgesehen wird. Die kapazitätsvervielfachende Wirkung der Anordnung wird dabei verstärkt. Auf Grund dieser kapazitätsvervielfachenden Wirkung wird der Effekt von grossen Kondensatoren erhalten, wobei die als Kondensa- tor --80-- tatsächlich verwendeten Kondensatoren eine relativ kleine Kapazität aufweisen. Diese können als billige Papierkondensatoren (von z. B. 0, 1/lF) ausgeführt sein.
In der obigen, allgemein gehaltenen Beschreibung der gewünschten Arbeitsweise der Vertikalablenkschaltung --16--- wurde auf die störenden Einflüsse von Temperaturveränderungen nicht eingegangen. Die Erfindung ist jedoch auf die Beseitigung oder Verminderung solcher Einflüsse gerichtet. Ein Problem bei Verwendung von Transistoren stellen die Veränderungen ihrer Betriebscharakteristiken bei Temperaturveränderungen dar. Bei Betrachtung der vorliegenden Ablenkschaltung führt eine Veränderung der Charakteristik durch Temperaturveränderungen zu Linearitätsverzerrungen. Entsprechend einem Merkmal der Erfindung wird zur Lösung dieses Problems das Netzwerk --130, 131-- herangezogen.
Zur vereinfachten Erklärung des Linearitätsproblems soll zunächst angeführt werden, dass bei einer Temperaturerhöhung der Transistor im Rückkopplungsverstärker eine geringere Vorspannung in Durchlassrichtung zwischen Basis-und Emitterelektrode benötigt, um den gewünschten Kollektorstrom hervorzurufen. Die hier interessierende Folge ist die Veränderung der wirksamen Einschaltzeit des Ausgangstransistors-60- (insbesondere die verfrühte Einschaltung in bezug auf das Ende des Rücklaufes).
Zum Verständnis der Beeinflussung der Linearität durch eine solche Veränderung, muss angeführt werden, dass während des ersten Abschnittes des Hinlaufintervalles (annähernd während des ersten Viertels) eine Übergangsperiode in den vollständigen Millerbetrieb stattfindet. Am Ende des Rücklaufes bewirkt das Öffnen des Transistors-90'-zur Begrenzung der Entladung des Sägezahnkondensators nicht augenblicklich den Einsatz des Ausgangstransistors --60--. Das Laden des Kondensators bewirkt jedoch ein
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Ziehen von Strom, welcher in den verschiedenen Blindkomponenten der Schaltung gespeichert wurde. Wird der Ausgangstransistor --60-- leitend, so muss sein grösser werdender Anteil zu den kleiner werdenden Anteilen der Blindkomponenten hinzutreten.
Die Höhe der Ladung am Sägezahnkondensator --80-- zu Beginn des Hinlaufintervalles (d. h. die verbleibende Ladung am Ende des Entladeabschnittes) wird notwendigerweise die Art der, während dieser Übergangsperiode hinzugefügten Anteile beeinflussen ; danach wird der"Miller"-Betrieb nicht beeinflusst, welcher nun allein für die Linearität während des restlichen Teiles des Hinlaufes bestimmend ist.
Wird auf Grund einer Temperaturerhöhung ein früherer Einsatz des Ausgangstransistors --60-- her - beigeführt, so wird das gewünschte Hinzufügen der oben angeführten Anteile gestört. Kann jedoch die Entladezeitkonstante des Kondensators entsprechend abgeändert werden, um eine kompensierende Ver- änderung in der verbleibenden Ladung am Ende des Rücklaufes vorzusehen, dann kann eine Verstellung des Anteiles bewirkt werden, wodurch die gewünschte Linearität der Zusammensetzung der gemischten Anteile erhalten wird. Diesem Zweck dient das Netzwerk --130 bis 131--. Wie bereits oben angeführt, ist der wirksame Widerstandswert dieses Netzwerkes in erster Linie für die Entladezeitkonstante des Kondensators bestimmend.
Der Thermistor --131-- verändert diesen Widerstandswert temperaturabhängig, wobei durch geeignete Auswahl des parallel dazu liegendenFestwiderstandes --130-- in geeigneter Ab- stutung zu den, vom Thermistor gezeigten Werten, die gewünschte Linearität erhalten wird. Eine sol- che Auswahl muss sämtliche Temperaturveränderungen in der Betriebsschaltung berücksichtigen. d. h.. obwohl die angeführten Veränderungen in der Transistorcharakteristik das Hauptproblem darstellen, sind jedoch auch Temperatureinflüsse von andern Komponenten ein nicht zu vernachlässigender Fak- tor.
