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Schaltungsanordnung zur Übertragung von Kennzeichen zwischen zwei Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen nach beiden Richtungen über eine einzige Verbindungsleitung
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Aderdurchmesser oder eine Kupferersparnis bei gleicher Reichweite erzielbar ist.
Die dritte Wicklung des Magnetkerns erlaubt eine genaue Einstellung der Ansprechschwelle des Empfängers, wodurch die Streuung der Ansprechwerte in engen Grenzen gehalten wird. Darüber hinaus lässt sich die Ansprechschwelle an die Eigenschaften der Leitung anpasssen. So kann bei stark gedämpfen Leitungen die Ansprechschwelle herabgesetzt werden, damit auch noch schwache Zeichen aufgenommen werden. Bei wenig gedämpften Leitungen ist es vorteilhaft, zur Erhöhung des Störabstandes eine hohe Ansprechschwelle einzustellen.
Da das über einen Transistor anschaltbare Empfangsrelais nur noch eine einzige Wicklung benötigt, kann es einfach, klein und billig sein. Dadurch ergibt sich eine Kostensenkung gegenüber einer gleichwertigen Ausführung mit Telegraphenrelais. Gleichzeitig ist eine Verkleinerung aller Bauteile so weit möglich, dass die gesamte Schaltungsanordnung gemäss der Erfindung als Magnetkern-TransistorBaustein zum Einsatz kommen kann.
Die Schaltungsanordnung gemäss der Erfindung ist so aufgebaut, dass sie mit bekannten Übertragungen zusammenarbeiten kann, die abwechselnd nur senden oder empfangen. Ein Beispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt. Fig. l zeigt dabei eine Anlage, in der sich an beiden Enden der Leitung gleiche Schaltungsanordnungen mit Magnetkernen gemäss der Erfindung befinden. Entsprechend Fig. 2 arbeitet eine Fernmeldevermittlungsanlage in der Ausführung nach der Erfindung mit einer Anlage zusammen, in der jeweils von Senden auf Empfangen und umgekehrt umgeschaltet werden muss.
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Batteriepotential verbunden, während das andere Ende der Wicklung an das eine Ende der Wicklung - angeschlossen ist.
Das andere Ende der Wicklung --1-- ist über einen Widerstand-W16 bzw. W26--, der auch den Wert Null annehmen kann, mit einer zwischen den beiden Enden verlaufenden Ader verbunden.
Die Wicklung-III-des Magnetkerns ist über einen regelbaren Widerstand einerseits an negatives Potential, anderseits an positives (Erde) ae) angeschlossen. Durch Verändern des Widerstandswertes wird die Ansprechschwelle der Empfangsschaltung festgelegt, bei der der Magnetkern aus der einen remanenten Lage in die andere kippt. Nach Beendigung des Empfanges wird der Kern über diese Wicklung wieder in den Ausgangszustand zurückgestellt.
Über die Wicklungen-IV und V-erhält ein Transistor-Tl bzw. T2--ein solches Potential, dass er bei dem Empfang eines über die Leitung gesendeten Zeichens leitend wird und das Relais-Hl bzw. H2--in bekannter und daher hier nicht näher erläuterter Weise ansprechen lässt.
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gegensinnig vom Strom durchflossen. Die Wicklungen und die Widerstände sind so bemessen, dass sich die elektromagnetische Wirkung der beiden Ströme aufhebt.
Da aber der Kontakt-a2-geöffnet ist, fliesst der Leitungsstrom durch die Wicklungen-I
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- erzielten Schwellwert überwiegt und den Kern zum Kippen bringt. Dadurch wird das Empfangsrelais --H2-- über den Transistor --T2-- erregt und auf diese Weise das mit dem Kontakt-la--gesendete Zeichen empfangen. öffnet der Kontakt-al-wieder, so werden die Wicklungen-I und 11-- des Magnetkerns - wieder stromlos und der Kern kippt in seine ursprüngliche Lage. Dadurch fällt auch das Relais-H2-ab und beendet den Zeichenempfang.
Schliesst dagegen der Kontakt-a2-, während der Kontakt-al-geöffnet bleibt, so wird auf gleiche Weise ein Zeichen in der andern Richtung übertragen.
Werden aber die Kontakte--al und a2-- gleichzeitig geschlossen, so fliesst durch die Wicklungen --1-- kein Strom und sie bleiben daher wirkungslos. In beiden Wicklungen-II-tritt jedoch ein Strom auf, der so gross ist, dass durch ihn allein der Kern zum Kippen kommt und damit die Empfangsrelais-Hl und H2--erregt werden. Das Kippen des Magnetkerns-Kl-wird also in diesem Fall durch den Kontakt-al--verursacht und nicht durch den Kontakt-a2-, obgleich dieser das eigentliche Kriterium liefert.
Schliesst oder öffnet einer der beiden Kontakte-al oder a2-zu einem andern Zeitpunkt als der andere Kontakt, so ergibt sich in dieser Zeit der gleiche Fall, wie beim Schliessen nur eines einzigen
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Kontaktes, wie vorhin beschrieben, und das Relais auf der Gegenseite der Leitung fällt ab.
Gemäss Fig. 2 ist in einer Vermittlungsanlage eine Schaltungsanordnung eingesetzt, wie beschrieben. Am andern Ende der Verbindungsleitung befindet sich ein Empfangsrelais-J-und ein Sendekontakt --d--, der als Folge-Umschaltekontakt ausgebildet ist. Solange der Kontakt --d-betätigt ist, kann das Relais-J-keine Zeihen aufnehmen, denn es ist von der Verbindungsleitung abgetrennt. In diesem Fall muss sichergestellt sein, dass nicht nach beiden Richtungen gleichzeitig gesendet wird, weil auf der eien Seite zumindest ein Teil des Zeichens nicht empfangen werden kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung zur übertragung von Kennzeichen zwischen zwei Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen nach beiden Richtungen über eine einzige Verbindungsleitung im Duplexbetrieb, wobei in den an den Enden der Leitung angeordneten Vermittlungsanlagen zwei elektrisch in Reihe, aber magnetisch gegeneinander geschaltete Steuerwicklungen vorgesehen sind, die beim Senden auf der Sendeseite parallel, auf der Empfangsseite aber in Reihe geschaltet sind, so dass sie
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Steuerwicklungen (1, 11) auf einen Magnetkern (Kl, K2) aufgebracht sind, und dass weitere Wicklungen (IV, V) vorgesehen sind, über die beim Kippen des Magnetkerns in die andere remanente Lage nach Überschreiten des über eine dritte Wicklung (III) erzeugten Schwellwertes ein nachgeschalteter Transistor (Tl, T2) und ein Empfangsrelais (Hl, H2) steuerbar sind.
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