AT272501B - Verfahren zur Austreibung von Gasen aus schwefelsäurenhaltigen Bädern der Viskoseverarbeitung - Google Patents
Verfahren zur Austreibung von Gasen aus schwefelsäurenhaltigen Bädern der ViskoseverarbeitungInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Austreibung von Gasen aus schwefelsäurehaltigen Bädern der Viskoseverarbeitung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Austreibung von Gasen, insbesondere von Schwefelwasser- stoff, Schwefelkohlenstoff, Kohlendioxyd und/oder Luft aus schwefelsäurehaltigen Bädern der Viskoseverarbeitung durch Begasen mit Inertgas. Bei der Verarbeitung von Viskose beispielsweise zu Regeneratfasern ist es notwendig, das Spinnbad möglichst vollständig zu entgasen. Die gasförmigen Reaktionsprodukte und die aus der Atmosphäre in das Spinnbad gelangende Luft behindern den Fadenbildungsprozess. Ausserdem führt H S bei höherem Gehalt an ZnSO des Spinnbades zur Bildung von Zinksulfid, das sich in den Rohrleitungen absetzt und diese nach kurzer Zeit so zukrustet, dass nur durch Auswechseln oder kompliziertes Säubern der Rohrleitungen der Spinnprozess aufrecht erhalten werden kann. Es sind zur Austreibung der im Spinnbad nicht kondensierbaren Gase Verfahren bekannt, bei denen Inertgas, vorzugsweise Luft oder Stickstoff, durch Fritten fein verteilt von unten nach oben durch das Spinnbad gedrückt wird. Bei einem andern Verfahren wird zusätzlich der Raum über dem belüfteten Spinnbad evakuiert. Nachteilig wirkt sich bei diesen Verfahren die grosse Ballast-Luftmenge aus, die einmal geringe Konzentrationen der ausgetriebenen Gaskomponenten in der Ballastluft verursacht und damit die Rückgewinnung oder Vernichtung besonders von HSundCS schwierig machen und anderseits das Spinnbad mit Luft bei dem herrschenden Druck sättigen. Es ist der Zweck der Erfindung, die Rückgewinnung oder Vernichtung von H S und/oder CS mit geringerem technischen Aufwand zu ermöglichen. Die ausgetriebenen Gasbestandteile Schwefelkohlenstoff und/oder Schwefelwasserstoff sollen zum Zweck einer einfachen Aufarbeitung oder Vernichtung in möglichst hoher Konzentration anfallen. Dar- über hinaus soll die Badentgasung im Regenerierungsprozess für das Bad einen möglichst geringen Aufwand an Energie und Apparaturen ergeben. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die durch den Verarbeitungsprozess der Viskose in dem schwefelsäurehaltigen Spinnbad gelöst und als kleine Gasbläschen ungelöst enthaltenden Gase praktisch vollkommen zu entfernen. Das wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass das Gase enthaltende Bad vorzugsweise in einem evakuierten Raum mit Wasserdampf intensiv in Berührung gebracht wird. Zum Austreiben der Gase eignet sich der aus dem entgasten Spinnbad ausgedampfte Brüdendampf oder anderer Wasserdampf. Dieser wird zweckmässigerweise im Gegenstrom gegebenenfalls unter Vakuum in einer Austauschapparatur, beispielsweise in einer Füllkörper-oder Bodenkolonne, mit dem zu entgasenden Spinnbad intensiv in Berührung gebracht. Es hat sich als zweckmässig erwiesen, die intensive Berührung mit dem Wasserdampf bei einem Druck durchzuführen, der etwa gleich dem Siedepunkt des zu entgasenden Bades ist. Der Wasserdampf wird durch Wärmezufuhr und/oder durch Nachverdampfung als Folge einer Druckab- senkung aus bereits entgastem Bad als Brüdendampf erzeugt. <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 oder Vernichtungsanlage zugeführt werden kann. Die Verwendung von aus entgastem Spinnbad ausgetriebenem Brüdendampf als Blasegas hat neben verfahrenstechnischen Vorteilen auch energiewirtschaftliche. Im Regenerationsprozess für das Spinnbad muss Wasser aus dem während des Spinnprozesses verdünnten Spinnbad ausgetrieben werden. Da erfindungsgemäss ein Teil dieses Brüdendampfes für die Entgasung des Spinnbades genutzt wird, ist keine zusätzliche Wärmeenergie und kein zusätzliches Kühlwasser für die Entgasung des Spinnbades nötig. Beispiel : Durch eine 50 cm hohe Füllkörperschicht eines Desorbers von 1, 6 m Durchmesser werden im Gegenstrom von oben nach unten etwa : 100 m3/h schwefelsäurehaltiges, mit Gasen beladenes Spinnbad und von unten nach oben etwa 800 kg/h Brüdendampf des entgasten Spinnbades geführt. Der Druck im Desorber beträgt etwa 50 mm Hg. Durch den so erfindungsgemäss durchgeführten Entga- EMI2.2 lenstoff im Spinnbad abgesenkt. Der im Desorber zum Austreiben der Gase verwendete Brüdendampf wird in einem Umlaufverdampfer, der am Desorber angeschlossen ist, aus einem über den Umlaufverdampfer gefahrenen Teilstrom des entgasten Spinnbades erzeugt. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Austreibung von Gasen, insbesondere H S, CS , CO und/oder Luft aus schwefel- EMI2.3 derViskoseverarbeitung durchBegasen mitnet, dass das Gase enthaltende Bad vorzugsweise in einem evakuierten Raum mit Wasserdampf intensiv in Berührung gebracht wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die intensive Berührung im Gegenstrom gegebenenfalls unter Vakuum in an sich bekannten Trennkörperkolonnen erfolgt. EMI2.4
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