In Fig. 2 ist eine abgeänderte Ausführungsform der Vertikalablenkschaltung gemäss Fig. 1 dargestellt. Dort wo es möglich war, wurden die in Fig. 1 verwendeten Bezugszeichen auch in Fig. 2 derange- zogen, um Elemente gleicher Funktion zu kennzeichnen.
Die allgemeine Ausführungsform gemäss Fig. 1 wird in Fig. 2 beibehalten, wobei die Emitterfolge- stufe-20-mit ihrer Basis an die Klemme --0-- angeschlossen ist und ihr Emitterausgang die Emitterfolgestufe --40-- steuert, welche wieder die Ausgangstransistorstufe --60-- treibt. Die Jochwicklun gen --V, V'-- sind, wie in Fig. l, in Serie mit einem den Gleichstrom sperrenden Kondensator --68-zwischen der Gleichstromquelle --B+-- und einem Punkt im Kollektorkreis des Ausgangstransistors --60-geschaltet. Die Jocheingangsklemme --Y-- an der Verbindung des Kondensators --68-- und der Joch- wicklung --V'-- wird zurück an die Basiselektrode --23-- des Transistors --20-- über einen, einen Sägezahnkondensator --80-- einschliessenden negativen Rückkopplungspfad gekoppelt.
Ein Widerstandspfad zwischen Klemme --0-- und Chassismasse umfasst den veränderbaren Widerstand --84--.
Als Ansatzpunkt für eine Diskussion der Unterschiede und Zusätze gegenüber der Schaltanordnung gemäss Fig. 1 kann die Vertikal-Oszillatorstufe herangezogen werden, für welche die Klemme --0-- ei- ne Ausgangsklemme darstellt. In Fig. 2 verwendet die Oszillatorstufe einen Transistor --90'--, dessen Emitterelektrode direkt an die Quelle --B+-- gelegt ist.
Die Kollektorelektrode --95-- liegt an der Klemme --0-- und die Basiselektrode --93-- über die Serienverbindung des Kondensators --94-- und des Widerstandes --92-- an der Synchronimpulsklemme-P -. Die Oszillatorwirkung wird erreicht, wenn der Transistor --90'-- mit der Ausgangstransistorstufe --60-- in der Weise eines astabilen Multivibrators unter Rückkopplung von negativen Rücklaufimpulsen zusammenarbeitet, welche an der Klemme --Y-- am Basiseingang des Transistors --90'-- erzeugt werden.
Der Pfad für solche Rücklaufimpulse läuft über einen Widerstand --100-- in Serie mit dem Kondensator --94--, wobei der Widerstand - direkt zwischen der Jocheingangsklemme --Y-- und der Verbindung des Widerstandes --92-und des Kondensators --94-- angeschlossen ist.
Ein Parallel-RC-Netzwerk, welches einen Widerstand --101-- und einen dazu parallel geschaltenen Kondensator --103-- umfasst, ist zwischen die oben erwähnte Verbindung und die Quelle --B+-- gelegt und dient zur Impulsformung, wobei die Rücklaufim - pulse teilweise integriert werden und einer unerwünschten Rückkopplung von Horizontalfrequenzimpulsen entgegenwirken, welche in der Vertikaljochwicklung durch eine Kopplung mit den Horizontal-Jochwicklungen induziert werden können.
Zum Verständnis der multivibratorartigen Arbeitsweise wäre an- zuführen. dass die Kopplung vom Kollektor des Transistors --60-- an die Basis des Transistors-90'- über den Widerstand --100-- durch die Kopplung vom Kollektor des Transistors --90'-- an die Basis des Transistors --60-- über die in Kaskade geschaltenen Emitterfolgestufen --20 und 40--vervollstän- digt wird.
Die Synchronisierung des Multivibrators zum Vorsehen einer phasenrichtigen Wiedergabe erfolgt durch Anlegen von Synchronimpulsen von der Klemme-P-an die Basis des Transistors --90'--. Um
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die Genauigkeit der Zeitsynchronisation der Vertikalablenkwellenerzeugung zu vergrössern, wird eine zusätzliche Welle an die Basis des Transistors --90'-- rückgekoppelt. Die Quelle dieser Welle ist die Sekundärwicklung --69S-- eines Transformators --69--, dessen Primärwicklung --69P-- an Stelle der Drossel --66-- in Fig. 1 an den Kollektor des Transistors --60-- angeschlossen ist.
Der Kondensator - -68--, welcher den Kollektor --65-- an die Jocheingangsklemme-Y-- koppekt, ist an eine An- zapfung-T-- der Primärwicklung-69P-- angeschlossen, anstelle der in Fig. 1 gezeigten direkten Verbindung an den Kollektor Das Anschliessen an die Anzapfung geschieht zur Anpassung der Jochund Transistorparameter aneinander. Dort, wo die Joch- und Transistorparameter bezüglich ihrer Impedanz nicht angeglichen werden müssen, kann die Anzapfung entfallen und die Verbindung mit der Wicklung --69P-- gleich jener des Joches --66-- in Fig. 1 erfolgen.
Die in der Sekundärwicklung --69S-- induzierte Welle weist die Form eines Rücklaufimpulses auf.
Diese Welle wird an die Basis --93-- des Transistors --90'-- über einen Widerstandspfad angelegt, welcher einen Regelwiderstand --110-- und einen dazu in Serie liegenden Festwiderstand umfasst.
Dieser Widerstandspfad arbeitet mit der an der Basis --93-- vorhandenen Kapazität --94-- zusammen, um die induzierte Welle zu integrieren, wobei eine Welle von im wesentlichen parabolischer Form an der Basis erzeugt wird. Die erzeugte Welle weist in der Nähe des Endes des Hinlaufintervalles eine steile Neigung auf und ihre Anwesenheit an der Basis --93 -- steuert den Zeitablauf des Transistors unabhängig von äusseren Faktoren und Veränderungen in den Schaltparametern. Der Regelwiderstand --110-- sieht eine Steuerung der angeführten Neigung vor und ist daher zur händischen Gleichlaufsteuerung geeignet, da er zur Bestimmung des Zeitablaufes der Zustandsveränderung der Multivibrator-Transistoren dienlich ist.
In Fig. 2 ist eine weitere Rückkopplung vorgesehen, welche die Jocheingangsklemme --Y-- an die Basiselektrode-23-der Emitterfolgestufe-20-legt, wobei ein solcher zusätzlicher Rückkopplungpfad drei in Serie verbundene Widerstände --120, 121 und 122-- zwischen der Klemme --Y-- und der Basis --23-- aufweist. Ein Kondensator --123-- ist zwischen die Verbindung der Serienwiderstände - 120 und 121-- und die Spannungsquelle gelegt. Ein zusätzlicher Kondensator --124-- liegt zwischen der Verbindung der Serienwiderstände --121 und 122-- und der Spannungsquelle-B+".
Durch dieses Netzwerk werden doppelt integrierte Vertikalrücklaufimpulse an den Eingang des Rück- kopplungsverstärkers --20-40-60-- gelegt. Das Vorsehen einer solchen Wellenform dient zur sogenannten"S-Formung"des Stromes durch die Vertikaljochwicklungen-V, V'--. Eine solche Formung ist vorteilhaft, wenn ein relativ flacher Bildschirm verwendet wird, da ein genau linearer Sägezahnstrom, dort wo die Krümmung des Bildschirmes keinen sphärischen Verlauf in bezug auf das Ablenk - zentrum des Strahles aufweist, kein lineares Raster erzeugt.
In der Schaltung gemäss Fig. 2 ist der die Höhe steuernde, veränderbare Widerstand --84-- in Serie mit einem Festwiderstand-85-- verbunden, wobei der letztere zur Bereichsbegrenzung dient. Weiters führt die Serienverbindung der Widerstände --84 und 85-- die Klemme-0-nicht an die Chassismasse zurück, sondern an einen Anschlusspunkt auf einem Spannungsteiler, welcher durch die Serienverbindung eines spannungsabhängigen Widerstandes (VDR) --140-- und eines Festwiderstandes --141-- gebildet wird, wobei der Anschlusspunkt an die Verbindung der Widerstände --140 und 141-- geführt ist. Der Zweck dieser Anordnung liegt in der Stabilisierung der Vertikalablenkamplitude hinsichtlich Netzspannungsänderungen.
Die Basis --93-- des Transistors --90'-- wird über den Widerstand --142-- zur Vorspannungsstabilisierung an den Anschlusspunkt des Spannungsteilers geführt.
Ein weiteres Merkmal der Schaltung gemäss Fig. 2 bezieht sich auf die Wirkungsweise der Diode --150--. Die Diode --150-- ist mit ihrer Kathode direkt an die Verbindung des Sägezahnkondensators - und des Entladewiderstandes --130-- angeschlossen. Die Anode der Diode --150-- ist mittels eines RC-Netzwerkes an die Spannungsquelle --B+-- gekoppelt. Das RC-Netzwerk umfasst einen Kon- densator --151-- grosser Kapazität, zu welchem eine Serienverbindung, bestehend aus einem veränderbaren Widerstand --152-- und einem Festwiderstand --153--, parallelgeschaltet ist. Die Diode--150--
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tätssteuerung für die Ablenkschaltung geeignet. Ein, zwischen dem Kollektor --25-- und der Basis --23-des Transistors --20-- gekoppelter Kondensator --160-- dient zur Unterdrückung der parasitären Hochfrequenzschwingungen.
Ein weiteres Merkmal bezieht sich auf die Verwendung eines niederohmigen Widerstandes --62-- in der Emitterleitung des Transistors --60--. Im Normalbetrieb ist die Grösse des Widerstandes -62 -- so klein (z. B. kleiner als 1 Ohm), so dass er im wesentlichen keinen Einfluss aus-
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übt. Wird jedoch bei Einschalten des Empfängers, der Transistor in einen stark leitenden Zustand nahe der Sättigung übergeführt, so tritt an diesem Widerstand eine genügend hohe Spannung auf, welche an die Basis des Transistors --90'-- über die Rückkopplungswicklung --69S-- in Serie mit den Widerstän- den --110 und 111-- rückgekoppelt wird, um den gewünschten Multivibratoreinsatz zu bewirken.
Das in Fig. 2 gezeigte Joch weist zusätzliche Elemente --170, 171 und 172-- im Vergleich zu der Ausführungsform gemäss Fig. l auf. Die Widerstände --170 bis 171--liegen parallel zu den Vertikaljochwicklungshälften -V,V'-- und dienen, wie bekannt, zur Dämpfung. Der Thermistor --172 --, welcher zwischen den Wicklungshälften in den Jochstrompfad eingeschaltet ist, dient zur Stabilisierung der Jochstromamplitude in Hinblick auf Temperaturveränderungen, welche den Widerstand der Jochwicklungen beeinflussen können.
Eine Schutzwirkung wird durch den VDR --64-- erzielt, welcher parallel zum Kollektor-Emitterpfad des Ausgangstransistors --60-- geschaltet ist. Der VDR --64-- begrenzt die Rücklaufimpulsspitze, welche zwischen Kollektor --65-- und Emitter --61-- entwickelt wird, wenn der Transistor--60-- in seinen nicht leitenden Zustand rückgeführt wird. In seinem niederohmigen Zustand lässt der VDR -- 64 -unter Spitzenspannungsbedingungen den Spitzenstrom im wesentlichen durch und verhindert einen hohen Stromfluss in Sperrichtung über den Transistor zu einem Zeitpunkt, in dem ein Hochspannungspotential vorhanden ist. und vermeidet dadurch eine mögliche Beschädigung des Transistors.
Die Temperaturkompensation der Erfindung wird in Fig. 2 auf gleiche Weise erreicht, wie in der Schaltung gemäss Fig. 1. Das Widerstandsnetzwerk --130 bis 131-- bestimmt wieder die Entladezeitkonstante des Sägezahnkondensators --80-- und die thermische Charakteristik des Thermistors --131-- be wirkt eine automatische Einstellung dieser Zeitkonstante mit der Temperatur Veränderung ; dieser verändertdieLadungdesKondensatorsamEndedesRücklaufesineinerRichtungundineinemMasse, welche, zur Kompensation der Veränderung der wirksamen Einsatzzeit des Transistors --60-- den entsprechenden Veränderungen in der Transistorcharakteristik entspricht.
Es werden nun, als Beispiel, Werte für die in Fig. 2 verwendeten Schaltelemente angeführt. welche einen zufriedenstellenden Betrieb sicherstellen.
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<tb>
Kondensator <SEP> 68-250 <SEP> iF
<tb> Kondensator <SEP> 80 <SEP> - <SEP> 0, <SEP> 10 <SEP> pF
<tb> Kondensator <SEP> 94-0, <SEP> 22 <SEP> IF
<tb> Kondensator <SEP> 103 <SEP> - <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> u <SEP> F <SEP>
<tb> Kondensator <SEP> 123-0, <SEP> 18 <SEP> nF <SEP>
<tb> Kondensator <SEP> 124 <SEP> - <SEP> 0, <SEP> 18 <SEP> ffF
<tb> Kondensator <SEP> 151 <SEP> - <SEP> 1 <SEP> F <SEP> (elektrolytisch)
<tb> Kondensator <SEP> 160-0, <SEP> 01 <SEP> juf <SEP>
<tb> Widerstand <SEP> 26 <SEP> - <SEP> 220,000 <SEP> #
<tb> Widerstand <SEP> 32 <SEP> - <SEP> 330 <SEP> Q <SEP>
<tb> Widerstand <SEP> 34 <SEP> - <SEP> 820 <SEP> Q <SEP>
<tb> Widerstand <SEP> 46-8, <SEP> 200Q <SEP>
<tb> Widerstand <SEP> 62-0, <SEP> 47 <SEP> Q
<tb> Widerstand <SEP> 85 <SEP> - <SEP> 65, <SEP> 000 <SEP> Q
<tb> Widerstand <SEP> 85 <SEP> - <SEP> 56, <SEP> 000 <SEP> Q
<tb> Widerstand <SEP> 92 <SEP> - <SEP> 8,
<SEP> 200 <SEP> Q <SEP>
<tb> Widerstand <SEP> 100 <SEP> - <SEP> 8,200 <SEP> #
<tb> Widerstand <SEP> 101 <SEP> - <SEP> 3,300#
<tb> Widerstand <SEP> 110 <SEP> - <SEP> 25, <SEP> 000 <SEP> Q
<tb> Widerstand <SEP> 111 <SEP> - <SEP> 6, <SEP> 800 <SEP> Q <SEP>
<tb> Widerstand <SEP> 120 <SEP> - <SEP> 22,000 <SEP> #
<tb> Widerstand <SEP> 121 <SEP> - <SEP> 33, <SEP> 000 <SEP> Q
<tb> Widerstand <SEP> 122 <SEP> - <SEP> 47, <SEP> 000 <SEP> Q <SEP>
<tb> Widerstand <SEP> 130-3, <SEP> 900 <SEP> Q
<tb> Widerstand <SEP> 141 <SEP> - <SEP> 7.
<SEP> 500 <SEP> Q <SEP>
<tb> Widerstand <SEP> 142 <SEP> - <SEP> 470, <SEP> 000 <SEP> Q
<tb> Widerstand <SEP> 152-100, <SEP> 000 <SEP>
<tb> Widerstand <SEP> 153 <SEP> - <SEP> 27, <SEP> 000 <SEP> Q
<tb> Widerstand <SEP> 170 <SEP> - <SEP> 820 <SEP> Q <SEP>
<tb>
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<tb>
<tb> Widerstand <SEP> 171 <SEP> - <SEP> 390 <SEP>
<tb> Thermistor <SEP> 131 <SEP> - <SEP> 200, <SEP> 000 <SEP> bei <SEP> 250 <SEP> C.
<tb>
Thermistor <SEP> 172 <SEP> - <SEP> 10 <SEP> bei <SEP> 250 <SEP> C.
<tb>
VDR <SEP> 64 <SEP> - <SEP> 30 <SEP> mA <SEP> bei <SEP> 72 <SEP> V
<tb> VDR <SEP> 140 <SEP> - <SEP> 2 <SEP> mA <SEP> bei <SEP> 15 <SEP> V
<tb> Diode <SEP> 150 <SEP> - <SEP> Type <SEP> FD <SEP> 333 <SEP>
<tb> Transistor <SEP> 20 <SEP> - <SEP> Type <SEP> 2501
<tb> Transistor <SEP> 40 <SEP> - <SEP> Type <SEP> 2482
<tb> Transistor <SEP> 60 <SEP> - <SEP> Type <SEP> 2500
<tb> Transistor <SEP> 90 <SEP> - <SEP> Type <SEP> 2502
<tb> Quelle <SEP> B+ <SEP> - <SEP> 30 <SEP> V <SEP>
<tb> Quelle <SEP> B++ <SEP> - <SEP> 140 <SEP> V <SEP>
<tb>
PATENTANSPRÜCHE :
1.
Vertikalablenkschaltung fürFernsehempfänger mit einem Transistorverstärker, dessen Ausgangsklemme an eine Vertikalablenkwicklung und dessen Eingangsklemme an einen Schalttransistor gekoppelt ist, wobei ein einen Kondensator einschliessender Rückkopplungspfad zwischen Eingangs-und Ausgangsklemme vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Thermistor (131) in Serie zum Kondensator (80) in diesem Rückkopplungspfad liegt, um die Zeitkonstante der Entladung dieses Kondensators (80) in Abhängigkeit von der Temperatur zu verändern.